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  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
avatar  Maral
schrieb am 07.03.2017 14:00
Na, Großeltern haben bspw auch ein Recht auf Umgang. und im Umgang gilt die Alltagssorge. Nur so als Bspw.

Das Recht ergibt sich daraus, dass man die Großeltern mit einbezieht, sie am Leben und Großwerden der Enkel teil haben lässt. Dann sollte man konsequenterweise alle! Geschenke ablehnen, keine Betreuung , Entlastung im Alltag in Anspruch nehmen etc.

im übrigen ist es Familie. Es mag gesetzlich nicht verankert sein, dass es Rechte beinhaltet, doch ist das für mich eher eine Frage des Verstandes, und alles andere für mich im übrigen äußerst befremdlich und unsympathisch. Im übrigen kann es für Kinder durchaus bereichernd sein, mit verschiedenen Ansichten/ Herangehensweisen in Berührung zu kommen. Den stärksten Einfluss behalten die Eltern. Wenn die eigene Erziehungsvorstellung nicht mehr umgesetzt werden kann, weil die Großmutter dem Kind 25 Euro zusteckt, große Geschenke macht, etc ( was kaum täglich geschehen wird) hakt es ganz woanders.
Sollte man eine negative Entwicklung sehen, kann man immer noch die Großeltern ins Boot holen, und sie um Unterstützung bitten, anstatt sie zu bevormunden, oder ihnen gar vor den Kopf zu stoßen.
Ich wäre sofort dabei, wenn es um gefährliche Dinge ginge, um strafbare etc, meinetwegen auch, wenn der Kontakt und Einfluss immens groß wäre.

Aber bei solchen Dingen.... Sicherlich wäre es schön, wenn sie das beherzigen würden, dass kann man auf nette Art ja auch versuchen, aber ich finde das oftmals bestehende Verhältnis zwischen Forderungen / Erwartungen und Zugeständnissen schon etwas schräg und in Bezug auf die Vorbildfunktion seitens der Eltern eher schon etwas fragwürdig.


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  Brownie14
schrieb am 07.03.2017 14:20
Zitat
Milest
Mein Mann hat zwar auch einen "Hals", aber mehr als es ihr sagen, kann er auch nicht.

Und wie sagt er das? Wie bei allem macht natürlich auch hier der Ton die Musik und wenn er ihr nicht deutlich klar macht, wie ernst er es meint, dann respektiert deine Schwiegermutter nur einen nicht und das bist du.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.03.17 14:21 von Brownie14.


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
avatar  Stella St
schrieb am 07.03.2017 17:01
Wir legen auch eher Wert auf immaterielle Dinge. Selbstverständlich dürfen die Kinder von Angehörigen "verwöhnt" werden. Aber doch bitte in Maßen! Ein gesundes Mittelding wäre ein Kompromiss.
Darüber lässt sich bekanntlich leider streiten Ich wars nicht

Und wenn man dann noch unangebrachte Aussagen und Beurteilungen mit den "Geschenken" rechtfertigt, dann gibt es ganz klar und ohne schlechtes Gewissen ne rote Karte.Dumm


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  Milest
Status:
schrieb am 07.03.2017 18:53
So, ihr Lieben,
vielen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen. Ich bin überwältigt.
Interessante Diskussion, die sich hier gebildet hat.
Zu euren Punkten:

1) Manche sind der Meinung, dass die Schenkerei so "angemessen" und es "nicht zu viel sei".
Das sehe ich komplett anders. Wenn ihr euch mal vor Augen führt, dass Ende Dezember Weihnachten war, es im Januar schon wieder Planmobil im Werte von 40 Euro gegeben hat , im Februar 25 Euro und dann jetzt auch noch mal Playmobil. Da frage ich mich: Findet ihr das also "normal"? Sind das eure Maßstäbe zu Hause?
Ich möchte nicht, dass mein Kind nicht mehr in sein Zimmer rein oder raus kommt, weil es Spielsachen im Überfluss hat.
Geschenke sind für mich etwas Besonders. Quasi die Ausnahme. Und wenn, dann fände ich Kleinigkeiten nett.
Mein Kind hat ja schon fast die Erwartungshaltung, dass es jetzt jedes Mal etwas von Oma geschenkt gibt. Das kann doch nicht richtig sein
Der Große lernt doch sonst gar nicht, dass es auch Familien / Kinder gibt, die sich so etwas nicht leisten können; dass man sparen muss, um ans Ziel zu kommen; dass es schön ist, sich über Geschenke richtig zu freuen.

Anmerkung hierzu: Oma schaut zu, wenn das Kind die Dinge zusammen baut und spielt nie (noch wirklich nie nie nie) MIT dem Kind. Ihre Freude besteht also darin, ihm beim Spielen zuzuschauen ...

Und weitere Anmerkung: ich hatte ja auch geschrieben, dass wir ihr die Schenkelei nicht grundsätzlich verbieten. Sie soll nur "Maß" halten. Nicht jedes Mal etwas Neues auffahren und wie gesagt, die Summen finde ich zu hoch.

2) Konto anlegen
Wollten sie nicht. Hatten wir vorgeschlagen. Möchte Oma immer noch nicht

3) Die Idee, die Geschenke ein wenig in Aktivitäten umzu"switchen"
DAs hatten wir schon ganz oft vorgeschlagen. Als der Opa noch lebte (und es somit auch ein Auto gab), habe ich vorgeschlagen, dass sie doch einmal einen Ausflug mit dem Enkel machen können. Das wurde rigoros abgelehnt. Unbekanntes Terrain, haben sie noch nie gemacht, wollen sie nicht. Man ging mit dem Kind zum Enten füttern an den See (3 Minuten entfernt). Mehr war nicht drin.
Jetzt haben wir der Oma nach dem Tod des Opas vorgeschlagen, doch wenigstens mal mit dem Enkel ein Eis essen zu gehen. Das hat sie noch nie umgesetzt. ich hatte ihr angeboten, den Großen zur Eisdiele zu bringen und ihn dort wieder abzuholen. Auch hier gilt: habe ich noch nie gemacht, möchte ich nicht.

Anmerkung hierzu: im Nachhinein auch gut, denn der Opa hat es nicht geschafft, den Großen, als dieser noch im Kindergarten war, vernünftig anzuschnallen (wir hatten dies mehrmals gezeigt), als er diesen mal abgeholt und zu sich nach Hause gefahren hat. Unser Großer hat dann erzählt, dass die Oma ihn die ganze Zeit festgehalten hat während der Fahrt.
Erzählt haben sie dieses aber nie von sich aus - unser Großer hat es erzählt und sie waren da auch extrem uneinsichtig.

4) Die Frage nach der Distanz - Häufigkeit der Besuche
Die Oma wohnt in der selben Stadt, hat aber kein Auto (kann auch nicht fahren). Ich habe ihr zig mal angeboten, sie abzuholen, dass sie ihre Enkel sehen kann. Auch jetzt, wo ich in Elternzeit bin, mehrmals vorgeschlagen, sie könne ja auch mal am Vormittag auf einen Kaffee vorbei kommen. Dieses Angebot hat sie in den ganzen 13 Monaten noch nie wahrgenommen
Die Oma sieht uns / den Großen trotzdem mehrmals im Monat

5) Andre Dinge anschaffen lassen statt Spielzeug
Auch dies haben wir schon versucht. So zum Beispiel, ob sie die Hockeyschuhe sponsoren möchte. Immerhin braucht der Große zweimal im Jahr neue Feld- bzw. Hallenschuhe, neue Schläger, etct.
Nein, DAS gehört nicht zu ihren Aufgaben.... Ja, wie sie meint ... grummel

Was soll man mit so einer Oma machen? Es ist ja nicht so, dass wir ihr bisher keine Alternativen vorgeschlagen hätten. Sie hat halt ihren ganz eigenen Kopf und "tickt" da so richtig wie ein Kleinkind.

Seufz

LG
Milest


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.03.17 19:00 von Milest.


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  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
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  blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 07.03.2017 19:24
Kurz eine Anmerkung, da vom Handy:

Viele Menschen fühlen sich in ihren eigenen Wänden am wohlsten. Unsere Oma hier wurde auch nie auf die Idee kommen und ein Eis essen zu gehen. Sie kommt nicht einmal zum Geburtstag hier her. Und als mein Mann und ich am Abend mal einen Termin gemeinsam wahrnehmen wollten, übernachteten die Kinder bei der Oma.
Und genau da ist der Punkt: wenn wir die Kinder zu ihr bringen ist alles super. Ok, sie beschäftigt sich dann auch mit, so lange sie nicht aus dem Haus muss. Ich glaube, bei uns würde sie sich auch nicht so mit ihnen beschäftigen. Ob deine Oma das machen würde?
Zwischenzeitlich machen die Kinder auch sehr selbstständig ihr Ding bei der Oma. Sie fühlen sich wohl


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  Milest
Status:
schrieb am 07.03.2017 19:41
@ blaues Teufelchen

Nein, auch wenn sie BEI der Oma sind, schaut Oma nur zu. Sie hat sich auch bei sich zu Hause noch nie mit ihnen beschäftigt
LG

Sie ist halt sehr speziell..

Allerdings geht sie auf die 80 zu. Das trägt vielleicht auch ein wenig zur Erklärung bei.
Mein Mann und ich finden es traurig, dass sie sich so ihren Enkeln gegenüber verhält. Als mein Mann klein war, muss es aber wohl auch ähnlich gewesen sein. Mit ihm haben sich meine SchwieEltern nicht beschäftigt.
Da bin ich halt auch verwöhnt von meinen Eltern. Sie haben mir sehr viel Zeit gewidmet und damit eben ein sehr kostbares Geschenk gemacht. Unvergessen die Bastelaktionen, die Spiel- und Tobestunden ...
Vielleicht erwarte ich zu viel?


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.03.17 19:48 von Milest.


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 07.03.2017 20:33
ja, es kann gut sein, dass du einfach zu viel erwartest.
wie du schon gesagt hast: sie ist alt, wahrscheinlich nicht mehr so fit, und deine Eltern sind anders mit dir umgegangen.

sie erinnern mich an meine Eltern. sie sind auch schon älter. sie beschäftigen sich auch nicht so mit den Kindern. zu uns kommen sie gar nicht mehr, weil wir zu weit weg wohnen. und ich muss gestehen, dass ich lange nur zum Essensbesuch gekommen bin, auch wenn wir noch immer Urlaub in der Nähe von ihnen machen. alles andere war mir einfach zu anstrengend, zu erzwungen. nun sind die Kinder in einem Alter, in dem sie sich selbst bei der Oma beschäftigen und so selbstbewusst, dass sie die Oma auch mal mit einbeziehen. auch hier stelle ich fest, dass wir, also wir als Eltern und meine Eltern, es geschafft haben, dass wir so einigermaßen die Bedürfnisse des anderen erkennen und akzeptieren. aber mir fällt das natürlich auch leichter, denn es sind meine Eltern und ich kenne ihre Spleens nun auch schon länger. ich habe gelernt, dass ich meine Eltern nicht ändern kann, aber ich kann sie so annehmen, wie sie sind und ihnen entsprechend entgegenkommen. wie gesagt, lange war unser Kontakt der, dass wir zum Essen kamen, immer in Verbindung mit Urlaub/Übernachtung, weil sie zu weit weg wohnen. und neulich haben ich und die Kinder das erste Mal direkt bei ihnen Urlaub gemacht, ohne sie nur so zu besuchen. war toll!

das löst nicht dein Problem mit den Geschenken. und ich glaube, dass es nun auch komplizierter ist, weil es schon so lange geht. aber ich habe so allgemein festgestellt, dass es immer besser ist, wenn die direkte Kommunikation mit den Großeltern über das eigene Kind läuft, in dem Fall deinen Mann, weil er ihr Sohn ist. er kennt eher die jahrelang eingeschliffenen Spielregeln, er hat da weniger die Vorstellungen aus der anderen, deiner, Familie. aber wichtig ist, dass er selbst seinen Frieden mit seinen Eltern gefunden hat.

noch ein ganz kleiner Tipp, wie ich finde, um einen besseren Frieden mit "solchen" Eltern zu finden. die Generation meiner und auch der Eltern deines Mannes gehört zur sogenannten Kriegskindergeneration, also der Generation, die den Krieg zwar irgendwie erlebt hat, aber nicht wirklich daran beteiligt war. dein Mann ist Kriegsenkel. diese Generation (und auch die Kriegsenkel) haben ihre eigenen Päckchen zu tragen. ich habe mal ein Buch über Kriegsenkel gelesen und konnte so meine Eltern besser verstehen. KLICK


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
avatar  desidera
schrieb am 07.03.2017 20:51
Im Gegensatz zu vielen anderen hier kann ich dich sehr wohl verstehen. Ihr seid die Eltern, es sind eure regeln! Meine Schwiegermutter und leider auch die einzige Oma der Kinder ist auch so ein Kaliber. Irgendwann hat sie es völlig übertrieben, ja richtig wie ein rebellierender Teenager gegen uns rebelliert, da haben wir ihr deutlich gemacht, dass wir uns sonst etwas distanzieren müssen von ihr, weil wir uns nicht respektiert fühlen und ihr nicht vertrauen können. Das hat eine Weile funktioniert, jetzt kommen immer so Tattergreis mäßige Aktionen á la "hier, Mutti guckt nicht, der Osterhase hat [im februar] ein schokoei in meiner Handtasche für euch versteckt." Darüber kann ich aber lachen, zum Glück.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.03.17 20:52 von desidera.


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  Milest
Status:
schrieb am 07.03.2017 21:20
Hallo Desidera
danke für die moralische Unterstützung. Se kommt mir auch so vor wie ein Teenager oder ein Kind im Trotzalter. Fehlt nur noch, dass sie mit dem Fuß aufstampft smile
Das mit dem Distanzieren finde ich halt schwierig. Wir wollen ihr ja auf der anderen Seite die Enkel nicht vorenthalten. Sie (also die Enkel) sollen ja nicht die Leidtragenden sein.
Über die Ostereiaktion deiner SchwieMu könnt ich auch lachen ...
Aber leider hinterlässt bei uns der Osterhase ja Unsummen. Seufz.
LG


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  berlink
Status:
schrieb am 07.03.2017 21:33
@Milest:
Danke für Deine Rückmeldung:
da habt Ihr offenbar schon eine ganze Menge versucht, was nicht gefruchtet hat. Es klingt so, als wäre es für sie wichtig(er) zu schenken, vielleicht weil sie selbst weniger hatten/dem Sohn schenken konnten. Nein, ich finde es nicht richtig und gut, so viel zu schenken und würde das nicht so machen.
Ich denke nur, sie wird sich nicht mehr ändern. Vielleicht ist es ihr zu unsicher, Zeit mit dem Jungen allein zu verbringen? Es scheint ihre eine Freude zu sein, alles mögliche anzuschleppen. Ihr könnt Eurem Sohn klar machen, dass ihr dies nicht gut findet, das nicht generell so ist, Oma das aber eben gern macht und ihr das respektiert, bis auf die heimliche Geldschenkerei würde ich das akzeptieren. Ist es möglich, dass der Junge der Oma vermittelt, was er, wenn sie das nä. Mal was kaufen möchte, schenken soll? Ansonsten gibt es m.e. wenig Spielraum.

Meine Großeltern haben sich sehr viel um meine Schwester und mich gekümmert, viel mir gelernt (alle möglichen Handarbeiten, Nähen, Pilze suchen, Marmelade kochen, Einwecken, Handwerkliche Dinge usw usf.), Ausflüge und Urlaube mit uns bzw. der gesamten Familie unternommen, davon ist meine Kindheit geprägt. Jetzt, wo Du es schriebst, fiel es mir erst auf: gespielt in dem Sinne haben sie mit uns Enkeln sehr wenig, habe das nie vermisst.
Meine Eltern hingegen spielen viel mit ihren Enkeln, lesen vor, rätseln mit ihnen usw usf. Ist eine andere Generation. Schenken tun sie dafür in Maßen.

Auch wenns schwer ist, ich würde da nicht weiter Widerstand entgegen setzen. Es gibt wohl schlimmere Dinge, wo man das tun muss.


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  perlhuehnchen
Status:
schrieb am 08.03.2017 09:52
Hallo,

mit 80 die Oma zu ändern wird euch nicht weiterbringen, das wird eher Deine Energie fressen als Erfolg bringen.

Es wir nun einfach an Euch liegen eurem Sohn aufzuzeigen wie man mit so einer Flut materieller Dinge umgeht,
das es nicht selbstverständlich ist so viel zu bekommen, das es Kinder gibt die nicht so viel/nichts haben.
Weist Ihm Möglichkeiten auf mit den Geschenken umzugehen, Spielen, Verschenken, Spenden, Verkaufen und
das Geld für die Hockeyschuhe (oder anderes) verwenden...Geld alles behalten, eine Teil behalten und den Rest
Sparen für schöne Dinge...
Mit 8 Jahren sollte er in diese Entscheidungen eingebunden werden, dann kann er auch den richtigen Umgang mit
dieser Geschenkeflut/Geld lernen...

LG Perlhuhn


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
avatar  WirEinmaligen
schrieb am 08.03.2017 22:31
Liebe TE,

Ihr habt echt schön viel versucht und nichts hat gefruchtet. Das frustriert, ist aber bei den vielen älteren Menschen total normal. Deswegen stimme ich Perlhühnchen zu: Änderungsversuche werden nur die Energie rauben.
Meine Lösungsstrategie wäre die Geschenke bei der Oma zu lassen bzw dort hinzubringen. Als Begründung würde ich sage , dass ihr keinen Platz mehr habt und er ja auch bei ihr etwas zum Spielen haben soll.
Prinzipiell könnte es so eine Win-Win-Situation werden: Oma kann nach Herzenslust schenken und das Kind beim Spielen in ihren vier Wänden beobachten, das Kind kriegt weiterhin viel Spielzeug und ihr habt kein Platzproblem und lagert das materielle Verwöhnen total aus.
Da ich schwierige Omas kenne, weiß ich, dass sie nicht begeistert sein wird. Da es euch aber so stört, würde ich das durchsetzen. Mein Sohn hat bei den Großeltern übrigens auch Spielzeug, was für ihn angeschafft wurde.


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  lucky*3
schrieb am 09.03.2017 08:40
so sehe ich das auch.

Wenn das Kinderzimmer zu voll ist wegen zu vielen Geschenken von der SchwieMa, dann ist es an dir, es auszuräumen, Dinge in den Keller zu stellen. Spielsachen muss man immer wieder austauschen, damit sie interessant sind, einfach nur rumliegen lassen bringt keinem was.

Wenn sich das Kind zwischen all den Geschenken langweilt, dann ist es auch an dir, mit ihm zu spielen, zu schauen, ob Freunde kommen können, die mit ihm spielen!

Und ob nun die Oma das Geld auf ein Konto überweist, oder ihr es einzahlt ist ja egal, wir haben von Anfang an alles Geld, das die Kinder bekommen haben auf ein Depotkonto gelegt, das gibt inzwischen nicht nur den Führerschein sondern auch noch ein Auto und eine schöne Reise zum 18. Geburtstag.

Es ist an euch, die Sachen zu lenken und für euer Kind das Beste draus zu machen. Die Oma hat mit bald 80 jedes Recht so zu sein wie sie will und wie es ihr gut tut.


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
no avatar
  gelöschter User
schrieb am 09.03.2017 11:41
Hallo Milest, wir haben auch so ein ähnliches Schwiegermutterexemplar. Sie ist erst 66, aber komplett beratungsresistent. Schenkt immer die schrecklichsten Sachen, haben wir alle wieder zurückgegeben oder bei ebay verkauft. Netterweise wohnt sie 200km entfernt, so dass alle Sachen per Post kommen und wir sie vorher inspizieren. Kommt sie selbst mal, fragen wir sie gleich, ob sie wieder was dabei hat. Wird dann besprochen und gelegentlich überreicht.
Mein Kind, meine Regeln, so sehe ich das.


  Re: Meine Schwiegermutter kapiert es nicht
avatar  Siselle
Status:
schrieb am 09.03.2017 11:54
Hallo Milest.

Ich denke, ich verstehe dich, und finde deine Gedanken und Sicht richtig.
Ihr habt ja auch schon viele gute Versuche gemacht, das in den Griff zu bekommen.

Trotzdem wäre es vielleicht das Beste für euch, du gibst in dem Punkt ein Stück weit auf.
Sie ist und bleibt die Oma, und der "Kampf" kostet euch nur Kraft und gute Stimmung.
Sie möchte es genießen Enkel zu haben und in ihren Augen eine "gute" Oma sein und möchte auch einfach die Freude eures Sohnes genießen, möchte sich das nicht nehmen lassen.
Natürlich ist das nicht ganz fair, aber sie meint es nicht direkt Böse gegen euch.

Genieße lieber was gut ist an eurem Familienleben und nimm das Problem hin, ohne auf ihre Einsicht zu hoffen.
Sie handelt ohne Absprache mit dir, das kannst du ja ähnlich:
Wenn du das Geld unter dem Kopfkissen findest, einsammeln, aufs Konto.
Spielsachen müssen nicht jederzeit verfügbar sein, sondern können auf den Speicher und könnten an besonderen Gelegenheiten oder als Belohnung stunden- oder tageweise zur Verfügung gestellt werden.
Oder wenn ein neues Spielzeug geschenkt wird, wird ein altes bei Ebay verkauft.

Alles Gute und Grüße

Siselle




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