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  ich bin sehr traurig...
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   Petra72Z
schrieb am 26.07.2007 16:56
ich denke, nach vielen Hin und Hers ist unsere Ehe gescheitert...
wir kennen uns seit fast 15 Jahren und waren unheimlich verliebt. unheimlich zärtlich. liebevoll.

ich mag ihn immer noch sehr, als Mensch, als Freund... aber die Entwicklung, die er genommen hat... mit nichts zufrieden zu sein, schon gar nicht mit mir als Frau und deren Konsequenzen... er ist nicht mehr der, der er war. auch ich bin nicht mehr die für ihn, die ich war... ich bin zu sehr enttäuscht worden in dem Jahr und zog mich immer mehr zurück, was mich nur noch uninteressanter machte... Typ motzende Ehefrau. und es gab immer was zu motzen... sei es die unaufgeräumte Wohnung, sein Desinteresse an gemeinsamen Ritualen oder seine viele Zeit für andere Frauen im Chat.

ich hatte meine Zusage für den neuen Job ein paar Tage, da fiel ihm ein... wir müssen ja nicht hier (wo mein Job und das Haus ist) wohnen bleiben. wir könnten ja auch z.B. nach Hamburg ziehen... da gibt es zwei gute Chat-Bekanntschaften von ihm! ansonsten kennen wir da NIX.

wer jetzt denkt - was soll's... ist eh ein Charakterschwein... DAS glaub ich eben nicht. leider ist es nicht so ganz einfach und ich denke, er hat auch versucht seine sterbenden Gefühle irgendwie zu übertölpeln, sonst hätte er auch schon lange gehen können... aber es half alles nichts. wir haben uns nur immer weiter voneinander entfernt.

ja... natürlich bin ich ruhiger geworden und habe mich im ersten Jahr ganz auf das Kind konzentriert. aber ich bin immer gerne weg gewesen, habe gerne Freunde um mich usw. das war nun alles mit Kind nicht mehr so leicht... alte Bekannte hatte ich hier nicht, weil ich zwei Jahre woanders gearbeitet hatte...

eigentlich weiss ich es schon lange. es gab schon eine situation, die alles ausgelöst hat...als Familie, Haus und Kind und Frau nix mehr zählten. Ab da war ich schon machtlos. so war ich es das ganze Jahr... ich war machtlos seinen Gefühlen gegenüber anderen... nein, nix körperliches... aber geistig und seelisch.. gefühlsmässig war er immer woanders. ich war immer noch bei ihm. aber was ich ihm geben konnte, war nicht das Abenteuer, wonach er sich sehnt.

ich hab mir das alles so anders vorgestellt... für Lara... für uns als glückliche Familie, die Zukunft ganz rosig, schönes Haus mit Garten... ich dachte immer, wenn jemand keine Probleme bekommt, dann wir... aber falsch. so falsch.

vielleicht ein Geschwisterchen für das süsseste Kind der Welt... aber da schon die erste Enttäuschung, mit der ich auch nicht leben konnte... er wollte kein zweites Kind. okay... es war nicht der passende Moment. aber seine neue Lebenseinstellung, sich auslebne usw... dazu passt auch kein zweites Kind. ein großer Wunsch ist gestorben. jetzt bekomm ich keines mehr, kein Geschwisterchen für Lara. vielleicht verstehen Männer das nicht... es ist eine ganze Welt, die zusammenbricht.

seit Montag arbeite ich wieder. immerhin ein kleiner Lichtblick.

das schlimmste für mich ist Lara... wie soll ich ihr erklären, wenn ihr geliebter Papa nicht mehr bei uns wohnt? irgendwann auszieht? bzw. wir alle ausziehen, denn das Haus kann keiner von uns alleine halten... wenn sie weint, bricht es mein Herz. sie ist doch noch so klein. ich hab es mir so anders vorgestellt. er war immer mein bester Freund, ich fühlte mich nie allein mit ihm. ich hab seine Gegenwart so genossen... wenn wir Urlaub hatten, waren wir so glücklich miteinander und wenn der Urlaub vorbei war, habe ich ihn vermisst... weil ich ihn nur noch abends sah... wo ist dsa hingegangen...

meine Eltern sind alt und krank und wohnen weit weg, mein Bruder arbeitet für zwei Jahre in England. ich fühl mich ganz allein. ich versuche gerade, wenigstens meine Eltern hierher zu bekommen. ein bisschen Zeit noch für uns...

ich hab so lange gehofft. so lange mit Trennung gedroht. jetzt weiss ich, es gibt an sich keinen anderen Weg. denn so wie er war, wird er nicht mehr... und will er nicht mehr sein. und so wie er ist, will ich ihn nicht mehr haben oder kann es nicht ertragen. viele sagen mir, ich hab schon viel ertragen... ich weiss nicht. vielleicht habe ich auch viele Fehler gemacht. nun ist es zu spät.

danke, wenn ihr das lest. nehmt mich einfach in den virtuellen arm. bitte...


  Re: ich bin sehr traurig...
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   sabine_mit_zwillis
schrieb am 26.07.2007 17:42
Das ist sehr traurig, das es soweit gekommen ist.Ich weiß zwar nicht, wie ich dich trösten kann...aber es ist besser einen Exmann als guten Freund zu haben, als einen Mann als Feind.Ich drücke dich ganz feste und wünsche dir und deiner kleinen süßen alles Glück dieser Welt.knuddel


  Re: ich bin sehr traurig...
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   peyote
schrieb am 26.07.2007 19:55
Liebe Petra,
das tut mir wirklich sehr leid. Für mich hört sich das wirklich nach Chatsucht an. Wie hat er denn auf deine Drohungen reagiert? Macht ihm das gar nichts aus? Ich kenne auch jemanden, der dem virtuellen Leben hinterher rennt und darüber die Realität vergisst. Eine üble Sache. Ich hoffe, dass dein Mann noch früh genug aufwacht und erkennt, dass das reale Leben doch viel schöner ist als die Traumwelt.

Liebe Grüße,
peyote


  Re: ich bin sehr traurig...
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   lucky*3
schrieb am 26.07.2007 22:36
ach Petra, und ich dachte, die Frau im Beruf, das wäre das was er wollte. Hab mich so gefreut für dich, für euch, dachte, das ist das, was euch hilft...

bist du die einzige die für euch kämpft?

Ja, man hört deine Traurigkeit, dein Schmerz in deinen Worten, in deinen Gedanken.

Es tut mir so leid, für dich, für euch, als Paar, als Eltern.

Petra, ich drück dich ganz fest, ich hoffe, ihr findet einen Weg mit dem ihr alle leben könnt.

streichel


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  Re: ich bin sehr traurig...
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   Conny*
schrieb am 27.07.2007 10:53
knuddel

Liebe Petra,

das ist auch einfach traurig, wenn du erkennen mußt, das es so nicht weitergeht, wie man es sich erträumt und gehofft hat. Ich wünsche euch allen dreien viel Kraft, damit ihr euch sortiert bekommt, wie auch immer es für euch am besten ist.


  Re: ich bin sehr traurig...
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   gelöschter User
schrieb am 27.07.2007 14:19
Oh je... ich nehme Dich feste in den Arm!!! Das liest sich ja, als hätte ich es über meine Ex-Beziehung geschrieben traurig wie gut kann ich Dich verstehen...ja... und noch heute denke ich oft, ob man es hätte ändern können, ob man hätte 5 Jahre durchstehen müssen.

Nein. ICH konnte sie nicht durchstehen. Und in der Zeit hat er einer Frau das Leben gerettet, er MUSSTE also laut Plan zu der Zeit genau DORT sein. Also hat alles einen Sinn... vielleicht... für ihn....

Ob das bei Euch auch so ist? Dass ein Sinn darin steckt? Irgendwie? Den man nur noch nicht erkennen kann?

Wenn Du magst, kannst Du mir PNen, ich erzähle gerne, aber nicht alles öffentlich.

Und in dem Gefühlschaos nehme ich Dich einfahc nochmal in den Arm. Das "andere" kann man dann nächstens in größerer Ruhe angehen...

knuddel von


  In die Arme!
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   Esda
schrieb am 30.07.2007 23:39
Lautsprecher an, Taschentücher bereitlegen und mitsingen.
Ob zu zweit oder zu dritt - das Lied passt immer!

[www.clipfish.de]

Ich drück dich ganz, ganz feste!




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