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  Alleinerziehend
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  anonymanonynm
schrieb am 22.11.2009 00:05
Hallo!
Ich war sehr lange nicht mehr hier, jedoch habe ich jetzt gedacht,ich schreibe nochmal.
Ich habe eine kleine Tochter (1) und bin alleinerziehend. Meine Schwangerschaft war schrecklich und schon damals stand fest,dass ich alleinerziehend sein werde.
Ich bin alleine und gehe Teilzeit arbeiten um uns zu unterhalten.
Meine Tochter ist seit eingier Zeit krank und das zerrt sehr an meinen Kräften und meiner Zuversicht und Stärke,
Demnächst werde ich wohl Schichtarbeit machen und weiß nicht,wie ich das schaffen und organisieren soll. Ich muss unseren Haushalt schmeißen und die Schichtarbeit wird eine große Umstellung werden, Ich weiß noch nciht, wie und wer das Kind betreuen wird und das macht mich etwas fertig. Mit einem Partner wäre das kein Problem, aber den gibt es nicht.
Der Vater möchte nicht bei uns sein und jemand neues lerne ich nciht kennen, bei dem Stress, den ich habe.
Der Vater macht es mir auch schwierig,denn er kommt um die Kurze zu sehen und hält mich von meiner Arbeit ab und sobald sie schläft geht er.

Ich bin traurig, alleine zu sein und nicht zu wissen,was mein Leben bringt.
Die jetzige Situation stellt mich vor die Frage,wie ich der Schichtarbeit über mehrere Jahre standhalten kann.
Ich frage mich manchmal wofür ich das alles überhaupt mache.

Naja, ist alles etwas durcheinander geschrieben,aber vielleicht hat ja jemand Lust und Zeit ein paar Zeilen zu schreiben.
Und das kein falscher Eindruck entsteht, ich liebe meine Tochter. Aber alleinerziehend ist alles so kompliziert mit ihr und der BEtreuung,


  Re: Alleinerziehend
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  auch alleinerziehend
schrieb am 22.11.2009 11:29
Hallo Unbekannte! knuddel

Fühl dich erstmal lieb gedrückt! Situationen wie du sie Beschreibst, kennt sicherlich jede alleinerziehende Mama. Man fühlt sich überfordert und hat Angst wie es weitergehen soll! Auch ich bin alleinerziehend, gehe halbtags arbeiten, meine Tochter ist 3,5 Jahre. Ich habe mich von meinem Mann getrennt, da war sie noch nicht ganz 2 Jahre... aber auch vorher war es so, als ob ich alleinerziehend war, denn mein Mann hat sich um nichts gekümmert was die Kleine betraf!

Das Alter in dem deine Tochter ist, fand ich damals am anstrengendsten. Ich kann dir Mut machen... es wird einfacher. Die Kinder werden verständiger, selbständiger. Heute kann meine Tochter sagen, was sie möchte, sie kann sich selbst etwas aus dem Kühlschrank holen, sie kann sich selbst anziehen und sich auch mal allein beschäftigen. Dadurch habe ich auch an Qualität gewonnen. Vielleicht hast du auch nette Nachbarn ,die dir die Kleine mal abnehmen können, wenn sie jetzt so krank ist. Bei uns ist es auch so... meine ist ständig krank, und ich stecke mich jedesmal an.

Du bist traurig und weißt nicht was dein Leben bringt... aber das geht ganz vielen Leuten so und du hast einen Pluspunkt und das ist dein Kind. Das ist mehr als viele andere haben. Dein Kind wird dich lieben und bei dir sein. Natürlich fragt man sich wie es weiter geht. Mach ich auch... mein Mann hat schon eine Neue, ich nicht, da ich ja nie Zeit habe wegzugehen und einen neuen Partner zu finden. Aber die Zeit wird auch kommen und bis dahin genieße ich die Zeit mit mienem Kind. Denn auch eine neue Partnerschaft bringt Probleme auf die ich im Moment gut verzichten kann!

Und mit dem Schichtdienst... vielleicht kannst du mit deinem Arbeitgeber sprechen,ob du darauf verzichten kannst, weil du keine Betreuung für dein Kind hast. Oder du lässt den Vater einspringen. Vielleicht kannst du dir auch einen anderen Job suchen. Ich bin früher auch Schichtdienst arbeiten gegangen, aber das käme für mich heute nicht mehr infrage. Nicht nur das Betreuungsproblem... sondern ich möchte auch Zeit mit meinem Kind verbringen und nicht nachmittags arbeiten!

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft!


  Re: Alleinerziehend
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  *Jane*
schrieb am 22.11.2009 19:18
Hallo Unbekannte,

alleinerziehend zu sein ist schwierig und zusätzlich noch im Schichtdienst zu arbeiten geht nur, wenn du Unterstützung hast. Ein (bezahlter) Babysitter hilft vermutlich nicht viel weiter, denn dann würde ein großer Teil des Geldes, das du verdienst, nur da hinein gehen. Wäre es möglich, dein Kind an den betreffenden Tagen zum Vater zu bringen? Falls der Schichtdienst langfristig planbar ist (z. B. bestimmte Wochentage betrifft), dann wäre es eine Möglichkeit. Oder gibt es noch Verwandte? Wobei diese dann sehr stark eingespannt werden würden, so dass die Lösung, die Kleine zu ihrem Vater zu bringen, sicherlich die Bessere wäre (auch für das Vater-Tocher-Verhältnis).

Unabhängig von der Betreuungsfrage: Ist es für dich ein Muss, in den Schichtdienst zu wechseln? Könntest du mit deinem Arbeitgeber reden? Oder siehst du eine Möglichkeit, dich anderweitig zu bewerben, in Jobs ohne Schichtdienst?

Ohne deine Situation genauer zu kennen, ist es schwierig, dir Tipps zu geben. Ich würde dir daher empfehlen, eine Familienberatungsstelle in deiner Nähe aufzusuchen (über das Internet findest du sicherlich eine Adresse). Diese sind auch Anlaufstelle für Alleinerziehende und kennen solche Probleme sicherlich aus ihrer täglichen Arbeit. Dort kannst du dich beraten lassen, nicht nur allgemein, sondern bezogen auf deine persönliche Situation.

LG Jane

  Signatur   **************
ICSI positiv (Dez. 2003)
8 x ICSI negativ und 4 x Kryo negativ (Juli 2005 bis April 2010)
1 x H-ICSI negativ (Dez. 2008), 1 x H-Kryo negativ (Feb. 2009)
Plan B (Okt. 2010) - positiv



  Re: Alleinerziehend
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  anonymanonynm
schrieb am 22.11.2009 19:53
Hallo ihr zwei Lieben und erstmal danke für eure Antwort. Ich hoffe, ihr schaut hier nochmal rein.
Also das mit dem Schichtdienst lässt sich nicht ändern, da es sich um eine Ausbildung handelt und die ist nunmal im Schichtdienst.
Der Vater kann auch nicht aufpassen, da er selbst arbeitet und der Feierabend unregelmäßig ist.
Unabhängig davon, habe ich auch ein Problem mit dem Vater-Tochter-Verhältnis, was sich aus folgendem ergibt:
Das kind war ein Unfall. Und ab dem Zeitpunkt wo er wusste, dass ich schwanger bin, hat er kein Wort mehr mit mir gesprochen. Das ging so bis ich im 7. Monat war und auch dann hat er erst kaum mit mir gesprochen. Er hat mich schlecht behandelt und mir die Schwangerschaft zur Hölle gemacht. Es kamen Sprüche wie:
"Du bist ja selber schuld, dass es dir so schlecht geht. Du hättest ja abtreiben können."
Er hat sich für das Kind nicht wirklich interessiert. Er hat einen Vaterschaftstest verlangt, der noch vorgeburtlich durchgeführt wurde und trotzdem hat er nicht mit mir gesprochen.
Das ganze hat sehr tiefe Wunden gerissen und wird so schnell nicht zu vergessen sein.
Das ich heulend am Arbeitsplatz rumgelaufen bin, kam häufig vor. Ich war total fertig.
Ja und jetzt möchte er mit der Kurzen ständig zusammen sein, sie präsentieren vor Verwandten und Freunden, mit ihr wegfahren etc. Ich soll aber nicht dabei sein.
Und wenn er hier zu Besuch ist, geht er sobald unsere Tochter schläft.
Gespräche sind nicht möglich.
Wenn ihm etwa nicht passt, haut er einfach ab oder droht mit dem Anwalt. (Vor solchen Drohungen schreckt er auch Heiligabend nicht zurück, und haut ab).

Mich macht das alles immer wieder fertig und ich möchte eigentlich nicht, dass er noch mehr Zeit mir ihr verbringt u.a. aus der Angst, dass er irgendwann versucht sie mir wegzunehmen.


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  Re: Alleinerziehend
avatar  elfeline
schrieb am 22.11.2009 22:23
Hallo Anonyme,
es tut mir sehr leid, dass Du so sehr auf Dich gestellt bist. Und natürlich sehnst Du Dich auch nach Unterstützung durch den Vater Deiner Tochter. Jane hat Dir zu Deiner Situation schon entscheidende Hinweise gegeben. Daher beziehe ich mich jetzt nur auf Dein letztes Posting: Warum denkst Du, dass er Dir Deine Tochter wegnehmen möchte, wenn er gerne Zesit mit ihr verbringt. Es ist doch gut, dass sich seine Einstellung zu ihr so verändert hat. Ihr seid getrennt. Insofern besteht aus meiner Sicht keine Veranlassung dazu, dass Du die Beiden zu Treffen mit seinen Verwandten und Freunden begleitest. Ich weiß, dass Du Dich danach sehnst, aber eigentlich sollte ihm daraus kein Vorwurf entstehen. Versuch doch, diese "freie" Zeit für Dich zu nutzen, Dich zu entspannen, Dich mal mit Freunden zu treffen. Ebenso ist klarzustellen, dass er eben zu Besuch kommt, um Eure Tochter zu sehen. Da Ihr keine Partnerschaft führt, ist es nachvollziehbar, dass er nicht noch Zeit mit Dir alleine verbringt, wenn die Kleine schläft, es sei denn, es sind Dinge zu klären, die das Kind betreffen. Es tut mir leid, dass Dir das so wehtut und es ist schlimm, dass Deine Schwangerschaft so verlief. Aber die jetzige Situation ist die Realität. Selbst wenn sein Feierabend unregelmäßig ist, schafft er es ja doch sich Zeit für die Kleine zu nehmen. Also kann er auch mal aufpassen. Versuch, so schwer und schmerzlich das ist, Deine Enttäuschung nicht auf das Verhältnis der Beiden zu übertragen. Sieh eher, wo Du bleibst, was Du für Dich tun kannst, woher Du (weitere) Unterstützung bekommst. Ich drücke die Daumen.
elfeline

  Signatur  



"Polyzysten" (PCO) legen sich mit blinden, tauben und faulen Schwimmern an -eine unendliche Geschichte???

1. ICSI Sept. / Okt. 2008 negativ
2. ICSI Mai / Juni 2009 negativ



Wohin Dich Dein Herz ruft, da liegt auch Deine Aufgabe.
Irina Rautmann



  Re: Alleinerziehend
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  anonymanonynm
schrieb am 22.11.2009 22:34
Hallo Elfeline,
danke für deine schnelle und ehrliche Antwort.
Ich habe einfach Angst davor, dass er versucht sie mir wegzunehmen. Ich meine, ich muss arbeiten gehen, um unser Unterhalt zu verdienen. Er hingegen sagt, er würde zu Hause bleiben. Ich kann dann nicht mehr leben und von der Stütze leben möchte ich nicht.
Sie ist deswegen schon im Kindergarten. Seitdem sie dort ist, ist sie sehr anhänglich und ein absolutes Mamakind, da sind ziemlich starke Trennungsängste hat. Daher habe ich ein Problem, wenn er mit ihr zu Leuten geht, die sie womöglich noch nie gesehen hat. Manchmal weint sie sogar,wenn er kommnt. Dann möchte ich die beiden nicht längere Zeit alleine lassen.
Das mit dem Aufpassen ist auch so eine Sache. Ja, ich könnte ihn fragen, ob er manchmal aufpasst. Aber er weigert sich hier (im Gästezimmer) zu schlafen. Daher fällt die Nachtschicht schonmal flach.
Desweiteren ist er ziemlcih unzuverlässig und unpünktlich. Und wenn er sich über etwas ärgert,sagt er z.B. den Abend vorher (Wenn er am nächsten Tag mrogens aufpassen soll, weil ich arbeiten muss), dass er dann jetzt einfach nicht aufpasst. Und sowas geht einfach nicht. Ich muss mich darauf verlassen können. Seitdem das zu häufig und ständig passiert ist, frage ich ihn nur noch ganz selten.

Seine Tochter sehen,darf er so oft,wie er möchte. Das mache ich für unsere Tochter. Nicht dass hier der Gedanke aufkonnt,er kann sie kaum sehen oder so.ennt
Ne, Zeit mit mir alleine braucht er nicht verbringen,aber wenigstens eine halbe Stunde oder so noch bleiben, damit wir über die Kurze reden können etc.
Danke für eure Nachrichten. Freue mich über weitere.


  Re: Alleinerziehend
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  *Räubermädels*
schrieb am 22.11.2009 23:22
Da ist ein Satz, den ich seltsam finde : "manchmal weint sie sogar, wenn er kommt"
Kommt das öfter vor?
Wie verhält sie sich insgesamt in Anwesenheit ihres Vaters? WEnn sie von ihm zurück kommt?

Du schreibst, er habe dich schlecht behandelt. Hast du (unbewusst) Angst, dass er deine Tochter auch schlecht behandelt / behandeln könnte?

LG
Nele


  Re: Alleinerziehend
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  anonymanonynm
schrieb am 22.11.2009 23:52
Ja, wenn ihr Papa zur Tür rein kommt, dann weint sie manchmal. Später gehts dann meistens.
Manchmal will sie aber auch gar nicht auf seinen Arm und sucht Schutz bei mir.
Wann anders haben sie einfach nur viel Spaß.

Ja, in letzter Zeit so jedes 3. Mal wenn er kommt weint sie erstmal.
Ich bin bei den Treffen fast immer dabei.

Nein,er liebt seine Tochter. Er würde sie nicht schlecht behandeln. Aber ihm ist egal,wo ich bei der ganzen Sache bleibe und wie es mir geht und was er manchmal anrichtet.

Früher haben wir öfter vor ihr gestritten. Vielleicht ist das der Auslöser.
Danach habe ich ihm irgendwann gesagt,dass es reicht und ich nicht länger möxhte,dass sie das mitbekommt und wir reden,wenn sie im bett liegt. Naja, groß geredet wird seitdem nicht mehr,obwohl es die Abmachung gab.

Lg


  Re: Alleinerziehend
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  gelöschter User
schrieb am 24.11.2009 11:27
Hallo,

vielleicht weint sie, WEIL sie ihn nicht oft sieht?!

Auch wenn er sich Dir gegenüber total mies verhalten hat, so ist es zumindest für Eure GEMEINSAME Tochter schön, dass er anscheinend doch Vatergefühle entwickelt hat.
Schade, dass er mit Dir keine Beziehung mehr möchte, aber das ist leider Fakt und sollte nicht (unbewußt) dazu führen, das Vater-Tochter-Verhältnis zu belasten...
Versuch' doch, einen Schnitt zwischen dem Verhältnis zwischen ihm und Dir und dem zwischen ihm und Eurem Kind zu machen...

Es liegt nunmal in der Natur der Sache, dass er, wenn er mit seinem Kind zusammen ist, sie auch seinen Verwandten/Bekannten zeigt. Schließlich ist das auch Familie- eben von Vaters Seite aus.

Das hilft Dir nicht bei Deinem eigentlichen Betreuungsproblem, aber ggf. ist es ein Denkanstoß, was das Verhältnis Vater-Tochter betrifft.

Alles Gute!




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