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  Entsetzt wie mein Opa im Krankenhaus behandelt wird (lang)
avatar    sunshine99
schrieb am 16.01.2007 19:02
Hallo ihr Lieben,

ich muß mir das jetzt von der Seele schreiben.

Mein Opa (84) hat kurz vor Weihnachten die Diagnose Darmkrebs bekommen.
Er wurde dann am 04.01. operiert. Es war eine absolute Risikooperation. Mein Opa hat eine Rechtsherzinsuffizienz und schon in der Krankenvorgeschichte Thrombosen gehabt. Er muß blutverdünnende Medikamente einnehmen. Er hatte einen Tag vor der OP drei Embolien. Während der OP hat es Probleme mit seinem Herz gegeben, so das man ihn nur medikamentös am Leben halten konnte. Danach war er 6 Tage auf der Intensivstation. Dort bekam er Herzrhythmusstörungen und es wurde eine Herzdruckmassage gemacht. Man mußte ihn intubieren so das ein Zahn verloren gegangen ist und er nicht mal seine 3. Zähne tragen kann. Ich bin wirklich Gott auf Knien dankbar das er noch am Leben ist. Er hat bis jetzt soviel durchmachen müssen.

Seit Mittwoch letzter Woche ist er wieder auf der normalen Station. Am Wochenende ist uns dann so langsam klar geworden das man sich nicht gut um ihn kümmert. D. h. man stellt ihm am Morgen Semmeln oder lieblos in Stücke geschnittenen Toast hin den er ohne Zähne nicht essen kann. Mittags bekommt er ganz normales Essen das er natürlich auch nicht essen kann und Abends ist es das gleiche. Beim Essen hilft ihm keine Sau (sorry das ich das so schreibe, aber ich bin stinkend sauer). Mehrfach haben wir das Personal darauf aufmerksam gemacht. Geändert hat sich bis jetzt nichts.

Seit Montag gehe ich mit meiner Mutter jeden Mittag zu ihm um ihn zu füttern und das Essen ganz klein zu schneiden (er ist so schwach das er nicht mal sein Essen schneiden kann, geschweige richtig zum Mund führen kann). Abends ist meine Tante bei ihm um ihn zu füttern.

Inzwischen ist es soweit das wir losgegangen sind um Hipp Gläser zu kaufen.

Er ist so schwach das er selbst nicht aufstehen kann. Man setzt ihn dann zum Essen raus. Zwei Krankenschwestern haben ihn dann aus dem Bett geholt und da stand er vor mir und ihm ist der Speichel aus dem Mund auf dem Boden getropft. Er saß dann in seinem Stuhl wie ein Häufchen Elend vor uns. Wenn ich das hier so schreibe laufen mir die Tränen vom Gesicht.
Unglaublich wie das Personal mit so einem alten Mann umgeht. Wenn wir ihn nicht füttern würden (er isst fast nichts), die würden im KH das Essen so wieder mitnehmen wie sie ihm es hingestellt haben.
Wie blöde muß man sein um ihm so etwas zum Essen hinzustellen. Die sehen doch selbst das mein Opa keine Zähne im Mund hat.
Ich bin schockiert und traurig über solch ein Benehmen. Trotz mehrfachem Bitten ihm püriertes Essen zu bringen ist bis heute nichts passiert. Was sind das für Zustände???

Er hat eine Urinflasche da er nicht aufstehen kann. Da er auch Probleme mit der Prostata hat braucht er immer diese Flasche in seiner Reichweite, da er oft sein kleines Geschäft nicht halten kann. Des öfteren wenn ich zu ihm komme habe ich bemerkt das man ihm keine Flasche da gelassen hat. Dann lauf ich los um ihm eine zu bringen. Wie blöd sind die dort eigentlich!

Man brauch nicht meinen das sich dort eine Schwester oder ein Pfleger nur 5 Minuten Zeit nehmen um mal ein paar nette Sätze zu ihm zu sagen oder das man ihm nur mal über den Kopf streichelt.
Zum Teil ein unmenschliches und emotionsloses Benehmen.

Und das noch als Privat-Patient. Was blüht da einem, wenn man gesetzlich versichert ist.

Ich weiß in der Pflege ist alles unterbesetzt, aber so gehts doch auch nicht. Was sind das für Zustände.

Was würdet ihr tun damit sich da was ändert?

Danke fürs zuhören (lesen).


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.07 19:18 von sunshine99.


  Re: Entsetzt wie mein Opa im Krankenhaus behandelt wird (lang)
no avatar
   adia1
schrieb am 19.01.2007 19:13
Hallo Tanja,

laß dich malknuddel. Das tut mir wirklich leid für eure Familie!
Leider ist das im Gesundheitswesen immer schlimmer.
Meine Oma hatte vor Weihnachten einen Schlaganfall und sie haben ihr in der Reha eine Infusion in den gelähmten Arm gegeben, was absolut kontraindiziert ist, weil der gelähmte Arm aufgrund der fehlenden Muskulatur die Flüssigkeit nicht weiterleiten kann. Wir haben uns dann gleich beschwert, seitdem achten sie darauf.

Es ist leider so, daß man sich selber informieren muß und viel nachfragen, damit die Ärzte und das Pflegepersonal merken, daß der Patient nicht alleine dasteht. Meistens kümmern sie sich dann besser. Du mußt die wirklich immer wieder nerven und evt. auch richtig Druck machen, falls es freundlich nicht geht.
Ist zwar eigentlich auch nicht meine Art, aber es geht manchmal nicht anders.
Im Internet bekommst du viele Informationen zur Krankheit deines Opas.
Es ist wirklich schlimm, daß man zum einen mit der Krankheit eines geliebten Menschen klar kommen muß und dann auch noch mit den zuständigen Personen "kämpfen" muß.

Ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Kraft!!!

Lg
Adia


  Re: Entsetzt wie mein Opa im Krankenhaus behandelt wird (lang)
avatar    suppenhuhn66
Status:
schrieb am 20.01.2007 22:46
liebe tanja!

das ist ja wirklich eine frechheit, das hat mit pflege wirklich nix zu tun!!!!!!Ich bin sauer
ich bin selbst Krankenschwester und nie, nie würde ich einen patienten so schlecht behandeln.

da du das personal ja bereits erfolglos aufmerksam gemacht hast und das nichts nützt, würde ich mich an deiner stelle direkt an die pflegedirektion mit einer beschwerde wenden.
denn nicht jeder patient hat angehörige die hinter ihm stehen und solche zustände gehören Stop!

liebe grüße
suppenhuhn




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