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  Einsturz aller Lebenssäulen
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  Einsturz alller Lebenssäulen
schrieb am 29.03.2017 08:42
Ich brauche Eure Hilfe!

Ich schildere kurz meine Situation und hoffe, ihr könnt mir ein paar Tipps geben.

Im Oktober haben wir ein zweites Pflegekind aufgenommen.
Mein Arbeitsvertrag läuft am 31.03.2017 aus und ich habe keinen neuen
Job gefunden und daher die Kinderkrippe (400 Euro im Monat) gekündigt.
Sie wird im Juni 3 Jahre alt und ich hätte hier vermutlich ab September einen
Kitaplatz. Ich wollte mich arbeitslos melden und sollte ich vor September
einen Job finden hätte ich mir etwas überlegt (Tagesmutter, Sommer Aupair o.ä.)

Am Sonntag habe ich erfahren, dass mein Mann eine Andere hat.
Wir haben ein gemeinsames Haus (was allerdings sein Elternhaus ist das wir kernsaniert haben)
und entsprechend Schulden.

Er möchte, dass ich gehe, da es sein Elternhaus ist. Allerdings ist unser Pflegesohn im
letzten Sommer eingeschult worden und hier im Ort verwurzelt (Er kam als Baby schon zu uns)

Gestern habe ich vom Arbeitsamt eine Maßnahme bekommen. Ich soll ab nächste Woche
eine Eingliederung besuchen bis Oktober 2017 für 20 Stunden die Woche.

Da dies ohne Kinderbetreuung nicht möglich ist und ich jetzt auch so schnell nix organisiert
bekomme erhalte ich nicht mal Arbeitslosengeld.

Ich habe jetzt bei der Krankenkasse angerufen, da ich dachte ich kann dann durch das
zweite Kind Elternzeit beantragen aber die sagten mir, dass dies nicht möglich ist und ich
nur in die Familienversicherung kann.

Mein Leben bricht grade zusammen!!!

Mein Familie zerbricht (wahrscheinlich darf die Kleine ja nicht bei mir alleine bleiben)
Ich habe keine Arbeit und jetzt auch kein Zuhause mehr.

Ich bin ein sehr lösungsorientier Mensch und kann mit Problemen eigentlich gut umgehen
aber grade bin ich völlig überfordert.

Könnt ihr mir weiterhelfen?


  Re: Einsturz aller Lebenssäulen
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  henriette
schrieb am 29.03.2017 08:48
erstmal tiiiiief luft holen.

es gibt experten für solche situationen.

ist die trennung von deinem mann denn beschlossen und verkündet, alles definitiv vorbei?

dann würde ich einen guten familienanwalt kontaktieren, so einfach kannst du mit zwei kleinen kindern nicht aus dem haus raus müssen. wie es mit unterhalt ist, gerade bei pflegekindern, ist ja sicher auch nicht so ganz unkompliziert.

hast du einen gut draht zu dem jugendamt, das euch als pflegefamilie betreut. wenn ja, setze dich mit denen in verbindung. ich denke, wenn die eine gute pflegefamilie gefunden haben, und das müsst ihr ja aus deren sicht sicher sein, sonst hättet ihr kein zweites kind bekommen, werden die sicher auch den einen oder anderen hebel in bewegung setzen, damit es dir und den kindern gut geht, gute pflegefamilien wachsen nicht auf den bäumen.

und: nichts überstürzen, aber sich wirklich kundig machen.

alles gute.


  Re: Einsturz aller Lebenssäulen
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  Mariesche
schrieb am 29.03.2017 14:24
Ich würde sofort und zuallererst Kontakt zum Jugendamt Aufnehmen. Anschließend zu einer Familienberatungsstelle, die sind spezialisiert, in solchen Fällen zu beraten.

Er kann nicht verlangen, dass du sofort ausziehst mit den Kindern. Für die bereits abgezahlten Sanierungsschulden müsste er dir evtl. einen Ausgleich zahlen, wenn er das Haus behalten will. Dies muss jedoch ein Anwalt abklären, da müssen die Gegebenheiten geklärt werden (Kreditvertrag/Grundbucheintragungen/sonstige Verträge und Belege). Der Anwalt wird auch klären können, inwiefern er dir gegenüber unterhaltspflichtig ist, vor allem in Hinblick auf das kleine Kind.

Ganz vertrackte und sehr traurige Konstellation bei euch. Es tut mir total leid, dass in deinem Leben gerade kein Stein auf dem anderen zu bleiben scheint. Aber lass dich beraten. Deutschland ist ein Sozialstaat, da muss niemand auf der Straße leben!

Alles Gute!


  Re: Einsturz aller Lebenssäulen
avatar  Jadestern
Status:
schrieb am 29.03.2017 14:35
Ich kann dir nicht viel konkretes sagen, will dich aber einmal drücken.
Mir hilft bei solchen Sachen immer, wirklich eins nach dem anderen Abzuarbeiten, besonders wenn alles zu viel wird und mich überfordert. Ich suche das wichtigste raus und erledige das, dann das nächste usw...so wirkt alles nicht so überwältigend viel und man sieht auch eher was man schon erledigt hat.
Eine Prioritätenliste hilft da auch sehr...wünsche dir alles gute!


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  Re: Einsturz aller Lebenssäulen
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  Taucher
schrieb am 29.03.2017 15:15
Hallo,
-habt ihr denn schon über finanzielle Dinge gesprochen? Unterhalt? Lebenshaltungskosten im Moment? Hast du noch Zugriff auf ein konto oder bist du mittellos?
- wer steht bei eurem Haus im Grundbuch? Beide?
- ging das Haus während der Ehe in euren/seinen(?) Besitz über
- gibt es einen Ehevertrag?
- hast du schon mit einem Anwalt gesprochen? Ich denke das solltest du als allererstes tun!
- wäre er denn bereit vorübergehend auszuziehen?

Das alles wären fragen, anhand derer man dir besser eine Anlaufstelle nennen könnte bzw. Dir weiterhelfen könnte.


  Re: Einsturz aller Lebenssäulen
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  Hamamelis71*
schrieb am 29.03.2017 15:54
Oh je, das hört sich ja furchtbar an! Überstürze nichts, lass Dich anwaltlich beraten, mach schnell Kopien von allen wichtigen Unterlagen wie Gehalt, Bank, Haus, Rente usw. Zieh nicht vorschnell aus.

Eine Bekannte konnte trotz Trennung ihr Pflegekind behalten.

Alles Gute!

LG


  Re: Einsturz aller Lebenssäulen
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  RoteBeete
schrieb am 29.03.2017 20:03
Liebe TE,

Nur ganz kurz, da ich gerade unterwegs bin: was auch immer du machst, du darfst auch KEINEN FALL ausziehen!!! Falls du das tust, bescheinigst du, dass nicht auf einen Wohnplatz angewiesen bist. Meine Freundin hat vor 10 Jahren das gemacht, als sie erfahren hatte, dass ihr Mann eine andere hat und ist bei einer Freundin eingezogen. Daraufhin wurde der Wohnort der Kinder dem Mann zugesprochen und nauch nach jahrelangem Kampf im Gericht ist es so geblieben. Mein Mann ist jurist und hat mir damals diese Praxis bestätigen können...

Wie die anderen schon sagten, sich dir jetzt einen guten Anwalt und plane die nächsten Schritte durch.

Es tut mir sehr leid, ich drücke dich unbekannterweise und! Du schaffst es!!!


  Re: Einsturz aller Lebenssäulen
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  pmami
schrieb am 30.03.2017 00:11
Wenn Du alle Probleme auf einmal betrachtest, sieht es so aus, als würden sie Dich überrollen.

Sieh die Probleme als eine Salami, die Du scheibchenweise abschneidest. Immer nur eine Scheibe nach der anderen. Immer nur ein Problem nach dem anderen.

1. Selbst wenn das Haus Deinem Mann alleine gehören sollte, heißt das nicht, dass Du ausziehen musst. Falls Du Miteigentümerin bist, müsst Ihr klären, ob einer von Euch das Haus übernimmt oder Ihr das Haus gemeinsam verkauft.

2. Du hast sehr gut Chancen, beide Pflegekinder zu behalten. Warum sollte eine Trennung oder Scheidung bedeuten, dass Dir ein Kind weggenommen wird ? Sprich offen mit Eurem SB.

3. Wenn Du (vorläufig) kein Arbeitslosengeld bekommst, dann bekommst Du Trennungsunterhalt von Deinem Ehemann oder - im Zweifel - Hatz IV. Für die Kinder bekommst Du ja Pflegegeld, so dass deren Lebensunterhalt abgesichert sein müsste.

4. Ist Dein Mann gesetzlich versichert ? Dann kannst Du vorläufig über ihn familienversichert werden, denn noch seid Ihr ja nicht geschieden.

Viele Grüße pmami




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