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  Angst vor Entführung des Kindes
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  nur eine Mama
schrieb am 12.08.2012 22:50
Guten Abend,

seitdem ich vor einiger Zeit mal einen Film über Kindesentführung gesehen habe, habe ich eine -vermutlich unrealistische- Angst vor der Entführung meines eigenen Kindes entwickelt. Das liegt vor allem daran, dass natürlich ich (und mein Mann) an so etwas zerbrechen würden, und dass ich mir dann auch vorstelle, wie schrecklich es meinem Kind ergehen würde. Wie verängstigt es wäre, nach uns ruft und wir kommen nicht sehr treurig obwohl wir ihm doch immer sagen, dass wir es nie alleine lassen.

Wie wird man eine solche Angst wieder los? Ich habe solche Ängste nicht ständig, aber sie kommen immer mal wieder hoch (gerade erst wieder durch einen Beitrag im Forum aktiviert) und beschätigen mich dann kurzzeitig sehr intensiv Ich hab ne Frage So eine Entführung ist doch nicht sehr wahrscheinlich, oder? Wenn das Kind im Supermarkt mal "stritzen" geht, ist mein Puls gleich auf 180 und ich stelle mir sofort schlimmstes vor.


  Re: Angst vor Entführung des Kindes
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  msmum2013
Status:
schrieb am 13.08.2012 08:34
hallihallo,

wenn sich deine angst - die ich generell sooo nicht von der hand zu weisen finde - immer wieder mal blicken lässt, dann würde ich mal eine beratung bei einem therapeuten in erwägung ziehen. ich habe auch vor gewissen dingen angst, die an manchen tagen ganz extrem sind. und sollte mich das eines tages irgendwie beeinträchtigen, werde ich sicherlich eine therapie machen. denn hilfe von außen zu brauchen, heißt ja noch lange nicht, dass man "einen klopfer hat".

ich verstehe deine ängste und kann sie in einem gewissen maße auch nachvollziehen. aber ich denke im "bundesschnitt" ist eine entführung eher unwahrscheinlich, wenn auch niemals zu 100 % ausschließbar.

ich wünsch dir alles gute und einen besseren umgang mit deinen ängsten !

glg
nihe


  Re: Angst vor Entführung des Kindes
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  faith47
schrieb am 13.08.2012 20:59
Ich bin mittlerweile nicht mehr der Meinung, dass man für jedes bisschen gleich zum Therapeuten rennen muss. Früher habe ich diese Meinung auch vertreten, aber ich dneke, man kann sich vor solchen Ängsten ach ganz gut selber schützen.
Ich kann dir leider, aus leidvoller Erfahrung, erzählen und nachempfinden, wie furchtbar es ist, wenn einen solche Ängste im Griff haben. Auch ich hatte in der Vergangenheit immer wieder richtige Paniken, wenn ich daran gedacht habe, was meinem Kind alles passieren kann. Unterstützt wurde das u.a. durch das Forum, durch das Fernsehen, etc. Ich habe mich davon so beeinflussen lassen, dass ich hinter jeder Ecke eine Gefahr gesehen habe. Als es so schlimm wurde, dass ich kaum noch arbeiten konnte, auf Grund dieser Angst, habe ich die Notbremse gezogen. Ich habe mich aus sämtlichen Foren fast komplett zurückgezogen, weil es mich immer furchtbar runtergezogen hat, wieder von einem schrecklichen Schicksal zu lesen oder auf irgendwelche Beiträge, Zeitungsartikel, etc. gestoßen zu werden, die ich sonst nie gelesen hätte. Wenn ich gesehen habe, dass im Fernsehen so ein Beitrag kam, wo es um Entführung,Krankheit, Tod von Kindern ging, habe ich sofort umgeschalten. Ich versuche diesen Situationen aus dem Weg zu gehen und sage mir, auch wenn, ja wenn irgendwas meinem unglaublich geliebten Kind passieren sollte, kann ich es nicht verhindern. Wir können unsere Kinder so gut schützen und auf das Leben vorbereiten, wie es geht, aber wir können sie nicht vor allem bewahren. Und es ist doch schrecklich, sich jetzt das Leben schwer zu machen, für einen Fall, der hoffentlich nie eintreten wird.

Ich will dir nur sagen, dass deine Ängste völlig normal sind. Dass jede Mutter diese Ängste mehr oder weniger intensiv hat, aber das wir uns das Leben dadurch nur schwer machen. Ich bin kein Mensch, der fernab jeglicher Realität lebt. Ich arbeite in einer Arztpraxis und habe jeden Tag mit kranken Menschen und Kindern zu tun, aber vielleicht klammere ich mich gerade deshalb an diese Hoffnung, dass solch ein untragbarer Kelch an uns vorbeigeht und die Welt nicht so schlecht sein kann.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.12 21:02 von faith47.


  Re: Angst vor Entführung des Kindes
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  Tiger7777777777
schrieb am 15.08.2012 14:03
Huhu,
dem ersten Satz meiner Vorschreiberin schließe ich mich komplett an: Man braucht nicht wegen jedes kleinen Wehwechens gleich zum Therapeuten smile

Also, Ängste wie Deine sind vollkommen normal. Ich denke, dass jede Mutter diese Angst, dem eigenen Kind könne etwas schlimmes passieren, nachvollziehen kann. Fernsehbeiträge, Zeitungsartikel usw. über Kinderschicksale nimmt man ganz anderes war als früher, als man noch kinderlos war. Alles normal und wohl auch überlebenswichtig: Wo wäre die Menschheit, wenn Mütter sich nicht sorgen würden und ihre Kinder vor allem möglichen schützen würden?

Ich denke, zum Therapeuten solltest Du erst gehen, wenn Dich Deine Ängste überhaupt nicht mehr los lassen und Du Deinen Alltag aufgrund dieser Ängste nicht mehr bewältigen kannst. Ansonsten mache ich es so: Wenn mich diese Angst überkommt (bei mir sind es nicht die Entführungen sondern Autounfälle), denke ich kurz und intensiv darüber nach, schicke ein Gebet zum Schutzengel meiner Kinder und hoffe, dass alles weiterhin gut geht.

LG, Tiger77777777

P.S. Sofern ihr nicht stinkreich seit oder Euer Kind ständig alleine auf Spielplätzen in sozialen Brennpunkten alleine lasst, ist eine Entführung sehr, sehr unwahrscheinlich.....


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  Re: Angst vor Entführung des Kindes
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  msmum2013
Status:
schrieb am 16.08.2012 09:54
Zitat
faith47
Ich bin mittlerweile nicht mehr der Meinung, dass man für jedes bisschen gleich zum Therapeuten rennen muss. Früher habe ich diese Meinung auch vertreten, aber ich dneke, man kann sich vor solchen Ängsten ach ganz gut selber schützen.

nein, muss man auch nicht. aber wenn man sich allein nicht mehr zu helfen weiß - solche zeitpunkte kann es in einem leben einfach geben - dann wäre eine therapie sinnvoll.


  Re: Angst vor Entführung des Kindes
no avatar
  Tiger77777777
schrieb am 20.08.2012 14:36
nein, muss man auch nicht. aber wenn man sich allein nicht mehr zu helfen weiß - solche zeitpunkte kann es in einem leben einfach geben - dann wäre eine therapie sinnvoll.


Ja, da hast Du sicher recht - wenn man nicht weiter weiß, macht ein Gespräch oder eine Therapie sicher Sinn. Oft geht es aber doch nur um einen kurzen Tipp, wie man mit einer situation umgehen könnte oder man möchte erfahren, dass man nicht allein ist mit dem gecshilderten Problem. So ging es mir jedenfalls mal, als ich hier ein Anliegen gepostet hatte. Das ewige "mach doch mal eine Therapie" brachte mich nicht weiter, weil ich eben keine brauchte. Nix für ungut!!




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