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  Geschwisterwunsch in ungünstiger Lebenssituation
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  Ratlos mit Geschwisterwunsch
schrieb am 17.03.2017 17:25
Ich habe hier schon lange nicht mehr geschrieben, aber ich brauche dringend Hilfe...
Ich habe durch ICSI zwei Kinder bekommen, beide Frühchen, das erste ist verstorben, das zweite 1,5 Jahre alt, aber noch nicht altersentsprechend entwickelt. Einige Monate nach der Geburt unserer Tochter war ich spontan schwanger. Es war großes Glück und großes Pech gleichermaßen. Ich musste mich mit dem Gedanken an einen Schwangerschaftsabbruch auseinandersetzen und habe mich dagegen entschieden, kurz bevor in der 11. Woche das Herz aufhörte zu schlagen.

Nun ist es so, dass ich auf jeden Fall wieder eine schwierige Schwangerschaft erwarten werde. Ich weiß, dass das mit meiner Tochter, die nicht läuft, schlecht sitzt, noch immer fast nur Milch trinkt und auch für ihr korrigiertes Alter sehr klein ist (72 cm, 7,8 kg) sehr schwer werden wird. Aber trotzdem lässt mich der Kinderwunsch einfach nicht los. Ich habe einen kurzen Zyklus und damit ca. 14-15 ES im Jahr. Es ist so schwer gerade dann immer vernünftig zu sein.

Mein Mann wünscht sich auch noch ein Kind, aber schreckt auch vor der Situation etwas zurück. Unsere Tochter gilt nicht als behindert, also die Ärzte erwarten noch, dass sie sich weiter entwickeln wird. Sie spricht bereits mehrere Worte und kann sich verbal und nonverbal sehr gut verständlich machen. Eine geistige Einschränkung ist nicht zu erwarten.

In meinem Umfeld stoße ich fast ausschließlich auf taube Ohren. Ich soll froh sein, dass wir unsere Tochter haben, kein weiteres Frühchen riskieren und erstmal abwarten, bis unsre Tochter irgendwann mal sitzt, krabbelt, läuft.
Was mache ich jetzt? Wie kann ich den Kinderwunsch nur ausschalten oder zumindestens mal aufschieben? Weiß jemand einen Rat?


  Re: Geschwisterwunsch in ungünstiger Lebenssituation
avatar  Doing
Status:
schrieb am 17.03.2017 20:38
Ich würde abwarten bis deine Tochter vielleicht vier Jahre alt ist, oder eben auch vernünftig in eine Kita kann damit du Zeit für das geschwisterkind hast.





Oder hast du es eilig? Eile ist hier kein guter Ratgeber.


  Re: Geschwisterwunsch in ungünstiger Lebenssituation
no avatar
  blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 17.03.2017 20:56
Zitat
Ratlos mit Geschwisterwunsch
Ich soll froh sein, dass wir unsere Tochter haben, kein weiteres Frühchen riskieren und erstmal abwarten, bis unsre Tochter irgendwann mal sitzt, krabbelt, läuft.

über obige drei Sätze hab ich mir viele Gedanken gemacht.

mit Sicherheit solltest du froh sein, dass du deine Tochter hast. aber ich bin mir auch sicher, dass du das auch bist. manchmal schadet es jedoch nicht, sich nochmals bewusst zu machen, dass man schon sehr viel hat.

inwieweit es dich belasten wird, dass du dann zwei Babys hast, kann ich nicht abschätzen. vor allem, weil es wohl auch schwer abzuschätzen ist, wann das erste Kind dann eine gewisse Selbständigkeit erlangt. mit Sicherheit wäre es wahnsinnig anstrengend. es ist mit Sicherheit machbar, aber ich würde mir an deiner Stelle zusammen mit deinem Mann überlegen, ob und wie ihr damit umgehen könnt.
auch eine kleine weitere Anmerkung: ihr schließt zwar aus, dass eine Beeinträchtigung bleiben wird, aber was ist, wenn doch bzw. wenn es einfach noch sehr lange dauern wird?

persönlich finde ich diese beiden Punkte nicht so wichtig. wichtiger finde ich das mit der Frühgeburt. und ja, auch ich würde nicht nochmal eine Frühgeburt riskieren an deiner Stelle. deswegen die Frage: warum kam es zur Frühgeburt? kann man dagegen was machen?
natürlich muss dir auch klar sein, dass es trotzdem zu einer weiteren Frühgeburt kommen kann, aus einem ganz anderen Grund. so war es zumindest bei mir: ich hatte zwei Frühgeburten aus total unterschiedlichen, unabhängigen Gründen.
und nochmals ne nicht ganz dazugehörige Anmerkung: ich habe nach meiner zweiten Frühgeburt ein drittes Kind gewollt. zum Glück viel mir auf, dass ich das hauptsächlich haben wollte, um die doofen anderen Erlebnisse zu kompensieren. ich glaube, dieses Kompensieren kommt häufiger vor, als man denkt. deswegen empfehle ich dir, dass du dir überlegst, ob das nicht bei dir der Fall sein könnte (was keine Unterstellung sein soll, sondern einfach nur ein anderer Blickwinkel)


  Re: Geschwisterwunsch in ungünstiger Lebenssituation
avatar  desidera
schrieb am 18.03.2017 07:09
Ja, die lieben anderen immer. Sie werden immer Gründe gegen deinen Wunsch finden, das ist nun mal so. Wichtig ist: denkst du denn, dass ihr es schafft? Natürlich weiß man es nie genau, aber ich denke man muss selbst hinter seiner Entscheidung stehen, dann klappts auch. Persönlich finde ich alles was im zwei Jahre Bereich ist als Abstand ganz schrecklich, obwohl ich drei Kinder in diesem
Abstand hab grins


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  Re: Geschwisterwunsch in ungünstiger Lebenssituation
avatar  Sweet Angel
Status:
schrieb am 18.03.2017 10:27
In erster Linie istes dein/euer Leben und nicht die der anderen! Frühgeburten können immer passieren, das kann auch jemand passieren, der vorher eine komplette Schwangerschaft bis zum Schluss austragen konnte. WEnn ihr ein weiteres Kind haben möchtet, dann tut das! ich weiß nicht wieso deine Frühgeburt passiert ist, aber es gibt schon Sachen die man tun kann um das Risiko zu minimieren. Das kann natürlich trotzdem passieren.

Wartet doch einfach bis euer kleiner Schatz in die Kita kann, etwas selbstständiger ist und zumindets läuft und dann legt los!

Ich hab 3 Frühchen, einmal zwillinge (Jungs /5 1/2 Jahre bei 34+4 ssw) und einmal eine Tochter. Einer der Zwillinge ist behindert hat einem Gdb von 80% und Pflegegrad 4,ob er jemals alleine leben kann, wissen wir nicht, ebenso wenig ob er es schafft einen schulabschluss zu bekommen,ob er es schafft eines Tages verständlich reden zu können, ob er jemals trocken werden wird etc...Das steht alles in den Sternen, trotzdem wollte ich ein 3. Kind. ich musste mir Sprüche anhören in der Schwangerschaft..Ihr woltet es ja so und ja, wir wollten es so udn ich bereue es nicht. meine Tochter ist auch ein Frühchen geworden 31+3 ssw, der Grund für die Frühgeburt war aber ein gänzlich anderer und ja ein Kind 4 ist auch noch nicht ganz ausgeschlossen. meine Gyn hat mir auch schon gesagt, bei meiner Vorgeschichte werde ich in der nächsten Schwangerschaft einen Muttermundverschluss bekommen.

Auch die Frühchenproblematiken sind bei allen 3 andere. Während mein einer Sohnes am schwersten getroffen hat, mit zusätzlichem Gendefekt, hat mein 2. Sohn nun mit 5 einigermaßen aufgeholt und hat nur mimale Probleme, die ihn aber nicht einschränken werden im Leben, während meine Tochter mit 22 Monaten shcon alles aufgeholt hat und fit ist udn viel wieter als ihre Brüder indem Alter.

Kind 3 ist für unsere Familie eine Bereicherung und hinterher hörten die sprüche auf und inzwischen finden alle das echt toll, wie wir das meistern.


  Re: Geschwisterwunsch in ungünstiger Lebenssituation
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  Joaninha
schrieb am 18.03.2017 14:03
Wie alt bist Du denn? Musst Du Dir schon Gedanken um ein weiteres Kind machen, oder kannst Du getrost noch ein paar Jährchen warten?

Falls es eilig ist: Ich versuche mal, die einzelnen Aspekte aufzudröseln.

Ich finde, was Du über Deine Tochter schreibst - nicht laufen, schlecht sitzen, viel Milch trinken - das hört sich einfach genau so an wie bei jedem kleinen Kind, nur das Deine Tochter schon etwas älter ist als man erwarten würde. Aber, jedenfalls liest es sich für mich so, Du hast keine "Extra-Aufgaben", die eine andere Mutter nicht auch hätte. Also Du musst nicht zweimal die Woche zur Krankengymnastik, einmal die Woche zur Blutabnahme und dann noch zweimal zum Osteopath, um es mal überspitzt zu formulieren. Insofern stehst Du doch eigentlich nicht schlechter da als jede andere Mutter, die anfängt zu "üben", wenn das Kind so 1, 2 Jahre alt ist. Stressig ist das natürlich schon, aber die Erfahrung lehrt jedenfalls, dass es machbar ist.

Die Sache mit dem Stillen hat allerdings noch einen Aspekt, den ich etwas anders einschätzen würde. Für die ICSI müsstest Du wahrscheinlich abstillen und die Frage ist, ob Du Deinem Kind, gerade weil es einen schweren Start hatte, das zumuten möchtest. Ich bin in derselben Situation (ohne ICSI, aber auch mit Wunsch nach ss) und finde/fand das sehr schwer zu entscheiden.

Zu der Sache mit den möglichen/wahrschienlichen Frühgeburt: Das kann man, denke ich, hier im Forum gar nicht beurteilen, es sei denn, Du erklärst noch etwas ausführlicher, weshalb Du denkst, dass es ein Frühchen wird - und ob ggf. ein Extremfrühchen sehr wahrscheinlich ist.

Und zu Deinem Umfeld: Wenn man nicht drinsteckt, ist es ja immer sehr leicht, so etwas zu beurteilen. Die Frage ist aber, ob sich Deine Freunde tatsächlich bemühen, sich in Dich hineinzuversetzen oder lediglich pauschale Urteile abgeben. Das kann man im Forum nicht beurteilen, aber das wirst Du ja selbst an der Art, wie Dir die jeweiligen Meinungen vermittelt werden, merken. Auf pauschale Phrasen würde ich gar nicht hören, es geht nicht darum, was "man" macht, sondern darum, was für Dich/Euch richtig ist.


  Re: Geschwisterwunsch in ungünstiger Lebenssituation
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  Ratlos mit Geschwisterwunsch
schrieb am 20.03.2017 01:29
Vielen Dank für euren Input.

Ja, natürlich bin ich froh, dass wir unsere Tochter haben und wir sind sehr glücklich mit ihr. Der Geschwisterwunsch ist halt zusätzlich da.
Nicht wir, sondern die Ärzte schließen eigentlich aus, dass unsere Tochter eine bleibende Behinderung haben wird und ich denke schon, dass man auf ihre Erfahrung vertrauen kann. Probleme wie beispielsweise Spastik, was bei Frühchen oft ein Thema ist, wäre bereits diagnostiziert worden.
Wir gehen zweimal in der Woche zur Krankengymnastik. Aber das ist wohl noch ein geringeres Pensum als es Supermoms mit Pekip, Babymassage, Krabbelgruppe, Kinderturnen und Musikwiese an den Tag legen, damit der Nachwuchs auch ja in allen wichtigen Bereichen gefördert wird.
Ich stille nicht mehr. Unsere Tochter bekommt Pre Milch.

Warum es zur Frühgeburt kam ist nicht sicher geklärt.Eine primäre Zervixinsuffizienz wird vermutet, ist aber nicht bestätigt. Ich selbst bin querschnittgelähmt. Manche Ärzte meinen, dies habe keinen Einfluss, es gibt genügend Frauen in meiner Situation die völlig normal ihre Kinder austragen. Andere schließen einen Zusammenhang nicht aus, können das aber auch nicht schlüssig erklären.
Unsere Kinder waren in der Schwangerschaft auch immer leicht und klein, ein Anhaltspunkt für eine schlechte Versorgung konnte nie gefunden werden, das Wachstum war regelmäßig. Ich bin selbst allerdings mit 1,52 m auch nicht die größte Frau unter der Sonne.

Unser Umfeld ist wahrscheinlich einfach froh darüber, dass unsere Tochter da ist und betrachten unseren Weg nun deshalb als beendet. "Wollt ihr euch das nochmal antun?" Das ist ein Satz der öfter fiel und es gut trifft. Nein, natürlich wollen wir uns überhaupt nichts antun, wenn wir wüssten, wir würden das nächste Kind auch verlieren, würden wir uns die Frage gar nicht stellen, ob wir noch eine Schwangerschaft riskieren. Die andere Möglichkeit gibt es ja aber auch und das ist das, was wir uns wünsche, nämlich ein weiteres Kind.

Zur Frage der Kompensation kann ich nichts sagen. Ich habe darüber nachgedacht und schließe das für mich aus. Was soll ich denn kompensieren wollen? Mein erstes Kind habe ich verloren. Das hat das zweite Kind nicht ausgeglichen und wird auch kein weiteres können. Ist denn ein weiterer Geschwisterwunsch so unnormal?

S.


  Re: Geschwisterwunsch in ungünstiger Lebenssituation
no avatar
  Qwertz123
schrieb am 21.03.2017 06:10
xxx


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.04.17 07:30 von Sophie80.


  Re: Geschwisterwunsch in ungünstiger Lebenssituation
avatar  Tina
Status:
schrieb am 21.03.2017 06:35
Mein 1. Kind hat eine körperliche Behinderung. Ihre 3 Geschwister bekam ich jeweils mit einem Abstand von ca. 2 Jahren.
Bei Kind Nr. 2 war Kind Nr. 1 also knapp 2 Jahre alt. Das hatte den Vorteil, dass sie noch recht leicht war und ich sie auch während der Schwangerschaft noch gut tragen konnte. Auch bei Schwangerschaft Nr. 3 war das noch gut möglich.
Letztlich ist es eure Entscheidung, ob ihr noch ein weiteres Kind haben möchtet und euch zutraut das zu 'wuppen'.


  Re: Geschwisterwunsch in ungünstiger Lebenssituation
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  Joaninha
schrieb am 21.03.2017 11:46
Zitat
Ratlos mit Geschwisterwunsch
Warum es zur Frühgeburt kam ist nicht sicher geklärt.Eine primäre Zervixinsuffizienz wird vermutet, ist aber nicht bestätigt. Ich selbst bin querschnittgelähmt. Manche Ärzte meinen, dies habe keinen Einfluss, es gibt genügend Frauen in meiner Situation die völlig normal ihre Kinder austragen. Andere schließen einen Zusammenhang nicht aus, können das aber auch nicht schlüssig erklären.

Hallo, ich nochmal... welche Ärzte hast Du denn bislang gefragt? Gibt es eventuell Spezialisten, die vielleicht mehr zum Thema sagen können als 'herkömmliche' Frauenärzte? Ich würde versuchen, mir dazu so viele Infos wie möglich zu besorgen. Selbst wenn sich dann ergibt, dass die Gefahr einer Frühgeburt erhöht ist, ergeben sich daraus für Dich andere Handlungsoptionen in einer Schwangerschaft (öfter zur Vorsorge, öfter mal ein Doppler-US oder so)


  Re: Geschwisterwunsch in ungünstiger Lebenssituation
avatar  silwer
schrieb am 21.03.2017 17:06
Nur weil du deine Tochter hast heißt das ja nicht das man sich als Familie vollständig fühlt. Und ob das nach 2 oder 5 oder 10 Kindern ist kann dir ja keiner vorschreiben.
Lass dich doch in einem Perinatalzentrum beraten was man tun kann um das Wiederholungsrisiko zu minimieren. Früher totaler Muttermundverschluss, Cerclage, Pessarring... frühzeitig eine Hilfe für zu Hause um dir Last zu nehmen beim heben deiner Tochter usw. Klar, eine Garantie das es nicht wieder ein Frühchen wird gibt es nie. Aber man muss ja nicht erst warten bis der Muttermund viel zu früh auf geht




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