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  Hilfe-negative Gefühle, die fehl am Platz sind... was tun
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   Nanna34
schrieb am 19.07.2013 18:39
Manchmal muss man sich an einem Ort Luft schaffen, wo jeder andere Aussenstehend ist, und das ist für mich hier... das erste mal in all den Jahren, aber sonst bekomme ich ein Magengeschwür traurig
Wir leben ja Patchwork, die Grossen Kinder sind aus der ersten Ehe meines Mannes, die Grosse ist ja schon volljährig und ist bei der Mutter . Der Kleinere lebt bei uns, und die Kleinste ist unser gemeinsames Kind.
Zur Vorgeschichte... die Kinder meines Mannes hatten es nicht einfach, die Mutter hat damals die Familie einfach von einem Tag auf den anderen verlassen, da waren die Kinder 5 und 2,5 Jahre alt, dann stand mein Mann alleine da und hat das alles mit Hilfe von der Familie geschafft, Betreuung der Kinder während er gearbeitet hat, Scheidung , Sorgerechtsgeschichten (er hat für seine Kinder das alleinige Sorgerecht).usw.... Wir haben uns kennengelernt vor knapp 6 Jahren, der aktuelle Stand war da, das die Grosse mit 12 gerne zur Mutter wollte, und der Kleine bei meinem Mann lebt.
Ich hatte keine Erfahrung mit Kindern und wir sind das ganze langsam angegangen, über einen Zeitraum von 9 Monaten bis wir ein Paar wurden, die Kinder immer mit einbezogen.

Anfangs war alles sehr harmonisch, die Kinder und ich kamen gut aus, ich habe von Anfang an gesagt, das ich nichts erwarte und eine gute Freundin sein möchte, da sie ja eine Mutter haben ( diese lebt 15 min von uns weg und es gibt regelmässigen Kontakt ( Wochenendbesuche etc)

Nach einem Jahr Beziehung bin ich dann zu meinem Mann und seinem Sohn gezogen, alles kein Problem, die Freude der Kinder war so gross, das die Grosse wieder bei uns einziehen wollte, gesagt, getan, zuerst auf Probe haben wir gesagt, da hängt ja auch einiges mit dran wie Jugendamt, Formularkram , Kindergeld etc..
Und da ging es los... Die Probezeit war eine Katastrophe, ich lernte meine Stieftochter von einer anderen Seite kennen, ein Mädchen in der Pubertät, die keine Regeln akzeptiert, sehr schwierig, ich habe gedacht mit Geduld und Liebe geht das, aber nein, man kommt an Grenzen... sie wollte dann auch zurück zur Mutter, mit den Worte , das ich ja sowieso nur zum kochen und putzen hier wäre und das ich ihren Bruder nicht richtig behandele, zog sie aus, und erstmal Funkstille.
Im Winter des gleichen Jahres beschlossen wir, das wir unsere Zukunft zusammen verbringen möchten und planten die Hochzeit für das nächste Frühjahr.
Inzwischen gab es einen neuen Versuch der Annäherung mit meiner Stieftochter, und man wollte die Vergangenheit hinter sich lassen, bis zu dem Tag , wo wir von der Hochzeit erzählten... der Grosse ist völlig ausgerastet, seine Schwester hat es objektiv hingenommen, und ich dachte, ok, Scheidungskinder , alles wird werden.
Ja, es wurde auch, mit vielen schönen Zeiten, auch mit vielen Hoch und Tiefs, Patchwork ist Arbeit !
Bis zum Tag unsere Hochzeit vor 3 Jahren, die Grosse hatte den Kleinen tagelang vorher geimpft, in was für einer Form er sich daneben benehmen sollte ( kam alles hinterher raus ), über den Tag reden wir besser nicht, ich habe mir nichts anmerken lassen, weil ich mir meinen schönsten Tag nicht verderben lassen wollte.... Abends kam vom Grossen eine Entschuldigung per sms...
Zur kirchlichen Hochzeit kam meine Stieftochter nicht, und ich war froh drüber...
2 Monate nach der Hochzeit war ich schwanger .... auch geplant, wir wollten gerne noch ein gemeinsames Kind, und waren froh, das wir das Glück hatten.
Als wir den Kindern von der Schwangerschaft erzählten, sie waren die ersten die es erfahren haben, kam der Kommentar von der Grossen, ob es ein Unfall gewesen ist und der Kleine ist wieder völlig explodiert, das er kein Geschwisterchen mehr will usw.
Ich habe nur noch geweint, weil eigendlich sollte man sich freuen aber ich war einfach fertig...
Naja, auch diese Hürde haben wir geschafft, und unsere Kleine wurde geboren und es kehrte Ruhe ein, der grosse Bruder ganz Stolz und ich dachte, puh, es wird, es wird...

2 Jahre lang war es relativ ruhig, zwar immer wieder hat mich meine Stieftochter darauf hingewiesen, das ich ihren Bruder nicht richtig behandele, und dann gab es einen Streit, weil sie sich nichts sagen lies von mir , in dem sie sagte, wenn ich meine Tochter genau so schlecht behandeln würde wie sie und ihren Bruder, dann würde die es eh nicht mit mir aushalten...
Daraufhin verwies ich sie des Hauses und ein Jahr war Funkstille ( ihren Vater und Bruder hat sie aber regelmässig gesehen, ich wollte niemand mit in mein Problem reinziehen)'
Jetzt gab es eine Aussprache zw uns beiden, aber nun zum Problem, mein Vetrauen ist weg und meine Gefühle noch sehr negativ...
Ich habe halt auch betont, das ich kein Therapeut für die Scheidungsfolgen bin und das es Leute gibt , die dafür Geld bekommen, und ich mal schauen... nun ist der Grosse mitten in der Pubertät, wir haben ein gutes Verhältniss, bei schlechten Noten oder anderen Dingen kommt er erst zu mir, bevor er zum Vater geht, also ein schönes Vertrauen, so soll es ja auch sein.

Nun ist es so, seitdem seine grosse Schwester wieder ein aktiver Familienteil ist, passieren Dinge , die er sonst nie gemacht hat, zb. 23 Uhr Musik so laut , das man es auf der Strasse hört und die Kleine schreiend im Bett steht, das geht garnicht finde ich, und auch nach mehrmaligem auf fodern das sein zu lassen, passiert es wieder und wieder, dazu muss man sagen, das wir noch ein zweites Zimmer im Keller für ihn haben, das er nutzten könnte, wenn er laut sein möchte...

Wer bis hier her mitgelesen hat, Hut ab, und nun meine Frage, was kann ich gegen meine negativen Gefühle tun, was würdet ihr machen?
Findet ihr es unnormal, das ich darüber stocksauer bin, wenn die Kleine aus dem Schlaf gerissen wird und ich mir wieder die Nacht zum Tag machen lassen muss?

DANKE DANKE fürs mitlesen, und für manche vielleicht ein SILOPO , aber ich liebe meine Familie und möchte eine Lösung und Tips und Denkanstösse, was andere zun würden

Sonnige Grüsse


  Re: Hilfe-negative Gefühle, die fehl am Platz sind... was tun
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   Nachtkind
schrieb am 19.07.2013 22:40
Ich hab das bis zum Ende gelesen und dachte die ganze Zeit: Wahnsinn, was diese Familie alles schafft! Hilft dir sicher nicht aber ich finde es toll wie ihr all diese vollkommen normalen Patchwork-Krisen meistert.
Und zu den negativen Gefühlen denke ich ehrlich Gefühle sind nie fehl am Platz. Ich verstehe gut, dass man sie weg haben will, aber sie sind da ganz real und lassen sich nicht wegwischen wenn sie schwierig sind. Du hast nach all dem was passiert ist negative Gedanken und Gefühle über die Grosse und das ist erstmal so. Natürlich kannst du als die Erwachsene so vernünftig mit den Gefühlen umgehen, dass ihr auch diese Krise meistert. Das hast du ja bisher auch getan.
Und sie wird eben begreifen müssen, dass es Konsequenzen hat was sie tut.
Ich wünsche euch weiter viel Glück mit eurer tollen Patchwork-Familie Party


  Re: Hilfe-negative Gefühle, die fehl am Platz sind... was tun
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   Nanna34
schrieb am 20.07.2013 08:30
Danke liebes Nachtkind für Deine guten Worte , LG


  Re: Hilfe-negative Gefühle, die fehl am Platz sind... was tun
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   lenticularis32
schrieb am 21.07.2013 12:57
Ich muss sagen "Hut ab!" vor Deiner Leistung der ganzen Jahre. Nachdem was ich gelesen habe, meisterst Du das Familienleben mit Enthusiasmus und kittest immer wieder Beziehungen, hast einen guten Draht zu Deinem Stiefsohn und läst auch die Stieftochter nicht allein.
Natürlich darfst du auch negative Gefühle haben, die habe ich meinem Sohn manchmal auch, aber so schnell wie sie kommen, gehen sie auch wieder. Wir sind nur Menschen und keine Maschinen. Die negativen Gedanken kommen doch nur, wenn wir am Rande des Belastbaren stehen. Dass Du dich aufregst, weil mitten in der Nacht die Musik laut aufgedreht wird, ist auch ohne Baby bzw. Kleinkind nachvollziehbar. Aber ich glaube nicht, dass das was mit der Stieftochter zu tun hat. Sie hat ihn vielleicht angestachelt, aber es ist ja seine freie Entscheidung etwas zu tun oder es zu lassen. Er ist 15 Jahre alt, kennt also die Folgen, nämlich das seine kleine Schwester aufwacht und schreit.
Hast Du schon einmal probiert, dass er die kleine schlafen legen muss, wenn er sie aufgeweckt hat? Damit er die Konsequenzen versteht, die aus seinem lauten Musikhören antstehen?
Ansonsten kann ich Dir nicht viel raten, habe noch keine pubertierenden Kinder, aber mein großer Trotzkopf bringt mich täglich an den Rand der Belastbarkeit.

Deshalb finde ich es wirklich bewundernswert, wie Du das ganze meisterst.


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  Re: Hilfe-negative Gefühle, die fehl am Platz sind... was tun
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   Nanna34
schrieb am 21.07.2013 16:25
lenticularis32 - DANKE für Deine aufmunternden Worte, manchmal ist es wie eine Achterbahnfahrt .... lg




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