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  Krebsangst
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   Hab-mich.nicht-im-Griff
schrieb am 07.10.2014 18:21
Ich denke, das ïst eher therapeutisches Schreiben....
Vor etwas mehr als 1,5 Jahren hatte ich bei meiner Krebsvorsorge einen PAP IIId. Dieser ging nach drei Monaten wieder weg. Zum Glück. Abstriche waren wieder in Ordnung. Ich bekam im Mai unser zweites Kind. Bei der Nachsorge dann schon wieder: PAP IIId..... Und wieder drei Monate warten. Nächste Woche ist Kontrolle.... Ich hab echt Angst! Ich hab mich da überhaupt nicht im Griff. Ich weiß, ist es wieder IIId, möchte mein Arzt eingreifen. Ich weiß, IIId ist noch kein Krebs. Ich weiß das alles. Aber ich hab Angst davor. Vor 1,5 Jahren Verdacht auf Brustkrebs.,Nicht bestätigt. Tumor war gutartig. Kurz danach IIId-Abstrich. Ging auch wieder von allein weg. Wann hört mein Glück auf? Jetzt? Auch wenn mein Arzt ne Konisation machen würde, mittlerweile ist meine Angst vor Gebärmutterhalskrebs riesig. Jeder Abstrich zerreißt mir die Nerven bis das Ergebnis da ist. Und ich kann es nicht abstellen.

Jetzt hab ich gerade Klatsch-TV geschaut. Bin um jede Ablenkung dankbar. Super....Geschichte einer 25jährigen die ihre Hochzeit vorverlegt hat, da sie Gebärmutterhalskrebs hatte. 5 Monate nach der Hochzeot ist sie gestorben. Warum kommt so eine Geschichte jetzt??? Schlechtes Omen? Ich weiß, hört ich total bescheuert an, aber mine Nerven liegen blank....


  Re: Krebsangst
avatar    felicidad
Status:
schrieb am 07.10.2014 19:17
Ok, erstmal tief durchatmen knuddel

Ich weiss wie verdammt hilflos man sich fühlt und wie angespannt man auf das Ergebnis wartet. Ich landete vor vielen, vielen Jahren zur Konisation auf dem OP-Tisch. Auch der histologische Befund war nicht in Ordnung, es wurde aber im Gesunden entfernt.
Danach bekam ich meine grosse Tochter und sogar noch die kleine Nachzüglerin und immer noch sind die Kontrollabstriche, zuerst sehr engmaschig, nun wieder im normalen Abstand, in Ordnung. Ich warte auch gerade auf mein Ergebnis. Und ja, trotz den vielen Jahren, wartet man darauf doch immer noch ein bisschen nervös darauf.

Ich weiss, das hilft dir nicht wirklich weiter. Was ich damit aber eigentlich sagen will, auch wenn eine Konisation ansteht mit welchem Befund auch immer, ist das nicht per se das Ende. Je früher erkannt wird, desto besser.
Von daher, sei froh, dass schön engmaschig kontrolliert wird und wenn nötig, sofort eingegriffen wird. Das sind die besten Voraussetzungen um wieder ganz gesund zu werden.

Wurde bei dir schon HPV getestet? Dieser war bei mir der Ausschlag, dass ganz schnell gehandelt wurde und nicht noch lange Kontrollabstriche gemacht wurden und ich bin dankbar dafür.

Halt die Ohren steif, du schaffst das!


  Re: Krebsangst
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   Hab-mich.nicht-im-Griff
schrieb am 07.10.2014 19:27
Danke für deine Antwort.
Ja, HPV high risk. Das wusste ich aber schon bevor der erste schlechte Abstrich war.


  Re: Krebsangst
avatar    felicidad
Status:
schrieb am 07.10.2014 20:10
Ok, dann halte ich ehrlich gesagt, eine Konisation bei Pap IIID für eine sehr gute Entscheidung deines Gyn.

Ich weiss selbst nur zu gut, in was für ein Loch man da fällt und was man sich nicht alles für Horrorszenarien ausmalt. Es wird sicher keine leichte Zeit, aber hab' Zuversicht!

Nochmal, je eher desto besser, sollte irgendwas dort schlummern oder am aufwachen sein!
Kommt also wieder ein schlechter Pap raus, sieh es als Chance dich dem "Gegner" zu stellen, ihm den Garaus zu machen. Frühzeitig, mit grossen Chancen auf den Sieg.
Keine ungewisse, nervenaufreibende Warterei mehr auf weitere Kontrollabstriche, kein Hoffen mehr, das da bitte, bitte ein Pap II oder wenigstens nur ein IIW rauskommt und man doch wieder enttäuscht wird etc.
Ich empfand es wirklich nach dem ersten Schock, fast als Erleichterung endlich etwas gegen dieses "Gespenst" machen zu können, welches mich über Wochen und Monate gefangen hielt.

Hast du jemand vertrauten mit dem du über deine Ängste reden kannst? Also Familie, Freundinnen, Mann? Wenn man nicht alleine durch diese Zeit muss, man sich auch mal anlehnen kann, hilft das ungemein.

Ich drücke dir fest die Daumen und weiss du schaffst das!


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  Re: Krebsangst
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   Hab-mich.nicht-im-Griff
schrieb am 07.10.2014 21:00
Danke für deine leben Worte.
Mein Mann und meine Eltern wissen Bescheid. Gerade mein Mann ist sehr zuversichtlich. Ist er der Meinung, dass man bei solchen engmaschigen Kontrollen keinen "richtigen" Krebs bekommt... Mein FA ist der selben Meinung. Meinen FA wollte ich eigentlich wechseln, aus verschiedenen Gründen. Ich weiß aber das nicht alle Ärzte beim zweten IIId sfort eingreifen, sondern gern nochmal drei Monate warten. Da mein Gyn mir versprochen hat, bereits beim zweiten Mal einzugreifen, wechsel ich erst mal doch nicht. Ich hasse abwarten und nix tun. Das kann ich ganz, ganz schlecht. Lieber zieh ich das sofort alles durch.


  Re: Krebsangst
avatar    Doing
Status:
schrieb am 08.10.2014 08:39
Also ganz ehrlich, wenn dich das so fertig macht dann würde ich mit meinem Arzt sprechen und keine Konisation machen lassen oder Schnellschnitte oder irgendwas sondern dann würde ich eine TotalOP machen lassen. Fertig. Was draussen ist kann kein Krebs mehr werden. Sofern Kinderplanung abgeschlossen ist, ist es doch kein Problem.

Meine Mutter hat mit 35 Ihre Gebärmutter und alles was dran hing "hergegeben" und ich kenne einige andere Frauen die das auch schon hatten und keine Probleme haben.


Ich bin da sehr pragmatisch eingestellt.


  Re: Krebsangst
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   Hab-mich.nicht-im-Griff
schrieb am 08.10.2014 09:33
Hab ich ehrlich gesagt auch schon dran gedacht und meinen Gyn drauf angesprochen. Der hat mir klip und klar gesagt, dass ich in dieser Situation keinen Arzt finden würde der so eine OP durchführen würde. Mit Kanonenkugeln auf Spatzen schießen wäre da noch untertrieben. Mit 29 und noch nicht mal einer Konisation wird mir niemand ein Organ entfernen nur weil ich das vielleicht wollen würde.


  Re: Krebsangst
avatar    Doing
Status:
schrieb am 08.10.2014 11:25
Da würde ich, wenn es wieder ein IIId ist einfach weitersuchen bis ich einen Arzt finde.


  Re: Krebsangst
avatar    felicidad
Status:
schrieb am 08.10.2014 11:44
Zitat
Hab-mich.nicht-im-Griff
Hab ich ehrlich gesagt auch schon dran gedacht und meinen Gyn drauf angesprochen. Der hat mir klip und klar gesagt, dass ich in dieser Situation keinen Arzt finden würde der so eine OP durchführen würde. Mit Kanonenkugeln auf Spatzen schießen wäre da noch untertrieben. Mit 29 und noch nicht mal einer Konisation wird mir niemand ein Organ entfernen nur weil ich das vielleicht wollen würde.

"Mit Kanonenkugeln auf Spatzen schiessen wäre noch untertrieben"...genau der richtige Ausdruck.

Nochmal, ein Pap IIID, selbst mit High Risk HPV, ist weder das Ende, noch der Anfang vom Ende, weder rechtfertigt es eine Gebärmutterentfernung auch nur ansatzweise. Step by step!
Du wirst engmaschig kontrolliert, eine evtuelle Konisation steht im Raum. Wie sagt man so schön? Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.
Mit dem Ergebnis der Histologie wüsste man dann mehr und kann, wenn es denn überhaupt tatsächlich schon bösartige Zellveränderungen geben sollte, auch dann noch entsprechend reagieren.
Von vornerein, vor allem bei deinem jetzigen Befund, ernsthaft über so eine grosse OP, die kein Pappenstiel ist und auch seine Risiken birgt und Auswirkungen hat, auch nur ansatzweise nachzudenken, halte ich, selbst als ehemals Betroffene, für masslos übertrieben und so unnötig wie ein Kropf.

Schlimm wäre es, du würdest den Kopf in den Sand stecken und die Befunde und ärztlichen Ratschläge ignorieren und abwarten, und nochmal abwarten, nur um dich nicht mit dem "Problem" vor lauter Angst zu konfrontieren. Dann erst würdest du dem Krebs nämlich die Gelegenheit geben, überhaupt die Oberhand zu gewinnen und so wertvolle Zeit verschenken.

Das tust du ja aber nicht! Die Chancen stehen sehr gut, dass du nach der Konisation tief durchatmen kannst knuddel


  Re: Krebsangst
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   Galadriel1973
schrieb am 08.10.2014 23:09
Hallo,

ich kann Dich sehr sehr gut verstehen, denn mir ging es 2008 ähnlich wie Dir.

Bei einer Routinekontrolle wurde PAP IIId festgestellt, und ich fiel aus allen Wolken.
Habe mich dann intensiv informiert, und war verstandesmäßig schnell gut und umfassend aufgeklärt.

Alles cooool, halb so schlimm, nach drei Monaten nochmal Kontrolle, alles nur halb so wild, ist ja noch lange kein Krebs.

Das sagte mein Kopf.

Meine Seele ist fast irre geworden, ich konnte mit dieser Ungewissheit und der ewigen Warterei auf den nächsten Abstrich und das nächste Ergebnis nicht umgehen.
Nach drei Monaten war ich wieder zum Abstrich und habe meiner Ärztin ganz klar gesagt dass ich, sollte wieder PAP IIId rauskommen, direkt eine Konisation möchte.

Sie hat kurz versucht mich zu einer längeren Wartezeit zu motivieren, aber ich wollte und konnte das nicht.

Daraufhin hat sie zusätzlich einen HPV Abstrich gemacht und gesagt, dass wir weitersprechen wenn die Ergebnisse vorliegen.

Es war wieder PAP IIId und HPV High Risk positiv.

Daraufhin war sie mit einer zeitnahen Konisation einverstanden, da das HPV oft verantwortlich ist für Zellveränderungen am Gebärmutterhals, und die Chance ab einem gewissen Alter (hab jetzt ca 30 im Kopf) stark sinkt, dass der Körper es schafft, die Viren selbst zu bekämpfen und nur noch gesunde Zellen nachwachsen.

Kurz darauf hatte ich dann die Konisation. Die OP selbst und die Tage danach waren absolut nicht so schlimm wie ich es mir vorgestellt hatte.

Leider hatte ich eine sehr ausgedehnte Konisation, da ich nicht nur Zellveränderungen am Muttermund, sondern auch ganz weit oben im Gebärmutterhals, schon am Eingang der Gebärmutter hatte.
Dies zeigte sich erst im OP.


Das Ergebnis der Pathologie kam noch während ich im Krankenhaus lag, ich hatte einen PAP IVa und ein Carcinoma in situ.

Sowohl der Operateur als auch meine Frauenärztin waren sehr überrascht von diesem Ergebnis, und waren dann doch froh, dass ich auf einer zügigen OP bestanden habe.

Zum Glück konnte alles im gesunden entfernt werden, und ich bin sooooooo froh, dass ich auf mein Bauchgefühl gehört habe.

Das war absolut die richtige Entscheidung, ich würde das immer wieder so machen.

Ich habe mich übrigens im direkten Anschluss an die Geschichte mit Gardasil impfen lassen, obwohl es damals keine eindeutige Studienlage zu diesem Thema gab (wie das inzwischen ist weiß ich nicht.....)
Nach der OP war ich nämlich HPV negativ und wollte das auch gerne bleiben.

Ich mußte drei Jahre lang alle 3 Monate zur Kontrolle, danach alle 6 Monate, das ist bis heute so geblieben.
Bisher hatte ich keine Auffälligkeiten mehr, und auch der HPV Abstrich ist bis heute negativ geblieben smile

Ich wünsche Dir dass auch Du bald Entwarnung bekommst und zur Koni gehen kannst.

Ich bin der Meinung, dass man einen schlechten Abstrich MIT einer HPV Infektion nur schlecht oder gar nicht ohne OP in den Griff bekommt.....

Alles Gute wünsche ich Dir, lass mal hören wie es weiter geht !


  Re: Krebsangst
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   Hab-mich.nicht-im-Griff
schrieb am 09.10.2014 06:57
Guten Morgen und vielen Dank für deine Antwort.
Sowas macht Mut, da ich auch hoffe nach einer Konisation vielleicht erst mal Ruhe zu haben.
Wie gesagt, ich bin auch ganz, ganz schlecht im Abwarten und nichts tun. Das ist nicht mein Ding. Sollte es also wieder ein IIId werden, dann möchte ich auf jeden Fall diese OP. Nochmal werde ich nicht warten.
Ich weiß nur nicht was ich mache, sollte es ein IIer werden. Wäre natürlich toll, da mein Feauenarzt davon ausgeht die Veränderung könnte noch von der Schwangerschaft sein, könnte das wohl sein. Klar, ich würde mich freuen. Aber irgendwie wäre das auch nur ein Warten auf den nächsten IIIer.... Was nicht heißt das ich jetzt lieber wieder einen hätte.... Ach, alles Mist.... traurig




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