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  Phimose-Op
no avatar
   mapleleafs
Status:
schrieb am 21.06.2013 00:42
Hallo,
mein Sohn wurde vor drei Monaten operiert und ich mache mir wahnsinnige Vowürfe...
Ich habe gedacht, ausreichend informiert zu sein. Leider habe ich zu spät erfahren, dass es in diesem alter zu Traumas kommt. Und dass sich das in den meisten Fällen von alleine verwächst. Die Ärztin meinte, dass Salben bei ihm nicht helfen würden.
Ich war so blauäugig...
Wisst ihr vielleicht wo man sich Hilfe holen kann?
Morgen Rufe ich beim Kinderarzt an und mache nen Termin. Vielleicht schickt der uns zum Psychologen?
Wahrscheinlich Brauch ich auch Hilfe. Kann seitdem nicht mehr schlafen
Traurige Grüße


  Re: Phimose-Op
avatar    silwer
schrieb am 21.06.2013 09:13
Da wir grad selber bei mehreren Urologen waren mit Jan, ja, da gibt es leider wohl einige die nur die Dollarzeichen in den Augen haben.
Der knaller war einer der schon von Beschneidung spach ohne das Jan nur die Hose runtergelassen hätte, geschwiege denn mal das er den Penis genauer angeschaut hätte.
Jan hat keine Phimose sondern (wahrscheinlich von einer Untersuchung mit Blasenkatheter im Babyalter) einen narbigen Ring ganz vorne an der Vorhaut und wenn man sie zurück zieht ist ihm das unangenehm und es sieht dann so aus als hätte man nen dünnen Faden um den Penis gebunden.
Der 2. meinte auch ohne die Vorhaut auch nur versuchsweise mal zu bewegen "Ja, bei Vorhautproblemen gibt es nur eines, Beschneiden"
Die 3. jetzt, die versucht es erstmal mit Creme, die meinte "Schneiden können wir immer noch"
Ich muß sagen, ich hätte ihn auch beschneiden lassen. Aber nicht so. Man muß sich doch wenigsten ein genaues Bild machen und nicht schon die OP Einwilligung auf dem Tisch haben bevor man Hallo gesagt hat. Hätte sich einer der anderen Beiden den Penis so genau angeschaut wie Fr. Prof. Rohrman und dann immer noch gesagt "Nee, das wird nix mit Creme, lieber ab" dann hätte ich dem auch zugestimmt. AUch jetzt ist ja noch offen ob dieser Ring auch weit bleibt wenn die Creme abgesetzt wird, so Narbengewebe kann sich ja auch wieder zusammenziehen. Wenn das passiert wäre auch hier der nächste Schritt die Beschneidung.

Nuja, ändert ja jetzt bei euch nichts mehr, Rückgängig machen geht nicht. Außerdem kann es ja durchaus auch so sein das Salbe nichts gebracht hätte. Wie eng war denn die Vorhaut? Wenn es Probleme gibt (Entzündungen, bläht sich auf beim Pieseln) dann stimmt das schon das man schneiden sollte um Folgeprobleme zu verhindern (wenn die Blase immer gegen den Widerstand anpinkeln muß verdickt sich die Muskulatur, dann ist sie nicht mehr elastisch genug und kann sich nicht mehr ausdehnen, dann passt nicht mehr viel rein und euer Kind muß dauernd pinkeln gehen, nässt evtl wieder ein usw. Entzündungen könnten aufsteigen bis zu den Nieren und diese Schädigen)

Und ja, es KANN Traumata geben. Merkst du denn bei deinem Sohn was? Hat er sich verändert? Das heißt ja nu nicht das es ein Trauma geben MUSS. Das liegt denke ich auch daran wie ihr alle damit umgeht. Wenn du ihm jetzt das Gefühl gibst "Oh Gott, was haben wir getan" dann denkt er vielleicht er wäre verstümmelt oder so.
Wie gesagt, du kannst es eh nicht mehr Rückgängig machen. Also steh dazu und erkläre ihm wenn er fragt das die Haut eben zu eng war und Probleme gemacht hat, deshalb mußte sie weg, andere lassen die auch einfach so wegschneiden (Muslime, Juden und auch junge Erwachsene die es einfach schöner, hygienischer finden). Geh ganz normal damit um, manche Männer sind beschnitten, andere nicht.


  Re: Phimose-Op
no avatar
   *Jane*
schrieb am 21.06.2013 09:36
Hallo,

ein Termin beim Kinderarzt ist sicherlich eine gute Idee. Erzähl ihm von deinen Befürchtungen und Ängsten (wobei es vielleicht besser wäre, wenn dein Sohn das nicht direkt mit anhört). Er wird sich deinen Sohn gründlich anschauen.

Auch wenn eine OP vielleicht nicht notwendig gewesen wäre (das kann ich nicht einschätzen), so muss es nicht zwangsläufig zu einem Trauma gekommen sein. Hast du denn Anlass, das zu glauben? Wichtig ist, dass du deinen Sohn deine Befürchtungen und Ängste so wenig wie möglich spüren lässt. Wenn dich der Kinderarzt nicht beruhigen kann, dann such dir selbst Hilfe, wenn du Schuldgefühle und dadurch so starke Probleme hast.

Es ist normal, dass man den Ärzten vertraut, solange es keinen Grund für Misstrauen gibt. Sie haben jahrelang studiert, kennen sich mit ihrem Fachgebiet aus, bilden sich weiter und sammeln täglich Erfahrungen mit Patienten. Du musst dir also keine Vorwürfe machen. Viel Misstrauen gegenüber Ärzten kommt heutzutage vermutlich auch dadurch zustande, dass man sich im Internet zu fast allen Krankheiten belesen und informieren kann. Und häufig ist es so, dass es unterschiedliche Meinungen und Wege gibt, wie ein gesundheitliches Problem zu behandeln ist. Es ist auch oft nicht so, dass ein Weg komplett richtig und ein Weg komplett falsch ist. Man muss Risiken und Nutzen abwägen, individuell entscheiden. Das kann ein Arzt in der Regel am besten. Wenn du mehrere Ärzte gefragt hättest, hätten die einen vielleicht auch zur OP geraten, die anderen nicht.

Man will für seine Kinder immer nur das Beste und will ihnen möglichst jedes Leid ersparen. Und es ist hart, wenn man merkt, dass man das nicht immer kann. Die OP ist nun gemacht und die Zeit kann nicht zurück gedreht werden, aber du kannst zumindest verhindern, dass es zu einer dauerhaften Belastung wird, indem du - ggf. mit Hilfe - aufhörst, dir Vorwürfe zu machen.
Ob dein Sohn psychologische Unterstützung braucht, kannst du mit Hilfe des Kinderarztes herausfinden.

LG Jane

  Signatur   **************
ICSI positiv (Dez. 2003)
8 x ICSI negativ und 4 x Kryo negativ (Juli 2005 bis April 2010)
1 x H-ICSI negativ (Dez. 2008), 1 x H-Kryo negativ (Feb. 2009)
Plan B (Okt. 2010) - positiv



  Re: Phimose-Op
no avatar
   Hippe31
schrieb am 21.06.2013 13:22
was meinst du genau mit trauma?


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  Re: Phimose-Op
no avatar
   mapleleafs
Status:
schrieb am 21.06.2013 16:22
Hallo,
danke für eure Antworten. Sie haben schon geholfen.
Ich habe heute Morgen noch einen heulkrampf bekommen und bei dem Arzt angerufen, der ihn operiert hat.
War sehr nett und ich habe gleich heute einen Termin bekommen.
Warum auch immer ich das alles vergessen habe, weiß ich nicht. Jedenfalls hatte er eine starke phimose, bei der er keine Möglichkeit für Cremes gesehen hat. War auch schon vernarbt. Er hatte eine winzig kleine Öffnung, die sich auch keinen Millimeter ausdehnen ließ. Total zu. Pipi ging gerade so durch.
Außerdem wurde mein Sohn wirklich gut untersucht und danach auch Super betreut. Leider hatten wir Komplikationen nach der Op und der penis war schlimm entzündet und Grün und Blau durch eine einblutung. Wir mussten in die Uni. Wahrscheinlich hat mich das total aus der Bahn geworfen. Ich soll mir Hilfe holen, hab schon einen Termin beim Hausarzt. Falls der mir keine Therapie ermöglicht, will der Urologe das machen. Soweit bin ich also schon mal gut dran. Ich kann ja nicht so weiter machen. Die Kinder merken das ja auch und ich will meinem Sohn nicht das Gefühl geben, dass ich wegen ihm Weine.
Der Arzt meinte auch, dass er kein Trauma bei ihm sehen würde. Eher das Gegenteil. Ich hätte das alles gut erklärt und ihm verständlich gemacht.
Das Trauma soll entstehen, wenn sie operiert werden und nichts wissen. Das heißt, sie gehen vertrauensvoll mit den Eltern hin und werden nicht geschützt von den Eltern vor den Schmerzen und der Op. Das soll den Jungs dann irgendwann Probleme machen.
Naja er findet seinen penis ganz gut, weiß nicht warum ich damit so ein großes Problem habe.

Hoffentlich habe ich alles halbwegs verständlich geschrieben... Bin immer noch fertig, aber ein wenig geht's mir besser.

Danke nochmal


  Re: Phimose-Op
avatar    silwer
schrieb am 21.06.2013 19:39
Ich denke das die OP der Richtige Weg war nach deiner Beschreibung. Die Komplikation, naja, die kann bei jedem passieren. Da kann niemand was zu.
Versuch bitte das dein Sohn nicht merkt was du dir für Gedanken machst. EInen Grund dazu hast du nämlich nicht!




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