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  An Mein Schicksal ---> Therapeutisches Schreiben!
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   Schmetterling2408
Status:
schrieb am 26.07.2013 00:50
An mein Schicksal,

Ich bin ein freundlicher Mensch normalerweiße eröffne ich jeden Brief, jede SMS, jede E-Mail, mit liebe........
Ich habe ernsthaft überlegt ob ich dich auch so anspreche, ob ich dießen Beitrag der an dich gerichtet ist mit "liebe" eröffne!
Aber wenn ich ehrlich bin hast du es nicht verdient,
du hast es nicht verdient das ich ständig über dich nachdenke,
das ich ständig AN dich denke,
das du all meine Energiee bekommst,
das du all meine aufmerksamkeit bekommst,mehr wie die Menschen die mich lieben,
das ich mich in Gedanken mehr mit dir unterhalte wie mit meinem Umfeld.
Kurzum du bist es was mein ganzes leben in Anspruch nimmt!

Aber du dankst es mir nicht,
Du lachst mir spöttich ins Gesicht,
Du reist mir mein Herz aus der Brust,
Du verpestest meine Gedanken,
Du nimmst mir alle positiven Gefühle weg,
Du zeigst mir schon zum 1000 mal was du für mich NICHT bereithältst,
Du machst mich krank , in der Seele, im Herzen und im Körper,
Du hast mir eine Krankheit gegebn, ich habe mich versucht zu arrangieren , versucht damit zu leben, als dank dafür schickst du mich 5 mal im letzten halben Jahr in ein Krankenhaus,in mein Krankenhaus wohlgemerkt, auf meine Station du ziehst mich nackt aus und zeigst meinen ganzen Kollegen wie nett du zu mir bist!
Du treibst es so weit bis ich nichts mehr habe,
Du nimmst mir meine Eileiter und jetzt ...... Jetzt lachst du mir ins Gesicht und sagst meiner Krankheit,"Jetzt hast du genug angestellt jetzt kannst du gehen!"

Muss ich mich dafür bei dir bedanken?
Muss ich vor dir nieder Knien und um Gnade winseln?
Wie weit willst du mich noch treiben?
Was hast du dir als nächstes für mich ausgedacht?

Ja ich weiß du lässt mich meist stark sein,
Ja ich weiß das du in jeder Handlung die du vornimmst einen Sinn siehst.
Ja ich weiß du hast es mir schon 100 mal ins Ohr Geflüster " Du bist stark, dich und nur dich habe ich in deinem Umfeld deswegen dafür auserwählt!"
Ja ich weiß du willst und darfst mir keine Antwort auf die Frage "Warum"? geben.

Aber weist du ,verzeih mir wenn ich jetzt nicht mehr so Nett bin ,ABER weist du was du hast mich dazu gemacht , du hast mich so weit getrieben......

Und ich Sage dir... Du kannst mich mal!
Ich Scheiß auf dich!
Jetzt Lach ich dir spöttisch ins Gesicht, wenn ich dir sage..........

Ich bekomme noch was ich will, denn du bist nicht alleine in diesem verdammten Spiel!!!!!!!!!


Von der die dich aus tiefstem Herzen hasst


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.07.13 00:52 von Schmetterling2408.


  Re: An Mein Schicksal ---> Therapeutisches Schreiben!
avatar    Isving
Status:
schrieb am 26.07.2013 14:04
Oh sehr schön, ich hätte da auch noch mal eine Frage an mein Schicksal: Warum hast du mich mit dem wundervollsten Mann zusammengebracht, wenn ich unsere Kinder nicht austragen kann?


  Re: An Mein Schicksal ---> Therapeutisches Schreiben!
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   Roxane
schrieb am 26.07.2013 18:33
Hm... ich versteh schon. Manchmal muss man sich einfach "auskotzen", seine ganze Wut rauslassen, und man darf sich auch manchmal richtig fett leid tun. Wenn sich das Leben stachlig anfühlt, muss man sich selbst ein wenig hätscheln.
Aber sorry, da sollte man wieder versuchen rauszukommen. Münchhausen spielen und sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Ich hab auch schon ne lange Krankheit mitgemacht und kenne diese wütende Hilflosigkeit. Mein Wendepunkt war der, dass ich gedacht hab, ich werde sterben und es war mir egal. Nach zwei Jahren Kampf konnte ich nicht mehr. Ich lag im Bett, sah durch mein Dachfenster die Sterne und dachte: Heut ist meine letzte Nacht, ich wach nicht mehr auf. Als ich am nächsten Morgen dann doch aufwachte, begann ich anders zu kämpfen. Hoffnungsvoller. Und voller Dankbarkeit. Ich hab mich, obwohl es mir beschissen ging, gefreut noch zu leben. Ab da wurde es anders. Mit ganz kleinen Schritten krabbelte ich aus der glitschigen Abwärtsspirale nach oben und je weiter hoch ich kam, umso schöner wurde das Leben wieder.
Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke nur einen. Der einsame Single hat auch nur einen Hauptwunsch, genau wie der Kinderlose, der Arme, usw. Aber all diese starken Wünsche machen so verteufelt blind dem gegenüber, was man Schönes um sich hat. Da hat man seinen Traummann und kann es nicht genießen, weil´s mit dem Kinderkriegen nicht klappt und man auch noch gefühlt "schuld" daran ist... In der Situation bin ich übrigens auch, wie so viele hier. Aber mal ehrlich - ob ich mich jetzt mies fühle oder gut, die Tatsache bleibt erstmal die Gleiche, Kinder krieg ich nicht vom Grübeln, von der Verzweiflung, von der Wut. Auch nicht von "ich will". Man kann nur dankbar annehmen, dass einem das Schicksal einen liebenden Mann geschenkt hat, mit dem man glücklich sein kann - und dem man doch auch Glück zurückgeben sollte. Das wird schwierig, wenn frau die ganze Zeit am Jammern ist... Aber dafür gibt es ja zum Glück Foren wie dieses hier, wo man mal Dampf ablassen kann zwinker Ich wünsche dir und uns allen hier, dass wir wieder mehr Freude an all den kleinen und großen wunderbaren Dingen in unserem Leben zulassen können.


  Re: An Mein Schicksal ---> Therapeutisches Schreiben!
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   lenticularis32
schrieb am 27.07.2013 10:18
Zitat
Roxane
Hm... ich versteh schon. Manchmal muss man sich einfach "auskotzen", seine ganze Wut rauslassen, und man darf sich auch manchmal richtig fett leid tun. Wenn sich das Leben stachlig anfühlt, muss man sich selbst ein wenig hätscheln.
Aber sorry, da sollte man wieder versuchen rauszukommen. Münchhausen spielen und sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Ich hab auch schon ne lange Krankheit mitgemacht und kenne diese wütende Hilflosigkeit. Mein Wendepunkt war der, dass ich gedacht hab, ich werde sterben und es war mir egal. Nach zwei Jahren Kampf konnte ich nicht mehr. Ich lag im Bett, sah durch mein Dachfenster die Sterne und dachte: Heut ist meine letzte Nacht, ich wach nicht mehr auf. Als ich am nächsten Morgen dann doch aufwachte, begann ich anders zu kämpfen. Hoffnungsvoller. Und voller Dankbarkeit. Ich hab mich, obwohl es mir beschissen ging, gefreut noch zu leben. Ab da wurde es anders. Mit ganz kleinen Schritten krabbelte ich aus der glitschigen Abwärtsspirale nach oben und je weiter hoch ich kam, umso schöner wurde das Leben wieder.
Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke nur einen. Der einsame Single hat auch nur einen Hauptwunsch, genau wie der Kinderlose, der Arme, usw. Aber all diese starken Wünsche machen so verteufelt blind dem gegenüber, was man Schönes um sich hat. Da hat man seinen Traummann und kann es nicht genießen, weil´s mit dem Kinderkriegen nicht klappt und man auch noch gefühlt "schuld" daran ist... In der Situation bin ich übrigens auch, wie so viele hier. Aber mal ehrlich - ob ich mich jetzt mies fühle oder gut, die Tatsache bleibt erstmal die Gleiche, Kinder krieg ich nicht vom Grübeln, von der Verzweiflung, von der Wut. Auch nicht von "ich will". Man kann nur dankbar annehmen, dass einem das Schicksal einen liebenden Mann geschenkt hat, mit dem man glücklich sein kann - und dem man doch auch Glück zurückgeben sollte. Das wird schwierig, wenn frau die ganze Zeit am Jammern ist... Aber dafür gibt es ja zum Glück Foren wie dieses hier, wo man mal Dampf ablassen kann zwinker Ich wünsche dir und uns allen hier, dass wir wieder mehr Freude an all den kleinen und großen wunderbaren Dingen in unserem Leben zulassen können.

Das ist richtig toll geschrieben.Das ist super


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  Re: An Mein Schicksal ---> Therapeutisches Schreiben!
avatar    Isving
Status:
schrieb am 27.07.2013 11:37
Ich finde nicht, dass dass nach rumjammern klingt, eher wütend. und trotzig, insbesondere der letzte Satz. Krone richten, weitermachen. Man hat halt nur dieses eine Leben, es ist zu schade, es in Zorn und Trauer zu verbringen. Auch wenn es nicht genau das Leben ist, das man sich erträumt/geplant hatte... Aber ab und zu mal ganz laut S C H E I S S E schreien hilft.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.07.13 11:41 von Isving.


  Re: An Mein Schicksal ---> Therapeutisches Schreiben!
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   Schmetterling2408
Status:
schrieb am 27.07.2013 12:52
Hallo ihr ,
Bin eigentlich keine Jammertante, wollte damit auch nicht jammern habe mir nur eben mal vorgestellt was ich eben meinem Schicksal schreiben würde oder ihm gerne mal sagen würde in Bezug auf mein Kinderwunsch!
Klar bin ich dankbar das ich ein tollen Mann habe und mein leben sonst toll ist aber darum ging es mir in diesem Moment in dem ich den Beitrag verfasst habe nicht ,ich bin die letzte die nur da Sitz und jammert das Tue ich Selten aber ab und zu eben doch .... wer tut dieß nicht auch mal!Wäre ja schlimm wenn nicht........
Ich finde jeder egal in welcher Situation hat das recht auch mal jammern oder wütend oder am Boden zerstört sein oder was einem eben einfällt machen zu dürfen!
Denke wenn nicht hier wo dannpfeifen
Also Wie schon gesagt jammern ...... Und dann weiter machen was bleibt einem schon anderes übrig Ich wars nicht
Danke dennoch für die lieben und gut gemeinten Worte winkewinke


  Re: An Mein Schicksal ---> Therapeutisches Schreiben!
no avatar
   caucaja
schrieb am 31.07.2013 08:20
...'Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke nur einen. Der einsame Single hat auch nur einen Hauptwunsch, genau wie der Kinderlose, der Arme, usw. .....'...


Wow, Roxane, so wahr und schön geschrieben!!!!!!!


wenn du mal ein Buch schreibst... ich möchte es lesen.


  Re: An Mein Schicksal ---> Therapeutisches Schreiben!
avatar    Simone545 1,1.0
Status:
schrieb am 02.08.2013 20:02
Wow!

Ich finde deinen brief klasse!

Und du hast recht, tritt deinem schicksal in den allerwertesten!

Klasse welche tollen worte du gefunden hast.

Lg
Simone


  Re: An Mein Schicksal ---> Therapeutisches Schreiben!
avatar    Traumkind
Status:
schrieb am 15.08.2013 21:41
Super geschrieben. Gefällt mir gut.
Ich denke du bist auf dem richtigen Weg!!!!!




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