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  Familie verlassen
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   Versagerin
schrieb am 17.11.2009 12:08
Es macht mir großen Kummer und eventuell "hilft" es, wenn ich meine Gedanken und Gefühle mal niederschreibe...
Ich schäme mich auch so dafür, aber da ich in den letzten Wochen immer mehr zu dem Schluss komme, dass dieser Schritt der beste für alle Beteiligten ist, muss ich es mal loswerden...

Ich bin Mutter eines fast 5-jährigen Kindes, das - wie das eben in dem Alter so ist - ziemlich aufgeweckt ist. Ich habe eine 75%-Stelle in einem Beruf, der mich auch fordert und nach Feierabend gedanklich beschäftigt.
Ich bin zwar verheiratet, aber unsere Partnerschaft verdient diesen Namen nicht. Wir leben nebeneinander her, hatten schon seit Monaten keinen Sex und ich muss leider gestehen, dass mich mein Mann nervt.

So wie mich irgendwie seit geraumer Zeit überhaupt alles und jeder nervt.
Leider auch mein Kind, das ich einerseits liebe, das mich aber sooo anstrengt.
Ich komme mir vor wie der Hamster im Laufrad- der Tag mit seinen 24 Stunden hat keine Minute (außer im Schlaf und der ist nicht sonderlich gut) übrig für mich, nur für MICH!

Meine Nerven sind praktisch nicht mehr vorhanden und besonders im Umgang mit meinem Kind erschreckt mich das sehr. Ich schlage zwar nicht, aber ich benehme mich auch nicht unbedingt wie eine (erwachsene) Mutter.

Ich bin depressiv, seit Jahren deshalb schon in Behandlung und hatte auch schon gute Zeiten, in denen mir Tiefs wie momentan wie ein schlechter Film vorkommen.

Aber da es irgendwie keine Kontinuität gibt und vermehrt mein Kind darunter leidet und ich große Angst davor habe, als Alleinerziehende nach einer Trennung vom Vater noch belasteter und damit dünnhäutiger zu werden, habe ich ernsthaft erwogen, auch mein Kind zu verlassen.
Wie das in der Praxis dann ggf. laufen würde, weiß ich nicht, aber quasi aus Schutz vor mir und meinen Ausrastern sehe ich das als bessere Alternative an.

Finanziell müsste ich dann eben meinen Beitrag leisten; mein Mann könnte die Betreuung theoretisch organisieren...

Mir laufen die Tränen runter während ich das hier schreibe, aber ich bin wirklich total verzweifelt....

Danke.


  Re: Familie verlassen
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   swisslady
schrieb am 17.11.2009 13:41
hallo

ich sehe die lösung deines problems nicht, darin, dass du seine familie verlässt, für mich lesen sich deine zeilen eher wie die zeilen von jemandem der ein bornout hat und ganz dringend hilfe benötigt.

vertrau dich deinem hausarzt und auch deinem partner an, es gibt sicher eine lösung, ohne trennung von deinem kind.

lg swisslady


  Re: Familie verlassen
avatar    newzealand
Status:
schrieb am 17.11.2009 13:59
Ich glaube, das die Trennung von deinem Kind viel schwerwiegender wäre! Ich an deiner Stelle
würde ganz klar beim Job zurückstecken! Dann bist du auch entspannter mit deinem Kind! Geh zu
deinem Hausarzt, und sprech mit ihm, ob nicht wirklich wie swisslady schon sagte ein Burnout vorliegt!
Ich wünsch dir alles Gute!
Lg newzealand


  Re: Familie verlassen
avatar    Wildfang
schrieb am 17.11.2009 14:34
Ich denke auch, dein Kind ist wichtiger als dein Job - lieber den Job riskieren als dass dein Kind total unglücklich wird sehr treurig Bitte vertrau dich jemandem an oder frag deinen Arzt, bei dem du in Behandlung bist, welche Möglichkeiten es gibt für eine Auszeit. Vielleicht eine Mutter-Kind-Kur? Oder eine Kur für dich allein? Es muss doch nicht gleich die endgültige Trennung von deinem Kind sein, vielleicht könnte dir eine vorübergehende Auszeit schon helfen.


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  Re: Familie verlassen
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   Auch ohne
schrieb am 17.11.2009 17:33
Da Du schon in Behandlung bist, denke ich, hast Du für Dich eine Entscheidung getroffen. Ich denke nicht, dass wenn Du beruflich kürzer tritts, eine Entlastung zu finden. Nehme Dir eine Auszeit. Eine Kur, oder sogar eine stationäre Aufnahme in einer Klinik sollten Dich vielleicht ein wenig zur Ruhe bringen. Dein Kind ganz aufzugeben würde ich erstmals hinten anstellen. Eine zeitliche Trennung ( Kur oder Klinik) sollten der Anfang sein. Werde Dir bewusst, was Du willst und was Du kannst. Es gibt genug Beratungsstellen, an die Du dich vorab melden solltest. Von einer Diagnose Burnout halte ich gar nichts. Wenn Du schon Depressionen hast udn damit in Behandlung bist, dann geht das ganze wahrscheinlich schon länger. Ich drücke Dir ganz dolle die Daúmen, dass Du deinen Weg findest. Denke aber zuerst an Dich, denn was nützt es Deinem Kind, wenn Du nicht in der Lage bist ihm gerecht zu werden.


  Re: Familie verlassen
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   Ela+2
Status:
schrieb am 17.11.2009 22:17
Zitat
swisslady
hallo

ich sehe die lösung deines problems nicht, darin, dass du seine familie verlässt, für mich lesen sich deine zeilen eher wie die zeilen von jemandem der ein bornout hat und ganz dringend hilfe benötigt.

vertrau dich deinem hausarzt und auch deinem partner an, es gibt sicher eine lösung, ohne trennung von deinem kind.

lg swisslady

Klingt für mich auch so.

Und - nein! Du bist keien Versagerin wenn du überlegst dein Kind zu "verlassen"
Meine Freundin ist auch schwer depressiv, hat sich vom Mann getrennt (naja, beide wollten die Trennung) und der Kleine ist bei seinem Papa (der arbeitslos ist)

Die Mama besucht ihr Kind aber mindestens jeden zweiten Tag (meistens täglich) und so ist es für alle am Besten. Meine Freundin ist momentan ambulant in einer Tagesklinik und wird jetzt erst einmal "gesund" (was man ja bei Depris nicht sagen kann). Ich sehe sie jetzt nicht als "schlechte" Mama. Wenn es für alle die beste Lösung ist, ist es nicht falsch


  Re: Familie verlassen
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   blume05
schrieb am 20.11.2009 12:28
@ Versagerin
also erst mal - ich finde es sehr mutig von Dir, dass Du hier geschrieben hast.
Vielleicht wäre es für Dich erst mal eine Lösung, Dich in einer stationäre psychologische Betreuung zu begeben. Als in Deutschland ist das kein Problem - auch ohne Stigma oder so. Nimmst Du zur Zeit zu Deiner Therapie begleitend Medikamente? Es gibt sehr gute Psychopharmaka, die weder abhängig noch dick machen - die aber allgemein sehr gut verträglich sind. Die kannst du nehmen - und nach der "Einstellungszeit" wirst Du sehen, dass das Leben auch wieder Farben hat!
Das Du überfordert bist, höre ich aus Deinem Schreiben heraus- und allein das zuzugeben ist schon ein guter Schritt zur Besserung.
Hast Du schon mal an eine Kur gedacht - eine psychosomatische Kur - da wird Dir auch sehr gut geholfen...
Wenn Du magst, dann schreib mir eine PN.

Du bist nicht allein und kein Versager - Du bist sehr mutig und ich finde es gut, dass Du eine so gute Selbstreflektion hast.
streichel




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