Unsere Foren

Die Kinderwunsch-Seite
 

News rund um den Kinderwunsch
amicella Network   ICSI statt IVF: Gibt es Vorteile, wenn die Spermien in Ordnung sind?neues Thema
   IVF und ICSI: Wie hoch muss die Gebärmutterschleimhaut sein?
   Gelbkörperhormon bei IVF und ICSI: Was, wann und wie lange?

  Re: Ungleiche Ostergeschenke
no avatar
  isolde35
Status:
schrieb am 18.04.2017 17:51
Was ich nicht so ganz verstehe, ist, warum du denkst, dass aus so einer Sache gleich ein Familienstreit entsteht, wenn du es ansprichst? Wenn man innerhalb der Familie ein gutes Verhältnis hat, was ja wie du sagst der Fall ist, sollte es doch möglich sein, auch mal etwas anzusprechen, was als störend oder unpassend empfunden wird, ohne dass daraus gleich ein Streit wird.

Ich wüsste nicht, wie du ein solches Problem lösen könntest, ohne zu reden.

isolde


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
no avatar
  Rebtin
Status:
schrieb am 18.04.2017 21:25
Du erwähnst leider gar nicht, was dein Kind bekommen hat.
Vielleicht war es für sie ja genau das Richtige.

Aber nur als Beispiel.
Wir waren am Montag schon da und hatten das Nestchen geholt.
Wir als sehr selten bei den Schwiegereltern.

Zum Glück habe ich am Abend zuvor das Nest mal umgepackt.
Darin befanden sich ausgepackte, Trockene Gummibärchen ( warum auch immer man sie auspacken muss) und ein Stirnbamd.
Dieses bekam sie als Werbegeschenk zu dem Parfüm, welches sie mir an unserem Besuchtag noch voller Stolz Zeigte.

Ich kenne dieses Verhalten gut.
Ich bekam bis ich 14 war Geschenke von meiner Oma (15 Enkelkinder)
Alle anderen bis sie gestorben ist.
Meine Schwester bei jedem Besuch. Einfach mal so. Zwischen 50- 500€ in die Tasche gesteckt.


Ich habe das Nest neu befüllt. Und gut ist es. Sie glaubt an den Osterhasen.
Sie weiß noch nicht von wem was kommt.
Wenn es soweit ist, dann werde ich es ihr erklären.
Und für nächstes Jahr gilt einfach, die Schwiegereltern brauchen nichts mehr schenken.


LG


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
no avatar
  Luxusproblem
schrieb am 19.04.2017 09:24
@ Isolde:
Ja, da hast du natürlich recht, dass man solche Dinge ansprechen können sollte, wenn das Verhältnis gut ist.
Ich habe einfach Angst davor, dass das Ganze dann trotz Erklärungen falsch aufgefasst wird und im Nachhinein die Oma und die Schwägerin „schlecht“ über mich reden, in die Richtung „was mischt sie sich denn ein“, „geht sie doch nix an“ oder dgl.
Das Wort „Familienstreit“ ist da sicher zu heftig, denn so einer würde ja daraus vermutlich nicht entstehen, aber alleine dass Spannungen entstehen könnten, finde ich schon sehr unangenehm.
Hm. Aber gerade frage ich mich, ob das Verhältnis wirklich so gut ist… ? Wenn es das wäre, würden doch alle Kinder gleich beschenkt (oder eben nicht beschenkt) werden…

@ Reptin:
Mein Kind hat ein klassisches Osternest bekommen. Darin waren 2 gefärbte Eier, Schokobons und ein Lindt Hase.
Und zum Rest deines Beitrags: Unfassbar, was sich manche leisten  da würde ich doch lieber gar nichts wollen.


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
no avatar
  Impala-34
Status:
schrieb am 19.04.2017 13:45
Liebes Luxusproblem,

ja, das verhalten der Oma würde mich verletzten, da ich mein Kind zurpckgesetzt sehen würde. Wahrscheinlich macht sich Deine Schwiegermutter gar keine Gedanken wie ihr Verhalten ankommt. Wahrscheinlich kann sie sich für alle Kinder nicht so grosse Geschenke leisten (wie Du ja schreibst) und hat aber vielleicht die Spielküche gesehen und gedacht, die wäre toll für ihre Enkelin oder sie hat mitbekommen, dass die Enkelin damit gerne spielt und sich so eine Küche wünscht und will dann gerne dem Kind eine Freude machen und denkt dabei nicht darüber nach, wie das bei den anderen ankommt.
Wärst Du weniger enttäuscht, wenn sie die Küche einfach so und nicht zu Ostern geschenkt hätte und ihr "einfach so" nichts bekommt?
Eigentlich finde ich Du solltest mit deinem Mann reden und er mit seiner Mutter.
Ich hätte mir wohl an Ostern direkt die Bemerkung, es sollte doch keine grossen Geschenke geben, nicht verkneifen können.

LG

Impala


  Werbung
  Re: Ungleiche Ostergeschenke
no avatar
  Annette1986
schrieb am 19.04.2017 15:12
Tja, deine Schwiegermutter muss sich in 10 Jahren nicht wundern, dass dein Kind ihr nie anruft.

Es geht ja nicht um die Kosten des Geschenks, sondern um das Prinzip. Alle sind gleicher, aber manche sind gleicher.


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
no avatar
  pmami
schrieb am 19.04.2017 19:26
Liebe TE,

die Oma holt Dein Kind zweimal pro Woche vom Kindergarten ab und betreut ihn dann für jeweils 3 Stunden, bis Du von der Arbeit kommst.

Ich frage mal ganz vorsichtig, welchen Wert diese Betreuung für Dich hat. Und für Dein Kind. Manchmal ist die Situation so, dass eine Oma für ein Enkelkind mehr gibt, als für ein anderes. Und das möchte sie zu Ostern vielleicht ausgleichen.

Und vielleicht hatte das Kind Deiner Schwägerin einfach noch kein Laufrad. Zwei Jahre ist genau das richtige Alter für ein Laufrad. Und der Frühling ist genau die richtige Jahreszeit, um ein Laufrad zu bekommen. Vielleicht passte es einfach.

Wenn Dein Sohn kein Laufrad hat und auch gerne eines hätte, dann würde ich mich an Deiner Stelle auch wundern. Wenn Dein Sohn jedoch schon ein Laufrad haben sollte oder noch nie Interesse an einem Laufrad hatte, dann freu Dich für Deine Nichte.

Viele Grüße pmami


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
no avatar
  himmelblau23
schrieb am 20.04.2017 09:06
Hallo, wenn ich das richtig verstanden habe ist die Mutter des beschenkten Kindes die einzige Tochter deiner Schwiegermutter. Kann es sein, dass sie einfach ein "anderes" Verhältnis zu Ihrer Tochter und ihren Enkeltöchtern hat, als zu den Söhnen und Enkeln.
Ist wahrscheinlich nicht mal böse gemeint, aber meistens ist es doch so, das die Mütter und Töchter anders miteinander klarkommen.
Ich würde an deiner Stelle nicht direkt mit ihr reden, die Betreuung unter der Woche wäre mir persönlich wichtiger. Man weiss nie wie weit das ganze dann ausholt und euer Verhältnis wird es nicht bessern.
Wenn dann würde ich es deinen Mann ansprechen lassen, aber nur wenn er es auch so sieht und möglichst ihn alleine mit seiner Mutter reden lassen, sonst kann man (als Mama und Frau) meistens nicht anders als sich doch mit einzumischen.

Ansonsten würde ich nächstes Jahr versuchen nicht mit den anderen Geschwistern aufeinanderzutreffen z.B. sie kommen alle am Ostersonntag bei euch geht nur der Montag.

Grüsse
P.S. Lass doch mal bitte von dir hören, was ihr jetzt gemacht habt oder machen wollt


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
no avatar
  Luxusproblem
schrieb am 20.04.2017 10:27
@ Impala: Es liegt sehr nahe, dass sie sich gar keine großen Gedanken gemacht hat. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sie "absichtlich" ein Rad für ein Kind hinstellt und nichts für die anderen. Und würde sie den anderen Kindern nix gönnen und wäre sich der Ungerechtigkeit bewusst, hätte sie der Enkelin bzw ihren Eltern vermutlich heimlich das Rad gegeben.
Und über deine Frage musste ich eine Weile nachdenken smile Vermutlich wäre ich viel weniger enttäuscht, wenn die Kleine das Rad "einfach so" bekommen hätte. Es liegt bestimmt zu einem großen Teil am Anlass "Ostern": Gleicher Tag, gleiche Bedingungen, alle da und ungleiche Verteilung Gute Nacht
Ich habe mich im Nachhinein auch geärgert, dass ich nicht gleich an Ostern eine Bemerkung habe fallen lassen, aber wie das oft so ist (zumindest bei mir), bin ich erstmal baff und mir fällt spontan nichts Passendes ein.

@ pmami: Die Betreuung hat einen großen Wert für uns, denn es hilft uns - insbesondere mir - im Arbeitsalltag.
Ich hatte hier auch nicht meine SM angekreidet, dass sie sich nicht um unseren Sohn kümmert (was ich auch nicht erzwingen können, wenn es so wäre) oder sich nicht für ihn interessieren würde, das macht sie nämlich sehr - sie interessiert sich erfreulicherweise für alle Enkelkinder.
Und ja, mein Sohn hat ein Laufrad, er hat es von meinen Eltern zum 2. Geburtstag bekommen.
Aber es geht hier ums Prinzip und nicht um das RAD. ich hätte genauso enttäuscht reagiert, wenn die Kleine ein anderes großes Geschenk bekommen hätte, ist doch ganz egal was. Weißt du, was ich meine?
Das Rad ist im Frühling und mit 2 Jahren so wie du geschrieben hast, ein absolut passendes Geschenk! Mich stört nur die (extrem) ungleiche Verteilung.

@ himmelblau: Ja richtig, die Schwägerin ist die einzige Tochter der SM und nur die Tochter hat wiederum Töchter, die Söhne haben Buben smile Das Verhältnis zur Tochter ist innig, wobei ich auch das Verhältnis bzw Kontakt zu den Söhnen - besonders zu meinem Mann - sehr gut ist. Die Enkeltöchter sieht meine SM noch öfter als zB unseren Sohn, einfach dadurch bedingt, weil die Schwägerin gerade in Elternzeit ist und oft íhre Mutter besucht. Absolut klar, ich bin in Elternzeit auch viel häufiger zu meinen Eltern als zu den Schwiegis zwinker
Ich weiß nicht, ob mein Mann das Ganze ansprechen wird. Ich finde, das muss er selbst entscheiden und ich will und werde ihn da nicht drängen, obwohl ich schon möchte, dass er es bei ihr anspricht. Er findet es auch nicht ok, ist aber bei solchen Dingen generell lockerer als ich.
Wie wir das also jetzt konkret machen werden, kann ich so noch sagen. Entweder mein Mann will es ansprechen oder eben nicht.
Ich selbst werde sie nicht direkt ansprechen, so in der Art "ich möchte gerne mit dir über Ostern sprechen, blablabla...". Wenn, dann werde ich das machen, wenn es sich zufällig ergeben sollte, zB sollte sie mal erwähnen, wie toll XY schon mit dem Laufrad fährt oder spätestens vor Ostern 2018, sollte sie wieder sagen "an Ostern gibts nichts Großes" grins


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
no avatar
  pmami
schrieb am 20.04.2017 12:27
Liebe TE,

Du hast mich missverstanden. Ich hatte keineswegs den Eindruck, dass Du das Gefühl hast, Deine Schwiegermutter kümmere sich nicht um Deinen Sohn. Du hattest ja sehr deutlich geschrieben, dass sie das regelmäßig und liebevoll tut.

Und genau das ist mein Punkt. Vielleicht hat die Schwiegermutter ein schlechtes Gewissen, weil sie sich um die Tochter ihrer Tochter nicht ebenso aufopferungsvoll kümmert. Was vermutlich gar nicht nötig ist, weil ihre Tochter ja zu Hause ist und sich selbst um die Kinder kümmert. Aber vielleicht würde die Oma gerne mehr für dieses Kind tun. Vielleicht hatte sie das Gefühl eine Ungleichbehandlung ausgleichen zu müssen.

Und selbst wenn es nicht so wäre: Dein Sohn verbringt Zeit mit seiner Oma. Er hat eine liebevolle Beziehung zu ihr. Er ist gerne bei ihr. Das alles ist mehr wert als ein Laufrad. Es ist mehr wert als irgendein 50 Euro Geschenk, das nicht benötigt wurde, aber gegeben wird, um eine vermeintliche Gleichbehandlung herzustellen. Es ist mehr wert, als ein Prinzip.

Viele Grüße pmami


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
no avatar
  Joaninha
schrieb am 21.04.2017 09:42
Ich schließe mich pmami an. Wenn Du zweimal die Woche einen Babysitter für drei Stunden bräuchtest und diesem 8 Euro pro Stunde zahlen würdest, dann wären das aufs Jahr umgerechnet so ca. 2000 Euro, wenn ich richtig rechne. Die Cousine hat ein Laufrad für 50 Euro bekommen? Ich finde, Ihr kommt voll gut weg bei diesem Deal.


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
no avatar
  la miga
schrieb am 21.04.2017 10:49
Ich muss mich hier auch pmami anschließen; ich finde, sie hat das sehr gut formuliert.

Es geht hier doch gar nicht um eine Kränkung des Kindes - die ist doch wirklich in keiner Weise erfolgt. Es geht hier ausschließlich um dich; und ich vermute, du interpretierst da etwas rein, was seitens der Oma überhaupt nicht gedacht war.

Mich stört hier ein wenig, dass du das "Nehmen" in Form von mehrstündiger Betreuung pro Woche, die für euch bares Geld wert und für den Enkel sozial toll und wichtig ist, zwar auch gerne nimmst, aber das offenbar im Vergleich zu einem Laufrad für 40 Euro oder eher noch billiger praktisch nix mehr Wert ist. Bitte, überleg doch mal: Du denkst ernsthaft darüber nach, mit komischen Bemerkungen deinen verletzten Stolz zum Diskussionsgegenstand zu machen bei einer Frau, die mehrmals in der Woche euer Kind zu eurer vollsten Zufriedenheit hütet, dir damit Berufstätigkeit ermöglicht, und würdest jetzt ernsthaft wegen einem blöden Geschenk einen Streit vom Zaun brechen? Ich vermute ehrlich gesagt, dass deine Zögerlichkeit diesbezüglich oder der Wunsch, dass dein Mann das doch ansprechen könnte, daran liegt, dass du selbst in dir spürst, dass das vermessen und unfair wäre.

Wie ginge es dir denn damit, wenn andere Familienmitglieder sich darüber echauffieren würden, dass die Oma euer Kind betreut und andere Kinder ja nicht, dass da so gesehen auch andere benachteiligt werden? Wie wäre es für dich, wenn die Oma jetzt sagen würde, naja, man sollte schon alle gleich halten, sie betreut den Kleinen jetzt nicht mehr, da sie die anderen ja auch nicht betreut oder sie macht das jetzt nur noch 1 Tag und nimmt einen anderen Tag die andere Enkelin usw.?

Also, ich denke auch: Freut euch, dass das bei euch alles so super läuft und belaste dich doch selbst nicht mit so einem Müll. Mach dir wirklich klar, dass hier keinem Kind etwas Böses geschehen ist, dass dein Sohn von seiner Oma doch DEUTLICH mehr profitiert als die anderen Enkel und dass es hier auch keine finanzielle Benachteiligung gibt, wenn du dir mal ausrechnest, was eine vergleichbare Betreuung kosten würde. Das Problem findet in deinem Kopf statt.

Das heißt nicht, dass ich es gut finden würde, wenn die Oma zwei 10-Jährige Kinder vor sich stehen hat, und dem einen 10 Euro in die Hand drückt und dem anderen 50. Das sind dann aber andere Situationen, die du nicht auf diese hier übertragen kannst.


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
no avatar
  Luxusproblem
schrieb am 21.04.2017 11:34
Ähhh, liebe la Miga, in anderen Beiträgen von dir habe ich grundsätzlich schon das Gefühl, als könntest du lesen, aber diesmal hast du wohl die Hälfte meiner Postings entweder nicht gelesen oder nicht verstanden.

Bitte zitiere (und ja, das meine ich ernst!) , WO ich geschrieben habe, dass…

… ich einen Streit vom Zaun brechen möchte?? Ich hatte doch sogar Isolde geantwortet, dass ich bereits Spannungen vermeiden möchte und daher kein direktes Gespräch suchen werde.
Genau eines möchte ich nämlich auf keinen Fall: Streit
Und ob ich KOMISCHE Bemerkungen machen möchte oder nicht, das weißt du doch gar nicht!
Warum besetzt du Bemerkungen negativ? Warum denkst du, ich könnte keine neutrale Anmerkung tätigen? Nur weil mich die Ostersituation ärgert?

… die Oma ausschließlich UNSEREN Sohn in diesem Ausmaß betreut??
In meinem letzten Beitrag habe ich sogar erwähnt, dass sich die SM für alle Enkelkinder interessiert.
Und ich habe mit KEINEM WORT erwähnt, dass die anderen Enkel nicht betreut werden, denn das werden sie! Auch die andere Schwägerin ist berufstätig und auch da wird der 6-Jährige regelmäßig betreut! Die beiden Jungen übernachten oft bei der SM oder sie kocht für den 11-Jährigen in den Ferien, wenn seine Mutter nicht zuhause ist. Genauso betreut sie die Kinder der Tochter, entweder bei gleichzeitiger Anwesenheit der Tochter oder wenn sie einen Termin hat.

… ich mich NICHT freue, dass sie unseren Sohn betreut?? Ich hatte mehrfach betont, dass sie uns – insbesondere mir wegen meiner Berufstätigkeit – eine große Hilfe ist.
Aus welchem Grund kreidest du mir grundsätzliche Undankbarkeit gegenüber der SM an????


Was genau ist nun die andere Situation bzw der Unterschied bei deinem angeführten Beispiel zu unserer Ostersituation? Nur das Alter der Kinder?



Zitat
la miga
Ich muss mich hier auch pmami anschließen; ich finde, sie hat das sehr gut formuliert.

Es geht hier doch gar nicht um eine Kränkung des Kindes - die ist doch wirklich in keiner Weise erfolgt. Es geht hier ausschließlich um dich; und ich vermute, du interpretierst da etwas rein, was seitens der Oma überhaupt nicht gedacht war.

Mich stört hier ein wenig, dass du das "Nehmen" in Form von mehrstündiger Betreuung pro Woche, die für euch bares Geld wert und für den Enkel sozial toll und wichtig ist, zwar auch gerne nimmst, aber das offenbar im Vergleich zu einem Laufrad für 40 Euro oder eher noch billiger praktisch nix mehr Wert ist. Bitte, überleg doch mal: Du denkst ernsthaft darüber nach, mit komischen Bemerkungen deinen verletzten Stolz zum Diskussionsgegenstand zu machen bei einer Frau, die mehrmals in der Woche euer Kind zu eurer vollsten Zufriedenheit hütet, dir damit Berufstätigkeit ermöglicht, und würdest jetzt ernsthaft wegen einem blöden Geschenk einen Streit vom Zaun brechen? Ich vermute ehrlich gesagt, dass deine Zögerlichkeit diesbezüglich oder der Wunsch, dass dein Mann das doch ansprechen könnte, daran liegt, dass du selbst in dir spürst, dass das vermessen und unfair wäre.

Wie ginge es dir denn damit, wenn andere Familienmitglieder sich darüber echauffieren würden, dass die Oma euer Kind betreut und andere Kinder ja nicht, dass da so gesehen auch andere benachteiligt werden? Wie wäre es für dich, wenn die Oma jetzt sagen würde, naja, man sollte schon alle gleich halten, sie betreut den Kleinen jetzt nicht mehr, da sie die anderen ja auch nicht betreut oder sie macht das jetzt nur noch 1 Tag und nimmt einen anderen Tag die andere Enkelin usw.?

Also, ich denke auch: Freut euch, dass das bei euch alles so super läuft und belaste dich doch selbst nicht mit so einem Müll. Mach dir wirklich klar, dass hier keinem Kind etwas Böses geschehen ist, dass dein Sohn von seiner Oma doch DEUTLICH mehr profitiert als die anderen Enkel und dass es hier auch keine finanzielle Benachteiligung gibt, wenn du dir mal ausrechnest, was eine vergleichbare Betreuung kosten würde. Das Problem findet in deinem Kopf statt.

Das heißt nicht, dass ich es gut finden würde, wenn die Oma zwei 10-Jährige Kinder vor sich stehen hat, und dem einen 10 Euro in die Hand drückt und dem anderen 50. Das sind dann aber andere Situationen, die du nicht auf diese hier übertragen kannst.



  Re: Ungleiche Ostergeschenke
no avatar
  la miga
schrieb am 21.04.2017 13:30
Deine Worte erwecken bei mir den Eindruck, dass dich das alles emotional wirklich sehr mitnimmt. Ich bin zwar auch jemand, der sich immer eher zuviel als Zuwenig an Gedanken macht, aber diese Heftigkeit, mit der dich das trifft, ist für mich persönlich nicht nachzuvollziehen. Was ja nicht heißt, dass man das nicht anders sehen kann, du hast hier ja auch Zuspruch bekommen, aber für mich bleibt die Frage, warum dich das dermaßen ärgert. Das erschließt sich mir einfach nicht.

Wenn ich deinen Beitrag irgendwie missverstanden habe, tut mir das sehr Leid, vielleicht habe ich auch wirklich etwas überlesen. Aber du schriebst lediglich, dass die SchwieTo wohl mehrmals die Oma besucht (das ist für mich nicht mit einer Betreuung der Kinder zu vergleichen), von anderen Kindern, die sie auch noch betreut, habe ich nix gelesen. Aber wenn sie die anderen Kinder alle auch noch betreut, finde ich das von der Oma wirklich extremst engagiert: 3-4x pro Woche die Kleinste, 2x pro Woche euren Sohn, dann noch die anderen Kinder? Mehr als nett von der Oma!

Ich persönlich find halt zum einen eine Aufrechnerei, die den Familienfrieden stört, eher schwierig. Es haben alle Kinder ein Osternest bekommen. Wir reden hier von einer offenbar ebenso liebevollen wie engagierten Oma, die zudem noch finanziell vermutlich nicht in Reichtümern schwebt. Nun haben alle Kinder ein Nestchen bekommen und eine Enkelin ein Laufrad dazu. Kein Kind ist leer ausgegangen, ein Laufrad ist für mich auch kein solches Luxus-Geschenk, dass man das als völlig übertrieben ansehen könnte. Dieses Kind wird offenbar nicht speziell von der Oma "betreut", alle anderen Kinder aber offenbar schon? In jedem Fall ist doch kein Kind vom Osterhasen übergangen worden, wir reden von einer Oma, die ganz viel tut und nun wird versucht, das Laufrädchen aufzurechnen, du redest gar davon, dass "die anderen Kinder offenbar das nicht wert seien".

Alleine bei dieser Formulierung frage ich mich: Die Oma hilft euch sehr, kümmert sich mehrere Stunden pro Woche um euer Kind , tut das dann offenbar für die übrigen Enkel auch, und jetzt sind die Kinder irgendwas "nicht Wert"? Da muss man meiner Einschätzung nach die Oma nicht persönlich kennen, um diese Interpretation falsch zu finden.

Zum anderen sprachst du eben davon, deiner Meinung nach solle dein Mann es schon ansprechen, du ärgerst dich gar darüber deinen eigenen Worten nach, dass du nicht direkt an Ostern der Oma eine Bemerkung untergejubelt hast. Du denkst weiter darüber nach, das durch entsprechende Bemerkungen bzgl Ostern 2018 zu thematisieren. Das scheint dich ja immens zu beschäftigen, und wenn du denkst, dein Mann solle das ansprechen, dann steht für mich schon im Raum, dass es dir für dich offenbar wichtiger ist, der Oma nun unbedingt im Nachhinein das Laufrad als unpassend zu vermitteln als das jetzt einfach so stehenzulassen. Wie du selbst sagst: Egal, wie man es formuliert - der Vorwurf, die Oma benachteilige einzelne Kinder, bevorzuge ein anderes, die einen Kinder seien mehr Wert als die anderen, das dürfte für jedes normale Omaherz ganz schwer wiegen.

Ich kann dir auch nicht sagen, wieso das Mädchen ein Laufrad bekommen hat. Man kann nur spekulieren:
- Vielleicht ist es wirklich auch in dieser Denkweise vom Aufrechnen eine Art Ausgleich dafür, dass andere Kinder "betreut" werden und dieses Kind nicht
- Vielleicht ist ja durch die Elternzeit die Situation der anderen Familie doch anders, als ihr es denkt
- Vielleicht war es ein spontaner Kauf, dass sie also einfach das Rädchen gesehen hatte und sich dachte, das könne das Kind einfach gut gebrauchen, während sich so ein spontaner Kauf für die anderen Kinder thematisch nicht ergeben hatte?
- Vielleicht hätte sie ja gerne allen Kindern mehr als das Nestchen geschenkt, hatte aber einen Engpass und konnte es einfach nicht tun?
- Vielleicht ist ein Laufrad für sie etwas "Kleines"?
- Vielleicht hat sie es für 5 Euro gebraucht gekauft?


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
no avatar
  Luxusproblem
schrieb am 21.04.2017 14:03
@ la Miga

Die Ostergeschichte nimmt mich emotional nicht sooo sehr mit, das kannst du mir glauben.
Geärgert, oh ja durchaus! Mitgenommen… äh… nein zwinker
Dinge, die mich wirklich mitnehmen, sind mir nämlich so wichtig, dass ich sie im Real Life bewältige, dafür poste ich nicht in Foren gefühlte 100 Beiträge die Woche, so wie dies manch andere User/-innen handhaben smile

Ich habe das Thema hier gepostet, um Meinungen zu bekommen, eventuell auch andere Sichtweisen und die habe ich erfreulicherweise bekommen. Also nochmal Danke an alle für Eure Antworten!

Die „Heftigkeit“ von der du schreibst hat allein deine Antwort betroffen, weil du m.M. nach ziemlich unverschämt geantwortet hast und zwar im Sinne von „das Wort im Mund umgedreht hast“ und es war mir ein starkes Anliegen, diese Unwahrheiten richtigzustellen.

Dass aber bei dir ziemlich wenig ankommt, ist mir mit deinem Text durchausklar geworden:

Zitat
la miga

[...] Nun haben alle Kinder ein Nestchen bekommen und eine Enkelin ein Laufrad dazu. Kein Kind ist leer ausgegangen, ein Laufrad ist für mich auch kein solches Luxus-Geschenk, dass man das als völlig übertrieben ansehen könnte. Dieses Kind wird offenbar nicht speziell von der Oma "betreut", alle anderen Kinder aber offenbar schon? In jedem Fall ist doch kein Kind vom Osterhasen übergangen worden, wir reden von einer Oma, die ganz viel tut und nun wird versucht, das Laufrädchen aufzurechnen, du redest gar davon, dass "die anderen Kinder offenbar das nicht wert seien".

Ohnmacht


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
no avatar
  la miga
schrieb am 21.04.2017 14:39
Naja, wessen Antworten hier nun unverschämt werden, ist fraglich. Aber dieser Tonfall lässt einen Schluss zu, wer hier anonym postet (warum eigentlich?) und ich damit bin ich raus.




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2019