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  wie soll ich eine entscheidung treffen?!
no avatar
   heute mal nicht
schrieb am 04.02.2008 21:53
hallo,

vielleicht könnt ihr mir helfen. kurz zu mir: ich bin fast 41, wie haben einen süßen fast 4 jahre alten sohn und wünschen uns noch ein 2. kind. letztes jahr haben wir einen versuch gemacht, der wegen einer zyste abgebrochen werden musste. ich tue mich schwer, mich endgültig für oder gegen ein 2. kind zu entscheiden. für einen erneuten versuch spricht: ich möchte nicht, dass mein kind ohne geschwister aufwächst. allein sein ist doch manchmal ätzend, oder? dagegen spricht: der versuch wird viel geld kosten. allein für medis müssten wir ca. 2000 euro zahlen. das bedeutet einschränkungen und auch weniger lebensqualität. mein mann sagte, wir müssen endlich anfangen unser leben zu genießen und fürchtet, dass wir einen möglichen tiefschlag, nach allem was wir erlebt und durchgemacht haben, nur schwer verkraften. dann sind meine hormonwerte (amh, inhibin) wirklich grenzwertig. lediglich fsh ist im grünen bereich. okay, meine hormonwerte waren immer übel. ich bin dankbar, dass wir unseren sohn haben und vielleicht jammere ich auch auf hohem niveau, wenn ich lese, dass viele nach x versuchen kinderlos bleiben müssen.

was würdet ihr tun? wie kann ich für mich/uns eine entscheidung treffen, die ich nicht mein ganzes leben bereuen werde. denn ich weiß: treffe ich diese entscheidung nur halbherzig, dann werde ich wirklich leiden. aber wer kann sich an einem x-beliebigen montag hinsetzen und sagen: wir werden kein 2. kind haben, weil wir angst hatten, dass viele geld auszugeben und dann mit leeren händen dazustehen. weil wir lieber anfangen wollten, das leben zu genießen und uns und unseren sohn nicht durch einen möglichen tiefschlag belasten wollten?

danke für's lesen und eure hilfe!


  Re: wie soll ich eine entscheidung treffen?!
avatar    ausnahmefall
Status:
schrieb am 05.02.2008 00:37
Hallo,

die Entscheidung kann dir leider keiner abnehmen. Wenn du dir noch nicht vorstellen kannst den Traum von einem zweiten Kind aufzugeben, dann könntest du es auf einen weiteren Versuch ankommen lassen. Allerdings würde ich mir an deiner Stelle eine Grenze setzen und diese dann auch strikt einhalten. Sprich "nur noch x Versuche" oder "nur noch bis zum xxten Geburtstag" oder sowas. So würde ich es wohl machen. Du mußt für dich (oder ihr für euch) entscheiden, wieviel ihr noch bereit seid zu riskieren und einzusetzen. Eventuell mit Hilfe eines Psychologen. Vielleicht könnte dieser euch helfen zu erkennen, was ihr woltt und zu wieviel ihr noch bereit seid.

Und ich finde nicht, daß du "auf hohem Niveau jammerst". Der Wunsch nach einem zweiten Kind ist ja nicht weniger schwach oder weniger wert, wenn man schon ein Kind hat. Es wird immer andere geben, denen es schlechter geht. Daran sollte man sein eigenes Leid aber nicht messen. Das meine ich keinesfalls abwertend den Mädels gegenüber, die kinderlos bleiben müssen! Bitte versteht mich hier nicht falsch! Jeder unerfüllte Kinderwunsch ist ein Leid für sich und wenn es das 10. Kind ist, das man sich wünscht. Es ist in jedem Fall ein Wunschkind, was einem versagt bleibt.

Ich konnte dir zwar nicht wirklich helfen, aber vielleicht die Idee mit dem Psychologen anbringen.

Dir wünsche ich alles Gute und allen wünsche ich, daß jeder sein(e) Wunschkind(er) bekommen darf!

Liebe Grüße
Anja


  Re: wie soll ich eine entscheidung treffen?!
avatar    Mexi
schrieb am 05.02.2008 01:45
Hallo
Ja also entscheiden müsst ihr schon zusammen, ich würde mir aber noch folgendes überlegen und von einem FA bestätigen lassen: bei deinen Hormonwerten, usw. wie gross sind die realen Chancen, dass du Schwangerschaft wirst, wieviele Versuche braucht man, wieviel würde das mindestens kosten.
Anderseits weiss ich natürlich nicht welches eure finanzielle Lage ist, aber gibt es viele was du dir bis jetzt versagen musstes aus geldmangel, Pläne die immer weiter in die Zukunft verschoben werden? Wie lange noch?
Anderseits wenn Dein Sohn schon 4 Jahre alt ist, ergibt das mindestens 5 Jahre altesunterschied, und wenn es dann ein Mädchen werden sollte, wachen sie eh wie 2 Einzelkinder auf.
Hoffentlich ihr könnt eine gute Entscheidung treffen und bereut sie später nicht.
LG Mexi


  Re: wie soll ich eine entscheidung treffen?!
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 05.02.2008 10:02
Ich denke, dem Wunsch nach einem zweiten Kind kann man nur sehr schwer mit logischen Argumenten beikommen - der ist da oder eben nicht und verkompliziert wird das Ganze dadurch, dass man sich gemeinsam mit dem Partner für oder gegen ein Kind entscheiden muss.

Bei mir / uns ist die Entscheidung nun - aus anderen Gründen, die zu erläutern nun zu aufwendig wären - gegen ein zweites Kind gefallen. Ich wollte die Sache irgendwann nicht mehr weiter "aussitzen" sondern mich klar auf eine Seite stellen. Gefühlsmäßig war mir schon länger klar, was Sache ist, das zu formulieren ist jedoch noch mal etwas anderes. Insofern trifft man die Entscheidung nicht an einem Montag Morgen, sondern sie reift in einem und irgendwann geht man dann eben einen Schritt weiter und spricht sie aus. Nur wegen Deinem Argument gegen Einzelkinder: ich bin selber auch eines und hab mich nie allein gefühlt. Klar, es wäre in bestimmten Situationen sicherlich manchmal einfacher gewesen, wenn man Geschwister gehabt hätte - aber wirklich gefehlt haben sie mir nie. Zwar wollte ich selber auch immer zwei Kids, doch die Umstände erlauben es mir im Moment nicht und viel länger können/wollen wir nicht warten, da uns der Abstand zu groß werden würde. Insofern.....

Alles Gute für Eure Entscheidung - bei uns hat es über ein Jahr gedauert bis wir uns klar waren, was wir wirklich wollen.....

Liebe Grüße!

winken winken


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  Re: wie soll ich eine entscheidung treffen?!
no avatar
   UnLuCkY
schrieb am 08.02.2008 14:31
Hallo du "heut mal nicht"

ich denke das es nicht leicht ist, sich dafür oder dagegen zu Entscheiden, die Mädels die hier geschrieben haben sind auf ganzer Linie miner Meihnung, aber es gibt ja noch so verschieden andere Wege. Meine Bekannte hat (wenn das was für euch wäre) sich bei einem Pflegschafts Gericht der Region angemeldet, und hat Pflegekinder bei sich aufgenommen, die noch sehr klein( 1/2 Jahr) waren.
Sie hat nachdem sich die Mutter des Kindes immer weniger gemeldet hat, einen Antrag auf Adopt. gestellt, und bekamm nach 5 Monaten von Gericht die Zusage, das die Mutter das Kind frei gegeben hat, so stand dem nichts mehr im Wege und das ist denke ich auch um einiges billiger. Sprecht doch mal über die Möglichkeiten und erkundigt euch weiter..

ich wünsche euch Gottes Segen und Gelingen in den den Dingen zu änden, die man ändern kann, und Kraft in den Dingen, die noch ausstehen und zu überwinden sind...

knuddel




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