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  Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
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  Milest
Status:
schrieb am 06.03.2017 14:22
Ihr Lieben,
seitdem unser Großer auf der Welt ist (also seit acht Jahren...), treibt mich meine Schwiegermutter regelmäßig in den Wahnsinn.
Kurz nach der Geburt von L. ging es los: da wurden wirklich jeden zweiten Tag Strampler, Kuscheltiere etc. angeschleppt. Als wir dann anmerkten, dass wir
- unserem Kind auch mal etwas kaufen möchten und
- Dinge kaufen möchten, die UNS gefallen
war die Einschicht schon nicht sehr groß.
Da der Große da eben noch ein Säugling war, hat er die Anhäufung von Geschenken Gott sei Dank noch nicht mitbekommen. Wir haben die (sehr häßlichen ) Strampler gespendet - ebenso wie die Kuscheltiere.

Wir haben dann versucht, direkt einen Riegel vorzuschieben und immer wieder gesagt, dass wir KEINE Geschenke außer der Reihe möchten.
Soweit, so gut.

Fakt ist, dass sich meine SchwieMu seit Jahren nicht an unsere Wünsche hält.
Sagt man beispielsweise, dass ein kleines Osternest mit Süßigkeiten reicht, dann gibt es unter Garantie noch ein Geschenk oben drauf. Sie hat aber die "Gabe", die Geschenke ganz geschickt zu überreichen, so dass man als Eltern überhaupt keine Chance mehr hat, dies im Vorfeld zu unterbinden.
Wir sind dann mal hingegangen, und haben ihnen ganz konsequent alle Sachen, die sie angeschleppt haben, wieder mitgegeben, weil es gegen die Absprache war und dass L. dann eben bei meinen SchwieEltern damit spielen kann.

Das Argument meiner SchwieMu ist, dass sie ihrem Enkel (und jetzt eben auch ihren Enkel) ja auch mal was kaufen möchte.
Wir haben ihr schon zig mal erklärt, dass wir ja prinzipiell nichts dagegen haben, dass sie MAL (!) was kauft (schließlich ist es ja schon ein wenig Tradition, dass die Großeltern die Enkel verwöhnen), aber sie ja auch nie Maß halten kann.

Beispiel jetzt ganz aktuell:
Der Große hatte kurz vor wEihnachten Geburtstag. Weihnachten gab es ja auch noch Geschenke. Schon Ende Januar gab es einen großen Pack Lego Star Wars. Den haben wir dann ihr wieder mitgegeben.
Als wir nach ihrem Besuch bei unserem Großen im Zimmer waren, da haben wir doch tatsächlich entdeckt, dass sie ihm Geld unter das Kopfkissen gelegt hat. Und wir reden hier nicht von 1 Euro oder so: Nein, sie hat ihm 25 Euro hingelegt.
Ich schäume vor Wut.
Wie soll unser Kind lernen, dass man sich Dinge ersparen muss (er bekommt seit einem Jahr 50 Cent die Woche Taschengeld), wenn dann meine SchwieMu ihm in einem Schlag so viel Geld hinlegt? Das Geld haben mein Mann und ich nun an uns genommen, und auf sein Konto eingezahlt. Sie selbst hat sich diebisch darüber gefreut, dass sie unserem Großen auf diese "geniale" Art und Weise doch so eine "tolle Überraschung" machen konnte (o-Ton)
Wir haben meinen SchwieEltern bzw. seit einem Jahr nur noch meiner SchwieMu mehrmals gesagt, dass sie uns als Eltern einfach nicht respektiert.
Unsere Wünsche, den Großen nicht zu verwöhnen, finden kein Gehör. Immer wieder sagt sie "ja ja" und dann kommt schon wieder etwas um die Ecke.
Gestern hatte sie dann (bei sich zu Hause) eine "kleine Überraschung" (O-Ton) für den Großen da liegen. Diese klitzekleine Überraschung war ein Riesen Paket Planmobil. Einfach mal so.
Ich habe ihr gestern gesagt, wenn sie sich demnächst nicht an unsere Wünsche hält und uns endlich als Eltern akzeptiert, dann würde ich bei dem nächsten Geschenk, das sie ihm außer der Reihe gibt, einfach ihr Haus verlassen.
ich wusste mir nicht mehr anders zu helfen.
Jetzt kommt demnächst mein Geburtstag, dann Ostern, dann der Geburtstag meines Mannes. Wie soll das funktionieren?
Ich will endlich keine Bauchschmerzen mehr haben, wenn ich schon wieder daran denke, mit welchem Geschenk sie diesmal um die Ecke kommt. Einfach, weil sie kein Maß kennt und auch nicht abschätzen kann, wann eine Kleinigkeit (also eine wirkliche Kleinigkeit) mal angebracht wäre. Ich kann sie doch nur im Vorfeld anrufen und sagen, sie soll nichts mitbringen. Dann wird sie wieder "ja ja" sagen und schwups, dann liegt da wieder ein eingepacktes Geschenk. Gegen jegliche Absprache. Ich kann sie ja schlecht vor der Haustüre konfiszieren...
Ich will ihr weder ihre Enkel nehmen, noch möchte ich dauernd Krach anfangen. Aber sie möchte (!) es anscheinend nicht verstehen.
Mein Mann hat zwar auch einen "Hals", aber mehr als es ihr sagen, kann er auch nicht. Da er das einzige Kind ist, möchte er nicht mit seiner Mutter brechen . Wäre ja auch nicht nötig, wenn sie uns denn endlich mal in unseren Wünschen respektieren würde.
Habt ihr noch Anregungen, wie man mit dieser Dame umgehen kann? Ihr zu sagen, dass Geschenke etwas Besonderes sein sollen, versteht sie einfach nicht.
Arg
Ende des therapeutischen Schreibens
LG
Milest


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
avatar  Chrischtl
Status:
schrieb am 06.03.2017 17:21
Ich verstehe dich total!!! Wir gehen regelmäßig mit einem ganzen Sack Klamotten bei meiner Schwiegermutter raus. Allerdings ist sie deutlich einsichtiger und akzeptiert auch, wenn ich ihr sage, dass jetzt erstmal Schluss sein muss und wir auf die nächste Kleidergröße warten.

Meinen Ärger (der phasenweise da war) habe ich aber inzwischen verloren. Es ist ja für mich doch sehr praktisch, dass ich nicht einkaufen gehen muss. Und was mir nicht gefällt, wird einfach nicht angezogen.

Bei deiner Schwiegermutter ist der Fall natürlich anders gelagert. Sie arbeitet ja inzwischen mit voller Absicht gegen euch. Ich vermute es macht ihr einfach große Freude durch die Läden zu ziehen und sich auszumalen wie sie ihren Enkeln eine Freude machen kann. Und wahrscheinlich ist sie inzwischen auch trotzig nach dem Motto: Es ist doch das Recht der Großeltern zu verwöhnen.

Wäre es möglich das Verwöhnen umzulenken? Als Beispiel: Jeden Monat gibt es einen Oma-Tag an dem etwas ganz besonderes gemacht wird?! Sie darf bestimmen und es gibt so viel Nachtisch und Eis bis der Bauch platzt?! Aber eben keine Geschenke...

Ich befürchte einfach, dass du bei deinem Exemplar von SchwieMu nicht vorwärts kommst, wenn du versuchst weiter Front zu machen.


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
avatar  Stella St
schrieb am 06.03.2017 20:41
Solidarische Grüße klatschen

da helfen wirklich nur klare Worte. Überleg Dir eine Alternative und biete deiner Schwiegerma diese an zB. für den Führerschein zu sparen.
Zur Not einen Rückzieher auf Zeit einläuten, vielleicht überdenkt sie Ihr Verhalten dabei zwinker

Viel Glück und Erfolg
Stella


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
avatar  Maral
schrieb am 06.03.2017 20:50
Ich kann solche Probleme immer nie verstehen. Wo genau ist das Problem. Es sind die Großeltern. Ich persönlich finde die Einstellung schon schwierig, dass sie sich immer an die Wünsche der Eltern halten sollen. Kein Mitspracherecht / Entscheidungsrecht haben sollen. Immerhin ist es Familie und ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber bei den allermeisten werden Betreuung und Co wiederum gerne angenommen.

Das gilt klar nicht bei Dingen wie Autositz, Aufsicht, Nüsse bei Kleinkindern, stundenlanges Fernsehen, nicht altergemäßer Filme oder so, aber ansonsten. Dann schenken sie eben mehr, gibt es mehr Süsses etc. Ihr Kind haben sie ja auch in aller Regel gut groß bekommen. Und ja, zum verwöhnen sind sie auch da. Und ich kann auch verstehen, wenn es sie kränkt, wenn man es zurückgibt etc.

Entscheidend sind doch nicht nur ihre Einflüsse. Heißt Kinder können sowohl Sparsamkeit, Bescheidenheit etc durch euch lernen, trotz Verwöhnen der Großeltern. Machen ja nicht alle. Er wird schon wissen, das es das Riesengeschenk nur von ihr außer der Reihe bekommt. Solange sie nicht mit 16
/ 17 den Führerschein finanziert und das Auto schenkt.
Und ihr könnt es auch kompensieren. Bei den Euro kann man mit dem Kind besprechen, wie es das am besten aufteilt, verwendet etc.
Ich glaube, da stecken bei Eltern ganz andere Ängste hinter, dass man da so ein Problem mit hat.

Ich finde das immer etwas schwierig. Die Kombi Geschenke, die gewünscht sind annehmen, ( bei vielen bspw Ranzen), bspw Betreuung in Anspruch nehmen, aber nur zu eigenen Bedingungen und das teilweise so stark, dass man unter Umständen den Kontakt einschränkt. Das ist ja irgendwie ein sehr häufiges Problem. Warum gibt es diese Kämpfe zwischen Großeltern und Eltern so oft. Rangkämpfe, Kompetenzgerangel, Konkurrenz. Ich glaube, manchmal macht es das Leben leichter, wenn man manche Dinge einfach gelassen hinnimmt, und einfach gegebenenfalls selber etwas gegensteuert.


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  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  berlink
Status:
schrieb am 06.03.2017 21:47
Hallo,
ich sehe es auch so, dass Großeltern in gewisser Weise auch nicht alles absprechen müssen, obwohl das bestimmt ein günstiger Weg ist.
Nun hat so lange das entgegen-Arbeiten, Widerstand leisten nix genützt, außer Streß gebracht. Ich würde meine Strategie ändern. Entweder würde ich als Eltern dann eben weniger schenken und den Wunschzettelinhalt komplett an die Großeltern weiterreichen und ihr schenkt Geld. Ist doch egal, woher was kommt. ob die Eltern oder Großeltern Geld schenken. Oder aber ich würde den Spieß umkehren und alle möglichen Dinge, die angeschafft werden müssen, bei den Großeltern in Auftrag geben mit den Worten: ihr schenkt gern, das freut uns. Folgende Dinge braucht das Kind:..... .
Aber deswegen würde ich auch keinen Familienstreit vom Zaun brechen.

Habt ihr mal gefragt, warum sie so viel schenken, ob sie etwas kompensieren? Ob sie einen anderen Kontakt sich wünschen? Was sie sich wünschen im Bezug auf den Enkel.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.03.17 22:35 von berlink.


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 06.03.2017 21:58
ich habe das Gefühl, dass du eigentlich seit der Geburt deines ersten Kindes einen Kampf mit deiner Schwiegermutter führst. Dieser Kampf ist meiner Meinung nach daraus entstanden, dass deine Schwiegermutter ihr Oma-Glück am Anfang sehr stark ausgedrückt hat. Verständlich, weil es das erste und einzigste Enkelkind (es gab ja keine anderen Kinder, von denen welche kommen konnten, auch wenn von eurer Seite nach einiger Zeit ein Geschwisterkind kam) war. Das war bestimmt eine schwere Zeit, aber es hat sich bei beiden Seiten nicht normalisiert, es wurde kein Weg gefunden, dass beide zu ihrem Recht kommen. Und ich habe ein bisschen das Gefühl, dass du die Angst hast, dass sich alles bei dem zweiten Kind wiederholt. Du erzählst, so wie ich es sehe, nämlich nur von deinem Großen.

Mir ist jetzt nicht klar, wie weit deine Schwiegereltern weg wohnen. Großeltern, die ihre Kinder eher selten sehen, neigen dazu, den "fehlenden" Kontakt (das liegt immer am Betrachter) mit Materiellen zu kompensieren. Also: wie oft sehen sie denn die Enkelkinder?
Bei uns hat sich viel entspannt, weil mein Mann regelmäßig zu seinen Eltern mit den Kindern geht. Wir haben das ab einem Jahr gemacht, nachdem die Kinder selbständiger waren. So konnten sie sich mitteilen, aber es war auch definitiv klar, wie wir das haben wollen, weil zuerst ich, dann nur noch mein Mann, dabei waren. Jetzt sind sie auch oft ohne uns da.

Und da wäre ich auch bei einer weiteren Frage: was ist denn aus dem Ansatz geworden, dass die Spielsachen bei deiner Schwiegermutter sein sollen? War das nur ein Versuch, der sich verlaufen hat oder den die Oma boykottiert hat?
Ich finde ja auch, dass die Oma da schon immer viel Zeug eingekauft hat. Aber sie hat es für sich eingekauft. Das sind Kleidung und Spielzeug, die sie dort hat. So konnte sie diesen Kaufrausch ausleben, aber hat nie zu viel gekauft, weil sie es ja bei sich deponieren musste. Gut, am Anfang musste ich es dann "aushalten", dass sie darauf gewartet hat, dass die Kinder längere Zeit bei ihr sein konnten. Aber, wie gesagt: wir haben uns dann mit den Vorstellungen angepasst.

Wegen den Geldgeschenken, so ist es so, dass die Schwiegereltern hier schon von Anfang an Geld auf ein Sparbuch überweisen. Sie denken da eher an die Zukunft und nicht die momentanen Freuden. Aber ich denke, das führt auch dazu, dass sie außer zu Anlässen kein Geld geben. Sonst sind das halt mal fünf Euro für "ein" Eis - oder so. das ist für mich ok. Vor allem sehen sie es auch so, dass die Kinder das Geld in dem Sinne noch gar nicht abschätzen können - aber meine Kinder sind noch kleiner, weiß nicht, ob man das so vergleichen kann.

Was mir ebenfalls nicht klar geworden ist: behandelt sie die Kinder denn gleich? Das würde mich nämlich am meisten stören, wenn die Oma den einen, da erstes Enkel usw., überhäuft und den anderen links liegen lässt.

Mein Rat: versuch ihnen entgegenzukommen. oft ist es wirklich so, dass Menschen kompromissbereiter sind, wenn sie Entgegenkommen erfahren. ich hoffe, ich konnte dir Anregungen dazu geben.


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  lucky*3
schrieb am 06.03.2017 22:00
warum soll die SchwieMa immer alles so machen wie du es willst? Du bist die Mama - ja - aber sie ist die Oma und darf doch die Dinge auch so machen wie sie es für richtig hält.

Sie schadet doch dem Kind damit nicht. Ich kenne hier so viele Familien mit vermögenden Großeltern die nur 1 oder 2 Enkel haben, die mit ihnen verreisen, ihnen tolle Geschenke machen - ja warum soll das Kind es denn nicht geniessen so eine Oma zu haben! Die Kinder sind alle ganz normal älter geworden ohne verwöhnte Nichtsnutze zu werden!

Meine Schwiegertochter könnte mir echt nicht damit kommen, dass ich immer nach ihrer Pfeife tanzen soll! Habe schließlich auch Lebenserfahrung und immerhin ihren Mann erzogen zu dem Mann den sie liebt!


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  echt
schrieb am 07.03.2017 10:05
In dem unnötigen und überflüssigen Kampf die Schwiegermutter "in
ihre Schranken zu weisen" würde ich mich gar nicht aufreiben!

Freu Dich doch, dass sie so großzügig ist und sie Freude daran hat,
ihren Enkel zu verwöhnen! Nimm ihr doch nicht durch irgendwelche
Maßregelungen die Freude (und dem Sohn dazu).

Kinder kann man nicht zu sehr verwöhnen!!!!!!

Ältere Menschen drücken nunmal gern mit Geschenken ihre Liebe
aus, sie hatten früher nicht die Möglichkeit, soviel Spielzeug etc. zu haben.

Du müßtest toleranter sein und großzügiger denken, lass sie doch, fügt sie
jemandem Schaden zu?

Sie meint es gut; wenn Dir ihre Geschenke nicht passen, sag doch konkret
was gut wäre, z.B. Sportkleidung, Jacke, Turnschuhe, Uhr, für Hobbys, Kino,
Musikkurs, Buntstifte etc. es gibt
doch genug, was benötigt wird......echt Luxusproblem!!

Wenn sie es sich leisten kann und gern macht, warum einem älteren
Menschen diese Freude unterbinden, wer weiß wie lange es noch geht,
Dein Sohn hat dann Erinnerungsstücke von der Oma!

Je älter er wird, umso mehr Geld gibt es oft (Konfirmation etc.), mit 50 Cent pro Woche
kommt er ja nicht weit, so kann er es zu seinem Ersparten tun, oder willst Du ihm das
auch wegnehmen und weiter über ihn bestimmen? Entscheiden über seine Geschenke!


Besprich doch mit ihm, ob er das Geld aufs Konto legen möchte! Bezieh beide ein
und bestimm nicht über ihre Köpfe, es kostet viel weniger Kraft, wenn man nicht aus
Kleinigkeiten ein Problem bastelt !

Du bestimmst über Deine Schwiegermutter und über Deinen Sohn, als
ob beide unmündig sind.


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
avatar  manschgerl
Status:
schrieb am 07.03.2017 10:31
Ich kann deinen Ärger nicht nachvollziehen. Wären dir Großeltern lieber, die knausrig sind und nie was schenken? Oder die sich nicht für ihre Enkel interessieren? Kenn ich alles.

Wahrscheinlich wäre es auch was anderes wenn es deine Mama wäre und nicht die Schwiegermama? zwinker

Ansonsten unterschreib ich bei Maral.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.03.17 10:35 von manschgerl.


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
avatar  Juna30
Status:
schrieb am 07.03.2017 12:07
Hallo Milest,
ich kann deinen Frust verstehen, insbesondere die Details, die für dich zu sehr in deine Erziehung hineingreifen.

Dass ein "Verwöhnen" mit materiellen Dingen nicht schaden kann, sehe ich anders. Da kenne ich mindestens 4 Beispiele, die mir auf Anhieb einfallen, die jetzt im Erwachsenenleben daran echt zu knabbern haben, wenn sie keinen Bezug zu Geld in der Kindheit und Jugend entwickeln konnten und ich vermute mal, dass es solche Beispiele sind, die dich zu deiner Meinung zu diesem Thema gebracht haben.

Wir haben mit meiner Schwiegermutter gute Kompromisse gefunden. Sie wird z. B. wenn Kleidung, größeres Laufrad, später Schulausstattung, etc. notwendig sind Geld dazutun, mitentscheiden, dabei sein, etc. und was ganz wichtig für sie ist: Unser Sohn weiß dann, das neue Regal, die Klamotten, etc. sind Geschenke von Oma.
"Unsere" Oma hat gelernt, dass Zeit mit ihrem Enkel zu verbringen, mit ihm zu spielen, ihm vorzulesen, etc. ihn wesentlich glücklicher machen, als der Süßkram oder die z. T. völlig altersunangemessenen Spielzeuge. Und wenn sie ihm dann noch alle Nase lang eine Babyeiskugel für 70 ct spendiert, ist sie die Größte.
Der andere Enkel kam irgendwann nur noch schon Tage oder Wochen vor seinem Geb. und Weihnachten und fragte, was/ wie viel er denn dieses Mal bekäme, er müsse schonmal rechnen, ob er sich dieses oder jenes dann leisten könne. Er wünschte nicht mehr, er forderte. Und hat gerade massig Probleme, sich für eine Laufbahn nach der Schulzeit zu entscheiden, weil Arbeitswille und Gehaltsvorstellungen ziemlich auseinander klaffen.

Anfangs war unsere Meinung zu dem Thema ein echtes Ärgernis, jetzt sind alle froh, was draus geworden ist.

@"echt"
Ich finde deine Meinung sehr interessant, dass aus deinen Kindern auf jeden Fall das wird, was du aus ihnen machst. Ich kenne kaum Frauen, die genau das an ihren Männern lieben, was unbedingter Wunsch und Wille der Schwiegermutter gewesen ist.
Mein Mann jedenfalls will sehr viel ganz anders haben, als es in seiner Erziehung der Fall war. Und bei mir ist es genau das, was ich an ihm liebe zwinker


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  aber echt mal
schrieb am 07.03.2017 12:10
  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  Deborah
schrieb am 07.03.2017 12:40
Zitat

Dass ein "Verwöhnen" mit materiellen Dingen nicht schaden kann, sehe ich anders. Da kenne ich mindestens 4 Beispiele, die mir auf Anhieb einfallen, die jetzt im Erwachsenenleben daran echt zu knabbern haben, wenn sie keinen Bezug zu Geld in der Kindheit und Jugend entwickeln konnten und ich vermute mal, dass es solche Beispiele sind, die dich zu deiner Meinung zu diesem Thema gebracht haben.
...
Der andere Enkel kam irgendwann nur noch schon Tage oder Wochen vor seinem Geb. und Weihnachten und fragte, was/ wie viel er denn dieses Mal bekäme, er müsse schonmal rechnen, ob er sich dieses oder jenes dann leisten könne. Er wünschte nicht mehr, er forderte. Und hat gerade massig Probleme, sich für eine Laufbahn nach der Schulzeit zu entscheiden, weil Arbeitswille und Gehaltsvorstellungen ziemlich auseinander klaffen.

Genau solche Beispiele kenne ich auch, man kann mit übermäßigem materiellem Schenken von kleinauf viel Schaden anrichten. Es gibt Kinder, die sitzen zwischen Bergen von Spielzeugen und sagen, mir ist langweilig. Wenn sie älter sind, werden maßlose Forderungen gestellt, sie kennen es nicht, dass man sich auch selbst mal was ersparen kann (oder erarbeiten kann!).

Natürlich meint die Oma es gut, aber was Milest so schreibt, dass ist doch wirklich zu viel des Guten. Ich hätte jetzt auch nur die Idee, das Ganze in nichtmaterielle Bahnen umzulenken, z.B. dass sie mehr Zeit mit ihrem Enkel verbringt, mit ihm Eis essen oder ins Kino geht oder in den Zoo, einfach viel mit ihm unternimmt und sicher auch mal(!!) was schenkt, das ist ja in Ordnung.

Zitat

Ich finde deine Meinung sehr interessant, dass aus deinen Kindern auf jeden Fall das wird, was du aus ihnen machst. Ich kenne kaum Frauen, die genau das an ihren Männern lieben, was unbedingter Wunsch und Wille der Schwiegermutter gewesen ist.
Mein Mann jedenfalls will sehr viel ganz anders haben, als es in seiner Erziehung der Fall war. Und bei mir ist es genau das, was ich an ihm liebe

Dito smile


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
avatar  Lucy0803
Status:
schrieb am 07.03.2017 13:23
Hier stimme ich auch uneingeschränkt zu!
Daher verstehe ich voll und ganz, dass dir die Geschenkeflut sauer aufstößt.

@echt: Deinen Satz "Kinder kann man nicht zu sehr verwöhnen!!!!!!", das meinst du doch hoffentlich nicht ernst? Unfassbar...
Mit Materiellen kannst du sie sehr wohl (und sehr schnell) verwöhnen.



Zitat
Deborah
Zitat

Dass ein "Verwöhnen" mit materiellen Dingen nicht schaden kann, sehe ich anders. Da kenne ich mindestens 4 Beispiele, die mir auf Anhieb einfallen, die jetzt im Erwachsenenleben daran echt zu knabbern haben, wenn sie keinen Bezug zu Geld in der Kindheit und Jugend entwickeln konnten und ich vermute mal, dass es solche Beispiele sind, die dich zu deiner Meinung zu diesem Thema gebracht haben.
...
Der andere Enkel kam irgendwann nur noch schon Tage oder Wochen vor seinem Geb. und Weihnachten und fragte, was/ wie viel er denn dieses Mal bekäme, er müsse schonmal rechnen, ob er sich dieses oder jenes dann leisten könne. Er wünschte nicht mehr, er forderte. Und hat gerade massig Probleme, sich für eine Laufbahn nach der Schulzeit zu entscheiden, weil Arbeitswille und Gehaltsvorstellungen ziemlich auseinander klaffen.

Genau solche Beispiele kenne ich auch, man kann mit übermäßigem materiellem Schenken von kleinauf viel Schaden anrichten. Es gibt Kinder, die sitzen zwischen Bergen von Spielzeugen und sagen, mir ist langweilig. Wenn sie älter sind, werden maßlose Forderungen gestellt, sie kennen es nicht, dass man sich auch selbst mal was ersparen kann (oder erarbeiten kann!).

Natürlich meint die Oma es gut, aber was Milest so schreibt, dass ist doch wirklich zu viel des Guten. Ich hätte jetzt auch nur die Idee, das Ganze in nichtmaterielle Bahnen umzulenken, z.B. dass sie mehr Zeit mit ihrem Enkel verbringt, mit ihm Eis essen oder ins Kino geht oder in den Zoo, einfach viel mit ihm unternimmt und sicher auch mal(!!) was schenkt, das ist ja in Ordnung.

Zitat

Ich finde deine Meinung sehr interessant, dass aus deinen Kindern auf jeden Fall das wird, was du aus ihnen machst. Ich kenne kaum Frauen, die genau das an ihren Männern lieben, was unbedingter Wunsch und Wille der Schwiegermutter gewesen ist.
Mein Mann jedenfalls will sehr viel ganz anders haben, als es in seiner Erziehung der Fall war. Und bei mir ist es genau das, was ich an ihm liebe

Dito smile



  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  Andre Prioritäten?
schrieb am 07.03.2017 13:36
Zitat
echt
In dem unnötigen und überflüssigen Kampf die Schwiegermutter "in
ihre Schranken zu weisen" würde ich mich gar nicht aufreiben!

Freu Dich doch, dass sie so großzügig ist und sie Freude daran hat,
ihren Enkel zu verwöhnen! Nimm ihr doch nicht durch irgendwelche
Maßregelungen die Freude (und dem Sohn dazu).

Kinder kann man nicht zu sehr verwöhnen!!!!!!

Ältere Menschen drücken nunmal gern mit Geschenken ihre Liebe
aus, sie hatten früher nicht die Möglichkeit, soviel Spielzeug etc. zu haben.

Du müßtest toleranter sein und großzügiger denken, lass sie doch, fügt sie
jemandem Schaden zu?

Sie meint es gut; wenn Dir ihre Geschenke nicht passen, sag doch konkret
was gut wäre, z.B. Sportkleidung, Jacke, Turnschuhe, Uhr, für Hobbys, Kino,
Musikkurs, Buntstifte etc. es gibt
doch genug, was benötigt wird......echt Luxusproblem!!

Wenn sie es sich leisten kann und gern macht, warum einem älteren
Menschen diese Freude unterbinden, wer weiß wie lange es noch geht,
Dein Sohn hat dann Erinnerungsstücke von der Oma!

Je älter er wird, umso mehr Geld gibt es oft (Konfirmation etc.), mit 50 Cent pro Woche
kommt er ja nicht weit, so kann er es zu seinem Ersparten tun, oder willst Du ihm das
auch wegnehmen und weiter über ihn bestimmen? Entscheiden über seine Geschenke!


Besprich doch mit ihm, ob er das Geld aufs Konto legen möchte! Bezieh beide ein
und bestimm nicht über ihre Köpfe, es kostet viel weniger Kraft, wenn man nicht aus
Kleinigkeiten ein Problem bastelt !

Du bestimmst über Deine Schwiegermutter und über Deinen Sohn, als
ob beide unmündig sind.



  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  Andre Prioritäten?
schrieb am 07.03.2017 13:44
Zitat
Maral
Wo genau ist das Problem. Es sind die Großeltern. Ich persönlich finde die Einstellung schon schwierig, dass sie sich immer an die Wünsche der Eltern halten sollen. Kein Mitspracherecht / Entscheidungsrecht haben sollen.

...

Und ich kann auch verstehen, wenn es sie kränkt, wenn man es zurückgibt etc.

Das Problem ist, dass die Freiheit eines Menschen da aufhört, wo die Freiheit des anderen beginnt. Niemand kann schalten und walten, wie es ihm passt, im gesamten Umfeld. Und dazu gehören auch die Enkelkinder. Mitsprache- und Entscheidungsrecht (wo genau steht eigentlich, dass Großeltern überhaupt RECHTE zur Erziehung in irgendeiner Form einfordern können?) der Großeltern hat Grenzen, spätestens da, wo die eigene Erziehungsvorstellung nicht mehr umgesetzt werden kann.




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