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  Meine Freundin will vielleicht abtreiben
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   AnnaTh
Status:
schrieb am 17.06.2013 14:10
Hallo Ihr Lieben,

ich bin noch ziemlich neu hier aber ich weiß wirklich nicht mit wem ich sprechen kann.

Meine beste Freundin ist schwanger, in ungefähr der 7 Woche. Die Schwangerschaft wurde auch vom Frauenarzt bestätigt.
Ihr private Situation ist schwierig. Sie ist, wie ich, stark depressiv. Die Beziehung zum werdenden Vater ist kompliziert. Sie können irgendwie nicht ohne einander aber ein miteinander können sie sich auch nicht eingestehen. Er ist bereits Vater von drei Kinder und hat sich, noch nicht lange her, von dieser Frau getrennt.
Wir wohnen in einen kleinen Dorf, jeder kennt jeden und wenn die Schwangerschaft raus kommt gibt es sicherlich ein großes Gerede.
Auch weiß sie gar nicht ob sie, aufgrund ihrer Erkrankung, ein Kind überhaupt erziehen kann. Sie hat Angst damit nicht zurecht zu kommen.
Jetzt überlegt sie, das Kind abzutreiben.

Ihr könnt sicherlich verstehen, dass mich das belastet. Klar, ist es ihre Sache und ich werde ihr mit Sicherheit meine Meinung nicht aufdrängen. Ich bin für sie da. Aber, wisst ihr es ist so schwer für mich.
Wir wünschen uns seit Jahren ein Kind und es funktioniert nicht. Wir haben morgen unseren ersten Termin in der Kinderwunschklinik.
Ich denke den ganzen Tag über meine Freundin nach, auch schlafen kann ich kaum noch.

Ich kann sie ja irgendwo verstehen. Vielleicht ist es aber einen Chance für sie, aus dem Loch rauszukommen.

Wie soll ich mit ihr umgehen, was soll ich ihr sagen.
Wie kann ich mich schützen?

Ich danke Euch schon mal fürs zuhören, ich hab niemanden dem ich das erzählen darf. Vielleicht kann jemand mir einen Tip geben.

Einen schönen Tag wünsche ich Euch

AnnaTh


  Re: Meine Freundin will vielleicht abtreiben
avatar    Alice Cullen
Status:
schrieb am 17.06.2013 18:10
Hallo,

also ganz neutral gesagt, sei für sie da, sie kann nicht einfach mal so abtreiben sie muss erst zu Beratungsgesprächen und da bekommt sie alle Hilfe die sie brauch um eine Entscheidung zu treffen.
Wenn sie sich gegen das Kind entscheidet ist es so, da wirst du nicht viel machen können. Glaub mir ich habe 3 Jahre KiWu Behandlung hinter mir, mir würde es an deiner Stelle auch Sch**** gehen, aber das darfst du nicht auf sie übertragen.

Manchmal muss man aber sich auch erstmal an den Gedanken Mutter werden gewöhnen.

LG Alice


  Re: Meine Freundin will vielleicht abtreiben
avatar    Rebella
schrieb am 17.06.2013 23:00
So ähnlich würde ich auch antworten. Sei für sie da, biete ihr das Gespräch an, aber akzeptiere letztlich ihre Entscheidung.

Offenbar muss sie selbst die Entscheidung noch treffen. Vielleicht ist es für euch beide gut, darüber zu sprechen. Du kannst ruhig versuchen, ihr zu erzählen, wie du dich dabei fühlst. Du wirst im Gespräch merken, ob euch das gut tut oder eher nicht. Wenn die Situation schwierig wird, würde ich so ein Gespräch abbrechen.

Vielleicht entscheidet sie sich ja auch noch für das Kind, wenn sie Hilfsangebote bekommen hat. ...


  Re: Meine Freundin will vielleicht abtreiben
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   Tarika
schrieb am 19.06.2013 09:47
Ich schließe mich den Vorrednerinnen an. Zuhören, soweit möglich, ihre Entscheidung tolerieren.
Wenn es um seelisches Leid geht und ihr Vertrauen zum Pfarrer des Ortes habt, könnte sie auch ein Seelsorgegespräch bei ihm wahrnehmen. Er steht, wegen des Dorftratsches, in Schweigepflicht und wäre somit vielleicht eine Person, der man sein Leid klagen kann und der helfen könnte, den eigenen Weg zu finden. Sofern das Vertrauen auf diese Person gegeben wäre.


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  Re: Meine Freundin will vielleicht abtreiben
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   AnnaTh
Status:
schrieb am 19.06.2013 12:14
Hallo,

herzlichen Dank für Eure Beiträge.

Meine Freundin war am Freitag bei Pro Familia. Sie hat auch einen Therapeuten und eine Betreuerin. Sie bekommt also "von draußen" auch Hilfe. Das mit dem Pfarrer ist eine gute Idee, denn sie ist sehr christlich. Vielleicht kann ich Ihr das sagen.
Dennoch, ist wohl eine beste Freundin immer noch die größte Vertrauensperson.
Ich werde ihr auf jeden Fall weiter zu hören und dann versuchen Ihre Entscheidung, welche auch immer, nicht so nah an mich herankommen zu lassen.

Es hat gut getan, es einmal los werden zu können. Vielen Dank

AnnaTh


  Re: Meine Freundin will vielleicht abtreiben
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   Erbsle36
Status:
schrieb am 20.06.2013 12:26
Viel Glück für deine Freundin,toll das sie dich an ihrer Seite hat.


  Re: Meine Freundin will vielleicht abtreiben
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   lucie44
schrieb am 20.06.2013 20:13
hallo anna,
ich find es klasse, dass du dir so viele gedanken um deine freundin machst!
klar, du bist ihre vertrauteste, aber vermutlich geht dir sicher die ganze babysituation sehr nach. ihr wünscht euch so sehr ein kind und deine freundin weiß nicht, ob sie es behalten soll.
obwohl du selbst so große eigene sorgen hast, möchtest du ihr helfen, stimmts?
der gedanke, dass ihr das baby neuen lebensmut geben könnte, ist sicher ganz prima und realistisch! und die idee, mit dem pfarrer als vertraute person, ist auch sehr gut. dort kann sie sich noch jemanden mitteilen, muss keine angst um das getratsche haben und bekommt bestimmt auch hilfreiche unterstützung.
du, falls sie noch informationen und tipps braucht, oder einen erfahrenen gesprächspartner sucht, dann kannst du ihr die seite von pro femina.de nennen. ich meine nicht pro familia, da war sie ja schon! schau dir doch die internetseite einmal an. dort schreiben auch frauen die ungewollt schwanger geworden sind. es gibt da eine kostenfreie hotline, die könnt ihr beide nutzen, wenn ihr wollt. ihr habt dann gleich eine freundliche, erfahrene beraterin als gesprächspartnerin...so ganz ohne termin und völlig unkompliziert. du, vielleicht hilft dir/euch das weiter? und zu deiner leisen hoffnung...wünsch ich dir mut und vor allem auch eine portion glück.....
wie war denn euer termin in der kinderwunschklinik?
magst du dich nochmal melden?
ganz lieben gruß
lucie


  Re: Meine Freundin will vielleicht abtreiben
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   AnnaTh
Status:
schrieb am 21.06.2013 13:33
Hallo Lucie,

herzlichen Dank für Deinen Beitrag!
Du hast ganz recht, ich möchte ihr helfen.Ja, und ich habe eigene Sorgen. In meinem ganzen Leben habe ich aber immer mehr auf andere geschaut als auf mich. Ich fürchte, ich kann das auch nicht ablegen. Das ist ja aber auch nicht so einen schlechte Eigenschaft. Meine Freundin sagt schon ich solle STOP sagen, wenn es mir zuviel wird oder mich belastet aber ich kann sie einfach nicht alleine lassen.
Gerade habe ich mir auch die Seite von Pro Femina angesehen und die ist wirklich gut. Ich werde sie ihr auch vorschlagen.
Die Idee mit dem Pfarrer habe ich ihr vorgeschlagen aber sie fürchtet da nur unter Druck gesetzt zu werden.
Gestern hat sie einen Termin in einer Klinik zur Abtreibung ausgemacht. Sie meinte aber dazu auch gleich, dass das ja erstmal nur ein Termin ist, denn sie wahrnehmen kann oder auch nicht.
Ich kann ihr nicht meine Meinung aufdrängen aber ich habe ihr schon gesagt, dass ich Sorgen habe sie wird es nicht verkraften. Auch meinte ich, dass Sie ja wenn sie das Kind bekommen wird von jeder Seite (Staat, Psychologen, Kliniken und vielleicht auch ihre und seine Familie) Unterstützung bekommt. Man kann es regeln. Aber wenn sie abtreibt, wars das, für das ganze Leben. Es bleibt eingebrannt.

Wie ist unser Termin in der Kinderwunschklinik verlaufen.
Auch wenn ich mich in Vorfeld viel über Internet informiert habe ist es doch viel was einem gesagt wird. Aber es war gut. Anschließend waren wir schon geplättet.
Der vermutliche Grund unseres unerfüllten Kinderwunsches kann man wohl nicht nur an einer Person ausmachen. Natürlich ist das unterdurchschnittliche Spermiogramm meines Mannes nicht vorteilhaft aber auch meine Krankheitsvorgeschichte ist nicht sehr förderlich.
Gestern war dann mein zweiter Termin und dort wurde, mit Brevactid mein Eisprung ausgelöst. Was werden wir jetzt wohl daraus machen? Natürlich wäre es wunderbar wenn es klappen würde aber durch die vielen Jahre, in denen es nicht geklappt hat bin ich sehr pessimistisch geworden. Nächsten Mittwoch ist mein nächster Termin.
Ich fühle mich, das kann ich schon nach dem zweiten Termin sagen, sehr wohl in der Klinik.
Jetzt beschäftigt mich aber noch Eins. Ist es wichtig, das die Ärztin weiß, das ich an einer Abhängigkeitserkrankung gelitten habe. Es ist zwar schon Monate vorbei aber muss ich Ihr das noch sagen? Sie möchte zwar sowieso von meinen behandelnden Psychiater ein Attest, das ich stabil genug bin für eine Kinderwunschbehandlung und einen evtl eintretende Schwangerschaft. Ist das normal? Was ist wenn er mich falsch einschätzt? Was passiert dann? - nichts mehr?

Ich bedanke mich sehr für die netten, guten Wünsche.
Von ganzen Herzen wünsche ich Dir und natürlich auch allen anderen alles, alles Gute!

Liebe Grüße
Anna


  Re: Meine Freundin will vielleicht abtreiben
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   lucie44
schrieb am 24.06.2013 09:05
hallo anna,
danke für die rückmeldung.
deine lebensbejahende einstellung find ich ganz klasse!
diese energie und nächstenliebe hilft dir bestimmt auch in deiner persönlichen, schwierigen situation weiter! du machst dir so viele gedanken und verschenkst deine kraft für dieses kleine baby, vielleicht kannst du als vertraute freundin, doch noch ihr inneres mamagefühl erreichen! darf ich fragen, wann deine freundin ihren abtreibungstermin hat?
du, wenn sie ihr baby bekommt, erhält sie wirklich jede unterstützung und hilfe die sie braucht, und die darf sie ja auch annehmen! mach ihr weiterhin viel mut und sei für sie da.
zu deinem kinderwunsch.....deine frage ist schon wichtig und zu durchdenken! diese abhängigkeitserkrankung ist einige monate her? und wie stabil fühlst du dich im moment? vielleicht solltest du zu allererst, bevor die ärztin das attest verlangt, nochmal ausführlich mit deinem psychiater darüber reden, damit nicht vorschnell eine einschätzung geschrieben wird, die dir evtl. schaden könnte.
jedenfalls wünsch ich dir und deinem mann hoffnungsvolle tage und weiterhin mut, zuversicht und eine portion glück!
du, schreib doch nochmal, wie es deiner freundin inzwischen geht.
alles erdenklich liebe und gute für dich knuddel
lucie


  Re: Meine Freundin will vielleicht abtreiben
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   AnnaTh
Status:
schrieb am 25.06.2013 12:27
Hallo Lucie,

danke für Deine Antwort.

Meiner Freundin geht es gar nicht gut. Sie ist psychisch einfach am Ende. Die befürchtet gleich durchzudrehen, auszurasten und hat das Gefühl flüchten zu müssen. Sie sprach am Wochenende ziemlich endgültig von der Abreibung. Der Termin dafür ist der 4. Juli.
Ich war ziemlich froh darüber, dass sie es noch unserer anderen besten Freundin erzählt hat (wir sind eine eingeschworene 3er Gemeinschaft) und ich nun das ganze Geheimnis nicht mehr alleine tragen muss. Aber irgendwie, geht es mir dadurch auch nicht besser, wurde nicht sonderlich entlastet. Ich bin für sie da.
Sie hat morgen einen Aufnahmetermin in einer Psychosomatischen Klinik - vielleicht sprechen die dort auch mit ihr, dass sie jede mögliche Hilfe bekommt. Ich hoffe so sehr....

Ich fühle mich, was meine eigenen Probleme angeht, doch ziemlich stabil. Natürlich ist nicht jeder Tag gleich. Aber das ist ja ganz normal.
Ich werde morgen, bei meinen Termin in der Kinderwunschklinik, meiner Ärztin von der Sucht erzählen. Ich habe keine illegale Drogen genommen. mir wurde damals, um mit meinen Ängsten, der Depression und der Anspannung umzugehen, von meinem Psychiater Beruhigungsmittel verschrieben. Ich wusste natürlich dass diese abhängig machen aber irgendwann habe ich den Absprung verpasst und nahm bis zu dem siebenfachen davon. Ich habe u.a. während meiner Zeit in der Klinik einen Entzug gemacht. Seitdem hab ich vereinzelt was genommen, musste aber nicht mehr ständig "was einwerfen". Man denkt daran aber viel wichtiger ist mir nun die gemeinsame Zukunft mit meinem Mann und der große Wunsch nach einem Kind. Ich weiß für was ich kämpfe und stark bleibe. Auch bekomme ich Medikamente die mich in der Spur halten. Aber auch die kann ich gerade reduzieren. Und in dieser Hinsicht geht es mir gut.

Ich danke für die lieben Worte. Wünsche von Herzen, alles liebe und viel Kraft.
Von Herzen

Anna


  Re: Meine Freundin will vielleicht abtreiben
avatar    Wildfang
schrieb am 25.06.2013 16:19
Ich habe deine Geschichte mitgelesen und kann nur sagen, Hut ab, dass du deine Freundin in der jetzigen Situation unterstützt, wo du dir selbst gerade ein Baby wünscht.

Ganz ehrlich: Ich könnte das nicht. Es würde auch meine Kräfte übersteigen, den Abtreibungswunsch einer Freundin zu akzeptieren. Ich habe einfach dieses Bild von dem kleinen Menschen im Kopf, der bei einer Abtreibung in Stücke gerissen wird... und es würde mich mein Leben lang verfolgen, dagegen nichts getan zu haben... Ich weiß, es hilft dir gerade gar nicht, aber für mich persönlich ist Abtreibung etwas so Furchtbares, dass ich meiner Freundin dann nicht mehr in die Augen schauen könnte sehr treurig

Irgendwie hoffe ich, dass sie es sich noch anders überlegt... das Kind leben lässt und wenigstens zur Adoption freigibt... ist ein Menschenleben nicht wichtiger als irgendwelches Dorfgetratsche?


  Re: Meine Freundin will vielleicht abtreiben
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   lucie44
schrieb am 26.06.2013 08:54
hallo anna,
das alles ist eine schlimme sache, auch für dich, ich spür es!
hast du eine idee, was deiner freundin jetzt wenigstens ein bisschen helfen könnte? was sie bräuchte, um auch über die aussicht, ein kind zu haben, nachdenken zu können?
wahrscheinlich wäre das nachdenken über verschiedenen möglichkeiten ein erster schritt!

wie gut könnt ihr beiden denn zusammen reden? erzählt sie dir, was sie sich innerlich wünscht?
was ist mit diesem mann, würde er sie unterstützen, ihr helfen? könntest du mit ihm sprechen, ihm von der großen verzweiflung deiner freundin erzählen?
eigentlich sollte er es wissen, oder?!
wie sieht denn eure gemeinsame dritte freundin das ganze verhältnis, die situation?

ihr geht es nicht gut, wahrscheinlich hofft sie, nach einer abtreibung ginge es ihr wieder besser, oder?
ich glaube es nicht!! im gegenteil, sie fügt sich wirklich einen weiteren tiefen schmerz zu! was soll dadurch besser werden? vor allem kann sie ja auch durch die abtreibung nicht die zeit zurückdrehen!
es wird nie mehr für sie so sein, wie vor der abtreibung! kannst du ihr das sagen, sie fragen wie sie darüber denkt?
liebe anna, magst du nicht mal bei pro femina anrufen? dort würdest du als freundin auch hilfe und tipps bekommen, wie du ihr vielleicht weiterhelfen könntest? es wäre eine chance wert und würde dich entlasten! sie haben dort auch ärzte an der hand, die sich richtig gut auskennen.
ich wünsche dir jedenfalls für deinen persönlichen lebensweg weiterhin stabilität und auch frohmachende gedanken, nicht nur sorgen um andere! alles was du schreibst, liest sich so gut durchdacht und überlegt. du bist eine ganz liebevolle, verantwortungsvolle junge frau. ich trau dir trotz deiner gesundheitlichen vorgeschichte ein baby gut zu!
wer sich so viele gedanken macht, schafft es, eine gute mama zu werden!!! knuddel
hab frohen mut!!!
alles liebe lucie


  Re: Meine Freundin will vielleicht abtreiben
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   AnnaTh
Status:
schrieb am 01.07.2013 19:03
Hallo Ihr Lieben,

wollte Euch nur kurz mitteilen, dass ich bei Pro Femina angerufen habe. Die Frau war sehr, sehr nett nur leider hatten wir aus Termingrüden nicht viel Zeit und werden morgen Nachmittag wieder telefonieren.
Ich werde Euch dann davon berichten.

Alles Liebe
Anna


  Re: Meine Freundin will vielleicht abtreiben
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   lucie44
schrieb am 04.07.2013 09:00
hallo anna,
klasse, dass du dort angerufen hast!
du investierst echt viel für eine freundschaft!!!

dein gespräch hattest du wahrscheinlich inzwischen. magst du davon erzählen?... es würde mich wirklich interessieren!
und wie es mit deiner freundin weitergeht?!!

und wie geht es DIR??!!!!! konntest du mit dieser ärztin in der klinik über die suchtprobleme sprechen?
schreib doch wieder, ja !!! knuddel
glg lucie


  Re: Meine Freundin will vielleicht abtreiben
no avatar
   AnnaTh
Status:
schrieb am 04.07.2013 13:55
Hallo Lucie,

ja es war wirklich gut mit der Frau von Pro Femina zu spreche. Es hat mich zwar schon Überwindung gekostet, da ich von Haus aus nicht der große Telefonierer bin.
Wir haben also gesprochen was ich schon unternommen habe um meine Freundin vielleicht umzustimmen.
Also: - ihr versucht klar zu machen, dass sie mit Sicherheit Unterstützung von ihrer Familie bekommt
- ihr gesagt, dass sie auch sehr gute Freunde hat die ihr helfen würden
- sie ermutigt noch anderweitig Hilfe zu suchen
- meine Sorgen, die Abtreibung psychisch nicht zu verkraften, besprochen
ich weiß schon gar nicht mehr alles.

Die Dame am Telefon hat mir dann noch einige Denkanstöße gegeben.
Ich solle, wenn ich noch kann, mit ihr über diese Übermächtige Angst, das Kind mit ihrer Depression und auch innerlichen Aggression nicht versorgen zu können, sprechen. Versuchen mit mit ihr die Gedanken, die von der Angst blockiert sind, zu strukturieren.
Auch war ein Tip mit meiner Freundin über die Zukunftsaussichten zu sprechen. Mit was kann ich eher leben?
Mitunter kann ich auch an ihre Werte appellieren.
Ein ganz interessantes Angebot gibt es auch in ihrer Wohngegend. Dort gibt es zum Beispiel ein Mutter-Kind-Haus, das sich spezialisiert hat auf psychisch Kranke Schwangere und Mütter. Vielleicht könnte ich ihr anbieten, mit meiner Freundin diese Einrichtung mal anzuschauen.
Ihr Pro Femina nahelegen.
Ich habe ihr einen kleinen Teil des Telefonats per Sms geschrieben, keine Reaktion.

Aber im Grunde, soll ich auch auf mich schauen. Stopp sagen, wenn es mir zu viel ist. Und wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft oder abgelehnt werden, das akzeptieren.
Das werde ich wohl müssen, denn ich befürchte, der Zug ist abgefahren. Sie hat sich die letzten Tage nicht gemeldet.
Der eigentlich Termin zur Abtreibung wäre ja heute. Sie hat ihn aber auf anraten der Psychosomatischen Klinik in der sie gerade ist, auf nächsten Freitag verschoben und mich gefragt, ob ich sie begleiten würde.

Es war wirklich gut mit so einem Profi zu sprechen. Die Frau hat sich sehr viel Mühe gegeben. Mich 2 mal zurückgerufen, weil ihr noch etwas eingefallen ist und und...
Was auch nicht schlecht ist, ist natürlich die Anonymität.
Danke für Deinen Tip, Lucie!

Nun ein klein wenig zu mir.
Ich habe mir fest vorgenommen meiner Ärztin von der Suchterkrankung zu sprechen. Aber ich habe es nicht geschafft. Ich habe mich so geschämt. Anschließend hätte ich wegen meine Feigheit fast geweint und in den Hintern beißen können.
Aber das war ja nicht der letzte Termin.

Meine Ärztin in der Kinderwunschklinik wollte ja gerne ein Attest von meinem behandelnden Psychiater ob ich für eine Kinderwunschbehandlung und eine evtl. eintretende Schwangerschaft stabil genug wäre. Nun war ich diese Woche bei ihm und.... er hat es mir nicht gegeben, noch nicht.
Das heißt wohl, dass ich mich erst mal von dem Wunsch verabschieden kann. Mich macht das sehr traurig.
Ich finde es eigentlich etwas unverständlich. Ich bekomme mein Leben mittlerweile gut in den Griff. Ich bin verheiratet, versorge meinen Haushalt extrem gut, habe eine fast 12 jährige Stieftochter die bei uns wohnt und organisiere gerade eine Geburtstagsparty für sie, gehe arbeiten als Krankenschwester (gut, jetzt nicht soviel, aufgrund meiner Erwerbsminderunsgsrente), helfe meinen Eltern im Geschäft, bin im Pfarrgemeinderat.... . Das ist vielleicht gar nicht so ungewöhnlich aber es gab Zeiten, in denen ich gar nichts von alledem geschafft habe!
Nun gut, es ist wohl so.

Vielleicht hast Du auch mal Lust, mir ein klein wenig von Dir zu erzählen. Nur wenn Du willst!

Ich wünsche auf jeden Fall noch einen schönen Tag und alles alles liebe

Anna




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