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  Re: Ungleiche Ostergeschenke
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  isolde35
Status:
schrieb am 21.04.2017 15:46
Luxusproblem, ich kann total verstehen, dass dich die ungleiche Schenkerei ärgert, das würde mir auch so gehen. Ich finde, das ist vor allem im Zusammenhang mit der Ankündigung, dass es zu Ostern für die Kinder nur was Kleines geben wird, mehr als unglücklich gelaufen. Ein Laufrad ist ja nunmal nichts Kleines, sondern ein großes Geschenk, das nur eines der Enkel bekommen hat.

Ich finde auch nicht, dass man das mit der Betreuungszeit "aufrechnen" kann, die die Großeltern für die einzelnen Enkel auf sich nehmen. Kinder zu betreuen ist doch kein Geschenk der Großeltern, sondern etwas, das innerhalb einer Familie selbstverständlich sein sollte, wenn man die nötige Zeit hat. Mein Vater freut sich jedes Mal, wenn er auf meine Tochter aufpassen kann, weil er dann auch mal Zeit mir ihr alleine verbringen kann und die beiden so ein immer vertrauteres Verhältnis bekommen. Ich freue mich darüber, dass das so ist, aber das ist für mich auch eine Selbstverständlichkeit, das gehört sich in einer Familie ganz einfach so, schon allein deshalb, weil man sich füreinander interessiert und auch füreinander zuständig ist. Ich würde meiner Oma auch niemals vorrechnen, dass ich sie häufig zum Arzt fahre oder Besorgungen für sie erledige. Das ist selbstverständlich. Jedes Familienmitglied kommt ja mal in Situationen, in denen Hilfe der Anderen benötigt wird. Sei es, weil man zu alt geworden ist, Dinge selbst zu erledigen, weil man krank ist oder weil man arbeiten muss und Kinder betreut werden müssen.

Geschenke sind für mich eine ganz andere Baustelle. Schenken kann man auch lassen, das ist nicht nötig, um jemand anderem zu helfen sondern das macht man einfach nur, weil man sich gegenseitig gern hat. Und da kommt in der von dir beschriebenen Situation doch das Gefühl auf, dass die Oma eines der Kinder ein bisschen "gerner" hat und das fühlt sich halt nicht schön an, weder für die Eltern noch für die Kinder (wenn sie denn dann groß genug sind, um das überhaupt zu merken). Von daher würde mich das auch ärgern, wenn aus unserer Familie ein Kind bei einem Anlass wie Ostern ein wesentlich größeres Geschenk bekommen würde als die anderen.

Ich verstehe deinen Unmut, denke aber, dass ich das angesprochen hätte, einfach um die Situation direkt zu klären. Vielleicht hat deine Schwiegermutter wirklich einen konkreten Grund.

isolde


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
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  Schwiegertocher
schrieb am 21.04.2017 16:12
Hallo liebes Luxusproblem,

ich finde deine Reaktion gerechtfertigt. Um so weiser finde ich es, dass du auf der Feier geschwiegen hast. Es spricht nur davon, dass du eine sehr kluge und eine weise Frau bist und Streitigkeiten aus dem Weg gehst. Wie sagt man so schön, Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Einen Streit zu provozieren geht sehr schnell, wenn man unüberlegt was sagt, besonders wenn man es als Schwiegertochter sagt. Es wird alles anders aufgenommen und alles auf die Waage gelegt. Ich spreche von 22 Jahren Erfahrung als Schwiegertochter. Wenn die eigene Tochter was sagt, wird es anders aufgenommen,als wenn die Schwiegertochter das gleiche sagt. So ist es leider. Vielleicht nicht bei jedem, aber öfters. Wirklich alle Achtung, dass du bis jetzt geschwiegen hast und deiner Schwiegermutter nichts gesagt hast.

Finde deine Schwiegermutter wirklich eine einzigartige Frau, die sich so für Ihre Kinder und Enkelkinder engagiert. Trifft man heute nicht so oft, weil die meisten entweder zu alt sind oder einfach zu gemütlich.

Allerdingt muss ich wirklich sagen, nicht sehr taktvoll von deiner Schwiegermutter vor den anderen Kindern, einer einzigen ein größeres Geschenk zu machen. Noch sind die Kinder zu klein und verstehen das nicht wirklich, was da abläuft. Wenn die heranwachsen und es sich wirklich wiederholt, werden sie anfangen dieses Kind nicht zu mögen, weil die Oma es bevorzugt. So ist es meistens bei den Kindern.

Ich denke, wir als Eltern, müssen versuchen von unserer Seite alles zu geben, damit keine Streitigkeiten aufkommen. Und ja ich sage es wirklich aus Erfahrung. Gerade bei solchen Kleinigkeiten kann es zum großen Streit ausschreiten. Muss nicht sein. Jeder muss bedacht sein von seiner Seite das Beste zu geben, damit in der Familie immer Frieden herrscht.

Es wäre natürlich sehr viel weiser und taktvoller von deiner SM dieses Laufrad dem Kind zu geben, wenn die mal alleine mit diesem Kind ist. Es wäre für alle perfekt. Sehe ich genauso.

Würde an deiner Stelle ihr nichts sagen. Denn, sagen kann jeder. Aber, wenn man was sagen möchte und das einfach schluckt, ist wirklich eine Kunst. Ich habe das mit Jahren gelernt und musste feststellen ich fahre damit besser.

Wenn dein Mann es für nötig hält, ihr das zu sagen, soll er das machen, aber bitte ohne dich. So ist es bei uns meistens und ich bin da raus. Sogar wenn ich drauf angesprochen werde, sage ich, ich hätte keine Ahnung, die sollten es doch bitte mit meinem Mann klären. So bin ich und bleibe die "Gute". Auch wenn in mir ein Vulkan tobt, wegen irgendwelchen Ungerechtigkeiten. Warum ich mich da immer raushalte? Sogar wenn nachher alles wieder gut ist, wird man immer daran denken, sie hatte damals so und so reagiert. Und wenn es der eigene Sohn ist, wird schnell alles vergessen und verziehen.

Denn, sagst du es der Schwiegemutter, sagt sie es Ihrer Tochter und schon geht eine Kettenreaktion los. Wieder hat man Gesprächstoff. Und wie das bei uns Frauen so ist, aus einer Fliege wird ein Elefant.

Mein Rat: Weiter schweigen. Sollte sich so eine Begebenheit wiederholen, würde ich es wahrscheinlich meinem Mann sagen, dass er mit seiner Mutter reden sollte, nicht wegen mir, weil ich es Ungerecht finde, wegen all den Kindern, damit zwischen denen es immer friedlich bleibt und keiner sich bevorzugt fühlt oder benachteiligt.

@la miga: Finde deinen Ton hier sehr unpassend. Luxusproblem wollte nur ein paar Meinungen hören und nicht, dass man sie persönlich angreift. Ihre Emotionen, Empfindungen, gehen hier keinen was an. Bitte in Zukunft etwas freundlicher, unbekannterweise. Nichts persönliches, weil ich dich nicht kenne. Und ob einer anonym schreibt oder nicht, ist jedem überlassen. Es ist ein freies Forum. Jeder darf schreiben, aber nicht beleidigen und persönlich werden. Du hast wirklich sehr viel geschrieben, aber für mich konnte ich nichts rausholen.

Liebe Grüße von der Schwiegertochter


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
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  pmami
schrieb am 21.04.2017 19:19
Ich habe sehr viel Verständnis dafür, dass man anonym posten möchte, weil man seine eigene Privatsphäre schützen möchte.

Ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, dass man den Schutz der Anonymität nutzt, um andere Userinnen persönlich anzugreifen. Noch dazu, wenn es sich um Userinnen handelt, die sich sehr ausführlich mit der Ausgangsfrage auseinandergesetzt haben und dabei einfach nur zu einem anderen Ergebnis gekommen sind, als die TE es gerne hätte hören wollen.

Ob diese Angriffe nun von verschiedenen (anonymen) Usern kamen oder nicht, will ich mal dahingestellt sein lassen......

Nur eines noch: Als berufstätige Mutter, die auf keinerlei Betreuungsunterstützung von Oma (oder Opa) zurückgreifen kann, kann ich nur müde lächeln, wenn ich hier lese, dass diese Unterstützung selbstverständlich ist. Die Auffassung, dass diese Unterstützung nicht gegen Geschenke aufgerechnet werden kann, teile ich. Nur eben von der anderen Perspektive aus. Ich persönlich würde die Unterstützung und auch die enge Bindung zwischen Oma und Kind liebend gerne gegen alle Laufräder der Welt eintauschen.

Viele Grüße pmami


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
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  Luxusproblem
schrieb am 21.04.2017 20:50
@ pmami:
Ich will hier die Anonymität gewiss nicht nutzen, um jemanden anzugehen.

Ich sehe es nicht als "Mühe machen" an, wenn jemand antwortet mit an den Haaren herbeigezogen Aussagen, die nicht der Wahrheit entsprechen wie dies la Miga gemacht hat. Das hat dann nichts damit zu tun, was ich gerne hören möchte u was nicht, sondern dass ich mich lediglich dagegen wehre, wenn Tatsachen verdreht werden oder etwas geschrieben wird, dass nie geschehen ist.
Außerdem fehlt mir so ziemlich das Verständnis, wenn dann ein Laufrad als nichtiges Geschenk für ein 2 jähriges Kind betitelt und mein beitrag als Lächerlichkeit/Mist abgetan wird und ich als achso böse und undankbare Schwiegertochter hingestellt werde, die einem kleinen Mädchen kein LaufRÄDCHEN gönnt.
Alles absolut realitätsfern u der Zusammenhang zu meinem ursprünglichen Beitrag erschließt sich mir nicht.

Ich möchte dir abschließend noch eine Frage stellen:
Stell dir vor, du hast 2 söhne. Sagen wir mal, nicht wie deine 2 Söhne mit sehr großem Altersabstand u daher extrem unterschiedlichen Interessen, sondern einen 18- u einen 19-jährigen. Nennen wir sie einfach Sohn A und Sohn B.
Beide söhne wohnen noch zuhause. Du wäschst ihre wäsche und kochst täglich für sie. Insofern schon mal gleiche Voraussetzungen.
Ihr steht unterm Weihnachtsbaum u du verteilst die Geschenke. Sohn A bekommt ein 200 Euro smartphone, Sohn B einen 5-er Pack Socken von H&M. Gleiche Voraussetzungen, ungleiche Verteilung. Aber warum eigentlich nicht? Sohn B hat doch schon ein Smartphone, aber dafür löchrige Socken, also passt doch alles?! Wieso beschwert sich Sohn B dann?

In unserer Familie sind die Voraussetzungen ebenfalls gleich umd kein Kind wird mehr betreut als das andere (keine Ahnung, warum das nun x-mal angenommen wurdeIch hab ne Frage)


Wären Sohn A u Sohn B meine Söhne, bekäme Sohn A ein Smartphone und Sohn B einen 5-er Pack Socken von H&M und ein Kuvert mit 190 Euro.

Aber ich verabschiede mich nun hier winkewinke


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  Re: Ungleiche Ostergeschenke
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  pmami
schrieb am 21.04.2017 21:24
Wenn B jemals zu mir käme und mir vorrechnen würde, dass ein Geschenk für A so und so viel Euro mehr wert war, als ein Geschenk für ihn, dann würde ich mich fragen, was falsch gelaufen ist. Und ich meine damit nicht das Aussuchen der Geschenke.

Viele Grüße pmami


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
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  Joaninha
schrieb am 21.04.2017 22:31
Zitat
Luxusproblem

In unserer Familie sind die Voraussetzungen ebenfalls gleich umd kein Kind wird mehr betreut als das andere (keine Ahnung, warum das nun x-mal angenommen wurdeIch hab ne Frage)

Vielleicht, weil Du geschrieben hast, die Tochter sei in Elternzeit? Es ist naheliegend, anzunehmen, dass sie die zur Betreuung ihrer Kinder nutzt.

Ich gehöre zu denjenigen, für die es nicht selbstverständlich ist, dass die Grosseltern mitbetreuen. Grosseltern können zu alt sein für die Betreuung oder zu jung - dann müssen sie sich um ihre eigenen Kinder kümmern. Sie können schwere Zeiten durchmachen, wie Krankheit oder eine Trennung.

Langer Rede kurzer Sinn, für mich ist es ein Geschenk, wenn Grosseltern betreuen können. Und da Du Geschenke so genau gegeneinander aufrechnest, ist es auch hier naheliegend, auf den Wert dieses Geschenkes aufmerksam zu machen. Schade, dass dieser Wert einfach vom Tisch gefegt wird mit dem Argument, man könne das doch eh nicht vergleichen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.04.17 22:36 von Joaninha.


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
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  cora167
schrieb am 21.04.2017 22:54
Zitat
isolde35
Luxusproblem, ich kann total verstehen, dass dich die ungleiche Schenkerei ärgert, das würde mir auch so gehen. Ich finde, das ist vor allem im Zusammenhang mit der Ankündigung, dass es zu Ostern für die Kinder nur was Kleines geben wird, mehr als unglücklich gelaufen. Ein Laufrad ist ja nunmal nichts Kleines, sondern ein großes Geschenk, das nur eines der Enkel bekommen hat.

Ich finde auch nicht, dass man das mit der Betreuungszeit "aufrechnen" kann, die die Großeltern für die einzelnen Enkel auf sich nehmen. Kinder zu betreuen ist doch kein Geschenk der Großeltern, sondern etwas, das innerhalb einer Familie selbstverständlich sein sollte, wenn man die nötige Zeit hat. Mein Vater freut sich jedes Mal, wenn er auf meine Tochter aufpassen kann, weil er dann auch mal Zeit mir ihr alleine verbringen kann und die beiden so ein immer vertrauteres Verhältnis bekommen. Ich freue mich darüber, dass das so ist, aber das ist für mich auch eine Selbstverständlichkeit, das gehört sich in einer Familie ganz einfach so, schon allein deshalb, weil man sich füreinander interessiert und auch füreinander zuständig ist. Ich würde meiner Oma auch niemals vorrechnen, dass ich sie häufig zum Arzt fahre oder Besorgungen für sie erledige. Das ist selbstverständlich. Jedes Familienmitglied kommt ja mal in Situationen, in denen Hilfe der Anderen benötigt wird. Sei es, weil man zu alt geworden ist, Dinge selbst zu erledigen, weil man krank ist oder weil man arbeiten muss und Kinder betreut werden müssen.

Geschenke sind für mich eine ganz andere Baustelle. Schenken kann man auch lassen, das ist nicht nötig, um jemand anderem zu helfen sondern das macht man einfach nur, weil man sich gegenseitig gern hat. Und da kommt in der von dir beschriebenen Situation doch das Gefühl auf, dass die Oma eines der Kinder ein bisschen "gerner" hat und das fühlt sich halt nicht schön an, weder für die Eltern noch für die Kinder (wenn sie denn dann groß genug sind, um das überhaupt zu merken). Von daher würde mich das auch ärgern, wenn aus unserer Familie ein Kind bei einem Anlass wie Ostern ein wesentlich größeres Geschenk bekommen würde als die anderen.

Ich verstehe deinen Unmut, denke aber, dass ich das angesprochen hätte, einfach um die Situation direkt zu klären. Vielleicht hat deine Schwiegermutter wirklich einen konkreten Grund.

isolde

Ich schließe mich hier komplett an. Auch hier betreuen O+O regelmäßig unser Kind, dafür machen mein Mann und ich andere Dinge für sie. Trotzdem würde ich es sehr befremdlich finden, wenn es so ungleiche Geschenke für die Enkelkinder geben würde.

Als Kind bzw. Teenie habe ich das selbst erlebt. Meine Oma lebte bei uns im Haus und das Zusammenleben mit ihr war schwierig, da sie ein sehr schwieriger Mensch war. Mein deutlich älterer Bruder war bereits ausgezogen und war Omas Liebling. Er hat sie meist Sonntags für 5 Minuten besucht und bekam dann meist einen Hunderter zugesteckt, ich ging sogar zum Geburtstag leer aus. Meine Eltern haben das als sehr ungerecht empfunden und mir den gleichen Betrag geschenkt, aber an meiner Kränkung und Enttäuschung hat das nichts geändert.


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
avatar  maschu
schrieb am 21.04.2017 23:22
Zitat
pmami
Wenn B jemals zu mir käme und mir vorrechnen würde, dass ein Geschenk für A so und so viel Euro mehr wert war, als ein Geschenk für ihn, dann würde ich mich fragen, was falsch gelaufen ist. Und ich meine damit nicht das Aussuchen der Geschenke.

Viele Grüße pmami

Meine Mutter ist da z.B rechnerisch extrem "gerecht" bekommt Enkel A was in Wert von xy, bekommen Enkel B, C und D den gleichen finanziellen Wert.. Egal ob Weihnachten, Ostern oder einfach Feriengeschenke.
Meine Schwiegereltern holen regelmäßig unsere beiden Kinder. Weil sie es wollen. Mir käme es nicht in den Sinn diese " Betreuung " finanziell aufzurechnen. Unsere Betreuung ist gewährleistet und bezahlt, ob mit oder ohne Schwiegereltern. Ich sehe es als Bonus für die Kinder, Abwechslung vom Alltag. Nicht mehr und nicht weniger. Käme meine Mutter auf die Idee, Enkel A finanziell mehr zu schenken als B, C und D, weil er nur 3 statt 5 mal Ferien dort gemacht hat, fände ich das befremdlich.
Ich würde mich nicht ärgern oder aufregen, jedoch aber wundern.
Und ich fand La migas Ton übrigens auch befremdlich. Hier ist der Kummerkasten... Den Lehrer kann ich woanders raushängen lassen..


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.04.17 23:25 von maschu.


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
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  chaosbraut4711
Status:
schrieb am 22.04.2017 00:04
Aber es geht doch gar nicht ums Gegenrechnen der Betreuungsstunden. Aus Sicht der Kinder zählt die Betreuung garantiert nicht. Sie sehen, dass ein Kind mehr bekommt und fertig.
Ich bin auch ein solches Kind gewesen und kann sagen, dass es mir schon sehr früh aufgefallen ist, dass meine Cousins und Cousinen bei meiner Oma deutlich beliebter waren (auch durch Geschenke ersichtlich), als mein Geschwister und ich.


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
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  Joaninha
schrieb am 22.04.2017 10:53
Zitat
maschu
Meine Schwiegereltern holen regelmäßig unsere beiden Kinder. Weil sie es wollen. Mir käme es nicht in den Sinn diese " Betreuung " finanziell aufzurechnen. Unsere Betreuung ist gewährleistet und bezahlt, ob mit oder ohne Schwiegereltern. Ich sehe es als Bonus für die Kinder, Abwechslung vom Alltag. Nicht mehr und nicht weniger.

Siehst Du, aber das ist doch genau der Unterschied zur TE. In ihrem Fall ist doch die Betreuung durch die Oma nicht einfach ein Bonus, sondern etwas, was gebraucht wird - Woche für Woche, Monat für Monat. Das ist etwas ganz anderes, die Oma wird hier in der Pflicht genommen. Eine solche Oma kann nicht einfach mal spontan sagen, ach, morgen nicht, ich geh lieber zum Friseur. Sie muss einfach da sein, und wenn sie einmal nicht kann, dann muss sie das mit Vorlauf ankündigen, sonst wird das für die Familie zum Problem. Ich finde, das sollte man schon würdigen, denn es ist alles andere als selbstverständlich.

Natürlich ist es optimal, wenn sich so wie bei Euch die Großeltern aus freien Stücken mit dem Enkel beschäftigen. Natürlich käme ich nicht auf die Idee, in dem Fall aufzurechnen, denn die Großeltern haben von dem Zusammensein offensichtlich genauso viel wie die Enkel. Doch wenn die Oma regelmäßig für die notwendige Kinderbetreuung herangezogen wird, ist das für mich eine ganz andere Sache.

Sie ist jetzt zweimal die Woche drei Stunden mit dem Sohn der TE beschäftigt und laut TE kümmert sie sich ja in demselben zeitlichen Umfang auch um die vier anderen Enkel. Selbst wenn, sagen wir, die Geschwister jeweils gemeinsam betreut werden: Die Oma kommt dann auf eine wöchentliche Arbeitszeit von 18 Stunden. Das ist ja auch Zeit, die woanders verloren geht. Vielleicht ist sie ja schon in Rente, dann ist alles prima (wobei selbst dann - ich sehe an meinen Eltern, wie man im Alter eben nicht mehr beliebig viel in einen Tag packen kann, wie ein Tag "ausgelastet" ist mit einem Event wie drei Stunden Kinderbetreuung). Wenn sie aber selbst noch arbeitet, dann hat sie richtig viel zu tun. Und nebenbei hat sie noch eine Trennung zu stemmen, wenn ich richtig sehe. Also, ich finde das echt ein bisschen viel auf einmal.


  Re: Ungleiche Ostergeschenke
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  Hamamelis71*
schrieb am 22.04.2017 13:56
Bei meinem Großvater väterlicherseits gehörten wir auch zu den Enkeln zweiter Klasse. Da wurden extreme Unterschiede gemacht.

Wenn die Oma kleine Geschenke für alle zu Ostern ankündigt, dann ist es schon befremdlich, wenn ein Kind zweimal hintereinander größeres Geschenk bekommt. Und wie fühlt sich irgendwann das Kind der TE, wenn es die Ungleichbehandlung irgendwann mitbekommt?

Ich finde es gut, dass die TE deswegen keinen Familienkrach heraufbeschwört. Nicht jeder kann so damit umgehen. Ich würde wahrscheinlich irgendwann mal unauffällig nachfragen, warum es für das eine Kind so ein besonderes Geschenk gab. Vielleicht haben es ja die Eltern gekauft und die Oma sollte die Schenkende sein.

Und von der Betreuung profitieren ja alle Seiten, viele Omas sind auch beleidigt, wenn sie nicht in die Betreuung eingebunden werden. Wir kennen einige solcher Omas hier im Ort. Ansonsten hätten die Eltern auch andere Betreuungsmöglichkeiten gefunden. Aber die Omas möchten die Betreuung übernehmen. Die Schwiegereltern meiner Freundin befürworten die Krippenbetreuung nicht und holen ihren Enkel immer früh dort ab. Notfalls hat meine Freundin eine gesicherte Betreuung, sie wollte sich nicht abhängig machen von den Schwiegereltern. So ist es momentan für alle ein guter Kompromiss.

Ich finde Gleichbehandlung in der Familie sehr wichtig, ansonsten führt es längerfristig zu Spannungen.




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