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  Philosophische Frage: Woran erkennt man, dass man den Partner noch liebt?
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   Anonymer User
schrieb am 08.08.2007 14:12
Hallo,

bin ja öfter im Kummerkasten unterwegs. Die Ehe mit meinem Mann ist alles andere als harmonisch und glücklich und vor der Trennung stand ich schon öfter.
Im Moment geht es daheim aber- allerdings zufrieden bin ich nicht. Wir sehen uns relativ wenig und wenn es Gelegenheiten wie einen freien Abend zu zweit gibt, haben wir un s wenig zu sagen. Mich interessiert es einfach nicht mehr, was er zu sagen hat. In meinen Augen redet und redet er und sagt doch nichts (aus).
Sex findet äußerst selten statt- Anstaltungen macht eigentlich keiner mehr von uns. Ich muss ständig daran denken, was er mir in der Beziehung schon vorgehalten hat (nicht gut sein, nicht küssen können usw. usw.).
Kommt er mal wieder nicht nach Hause, bin ich zwar wütend und traurig wegen Paul, der sich auf seinen Papa freut, aber es stört MICH nicht wirklich...
Als ich Montag von einer Kurzreise zusammen mit Paul gegen 18 Uhr nach Hause kam und er nicht da war, aber per Mailbox um Nachricht, wann wir denn daheim wären, gebeten hat, habe ich ihn nicht informiert. Hatte einfach "keinen Bock" auf seine Anwesenheit.
Ich habe überhaupt kein bedürfnis mehr nach seiner Nähe; ich erzähle ihm gar nichts, was mich im Zusammenhang mit dem Suizid meines Vaters vor 2 Monaten beschäftigt. Kritisiert er mich, verteidige ich mich nicht mehr, sondern halte einfach den Mund und denke innerlich "Du A-loch". Er nervt mich mit seinem ewigen negativen Gerede: Job blöd, Nachbarn blöd, Familie blöd, alles blöd... Und irgendwie schafft er es meistens, die Schuld an seinem "armen Leben" mir zu geben...
Ich schauspieler nur noch- mache gute Miene zum bösen Spiel und denke wirklich so oft, wie sehr er mich nervt!
Streiten tun wir uns eigentlich gar nicht mehr- weil es keine Reibungspunkte mehr gibt.
Wir leben nebeneinander her und das einzige Thema, welches uns verbindet, ist Paul...

Nun bin ich oft hin- und hergerissen in meinen Gefühlen, aber "tief" empfinde ich nicht mehr.
Klar gehen die ersten rosaroten Wolken ggf. irgendwann weg, aber wenn man sich noch nicht mal freut, den anderen zu sehen, ist das doch eigentlich ein Indiz dafür, dass man nichts mehr empfindet?
Wäre er ein Bekannter, so würde ich sogar sagen, dass ich ihn nicht leiden kann.

Bin ich gestört?????

Sorry, ist lang.

Kristina


  Re: Philosophische Frage: Woran erkennt man, dass man den Partner noch liebt?
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   RatzUndRübe
schrieb am 08.08.2007 14:57
streichel liebe Kristina,

oh je, hört sich irgendwie überhaupt nicht gut an, was du so von eurer Beziehung erzählst...keiner der beschriebenen Aspekte hört sich positiv an...im Gegenteil.
Selbst nach der Rückkehr von deiner Kurzreise hast du dich nicht auf ihn gefreut....das ist ja immer so ein kleiner Test, finde ich...wenn man sich länger nicht gesehen hat, ob dann noch eine Wiedersehensfreude (beiderseits) aufkommt oder nicht....
Habt ihr denn schon mal "Klartext" geredet, dass eure Beziehung so, wie sie derzeit läuft, nicht auf Dauer existieren kann ?? Wie sieht er denn eure Beziehung ??
Wenn ihr beide an der Beziehung festhalten wollt (und da gehe ich ja mal stark von aus, auch Paul zuliebe !), dann wäre vielleicht eine Paartherapie, Eheberatung, Mediator o.ä. eine Möglichkeit, aber ich glaube, das hat nur Sinn, wenn auch beide bereit sind, was zu verändern.
Auch eine "Trennung auf Zeit" wär eine Möglichkeit, ich weiß aber nicht, inwieweit ihr das logistisch einrichten könntet. Dann hätte jeder für sich die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen und sich seiner Gefühle bewusst zu werden und zu testen, wie sich eine Trennung tatsächlich "anfühlt"....

Das ist so das, was mir so dazu einfällt....ich denke, dass es sich immer lohnt zu kämpfen, statt übereilt die Flinte ins Korn zu werfen...schließlich hattet ihr ja garantiert mal eine gute solide und schöne Basis in eurer Beziehung, sonst gäbs ja wohl kaum euren Paul zwinker


Alles Gute, wie auch immer du dich entscheidest,
die RÜBE


  Re: Philosophische Frage: Woran erkennt man, dass man den Partner noch liebt?
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   Anonymer User
schrieb am 08.08.2007 15:21
Tja,

Therapie usw. haben wir schon alles durch bzw. ich bin in Behandlung. Er, obwohl von einer Art Mediator empfohlen, macht nix.

Spontan würde ich sagen, dass ich innerlich losgelassen habe....Eben WEIL die Rettungsversuche gescheitert sind und ich in eigentlich allen Extremsituationen (KiWu-Behandlung, Blutungen in der SS, Geburt, Suizid meines Vaters) total ALLEIN bin und anstatt der starken Schulter noch Vorwürfe zu hören bekomme...

Wo ist der Mann, in den ich mich mal so sehr verliebt habe???? Der mir anfangs die Sterne vom Himmel geholt hat? Aber selbst diese Sätze machen mich nicht mehr sehnsuchtsvoll.

Ich habe irgendwie das Gefühl, abgeschlossen zu haben. Mich erschreckt so auch z.B. nicht mehr die Vorstellung, alleinerziehend zu sein...
Aber es sind eben alles nur Vorstellungen!
Wie werde ich fühlen, wenn wir uns tatsächlich getrennt haben? Wird er mir dann doch wieder fehlen? Wenn man das doch vorher wüßte....

Ich bin echt erschrocken von meinen Gefühlen, bin ich eigentlich doch ein eher emotionaler Mensch...
So habe ich früher z.B. mal öfter eine Kleinigkeit mitgebracht. Eine nette Karte mit einem lieben Spruch....Aber ich habe ihm in der Richtung nichts! mehr zu sagen....


Ist das so; ist das die innere Gewißheit, eine Trennung überstehen zu können?
Klar steht Pauls Wohl an erster Stelle- aber auch ich habe noch einige Jahre vor mir und die will ich wenigstens zufrieden leben...

Übrigens Danke, dass Du nicht nachtragend bist vertragen


Kristina


  Re: Philosophische Frage: Woran erkennt man, dass man den Partner noch liebt?
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   Anonymer User
schrieb am 08.08.2007 15:46
Hallo Liebchen

Ich verfolge Deine Postings schon länger und bin der Meinung, dass es sich zwar zu kämpfen lohnt, man aber auch erkennen muss, wenn der Kampf verloren ist knuddel

Und ich schätze, das ist er bei Euch.

Er bemüht sich eh nicht, Du hast Dich bemüht, aber alleine kann man diesen Kampf nicht gewinnen.

Und Paul ?

Ich denke schon, dass er die Stimmung mitbekommt und vielleicht würde er seinen Vater noch mehr sehen, wenn ihr getrennt seid.
Wenn ich das richtig erinnere, dann sieht er ihn ja kaum, oder?

Doofer Spruch, aber er stimmt : Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Meine Eltern hatten sich jahrelang nichts mehr zu sagen, drohten ständig mit Scheidung.
Für mich war diese Kälte die Hölle und ich habe mir sooo gewünscht, dass sie sich endlich scheiden lassen, damit es endlich geklärt ist und ich weiss woran ich bin.

knuddel und , dass Du bald wieder innere Ruhe findest .


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  Re: Philosophische Frage: Woran erkennt man, dass man den Partner noch liebt?
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   RatzUndRübe
schrieb am 08.08.2007 15:57
winkewinke ich nochmal zwinker

Also, das hab ich mir in meinem ersten Posting nicht so ganz getraut zu schreiben, aber ich finde schon, dass man merkt, dass du innerlich die Beziehung schon beendet hast...scheint ja irgendwie überhaupt keine gemeinsame Basis mehr zu geben (außer Paul !).
Das ist echt schade und tut mir ganz doll leid für dich !

Aber wie du schon selbst herausgefunden hast, das Leben ist zu kurz, um unzufrieden und unglücklich zu leben. Und außerdem färbt das auf Dauer bestimmt auch auf Paul ab, wenn Mama nur noch selten fröhlich und ausgeglichen ist !

Vielleicht ist im Moment eine (wenn auch vorübergehende) Trennung tatsächlich die beste Lösung ! Und wenn ihr dann doch merkt, dass ihr ohne einander nicht leben könnt, dann seis drum. Dann habt ihr aber einen neuen Anfang....keine Entscheidung ist nicht umkehrbar, außer dem Tod leider !

Tut mir leid mit deinem Vater, meiner ist ja leider auch vor 3 Jahren gestorben und ich finde es ganz ganz furchtbar ohne ihn. Er war immer mein "Rettungsanker", wenn gar nix mehr ging, wußte er immer noch eine Lösung oder einen Rat. Gerade in der Phase kurz vor und auch nach dem Tod von Papa hab ich meine Beziehung besonders zu schätzen gelernt, wenn mein Ratz nicht gewesen wäre, wär ich sicher mit "draufgegangen", zumindest psychisch. Ich finde, gerade in solch dramatischen Lebensphasen zeigt sich der Wert einer Beziehung, zusammen lachen ist immer einfach, aber zusammen zu bestehen, wenn es einem (oder beiden) schlecht geht, das ist eine Kunst !

Ich kann dir echt nachempfinden, wie furchtbar das sein muß, daß du derzeit keinen Rückenhalt von deinem Partner bekommst, unglaublich.

Kristina, ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du wieder jemanden findest, der dein Fels in der Brandung ist und der dich glücklich macht ! Vielleicht ist es ja doch dein Mann, aber wahrscheinlich nicht....

Ich drück dich,
die RÜBE

PS.
Bin eigentlich schon nachtragend, aber hab die Namen von den Mädels, die da (wohl zurecht !) kritisch mit mir ins Gericht gegangen sind, nicht auswendig gelernt, denn die Liste war zu lang zwinker


  Re: Philosophische Frage: Woran erkennt man, dass man den Partner noch liebt?
avatar    *Charly
Status:
schrieb am 08.08.2007 18:35
Hallo!

Ich kann Dir nur von mir berichten. Solange es noch Grund zum Streiten gab, war da noch etwas zu retten. Reibung erzeugt auch Wärme. In dem Moment, in dem es mir so ging, wie Du es beschreibst, war ich auf dem Rückzug. Der Schritt zur Trennung war nicht mehr weit und auch nicht mehr abzuwenden. Was mich hinderte, war zu dem Zeitpunkt Wehmut und die leise Hoffnung, das irgendwie der Funke noch mal aufkeimen könnte. Schließlich hatte ich viel Zeit und Energie in die Beziehung gesteckt - da mußte doch was für mich "rausspringen", dass mußte sich doch gelohnt haben.

Du fragst nach Erkkenungszeichen für Liebe. Welche Art von Liebe meinst Du? Ich gehe davon aus, dass Du im Idealfall die partnerschaftlicheLiebe meinst, aber mit freundschaftlicher Liebe schon zufrieden wärst. Für mich erzeugt beides ein warmes Gefühl in der Magengegend. Eine Hand zum Anfassen, eine Schulter zum Anlehnen, ein Lächeln, welches mir / meinem Partner gilt. Liebe bedeutet meine Ergänzung für das Leben gefunden zu haben. Mein Partner bereichert mich, er stärkt mich, er fördert mich und er sieht in mir dasselbe. Er ist bemüht, dass es mir gut geht - und mir ist es wichtig, dass es ihm gut geht. Sich kümmern, Verantwortung füreinander übernehmen, ohne dies als Belastung zu empfinden.

Ich fürchte, Du weißt das alles schon. Der Prozess des Abschiedes kann lange dauern und ist nicht weniger schmerzhaft, als wenn man Knall auf Fall geht. Es ist ein leiserer Abschied. Übrigens gehen Frauen statistisch gesehen in einer Beziehung, während Männer den Abschied erst verarbeiten, wenn die Beziehung beendet ist. Du reagierst also völlig statistisch konform. zwinker

Gruß,
Charly


  Re: Philosophische Frage: Woran erkennt man, dass man den Partner noch liebt?
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   henriette
schrieb am 08.08.2007 18:42
hallo,

ich glaube, wenn man schon die frage nach den erkennungszeichen der eigenen liebe stellt, dann ist sie erloschen, denn wenn man liebt, dann weiss man das auch.

ich wuensche dir, dass du dich schadlos aus diesem lieblosen umfeld loesen kannst.

beste gruesse

h.


  Re: Philosophische Frage: Woran erkennt man, dass man den Partner noch liebt?
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   katrina
schrieb am 08.08.2007 21:41
Ich bin auch der Meinung: solange noch gestritten und diskutiert wird, ist da irgendwie noch Hoffnung auf beiden Seiten. Wenn man nicht mehr streitet und resigniert, ist meiner Meinung nach von seiten der Frauen alles vorbei. Männer sitzen ja gerne einiges aus und wollen nicht reden aber wenn Frauen nicht mehr reden wollen, wars das dann.
Durch Paul werdet ihr Euer Leben lang verbunden bleiben, bei manchen Paaren kann diese Aussicht manchmal wieder zur "Versöhnung" führen, bei Euch scheint mir das nicht mehr so.
Es ist immer schade für die Kinder aber diese Kälte zwischen Euch dient Paul nicht gerade als ideales Vorbild einer Partnerschaft. Daran solltest Du auch denken, Kinder gucken sich sooooviel ab!
Ich wünsche Dir von Herzen die Kraft für die richtige Entscheidung!


  Re: Philosophische Frage: Woran erkennt man, dass man den Partner noch liebt?
avatar    silwer
schrieb am 08.08.2007 23:05
Denk dran, Paul bekommt das mit. Und ob diese kälte zwischen euch besser ist als ein klarer Schritt und klare Verhältnisse wage ich zu bezweifeln.
Meine Schwiegereltern leben auch seit vielen Jahren so nebeneinander her. Jeder macht sein Ding, keiner fragt den anderen was er vor hat/ gemacht hat. Ich wüßte jetzt nicht worüber die beiden mal reden. Wenn einr was sagt hört der andere eh nicht zu. Meine SchwieMu trennt sich nicht weil sie doch mal vor Gott geschwoen hat.
Sowohl mein Mann als auch seine Schwester haben zu ihrem Vater kein verhältniss. Wenn sie zu ihrer Mutter fahren dann möglichst wenn er nicht da ist. er hat diese Kälte auch den Kindern gegenüber gezeigt. Beiden wäre noch heute lieber sie würden sich trennen und sagen das der Mutter auch ganz offen.
Tu deinem Sohn solch ein Familienklima nicht an. Wenn du nichts mehr empfindest dann trenn dich, lieber ein Ende mit schrecken als ein Schrecken ohne Ende!


  Was bist du bereit zu leisten?
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   Conny*
schrieb am 09.08.2007 17:25
Mich gruselt es, wenn ich die Beschreibung deiner Ehe durchlese. Und wenn mein Partner mich so am langen Arm verhungern lassen würde wie du das bei euch beschreibst, ich würde leiden wie ein Hund.

Zitat

Mich interessiert es einfach nicht mehr, was er zu sagen hat. In meinen Augen redet und redet er und sagt doch nichts (aus).

Aua, das würde mich tief treffen. Das Gefühl, das ich - egal was ich sage - nicht mehr zu meinem Partner durchdringe und es den nicht die Bohne interessiert was ich zu sagen habe, das ließe mich extrem aggressiv werden.

Zitat

Als ich Montag von einer Kurzreise zusammen mit Paul gegen 18 Uhr nach Hause kam und er nicht da war, aber per Mailbox um Nachricht, wann wir denn daheim wären, gebeten hat, habe ich ihn nicht informiert. Hatte einfach "keinen Bock" auf seine Anwesenheit.

Das ist echt starker Tobak. Er bittet darum das du Bescheid sagst - aber du willst ihn nicht sehen. Und damit hat er auch nicht die Gelegenheit, sein Kind zu begrüssen. Sehr unfair, vor allem deinem KInd gegenüber.


Ganz ehrlich: du behandelst ihn wirklich mies. Ich weiß nicht, was bei euch vorgefallen ist und warum du ihn so "bestrafst" - du bestrafst dein Kind gleich mit.
Ob du ihn liebst oder ob diese Ehe weiter besteht, das hängt davon ab, ob du noch einmal bereit bist, dich an ihn anzunähern und "Aufwand" zu betreiben: ihm zuzuhören, auf ihn zuzugehen und noch mal einen Versuch zu starten um euch aneinander anzunähern. Bist du bereit dazu? Dann wird sich zeigen, was an Liebe noch übrig ist und ob es weitergeht.

Meine Meinung ist: ihr seid nicht alleine, habt ein gemeinsames Kind, das unter einen eventuellen Trennung leiden würde. Von daher lohnt sich ein Versuch der Versöhnung immer, bevor Eltern ihre Partnerschaft endgültig begraben und getrennter Wege gehen. Und die KInder die Zeche bezahlen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.07 17:29 von Conny*.


  Re: Philosophische Frage: Woran erkennt man, dass man den Partner noch liebt?
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   henriette
schrieb am 09.08.2007 18:25
"Ich muss ständig daran denken, was er mir in der Beziehung schon vorgehalten hat (nicht gut sein, nicht küssen können usw. usw.).

. Er nervt mich mit seinem ewigen negativen Gerede: Job blöd, Nachbarn blöd, Familie blöd, alles blöd... Und irgendwie schafft er es meistens, die Schuld an seinem "armen Leben" mir zu geben... "


@ conny: diese zitate habe ich in dem selben posting gefunden aus dem du zitierst.

ich mag nicht ganz glauben, dass es hier nur einen partner gibt, der den anderen emotional aushungern laesst.....


beste gruesse

h.


  Re: Philosophische Frage: Woran erkennt man, dass man den Partner noch liebt?
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   Trillian_06
schrieb am 09.08.2007 19:02
Liebe Kristina,

eure Situation hört sich schrecklich an. Wir waren vor 3,5 Jahren auch schon mal am Ende. Hatten uns nix mehr zu sagen, gingen uns nur noch auf den Geist. Wir haben uns vorübergehend getrennt, wieder zu uns selbst gefunden. Gemerkt wie das ist, sich wieder mit sich selbst wohlfühlen. Und das war dann die Ausgangsbasis, wieder den einst geliebten Menschen im anderen zu entdecken. Wieder zueinander finden.

So oder so scheint mir der 1. Schritt jetzt eine räumliche Trennung zu sein. Was dann daraus wird, kann nur die Zeit bringen. Aber ihr quält und bestraft euch doch nur noch gegenseitig. So wird es auf keinen Fall wieder besser, glaub ich.

knuddel
Trillian


  Da hast du vollkommen recht!
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   Conny*
schrieb am 09.08.2007 19:25
Das eine Partnerschaft den Bach runter geht, dazu gehören immer zwei.
Aber den Partner so massiv zu ignorieren bringt schon eine andere Dimension und Dynamik in einen Ehekrieg als ungerechte und verletzende Vorwürfe. Mit den Vorwürfen kann man sich auseinandersetzen - wird man ignoriert hat man keine Chance auf ein Gespräch und eine Annäherung. Im schlimmsten Falle kann das sogar zu Gewalt führen: hauste jemandem eine aufs Maul, dann hast du wenigstens kurz mal die Aufmerksamkeit.
Mir ging es hier auch darum, die Situation des Partners vor Augen zu führen. Wie gesagt: es gehören immer 2 zum Gelingen wie zum Untergang einer Ehe. Und da muß man sich halt auch mal an die eigene Nase packen und sich fragen, wo man selber den Karren in den Dreck gefahren hat. Und wo man mithelfen kann ihn wieder rauszuholen. Wenn man es denn will.


  Du gibst Dir die Antwort schon selber...
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   Sarah_J
schrieb am 09.08.2007 23:57
... und sie ist folgerichtig nach allem, was sich leider bei Euch entwickelt hat - weißt ja, wir haben auch schon lange Probleme, ich hab Eure Entwicklung verfolgt + ziehe momentan ziemlich den Kopf ein, weil ich mit uns vergleiche + mich frage, an welcher Stelle wir wohl sind...

Liebe Kristina - Du hast gekämpft wie eine Löwin. Jahrelang. Hast die ganze Palette erlebt, alles versucht... Irgendwann ist dann keine Kraft mehr da. So wie Du es schreibst, ist es gut: Du wirst das Loslassen nun schaffen. Eben weil die Emotionen raus sind. Du brauchst Dir überhaupt keine Vorwürfe machen - Du hast wirklich alles versucht. Ich weiß, was Du durchgemacht hast. So muß niemand bis zum Ende seines Lebens leben. Und so wie Du es jetzt schreibst auch nicht.

Am Wichtigsten ist trotzdem die Frage, wie Du / Ihr dann mit Paul umgeht. Dazu kann ich gar nichts sagen außer: Er sollte seinen Vater sehen können, sooft er will bzw. ihn braucht. Will der Vater das nicht, ist's was anderes bzw. hast Du m.E. die Aufgabe, Paul auch dann noch seinen Vater nicht schlecht zu reden. Gleiches gilt für die Eltern Deines Mannes. Das sage ich aus der Erfahrung mit meiner großen Tochter heraus. Als sie ihren Vater sehen wollte, waren fast 15 Jahre vergangen, in denen wir beide ihn nicht mehr gesehen hatten. Meine Große war 18 - was hatte ich Angst davor (was würde er ihr erzählen über uns, unsere Beziehung, unsere Trennung?), was war ich froh, daß ich ihr gegenüber nie so negativ gesprochen hab, wie ich es durchaus hätte tun können - so hatten sie beide eine Chance auf ein (recht spätes) Kennenlernen.

Es klingt durchaus so, als hättest Du ruhigere + für Dich bessere Zeiten vor Dir. Das wünsch ich Dir + Paul ganz toll!!!

Sarah


  Re: Da hast du vollkommen recht!
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   Anonymer User
schrieb am 11.08.2007 22:13
Hi Conny,

sicher, Du hättest mit vielem Recht, WENN ich nicht schon über diesen Punkt hinweg wäre...
Meine Frage mit der Liebe war wirklich nur philosophisch gemeint und ich dachte, dass mir eventuell jemand antwortet, der sich tatsächlich getrennt hat... Bislang war immer ich es, die verlassen wurde und das waren dann ganz andere gefühle...

Reibung erzeugt Wärme, wie charly auch schreibt. Aber da wir uns nicht mehr reiben, gibt es auch keine tiefe und echte Wärme mehr...


Liebe Grüße
Kristina




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