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  Pränatales Gefühlschaos - vorsicht lang-
avatar    *kami*
Status:
schrieb am 31.01.2008 08:37
Wie stabil kann eigentlich eine Ehe sein??

Wir sind seit fast 6 Jahren zusammen, 5 davon verheiratet und waren eigentlich immer sehr glücklich, auch wenn es immer mal wieder Stress gab, was aber wohl normal ist. Schon die erste Schwangerschaft und das erste Jahr mit Leia waren ne Belastungsprobe, was aber wohl auch jedes Elternpaar kennt. Frau sitzt auf einmal zuhause, Mann geht arbeiten und mit Baby ist eben alles ganz neu, ungewohnt und man braucht ne Weile um sich daran zu gewöhnen und wieder seinen Platz als Familie zu finden.

Mein Mann ist im Gegensatz zu mir total locker. Nimmt nichts so richtig ernst, ist ein extremer Sarkast und lebt getreu dem Motto "I do it my way" ... was mir momentan sehr schwer fällt. Ich weiß, das er recht hat, aber setze mich selbst derzeit sehr unter Druck, bin dem aber nicht mehr gewachsen.

Ich fühl mich momentan sehr allein gelassen von "Gott und der Welt" wie man so schön sagt.

Meine Mutter jammert mir Tag für Tag die Ohren voll mit fallenden Aktienkursen, Handwerkern, die sich "immer noch nicht" gemeldet haben und halt dem "Pillepalle", mit dem sie sich so beschäftigt und was natürlich für sie das Schlimmste und Nervigste auf der Welt ist. Wie's mir geht, so Ende 9. Monat, ist vollkommen egal. Sag ich mal, das es mir grad nich gut geht, heisst es nur "bist mal wieder sehr schwanger oder wie?" ....

Meine Schwester hat ne neue Beziehung, schwebt auf Wolke 7 und hat daher eh keine Zeit mehr. Zudem beäuge ich diese Beziehung sehr kritisch, weil sie dazu führt, das sie sich fast jedes Wochenende volllaufen lässt mit ihm, was früher so gar nicht ihre Art war, aber das findet sie momentan halt cool. Früher war wenigstens sie oft für mich da, wenn ich sie brauchte. Jetzt muss ich die Termine, an denen sie als Babysitter einspringen "muss" schon ne Woche vorher mit ihr abklären, weil sie sonst garantiert bei ihm ist.

Meine beste Freundin ist bis mindestens Ende März beruflich in den USA... traurig

Meine Schwiegis sitzen auf gepackten Koffern und wären morgen da, wenn wir heute sagen, wir brauchen sie hier. Wohnen ja auch "nur" 650 km weit weg, sind aber Rentner und von daher sehr flexibel und jederzeit hilfsbereit. Die will Männe aber nicht her beordern, weil er meint, wir schaffen das auch alles alleine.

Aber genau das Gefühl hab ich im Moment nicht. Die Große ist Vormittags im Kiga und statt meine "Liste" abzuarbeiten, bin ich so platt, das ich nichts auf die Reihe bekomme. Zumindest nicht das alles, was ich noch machen wollte, bevor die Kleine kommt. Nix "Wichtiges", aber so Sachen wie bügeln, Fenster putzen ... wollte ich alles noch machen wenn ich dann im MuSchu bin, weil vorher hab ich ja auch mind. 30 h / Woche gearbeitet und kam nicht dazu. Selbst jetzt arbeite ich noch hin und wieder von zuhause aus am PC ... einfach auch um den Anschluss nicht zu verlieren und weil ich Panik habe, daß das Geld knapp wird (was eigentlich Blödsinn ist, weil wir wesentlich mehr haben wie damals im ersten Jahr mit Leia...)

Tja, und diesen ganzen Frust, der in mir steckt, bekommt dann mein Mann ab, weil der eben der Einzige ist, der wirklich noch da ist. Und der treibt mich dann mit seinem Optimismus, mit Aussagen wie "Kannste doch auch noch machen, wenn die Kleine da ist und Du wieder fit bist" ... in den Wahnsinn. Er versteht einfach nicht, das mir diese Dinge wichtig sind. Ich möchte meine Kleine in eine "ordentliche" Welt bringen und schaff es nicht.

Als Leia geboren wurde, haben sich meine Eltern gerade getrennt und es war der reinste Horrortrip. Das ging damals soweit, das ich mit Verdacht auf Gestose im KH lag und mein Mann meine Mutter irgendwann aus diesem Krankenzimmer geworfen hat, weil die nur kam um mir wieder vorzujammern, was mein Stiefvater wieder alles verbockt hat. Als Leia 3 Monate alt war, brach mein Stiefvater, der mich mit 5 adoptiert hat, den Kontakt zu mir ab mit den Worten "Blut ist dicker als Wasser"... bis heute zieht sich deren Rosenkrieg und ich sitze sozusagen in der ersten Reihe. Schaff es aber auch nicht meine Mutter hängen zu lassen....

Und auch damals hatte ich das Gefühl allein zu sein, das sich niemand mit uns über die Maus freut.... Leia wurde ja mit geplantem Kaiserschnitt geholt, weil ich nervlich vollkommen am Ende war. Der ganze Stress von meinen Eltern und dazu die Angst, die von den Ärzten geschürt wurde, das Leia zu klein und schwach für ne normale Geburt wäre, der Verlust ihres Zwillings... und ich hab mich danach als Total-Versager gefühlt. Ich war zu doof sie normal zu zeugen, ihren Zwilling zu halten, sie normal zu bekommen, sie zu stillen.... ich war es nicht wert mich wirklich "Mutter" zu nennen.

Und jetzt, mit unserem Wunderzwerg, soll alles anders sein und fühlt sich doch ähnlich an. Ich könnte sie wohl auf normalem Weg bekommen, sie wurde "normal" gezeugt, was ja an ein Wunder grenzt und auf das Stillen hab ich mich so gut es eben geht vorbereitet und darüber informiert. Aber ich habe panische Angst... Angst das unsere Ehe den Kreißsaal nicht überlebt. Angst, das mein Mann mich mit seiner "lockeren Art" in diesem Moment (auch noch) im Stich lässt. Im GVK hört man ständig "Lasst Euch da von Euren Männern unterstützen", aber ich seh ihn da eher hilf- und teilnahmslos daneben sitzen oder "ich geh dann mal eine rauchen, Du machst das schon".... Zumal er ohnehin wieder auf einen KS plädiert, von wegen "da weiß man, was auf einen zukommt" und auch schon so Sprüche losgelassen hat wie "Die Wehen hälst Du doch eh nicht aus"

Ich weiß, das ich oft unfair zu ihm bin.... ich stoße ihn weg, weil mich alle Anderen im Stich lassen. Ich hab ihn letztes WE sogar rausgeworfen mit den Worten "Geh Du doch auch noch, dann weiß ich wenigstens, das ich mich nur noch auf mich verlassen kann" ... er ist geblieben, er gibt sich seitdem wirklich sehr viel Mühe. Und trotzdem fühlt sich alles total besch.... an.

Sorry, sehr lang geworden, aber irgendwie musste es mal raus. Nicht mal meiner Therapeutin konnte ich das so schildern.... irgendwie bin ich momentan nicht mal mit ihr auf einer Wellenlänge.


  weisst du denn nicht,
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   Berenike
schrieb am 31.01.2008 12:46
dass du als Hochschwangere Narrenfreiheit hast.. Da darf man jammern, schlecht gelaunt sein, Dein Mann wird es schon aushalten,
Deine Mutter auch, ihre Bemerkungen kann sie sich sonst wohin stecken.. Jetzt bist du mal der Mittelpunkt, das hat sie zu kapieren.

Wie viele beneiden dich hier, schwanger ohne irgendeinen Eingriff, so weit schon und kurz vor der Geburt.. Ich wünsche dir, dass du es richtig geniessen kannst und alle negativen Gedanken -erkennst und unter "damit beschäftige ich mich später" ablegst..

Gruß
B.


  Re: Pränatales Gefühlschaos - vorsicht lang-
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   Tigerin
Status:
schrieb am 31.01.2008 13:06
Außerdem dürfen Männer Schwangeren keinerlei - keine intelligenten und keine dummen - Kommentare zu Schwangerschaft und Entbindung geben!

LG

Tigerin


  Re: Pränatales Gefühlschaos - vorsicht lang-
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   henriette
schrieb am 31.01.2008 13:40
hallo, sag mal, wie waer es denn mit der investition von 50 euro o.ae. fuer eine einmalige putzfeeaktion, die dir fensterputzen u.ae. einfach abnimmt, waehrend du dich erholst?

beste gruesse

h.


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  Re: Pränatales Gefühlschaos - vorsicht lang-
avatar    Mexi
schrieb am 31.01.2008 19:14
Hallo
Ich hab den Eindruck, dass Deine Ängste erheblich tiefer liegen und dass Du auf jeden Fall weiterhin zu deiner Terapie gehen solltes, evtl. die Terapeutin wechseln, damit du da auch über all dieses sprechen kannst. Denn nach der Geburt wirst Du nicht mehr Zeit haben, eher weniger, und Fensterputzen schon gar nicht, und deine Mutter und ihre Sprüche kannst Du auch nicht ändern, du kannst nur lernen all sowas leichter und gelassener zu nehmen, und absolute Prioritäten setzen: was ist wichtiger, blitzblanke Fenster oder der Familienfriede und einige Momente mit Kindern/Mann?
Und viel Erfolg beim stillen, aus biologischer Sicht können 98% aller Frauen erfolgreich stillen, glaub also daran.
LG Mexi


  Re: Pränatales Gefühlschaos - vorsicht lang-
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   Liv-Arwen
schrieb am 01.02.2008 22:28
Und was man sich so vornimmt in den letzten Wochen vor der Geburt...man kann sich kaum noch bewegen, aber versucht noch just in jede erdenklich Ecke des Haushalts zu kriechen, um ja alles fertig zu haben....das kenne ich....ein Tag vor Zoes Geburt habe ich noch mein Auto ausgesaugt und von innen komplett geputzt, denn das musste einfach noch sein. Das Beseitigen der gesamten Schmutzwäsche mitsamt Bügeln war ein natürliches Bedürfnis, ebenso das Ausräumen und Saubermachen der Küche...(man weiß ja nie, wann man wieder dazu kommt...)
Ach so und nach dem Autoputzen bin ich noch in die Schule gefahren und habe meine letzten Sachen dort abgeholt....das also zum dem natürlichen Wahnsinn kurz vor der Geburt.

Und ich denke auch wie Berenike, du bist hochschwanger und da sollte sich einmal mehr alles um dich drehen. Das dumme ist nur, dass für deine Mitmenschen sich deine Situation nicht ganz so darstellt wie für dich....aber bestimmt freuen sich auch andere auf die Maus....nur du freust dich eben anders....denn du bist die Mama....das spielen im Moment auch ganz viele - entschuldige, dass ich das mal so sage - Hormone und Gefühle mit. Dein Mann ist (so wie du es beschreibst) wie eh und je und in anderen Situationen schätzt du ja offenbar seine Unbekümmertheit. Nur offenbar geht dir gerade der Pöter auf Grundeis und da ist jemand, der das Leben eben locker begreift, nun mal konträr....

Ich war ja in ungefähr der selben Situation wie du (mal abgesehen von der Gestose). Paul kam per Not-KS auf die Welt, war ein Icsi-Kind und ich habe sehr lange gebraucht, um das alles zu verdauen. Zoe war auch ein Wunder, natürlich gezeugt und schließlich auch 'natürlich' geboren. Ich wollte auf keinen Fall noch einen KS (zumindest keinen geplanten) und es wäre mir auch sowas von egal gewesen, was mein Mann da für eine Meinung gehabt hätte. Das stand für mich nie zur Debatte. Für mich war klar, mit dieser Schwangerschaft wollte ich das nachholen, was mir vorher verwehrt wurde.
Das ist der Punkt, wo du dich durchsetzen kannst. Ich würde da gar nicht diskutieren, mach das alles so, wie du es für richtig hälst, das wird schon...und für den Fall, dass du die Wehen tatsächlich nicht aushälst, kannst du dir auch eine PDA geben lassen....siehs mal lockerer.

Und eure Ehe wird den Kreissaal ganz sicher überleben.

Liebe Grüße


  Re: Pränatales Gefühlschaos - vorsicht lang-
avatar    *kami*
Status:
schrieb am 02.02.2008 08:22
Danke erstmal für Eure Meinungen, hilft doch sehr mal wieder klar zu denken knuddel

Und henriettes Idee hab ich gleich mal in die Tat umgesetzt, auch wenn Männe da dagegen ist und meint, das könnte ja nu seine Mutter machen, wenn die kommt (!!!), dann wäre die auch beschäftigt. Aber bißchen stolz hab ich ja auch noch und so kommt am Mittwoch eine zumindest am Telefon recht nette Dame zum "Probearbeiten", die, wenn alles gut geht, auch dann weiterhin alle 2 Wochen putzen kommen darf. Immerhin verschafft mir das Zeit mich auf die Arbeit zu konzentrieren, die mir Spass macht und womit ich auch weiterhin was dazu verdienen kann.

Dann war ich auf Anraten meiner Hebi ja gestern im Krankenhaus. Hebi meinte, im Grunde können meine Fragen zur Geburt nur dort geklärt werden, wo die Maus schlussendlich zur Welt kommen wird. Tja.... Ergebnis siehe Ticker. Der Oberarzt liess über eine normale Entbindung nicht mal mit sich reden und ich hatte den Termin für den KS schneller als ich gucken konnte. Allerdings denke ich jetzt wieder, daß das letzte Wort da noch nicht gesprochen ist....

Versuche jetzt einfach die eventuell beiden letzten Wochen, die mir noch mit der Bauchmaus bleiben, zu geniessen. Vielleicht musste einfach ein Arzt kommen, der einem keine Entscheidungsmöglichkeit mehr lässt sondern einen vor vollendete Tatsachen stellt??


  Re: Pränatales Gefühlschaos - vorsicht lang-
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   henriette
schrieb am 02.02.2008 10:05
glueckwunsch zur putzfee. das wuerde noch fehlen, die schwiegermutter, die putzen kommt. allein die verstellung...... geniess die freie zeit.

beste gruesse

h.


  Re: Pränatales Gefühlschaos - vorsicht lang-
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   katrina
schrieb am 05.02.2008 08:14
Putzfee ist eine super Idee, für alle anderen noch anliegenden Arbeiten würde ich mir einfach einen Plan machen. Eine Sache pro Tag/Vormittag und wenn die erledigt ist, Füße hoch grins
Dein Frust ist aber sicher normal, vielleicht auch etwas Angst mit drin, wie das Leben dann wird. Geht mir ja auch so, man konnte sich doch vor dem 1.Kind nicht richtig vorstellen, wie das Leben mit Kind ist und beim 2. ist das sicher ähnlich und normal.
Die Kommentare Deines Mannes würde ich mir verbeten (könnte meiner aber auch bringen!), vielleicht musst Du ihm einfach sagen, wie sehr dich das verletzt. Und wenn die Schwiegereltern eine so große Hilfe sind, dann laß´sie kommen! Ich habe super Schwiegereltern (wohnen leider auch 650km weit weg) aber morgen kommen sie wieder für eine Woche- Blume
Wird zwar alles bisschen eng bei uns aber sie sind echt eine super Hilfe und Unterstützung!
Alles Gute und noch ne Frage: wieso MUSS es ein KS sein?


  Re: Pränatales Gefühlschaos - vorsicht lang-
avatar    *kami*
Status:
schrieb am 06.02.2008 14:07
Na super.... meine Putzfee hat mich hängen lassen.... mal sehen ob ich so kurzfristig ne Neue organisiert bekomme. traurig

katrina,
eigentlich wäre auch ne normale Entbindung möglich, sagt zumindest die Hebi, aber der Oberarzt im KH sieht das etwas anders. Er meint, daß der vorhergehende KS, grenzwertige Zuckerwerte und der Gestoseverdacht der ersten Schwangerschaft Grund genug für einen geplanten KS sind. Und so langsam freunde ich mich auch mit dem Gedanken an....


  wegen KS...
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   katrina
schrieb am 06.02.2008 15:15
...das klingt mal wieder ganz nach typisch Oberarzt finde ich!!! Dieses Argument, dass beim 1.Kind auch schon ein KS gemacht wurde, das kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Bei uns ist das ja auch so, Fabian kam auch per KS (Kopf hat sich nicht richtig ins Becken gedreht) und wehe, jemand sagt mir, ein KS ist nur deswegen wieder fällig. Ich möchte alles probieren, damit unser 2. Kind normal kommt...
Andererseits ist so eine KS-Anordnung eine klare Aussage und Du kannst Dich drauf einstellen. Das wäre so meine "Wunsch"-Vorstellung: wenn schon KS, dann ein von vorneherein geplanter wegen irgendwelcher Abnormitäten oder so.
Alles Gute!


  Re: Pränatales Gefühlschaos - vorsicht lang-
no avatar
   Samara
Status:
schrieb am 09.02.2008 14:30
Oh je Kami! Ich glaube, ich kann Dich so richtig verstehen, auch wenn die Probleme ganz andere sind! Aber ich mache mir momentan auch über vieles derart Gedanken, dass ich letztendlich wieder genauso irre bin, wie vor Julia´s Geburt. Und das beste ist, dass die ganze Welt nur IHRE Sorgen im Kopf haben. Mein Mann ist allerdings kein Optimist, so wie Deiner! Eher manchmal ein klitzekleines Arsc....., der denkt, dass seine Einstellung zum Leben, zum Geld, zu allem überhaupt die einzig ware ist!!! So ecken wir momentan relativ häufig an. Er verletzt mich mit seinen dahergesagten Kommentaren oft so sehr, aber ihm ist das gar nicht bewußt! Klitzekleines Beispiel ist der Satz, nachdem ich ihm gesagt habe, dass es mir nicht gut geht und ich Rückenschmerzen habe "Schatz, DU wolltest ein 2. Kind, also jammer nicht!" Oder wenn Julia zuviel weint kommt der Satz "Die Kleine hat sie nicht mehr alle - wie die Mama - ha ha ha!" Die Sache mit dem KS ist bei uns auch Thema "Er fänd ne natürliche Geburt toll, aber ob ich Zicke dazu in der Lage wäre.....!? Mit solchen lapidaren Kommentaren geht er mir total auf den Keks. Er ist sowas von uneinfühlsam und gefühlskalt. Er denkt sich da gar nix bei. Dabei weiß er, dass ich an Julia´s Geburt lange Zeit sehr zu knabbern hatte und solche Kommentare sicher nicht passend sind. Ich müßte hier auch noch so viel erledigen, aber ich schaffe es irgendwie nicht mehr. Und er kommt abends nach Hause und fragt, ob ich das und das erledigt hätte und dies und jenen angerufen hätte und ich muss es verneinen. Aber selbst nach einem Wocheneinkauf bin ich fix und alle! Dann habe ich auch unheimliche Angst, dass Baby auf dem letzten Stück noch zu verlieren oder das es krank ist...... Oder das ich wieder unter diesen schrecklichen Wochenbettdepris leide. Mein Mann ist für diese Art von Leiden schließlich der absolut falsche Partner und wen habe ich denn sonst?? Meine Mum ruft zwar jeden Tag nervend an! Aber letztendlich nur, um ihre Sorgen loszuwerden. Und das sind wirklich "schwerwiegende" Sorgen! *lach* Nee, über was sich Renter so alles Gedanken machen. Sie kann sich über Dinge aufregen, dass ist echt unglaublich! Sie hat sooo ein sorgenfreies Leben und ruft mich an, weil mein Vater ihr durch die nasse Küche mit Schuhen gelaufen ist *owei* und das sie heute morgen im Stau in ihrem 3000 Seelendorf gestanden hatte. Geschlagene 5 Minuten!!! Oder sie heute schon 3 Maschinen Wäsche gewaschen hat! Mir graut es jetzt schon vor der Zeit, wo sie wie bei Julia sicher 4-5 x am Tag anruft und fragt, wann die Wehen losgehen!!! Und und und! Meine beste Freundin hat momentan selbst genug Sorgen (wirklich!) und der werde ich bestimmt nichts vorjammern! Eben haben mein Mann und ich so ein bisserl über die Zukunft gesprochen. Er wird dann immer sehr erdrückend! Tja, dann wirst Du demnächst mit 2 Kindern Deinen Hintern hochkriegen müssen und arbeiten. Klar, ich mach das ja auch. Aber er rafft offensichtlich nicht, dass es nicht immer so einfach ist als Mutter auch zu arbeiten. Wieso??? Machen doch viele - meint er! Ja, aber gleichzeitig muss bei ihm immer schön gekocht, geputzt, gewaschen sein, wo sich vielleicht andere Männer drum kümmern. Er will auch, dass Julia viele Kurse besucht, ich mich sehr mit ihr beschäftige, sie ausreichend bilde..... Aber tut selbst nix dafür! Er sieht vieles als selbstverständlich an, was ich tue bzw. getan habe, aber er selbst kriegt seinen Hintern beruflich überhaupt nicht hoch und tut auch sonst nicht die Welt! Nach dem Gespräch bin ich schon wieder bedient! Naja, ich muss leider aufhören zu schreiben, mein Mann kommt rein!!!


  @Kami
avatar    Mexi
schrieb am 09.02.2008 15:58

Das klingt aber gar nicht erbauend. Hoffentlich macht es im Hirn Deines Mannes mal klick, dass er kapiert, dass der Tag für Frauen auch nur 24 STd. hat, und dass Hausarbeit alleine schon ein Ganztag-Job ist, und zwar 24 Std, 7 tage die Woche, 365 Tage im Jahr, und als doppelte Mutter noch mehr.
Ich verstehe es ja wenn Frauen die gesamte Hausarbeit machen, wenn der Mann der einizge Verdiener ist, wenn aber bei arbeiten, dann sollen auch bitte im Haushalt geholfen werden.
Wünsche Dir eine schöne Geburt, und dass Dein Schatz nicht mehr so b¨löd daherlabert.
LG Mexi




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