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  Re: Aussage von meinem Mann
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  henriette
schrieb am 08.03.2017 21:11
sag mal, wenn du doch so oder so schon "die koffer gepackt hast", warum willst du da dich doch letztendlich noch quasi rechtfertigen? diese bemerkung ist so respektlos, lieblos, und auch noch so unverschämt unfundiert... es scheint da ja noch mehr im argen zu liegen und du scheinst auch nicht mehr kämpfen zu wollen. du scheinst dir schon mehr als genug gefallen gelassen zu haben. da zieh doch den schlussstrich.
ok, so langsam komm ich mir vor wie eine ehe.zerstörerin hier im forum, aber es kann doch nicht angehen, dass sich frauen so etwas gefallen lassen, ohne die konsequenzen daraus zu ziehen.....


  Re: Aussage von meinem Mann
avatar  Chrischtl
Status:
schrieb am 09.03.2017 10:06
Also ehrlich gesagt würde ich meinem Mann auch so einen Kommentar zutrauen. Allerdings ohne das Ziel mich zu verletzen, sondern einfach so dahingesagt. Deshalb hängt es aus meiner Sicht wirklich von den Rahmenbedingungen ab. Und wenn bei euch schon so einiges im Argen liegt, verstehe ich deinen Schmerz.

Mein Mann hat z.B. nach der Nachricht, dass wir Zwillinge erwarten auch so etwas Zwiespältiges gesagt. So in der Richtung: "Alles nur, weil du keins mehr hergeben wolltest." Das hat mich im ersten Moment total getroffen weil ich mich so schuldig gefühlt habe. Ich war so verletzt, dass ich erst am nächsten Tag unter Tränen ihn angeblökt habe, wie er mir nur die Schuld in die Schuhe schieben kann. Mein Mann stand fassungslos mit offenem Mund vor mir um dann sogar erstmal kurz zu lachen. Er hat mir anschließend mehrmals beteuert, dass er sich eigentlich überhaupt gar nix bei diesem Satz gedacht hat und niemals damit gerechnet hätte, dass ich das irgendwie ernst nehmen könnte.

Aber du kennst deinen Mann am besten. Wenn du ausschließen kannst, dass er sowas ohne Hintergedanken geäußert hat, habt ihr dringend Klärungsbedarf. Allerdings bringt eine Paarberatung nichts, wenn du innerlich schon weg bist. Das ist eigentlich das erste was dort abgeklärt wird, macht eine Therapie überhaupt Sinn?!


  Re: Aussage von meinem Mann
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  caucaja
schrieb am 09.03.2017 11:22
Wenn es nicht optimal gelaufen ist, war er wohl unfähig dir richtig beizustehen.

..nein mal im Ernst: wenn er durchschnittlich intelligent ist, dann weiss er genau, dass dieses Pech nichts mit dir zu tun hat. Ich glaube er wollte einfach irgend etwas sagen, um dich zu verletzen, im Streit oder so...


  Re: Aussage von meinem Mann
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  SM
schrieb am 09.03.2017 18:02
Also mal ehrlich.
So eine Aussage würde mich sehr schwer verletzten.
Eine Geburt ist eine ganz besondere Situation für eine Frau. Und die Dauer kann letztlich nicht beeinflusst werden.
Das soll ihm die Hebamme ruhig mal erklären.
Und ich glaube, da ist bei euch ne Menge Sand im Getriebe.
So eine Aussage muss "aufgearbeitet" werden. Da steckt viel mehr dahinter.

SM


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  Re: Aussage von meinem Mann
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  Kamut
schrieb am 09.03.2017 19:48
Ja, aufgearbeitet werden muss es. Und nein, es war nicht im Streit gesagt, sondern in einem Gespräch mit der Psychologin, (wo wir sind, um abzuklären, ob Sohnemann nun etwas hat oder nicht, da er in der Schule auffällig ist - ist ein pfiffiges Kerlchen, aber das nützt ja nichts, wenn er stört oder abschaltet etc.). Es war das Aufnahme- bzw. Erstgespräch und ging eben um Verlauf der Schwangerschaft und Geburt.
Insofern ist es wahrscheinlich wirklich so (wie jemand von euch schrieb), daß er damit nicht umgehen kann, daß Sohn anders ist (wobei es so schlimm nun auch nicht ist, daß man verzweifeln muss und ja eben auch nicht ständig. Irgendwas am Rand zwischen normal-nicht-mehr-normal). Und halt einen Schuldigen sucht. Jedenfalls haben im familiären Umfeld einige Leute diesen Eindruck auch, die ihn ja persönlich kennen.

Das stimmt, das eine Beratung nichts bringt, wenn man nicht mehr will. Er hat mir auch schon verklickert, daß er nur zu einem Coach geht. Auf keinen Fall zu einem klassischen Therapeuten usw., usw. Ich kann da nur noch mit den Augen rollen. Aber wenn er meint. Ich habe schon ein paar Dinge, die ich dort gerne ansprechen möchte. Und auch von ihm erklärt haben möchte. Da wir zu zweit es aber nicht mehr hinbekommen, miteinander vernünftig zu reden, mache ich das nur noch in Begleitung mit jemanden. Keine Lust auf weitere Unterstellungen und Beleidigungen seinerseits, die er raus haut, wenn er sich in die Ecke gedrängt fühlt. Und da er zu einem Coach will, kann der ggf. gleich die Scheidung coachen. Sind ja dann nicht abhängig vom Thema Eheberatung.

Jedenfalls scheint er ein schlechtes Gewissen zu haben und ist jetzt wieder ganz der liebe Ehemann, kümmert sich um die Kinder usw. Aber ich weiß ja mittlerweile, wie lange das anhält.

Tja, Koffer packen ist nicht so einfach, da er im Falle einer Scheidung die Kinder behalten möchte. Ist schon blöd und ich muss mich nun informieren, welche Rechte ich habe, was ich machen kann etc.

Mache mich auch noch mal schlau, was hier jemand erwähnte, daß Babys noch keine Darmflora haben bzw. kein ausgebautes Immunsystem. Das war auch ein wichtiger Hinweis für mich, dem ich mal nachgehen werde - inwieweit sich da alles entwickelt, wie, wann, Einfluss von Muttermilch etc.

Also noch mal vielen Dank in die Runde. Mittlerweile sehe ich wieder etwas klarer und plane nun in Ruhe meine weiteren Schritte.


  Re: Aussage von meinem Mann
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  isolde35
Status:
schrieb am 09.03.2017 20:13
Hallo kamut,

Ich finde, du machst das genau richtig, plane ganz in Ruhe die Schritte, die du für richtig hältst und lass dir bitte auf keinen Fall einreden, dass eine Geburt eine Leistung ist, bei der man gut oder schlecht abschneidet als Frau.

Ich finde die Aussage von deinem Mann auch unverschämt und würde mir das auch keinesfalls bieten lassen, aber das tust du ja auch nicht. Wann du die Beziehung wie verlässt oder nicht, kannst nur du alleine entscheiden, ich finde es immer ein bisschen anmaßend, wenn man fremden Menschen sagt, sie mögen doch bitte einen schlussstrich unter eine Ehe setzen, weil es das ist, was man selbst in der Situation tun würde. Hör,auf dein Gefühl und lass dich nicht klein machen.

Alles gute
Isolde


  Re: Aussage von meinem Mann
avatar  Parisienne
schrieb am 09.03.2017 21:33
Hallo,
mal ganz abgesehen von der ganzen Eheproblematik, wollte ich nur anmerken, dass es meiner Meinung nach zieeeemlich weit hergeholt ist, einen kausalen Zusammenhang zwischen der Antibiotikagabe nach der Geburt und der heutigen (7 Jahre später!) bestehenden Problematik eures Sohnes zu ziehen. Für mich ist das völliger Quatsch!!! Lass' dich nicht für etwas verantwortlich machen, wofür du nichts kannst (zumindest nicht im Sinne einer zu lahmen Geburt)!
alles Gute


  Re: Aussage von meinem Mann
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  blabla2
Status:
schrieb am 09.03.2017 21:45
Das ist so, als würde man sagen, eine Frau ist schuld am KS - denn da kriegt das Kind auch keine "normale" Darmflora.

Zum Thema Darmflora, Antibiotika und Folgen kann ich "Darm mit Charme" empfehlen. Und nein, Antibiotika haben rein gar nichts mit Verhaltensauffälligkeiten jeglicher Art zu tun... Und selbst wenn, weder die Dauer einer Geburt, noch KS oder sonstewas kann man jemandem anlasten.


  Re: Aussage von meinem Mann
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  caucaja
schrieb am 10.03.2017 08:29
Anmerkung: Leider hat frühe Antibiotikagabe wirklich Auswirkungen auf vieles, u.a. auf das Gehirn.
Wird in der letzten Zeit viel auf medizinischen Fachtagungen diskutiert. Es gibt auch Artikel im PubMed.

Aber natürlich kann eine Frau den Verlauf der Geburt nicht beeinflussen. Keine halt ihr Baby möglichst lange im Bauch während der Wehen.


  Re: Aussage von meinem Mann
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  Mond69
schrieb am 10.03.2017 08:43
Hallo,

mag ja sein, dass Dein Mann im Scheidungsfall die Kinder behalten möchte. Die Gerichte entscheidee letztendlich doch oft zugunsten der Mutter oder eines Wechselmodells. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass bei einem Kind mit Problemen, die Richtung ADHS gehen ein Wechselmodell wahrscheinlich nicht präferiert werden würde.

Wieso will er überhaupt die Kinder, wenn er doch so "unzufrieden" mit Eurem Sohn ist? Würde ich ihn doch glattweg mal fragen.

Alles Gute für Dich und ich stimme Henriette zu: wenn vieles im Argen liegt und er Dir dann auch noch ernsthaft beim Besuch eines Psychologen mit so einen dummen Spruch kommt, wäre eine Trennung sicherlich nicht das Schlechteste, was Dir passieren könnte.

Viele Grüße

Sylvia


  Re: Aussage von meinem Mann
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  Kamut
schrieb am 10.03.2017 19:03
Ich schätze er will die Kinder, um einen Grund zu haben, daß ich bleibe. Oder er kann mit dem Gedanken nicht leben (sagte er schon mal, im Falle seines Todes), daß ggf. irgendwann ein neuer "Vater" daher kommt (also ich wäre froh, sollte ich sterben, wenn sie einen Mutterersatz bekommen würden). Meiner Meinung nach hat er ein riesen Problem mit sich selbst. Selbstwertgefühl, Verlassenheitsängste, Versagensängste, Drang zum Perfektionismus (was seinen Job betrifft zumindest), Unzufriedenheit mit sich selbst und seinem Leben, hängt in alten Rollenmodellen fest (worüber wir auch oft streiten, da ich gewisse Dinge nicht so mache, wie er gerne hätte)... Es ist echt schade, daß dies alles erst so nach und nach zum Vorschein kam, denn ohne Kinder wäre ich längst über alle berge.
Nunja, ich bin auch nicht frei von Fehlern, aber es gibt gewisse Grenzen, was Unterstellungen und Beleidigungen anderer betrifft.

Nein, ich lasse mir nicht einreden, ich habe Schuld an etwas. Es war wie es war, eine normale Geburt im Geburtshaus, ohne PDA oder andere Schmerzmittel. Hat eben lediglich seine Zeit gedauert und endete mit einem Infekt des Kindes. Mich hat halt seine Aussage an sich verletzt. Und alles was dahinter steht. Möchte gar nicht wissen, wie er die Geburt empfunden hat (wollte er nie drüber reden). Wahrscheinlich hat er die ganze Zeit zur Uhr geschaut und sich gefragt, wann diese peinliche Sache endlich zu ende ist.

Ob er unzufrieden mit Sohnemann ist weiß ich nicht. Er liebt ihn schon, keine Frage. Ich glaube er kann einfach nicht damit umgehen, daß er nicht perfekt ist. Vielleicht nervt es ihn auch, daß er dadurch gezwungen ist, sich mehr zu kümmern. Vielleicht hat er auch Gewissensbisse weil er sehr viel nicht zu Hause ist. Alles Dinge, die ich gerne aufarbeiten würde. Ich würde es echt gerne verstehen, was in ihm vor geht.
Manchmal denke ich, er lebt in einer Märchenwelt. Mann geht arbeiten und verwirklicht sich selbst, Frau übernimmt Haus und Hof und Kinder und hält ihm diese "niederen" Aufgaben vom Leibe und kann sich gar nichts besseres vorstellen. Und alles was dazwischen kommt (z.B. Frau die nicht zu hause rumhocken will, ein Sohn der dann und wann Probleme macht...) sind nervige Angelegenheiten, die doch bitte am besten gar nichts mit ihm zu tun haben sollen. Wie steht er denn vor anderen und sich selbst auch da, wenn er nicht den großen Versorger spielen kann, sondern Frau eigenständig ist? Wenn Sohn - zumindest manchmal - unangenehm auffällt? Tochter, sich später wenn sie groß ist, vielleicht tätowieren läßt? Nein, nein, daß darf alles nicht sein. - Tja, ich weiß es nicht. Aber vielleicht steige ich ja noch dahinter.


  Re: Aussage von meinem Mann
avatar  patty 2
Status:
schrieb am 11.03.2017 10:08
Hallo Kamut,


es ist schade, dass eure Beziehung zurzeit in einer Sackgasse steckt. Prima finde ich , dass ihr euch beraten lassen wollt, in diesem Punkt scheint ihr euch einig zu sein. Aus meiner Sicht ist es dann auch egal, ob es von einem Coach oder einer Therapeutin durchgeführt wird. Beides hat Vor- und Nachteile.
Beim lesen kam mir der Gedanke, dass für euch das Thema "Enttäuschungen/Trauer" im Raum stehen könnte.

LG Patty


  Re: Aussage von meinem Mann
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  gelöschter User
schrieb am 11.03.2017 14:36
Zitat
caucaja
Anmerkung: Leider hat frühe Antibiotikagabe wirklich Auswirkungen auf vieles, u.a. auf das Gehirn.
Wird in der letzten Zeit viel auf medizinischen Fachtagungen diskutiert. Es gibt auch Artikel im PubMed.

Ist es nicht so, dass es eine Auswirkung haben KANN? Du schreibst das so, als ob es das tatsächlich HAT.
Außerdem: Eine Auswirkung ist ja per se erst mal nicht was Schlechtes. Was wird denn da so diskutiert? Und was ist "PubMed"? (ein Pub für Mediziner zwinker?)

...fragt eine Yri, deren Sohn direkt nach der Geburt 5 Tage Antibiotikum bekommen hat, weil das alle Babys auf der Neonatologie bekommen.


  Re: Aussage von meinem Mann
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  Kamut
schrieb am 11.03.2017 20:29
Hallo Patty,

ja, mal schauen ob es was bringt, eine Beratung. Ein wenig Klarheit sicherlich. Und wenn es so sein soll, so hoffe ich, können wir uns ohne Hass und Zorn trennen und Wege finden, wie es auch für die Kinder am besten ist.


Hallo Yrigoyen,

so war es bei uns auch. 5 Tage Antibiotikum auf der Neo. Gefüttert mit Muttermilch und auch irgendwelchem "Zeug" (eine bestimmte Lösung) von dort, ganz zu Anfang. Mich würde interessieren, inwieweit Muttermilch das Ganze positiv beeinflussen kann - wenn.


  Re: Aussage von meinem Mann
avatar  WirEinmaligen
schrieb am 12.03.2017 07:53
Mich würden die Studien auch interessieren. Ich habe caucaja deswegen auch bereits eine Mail geschrieben und mal bei Pubmed (das ist eine Datenbank für medizinische Publikationen) oberflächlich gesucht.

Mein Kind war ebenfalls auf der Neo (wegen einer Neugeborenensepsis). Die Geburt ging halbwegs schnell (7-8h) und trotzdem brauchte er Antibiotika.

Mich interessieren die Studien, weil ich mir gerne das Design dieser anschauen möchte. Wenn z.B. Frühgeborene und Gehirnentwicklung in den Topf mit Reifgeborenen geworfen werden, könnten sich da einige "Fehler" eingeschlichen haben und die abweichende Gehirnentwicklung nicht auf die Gabe von Antibiotika, sondern auch den Geburtszeitpunkt und den damit verbundenen schwierigeren Start zurückzuführen sein. Weiterhin muss man auch schauen, was es bedeutet, dass die Gehirnentwicklung anders ist: Das Gehirn kann bei Schädigungen enorm viel kompensieren und dann wäre die Antibiotikagabe für das Endresultat Mensch einfach unwichtig.

Liebe Kamut,
es war absolut richtig, dass dein Kind die Antibiotika bekommen hat. Babys sterben an solchen Infektionen und du solltest aufhören damit zu hadern oder dir (Selbst)Vorwürfe machen lassen, dass dein Kind Medikamente gebraucht hat. Niemand weiß, ob es die Länge der Geburt war, eine ungünstige Besiedlung im Geburtskanal oder oder.. Dein Kind lebt. Deswegen sind Antibiotika auch kein Teufelszeug, sondern ein Segen. Genausowenig wie Muttermilch ein Wundermittel ist. Sicherlich war es gut, dass dein Kind gleich mit dieser gefüttert wurde. Für die Zukunft und die derzeitigen "Macken" wird es wohl, genausowenig wie die Antibiotikagabe, große Relevanz haben.




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