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  Ich versteh mich selbst nicht mehr - noch mehr Kinder?
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   jaodernein
schrieb am 18.11.2014 12:32
Hallo Forumsmädels,

da ich total durchn Wind bin und mit mir selber grad nicht in Einklang komme, möchte ich auch nicht mit meinem regulären Nick hier in Verbindung gebracht werden also verzeiht mir bitte den Anonnymitäts-Kniff. Seit Wochen und Monaten rätsle ich nun schon rum, was ich eigentlich will...

Ich habe 2 Kinder - 2 waren das Minimum und ich bin gottfroh, dass sie gesund sind. Seitdem das zweite Kind auf der Welt ist, treibt mich schon die Frage nach weiteren Kindern um. Irgendwie ist dieser Kinderwunsch auf einmal da, interessanterweise deutlicher als vor den Kindern! Aber andererseits langweile ich mich daheim unendlich, ich bin jetzt seit 3 Jahren quasi nur Mama. Vielleicht wäre ich damit auch mehr im Reinen, wenn ich trotzdem irgendwas zum Budget beisteuern könnte als die 3xx Euro Elterngeld oder irgendwie anderweitig tätig sein könnte denn als Breikocherin, Wäschefalterin, Streitschlichterin und Hausfrau vom Dienst... aber wir wollten so früh wie möglich mit der Familienplanung starten, sodass ich direkt aus dem Studium heraus schwanger wurde und davor keine Arbeitsstelle sowie kein Einkommen hatte. Ich hab das Gefühl, ich hab fürn Eimer studiert wenn ich jetzt nicht bald was in Angriff nehme und arbeite (es wird wohl sowieso schon schwierig genug werden, einen halbwegs anspruchsvollen Job zu finden, da ich berufseinsteiger bin und aufgrund unserer eher desolaten Betreuungssituation hier von Anfang an maximal halbtags arbeiten kann Gute Nacht - ich glaub ich brauch keinem erzählen, dass das noch spannend werden könnte), andererseits aber denke ich mir dann wieder "ach egal, die Kinder machen dich doch glücklicher als irgendeine Selbstverwirklichung!". Vermutlich stimmt das sogar, aber ich habe keinen Ausgleich. Den ganzen Tag nur das Gequietsche und Genöle und Gestreite. Da wir komplett auf uns allein gestellt sind, kann ich auch nebenjobmäßig oder stundenweise nichts machen, alle die mir die Kids mal abnehmen könnten, sind viel, viel zu weit weg. Und so langweile ich mich weiter und ärgere mich, dass das Geld nicht reicht...

Dann hatten wir überlegt, ob ich jetzt erst mal arbeiten soll und wir dann später noch nachlegen, aber da sträubt sich wirklich alles in mir. Ich bin wohl recht egoistisch, aber diese Nächte in der Babyzeit, die sind einfach nicht meins. Ich will mich garnicht erst daran gewöhnen, dass alles geregelter läuft weil die Kinder schon größer sind und dann nochmal von vorne anfangen, außerdem wollen wir schlichtweg, dass die Kinder so nah wie möglich beieinander sind vom Alter her.

Ich drehe mich also im Kreis! Natürlich schließen wir nicht aus, dass - falls ich mich jetzt für den Job entscheiden sollte - später noch ein Nachzügler kommen könnte, aber pro Job sollte trotzdem erst mal ganz konsequent heißen "gegen weitere Kinder". Also kein offen gelassenes Hintertürchen per se, sondern wenn dann sollte das maximal noch ne völlig spontane oder ungeplante Sache werden. Mein Mann und ich möchten irgendwie einfach mal ein Kapitel abschließen können und nicht unser ganzes Leben lang noch irgendwie mit "sollen wir, sollen wir nicht" in der Luft hängen. Jetzt habe ich angefangen, Babysachen zu verkaufen, einfach vom Kopf her, um wenigstens mal einen Schritt in irgendeine Richtung zu machen und weils vernünftiger ist, jetzt erst mal wenigstens zu versuchen, nen Job zu finden und Geld beizusteuern und was soll ich sagen? Es fühlt sich einfach mies an. Und ich denke mir dauernd "wie blöd, jetzt musst du das nachher dann doch nur wieder neu kaufen!" Gute Nacht. AAAAAAAARGH! Aber dann denke ich wieder an das lange Studium und daran, wieviel Studienschulden mir im Nacken sitzen und dass wir doch gerne noch ein Haus haben und unsere Kids abgesichert wissen möchten und dass ich mir und den Kindern gerne auch mal wieder andere Kleidung kaufen möchte als H&M im Sale...

Tja ich glaub, mehr brauche ich wohl garnicht sagen, ihr merkt wie zerrissen meine Überlegungen sind. Vielleicht überlege ich auch nur so viel, weil mir so unendlich langweilig daheim ist, wer weiß das schon ROFL?! Aber trotzdem würden mich eure Meinungen dazu interessieren und vielleicht überlegt die ein oder andere ja ganz Ähnliche Dinge...


  Re: Ich versteh mich selbst nicht mehr - noch mehr Kinder?
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   Arianchen
Status:
schrieb am 19.11.2014 21:36
Hallo,
jetzt mal ganz ehrlich ??
Also zum einen, darüber nachzudenken, ob man "mal eben so" noch ein Kind in die Welt setzt, einfach weil man eben 2 Kinder als "Miniumum" wolle und das noch mit Schulden im Nacken, finde ich recht verantwortungslos und wie Du es beschreibst, auch egoistisch.

Zum anderen hätten die meisten Frauen hier gerne solche "Luxusprobleme", die würden sich auch nicht über nölende Kinder und die schrecklichen Nächte in der Babyzeit beschweren (ich habe selbe Kinder, kann das also durchaus beurteilen).

Sorry, werde erst mal erwachsen, suche Dir einen richtigen Job und überlege dann noch mal neu.

"Kopfschüttel"
Arianchen


  Re: Ich versteh mich selbst nicht mehr - noch mehr Kinder?
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   Hermione nicht mehr angemeldet
schrieb am 19.11.2014 22:27
Ich bin ehrlich gesagt auch etwas verwirrt.

Du schreibst, dass du keine langen Babynächte magst und dass du den ganzen Tag Gequietsche und Genörgel nicht ertragen magst.
Sprichst aber davon, dass der Wunsch nach einem dritten Kind sogar größer ist als vor deinen Kindern?

Das widerspricht sich doch total.

Und dann die finanzielle Situation. Hmm...ganz ehrlich?
Wenn man ein Haus bauen/kaufen möchte und noch Schulden vom Studium hat, dann sollte ein weiteres Kind gut überlegt sein.

Man kann nicht alles haben, traurig aber wahr diese Redensart.

Und meine ganz persönliche Meinung: Warum tut man sich ein jahrelanges Studium an und bekommt sofort ein Kind?
Das ist nicht böse oder abwertend gemeint, ich verstehe das halt einfach nicht.


  Re:
avatar    Kama.
Status:
schrieb am 20.11.2014 10:56
Hi,

warum versteiftst du dich darauf das 2 Kinder das Min. sein sollten? das habt Ihr (du und dein Mann euch doch bestimmt in den Kopf gesetzt BEVOR Ihr Eltern geworden seid?!
BERVOR du wusstest das Babynächte nicht dein Ding sind, das es dich langweilt nur Breiköcherin ect zu sein und BEVOR du gemerkt hast wie nervig das ewige Geqietsche , Genöle und Gestreite sein kann, egal wie wunderbar die Kinder sind und wie sehr man sie liebt.
JETZT weist du es aber. Die meisten Leute würden an diesem Punkt wohl beschließen das 2 Kinder völlig ausreichend sind.
Pläne kann man ändern, muss man sogar wenn sie einen nicht glücklich machen. (oder einen in den finaziellen Ruin treiben würden)
Und du wirkst etwas unglücklich.
Sei nicht böse, aber ich glaube du willst nur ein weiteres Kind weil du A. drauf versteift bist, B. Du dich aktuell langweilst, da kommen einem schon mal unlogische Ideen und C. einfach um es erledigt zu haben. C merkt man daran das du dich gar nicht erst an einfachere Zeiten gewöhnen willst und dann wieder diese Babynächte am Hals haben möchtest. (was ja schon verständlich ist.)
Alles keine guten Gründe für ein drittes oder viertes Kind.

Ehrlich, dir geht dein aktuelles Leben doch irgendwie auf den Keks (Wäschefalten, Breikochen, alleinige Kinderbetreunung),
und du ziehst ernsthaft in Erwägung es so noch mal für ... hm. 2- 4 Jahre??? so fest zu legen???

Zieh lieber die 2 Schätzchen die du schon hast so groß das sie in den kiga können und such dir einen schönen Job. Mach den ein paar Jahre und wenn du dann Sehnsucht nach einem Baby hast , ist gegen einen Nachzügler nichts einzuwenden. Auf einen möglichst kurzen Abstand zwischen den Kindern musst du dich nicht versteifen.

Zum finanziellen haben meine Vorschreiberinnen ja schon genug gesagt.

LG Kama.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.11.14 10:59 von Kama..


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  Re: Re:
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   GA ST
schrieb am 20.11.2014 15:11
Meiner Erfahrung und Beobachtung nach sind drei Kinder mit gleich engem Altersabstand
immer eher ungünstig für die Geschwisterkonstellation. Es sind dann immer "zwei gegen
einer" und wegen der ungraden Zahl ist meist einer, wechselnd, eine Art Außenseiter.

Deinen Kinder zuliebe würde ich damit also definitiv warten, bis die ersten zwei in der
Schule sind, dann haben sie auch bewußt und mehr/ anders etwas von einem Geschwister.

Davon abgesehen, die Schule ist meist erst richtig stressig mit Kindern (und teuer!),
da hast Du bestimmt keine Langeweile. Und es ist nie verkehrt schon an sich zu denken,
denn ruckzuck sind die Kinder groß und wo stehst Du beruflich? Irgendwann muß man auch
wieder an sich denken, man steckt lange zurück und Gedanken daran sind ja nicht verkehrt,
also was und wieviel ist beruflich drin.

Kannst Du nicht nach einem 20 Stunden-Job für die Kindergartenzeit schauen und später
entscheidest Du, entweder beruflich schon früher aufstocken oder doch noch ein Nachzügler,
aber ohne Druck.


  Re: Ich versteh mich selbst nicht mehr - noch mehr Kinder?
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   gelöschter User
schrieb am 21.11.2014 11:40
Hallo,

hast du denn dein Studium jetzt abgeschlossen oder nicht? Das les ich irgendwie nicht so ganz heraus. Und wie alt sind die Kinder?

... Ein Umzug in eine andere Stadt, in der die Betreuungssituation evtl. besser wäre, steht auch nicht zur Debatte?

Liebe Grüße,

Munis


  Re: Ich versteh mich selbst nicht mehr - noch mehr Kinder?
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   Viktoria1
schrieb am 21.11.2014 19:38
nein, denn Kinder scheinen dich ja eher zu nerven..... Ich würde versuchen beruflich zu starten. Dürfte in Teilzeit schwierig werden, dader werde ich auch nie verstehen, wie man direkt nach dem Studium die Kinder kriegen kann.....ist ja auch Elterngeld-bezogen total ungünstig.


  Re: Ich versteh mich selbst nicht mehr - noch mehr Kinder?
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   katrina
schrieb am 21.11.2014 20:19
Oh man, ist hier mal wieder draufhauen angesagt?
Ich kann Dich verstehen, mir ging und geht es ähnlich. Ich habe mich auch daheim gelangweilt, nicht etwa weil es an Arbeit mangelt- nein, die Art der Arbeit ist nicht meins. Ich habe gegen Ende meines Studiums mein 1.Kind bekommen, habe aber nach meiner Dipl.Arbeit eine typische Anfängerstelle 20h/Woche bekommen. War super, um einfach mal reinzukommen! Und hat mir soooo gut getan! Dann kam Nr.2 und dank der Flexibilität meines Mannes konnte ich -etwas reduziert- weiter arbeiten. Inzwischen habe ich eine unbefristete Stelle und dann Nr.3 bekommen.
Was ist denn realistisch mit deinem Job? Wie siehts mit der Kinderbetreuung aus? Vielleicht solltest du das erstmal angehen, parallel nach Jobs schauen denn mit 3 Kindern wird es noch schwerer, etwas zu finden! Du musst auch an später denken- wenn du sicher bist, dass du keine Hausfrau bleiben willst dann würde ich da jetzt mal etwas Gas geben. So alt bist du sicher noch nicht und scheinbar klappts bei euch auch mit dem Kinderkriegen, deswegen würde ich das mit dem 3.Kind mal hinten anstellen.
Meine haben 3,5 Jahre und 5 Jahre Unterschied, das ist schon recht viel aber es passte so einfach perfekt. Und ich hatte nie den Druck, da irgendein Kapitel abschließen zu müssen. Es hat sich eher nach der Job-Situation gerichtet. Und irgendwann passte es auch mit Nr.3...
Alles Gute!


  Re: Ich versteh mich selbst nicht mehr - noch mehr Kinder?
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   Bette
schrieb am 22.11.2014 13:02
Es wurde schon alles gesagt. Ich denke auch, ein Job wäre jetzt angebracht und wenn Du zwei Jahre gearbeitet hast, kannst Du ja auch noch ein Kind bekommen.
So richtig verstehe ich Dein Problem aber auch nicht. Du bist gelangweilt zu Hause und magst keinen Brei mehr kochen, denkst aber über ein drittes Kind nach, das lieber jetzt als später kommen soll?
Was passiert eigentlich, sollten Du und Dein Mann sich trennen? Du bist finanziell komplett abhängig von ihm, oder? Und hast nie gearbeitet! DAS würde mich umtreiben.


  Re: Ich versteh mich selbst nicht mehr - noch mehr Kinder?
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   gelöschter User
schrieb am 25.11.2014 11:59
Sorry wenn das vielleicht etwas barsch und direkt klingt, ich kenne dich nicht, du meinst es sicher nicht böse und bist sicher eine ganz Liebe.

Trotzdem kotzen mich Leute mit dieser Art von Einstellung echt an. Du weißt offenbar gar nicht wie gesegnet du bist zwei Kinder haben zu dürfen und dir die Luxusfrage stellen darfst ob's ein Drittes geben soll oder nicht. Weißt du ich hätte nach meiner Ausbildung auch die Möglichkeit gehabt weiter zu studieren. Hätte auch FAST nur Vorteile gehabt. Ausser eben diesem einen Nachteil. Die "Babynächte" die dich ja so sehr nerven zu scheinen, hätten dann noch weitere vier Jahre warten müssen, WENN sie denn ohnehin überhaupt jemals etwas werden das ich erleben darf.

Sicher ist ein Job und eine gute Ausbildung wichtig, aber ich spreche bestimmt für einige hier, die ihre Karriere gerne an den Nagel hängen würden um sich mit Leib und Seele endlich als Mutter fühlen zu dürfen.

Die meisten hier in diesem Forum stellen sich nämlich eine ganz andere Frage, und die lautet in vielen Fällen halt Eigenheim oder doch ALLES versuchen um wenigstens die Chance auf EIN Kind zu haben. Versuche dich bitte mal in diese Lage zu versetzen und überleg dann bitte mal was DU in Sachen Familienplanung schon geschafft hast. Viele hier sind davon nämlich Lichtjahre entfernt und oftmals 10 bis 20 Jahre älter als du.

Konzentriere dich bitte auf deine Kinder, deine Ehe, mach dich auf die Suche nach Betreuungsmöglichkeiten und schau dich nach Angeboten in deinem Beruf um. Wenn du in 5 Jahren dann immer noch ein drittes Kind willst dann redet nochmal darüber und es wird dann sicher auch SOFORT klappen.

Alles Gute.


  Re: Ich versteh mich selbst nicht mehr - noch mehr Kinder?
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   jaoderneiin
schrieb am 26.11.2014 11:19
Hallo,
vielen Dank für eure zahlreichen Antworten! Ich habe mir wirklich lange überlegt, ob ich mich hier nochmal zu Wort melden soll, weil mir schon bei der ersten Antwort nur noch nach Augen verdrehen war, aber zum Glück wurds dann danach ja konstruktiver. Ich möchte daher die Gelegenheit nutzen, mal noch alle "losen Enden", also alles was unfertig aufgeworfen wurde, aufzugreifen.

Aber zuallererst möchte ich mal gerne allen, die mit der alten "Luxusproblem"-Nummer aufgewartet haben ETWAS den Wind aus den Segeln nehmen. Himmel! Jedes Problem, das in einem Land voller (im internationalen Vergleich) recht gut situierten Individualiten aufgeworfen wird, wird von irgendeinen anderen Gruppe als Luxusproblem empfunden! Übertragt das doch nur mal auf eure Partner - wie viele da draußen sind auf der Suche nach dem richtigen Partner? Bedeutet das dann, dass all diejenigen, die einen gefunden haben, nie wieder von ihrem Partner genervt sein dürfen oder Ähnliches, weil sie ja achsogesegnet sind, einen Partner zu haben? Darf man nicht mehr darüber nachdenken, ob man den richtigen Weg gewählt hat oder vielleicht doch den Falschen geheiratet hat, nur weil man froh sein soll, dass man überhaupt einen Partner abbekommen hat?? Ich verstehe die Problematik, nicht umsonst heißt dieses Forum hier "WUNSCHKINDER", aber ich habe nicht im Kinderwunsch-Forum geschrieben, sondern im Kummerkasten und hier sollte es doch bitte erlaubt sein, auch mal solche Fragen stellen zu dürfen, ohne gleich die Luxusproblem-Moralkeule um die Ohren gepfeffert zu bekommen.

So und nun zum sinnvollen Rest.

Hermione
Ich weiß dass es sich widerspricht, deshalb bin ich ja so verwirrt. Ich werte es inzwischen als wohl normalen Kampf des Wunschdenkens vs. Ratio. Vielleicht ein nicht unübliches Problem gut ausgebildeter Frauen unserer Gesellschaft. Und ich habe deshalb gleich aus dem Studium (sogar noch während des Studiums) meine Kinder bekommen, weil sich bei meinem Studium direkt im Anschluss eine Fortsetzung des Ausbildung sowie ein recht turbulenter Arbeitseinstieg anschließt, sodass wir mindestens noch 5 weitere Jahre hätten warten müssen, bis wir SINNVOLL mit der Familienplanung überhaupt erst hätten beginnen können. Das wäre vom Alter her einfach zu spät geworden, außerdem haben wir uns viele Gedanken über unsere Prioritäten gemacht und ich für mich habe unsere Familie über die Karriere gestellt. Das muss ja nicht heißen, dass ich nun zwangsläufig in dieser Rolle aufgehen muss, ich langweile mich nunmal auch als glückliche Mutter. Aber es ist mir die ganzen widrigkeiten des Moments wert, weil meine Familie mich glücklicher macht als berufliche Selbstverwirklichung. Ich justiere jetzt quasi nur nach und überlege, ob dieses Glück alleine vollständig ausreicht, um auch weiterhin auf beruflichen Ausgleich zu verzichten. Ich bereue nichts von dem, was wir wann wie gemacht haben, am wenigsten unsere Kinder während des Studiums bekommen zu haben. Das war genau das Richtige für uns.

Kama
Weil unser großes Kind sowas von offensichtlich nicht zum Einzelkind geboren wurde und um soviel zufriedener und glücklicher ist, seit das Geschwisterkind da ist. Wäre sich Kind 1 von Anfag an selbst genug gewesen, hätte ich möglicherweise unsere ursprüngliche Planung auch nochmal überdacht, aber so war es nur ein weiterer Faktor, uns in unseren eigenen Plänen bestärkt zu sehen und so geht es uns allen besser, sogar mir. Sonst wäre ja jetzt der Kinderwunsch nicht auf einmal so groß vorhanden. Alles Andere was du geschrieben hattest, hat mir sehr weitergeholfen! Vor allem, um die Option eines Nachzüglers nochmal neu zu überdenken. Danke!

GA ST
auch deine Schilderungen haben mir hinsichtlich eines Nachzüglers sehr weitergeholfen. Derartige Erfahrungswerte fehlen mir natürlich vollständig. Was meine berufliche Situation angeht, so scheint sie mir derzeit etwas verzwickt. Ich bin entweder überqualifiziert, oder disqualifiziere mich aufgrund der Betreuungssituation. Momentan sehe ich da noch keinen rechten Platz für mich in der Arbeitswelt, außer an Tankstellen, als Supermarkt-Regaleinräumerin oder Raumpflegerin. Aber ich werde sobald es geht damit beginnen, herauszufinden, ob ich nicht doch halbwegs anspruchsvoll unterkommen kann - halbtags.

Munis
Das Studium selbst ist abgeschlossen, ich promoviere nebenbei gerade noch. Meine Kinder sind fast 3 und fast 1. Umgezogen sind wir gerade erst, da mein Mann hier eine sehr gute Stelle angeboten bekommen hat. Das hier soll unser langfristiges zu Hause werden.Wir konnten nicht alle Parameter für uns alle beide optimal besetzen, dazu hätten wir in eine Großstadt gehen müssen und das wollten wir beide auf keinen Fall. Und da mein Mann im Prinzip dazu in der Lage ist, allein für uns zu sorgen (meine Unzufriedenheit rührt ja nur daher, dass es mir alles nicht schnell genug geht, ich also quasi "mehr" will), habe ich mich seiner Karriere untergeordnet

katrina
Vielen Dank!!!

Bette
Ich weiß dass es paradox ist, das wurde ja nun schon ein paarmal angesprochen. Aber vermutlich ist mein neuerlicher Wunsch auch der Tatsache geschuldet,dass ich eben momentan beruflich wenig Perspektive sehe. Vielleicht eine "na dann aber gleich richtig"-Taktik. Im Übrigen hat sich meine "Branche" die letzten Jahre massiv verschlechtert, anfangs war unsere Strategie wirklich gut - nur die neuerlichen Entwicklungen hatten wir nicht berücksichtigt.

Jetzt, wo ich das alles getippt habe, kommt es mir wie eine einzige, ellenlange Rechtfertigung meiner Motive vor. Schade. Trotzdem, insgesamt hat mich dieser Thread weitergebracht. Vielen Dank dafür


  Re: Ich versteh mich selbst nicht mehr - noch mehr Kinder?
avatar    Lucy0803
Status:
schrieb am 27.11.2014 12:24
Luxusproblem hin oder her, aber das hier ist der Kummerkasten und da sollte jeder über jedes Problem schreiben dürfen, denn dieses Unterforum hat nicht nur etwas mit (unerfülltem) KiWu zu tun.

Ich habe selbst fast 4 Jahre auf unser Kind gewartet, daher verstehe ich dich voll und ganz!
Aber trotzdem sollten auch andere Probleme im Kummerkasten wahrgenommen werden. Das hat nämlich jede TE verdient!


Zitat
Saphirella
Sorry wenn das vielleicht etwas barsch und direkt klingt, ich kenne dich nicht, du meinst es sicher nicht böse und bist sicher eine ganz Liebe.

Trotzdem kotzen mich Leute mit dieser Art von Einstellung echt an. Du weißt offenbar gar nicht wie gesegnet du bist zwei Kinder haben zu dürfen und dir die Luxusfrage stellen darfst ob's ein Drittes geben soll oder nicht. Weißt du ich hätte nach meiner Ausbildung auch die Möglichkeit gehabt weiter zu studieren. Hätte auch FAST nur Vorteile gehabt. Ausser eben diesem einen Nachteil. Die "Babynächte" die dich ja so sehr nerven zu scheinen, hätten dann noch weitere vier Jahre warten müssen, WENN sie denn ohnehin überhaupt jemals etwas werden das ich erleben darf.

Sicher ist ein Job und eine gute Ausbildung wichtig, aber ich spreche bestimmt für einige hier, die ihre Karriere gerne an den Nagel hängen würden um sich mit Leib und Seele endlich als Mutter fühlen zu dürfen.

Die meisten hier in diesem Forum stellen sich nämlich eine ganz andere Frage, und die lautet in vielen Fällen halt Eigenheim oder doch ALLES versuchen um wenigstens die Chance auf EIN Kind zu haben. Versuche dich bitte mal in diese Lage zu versetzen und überleg dann bitte mal was DU in Sachen Familienplanung schon geschafft hast. Viele hier sind davon nämlich Lichtjahre entfernt und oftmals 10 bis 20 Jahre älter als du.

Konzentriere dich bitte auf deine Kinder, deine Ehe, mach dich auf die Suche nach Betreuungsmöglichkeiten und schau dich nach Angeboten in deinem Beruf um. Wenn du in 5 Jahren dann immer noch ein drittes Kind willst dann redet nochmal darüber und es wird dann sicher auch SOFORT klappen.

Alles Gute.



  Re: Ich versteh mich selbst nicht mehr - noch mehr Kinder?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 27.11.2014 21:09
Wie gesagt, ich wollte die Autorin des Beitrags nicht angreifen oder beleidigen. Nur sah ich halt in diesem Post nicht unbedingt ein Partnerschaftsproblem und auch kein psychologisches, körperliches oder familiäres. Klar ist jeder hier willkommen und oftmals kann man Themen auch nicht immer klar einordnen. Probleme jeglicher Art belasten den betroffenen immer, doch wenn die Thematik halt sehr anders ist im Vergleich zu dem was die Meisten hier bewegt wird es vielleicht schwierig ihr gerecht zu werden. Viele die den Beitrag lesen werden halt verletzt sein, wenn jemand sich über "Babynächte" beschwert. Klar, wir wissen alle, ob Mutter oder nicht, dass die Zeit mit einem Baby nicht immer einfach ist, dass man sich durchaus mal beschwert, aber möglicherweise tauscht es sich mit Gleichgesinnten etwas besser aus? Nein, ich sage NICHT dass sie hier nicht mehr schreiben soll. Man kann ja auch in verschiedenen Foren aktiv sein.

Hätte sie nun gesagt dass sie unbedingt ein Kind will und ihr Umfeld dagegen ist, dann wären die Reaktionen sicher anders ausgefallen. Sie ist ja aber sehr unentschlossen.
Ihre Kinder sind aber doch erst drei und ein Jahr alt. Würde ja auch noch einen Kontext verstehen wenn sie medizinische Probleme und nicht mehr ewig Zeit hätte sich über ein drittes Kind Gedanken zu machen. Das geht ja nicht aus ihrem Beitrag hervor.


  Re: Ich versteh mich selbst nicht mehr - noch mehr Kinder?
no avatar
   pebbles30
schrieb am 27.11.2014 22:05
Saphirella,

oben hat Blüte einen Beitrag festgemacht, wo erklärt wird was Kummer ist und das auch jedem hier im Kummerkasten das Recht zugestanden wird, Kummer zu haben, egal welcher Art.

Darum heisst es ja auch Kummerkasten und nicht Kinderwunschkasten.
Es wird auch ausdrücklich daraus hingewiesen, das es nicht bewertet wird, egal ob jetzt der Hund krank ist oder eine frau verzweifelt, weil sie ungeplant schwanger ist.

Niemand zwingt andere dazu hier zu lesen und wenn man ein Thema nicht versteht, muss man nicht antworten.
Ich lese auch öfter was, wo ich nru mit dem Kopf schütteln kann aber dann antworte ich ganz einfach nicht.
Und wenn ich es nicht lesen will, das durchwachte Nächte anstrengend sind, dann lese ich bei so einem Beitrag einfach nicht mehr mit.


  Re: Ich versteh mich selbst nicht mehr - noch mehr Kinder?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 28.11.2014 01:25
Und warum treten jetzt auf mir alle rum??? Bin ich die einzige die sich zu diesem Beitrag in der Art geäußert hat?
Sorry aber ein kranker Hund ist noch mal ein anderes Thema...




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