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  Ach Ihr,....
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   Mellilein1
schrieb am 02.01.2007 16:43
Alles Mist.
Irgendwie habe ich tierische Angst vor dem neuen Jahr.
Es ist mir so, als wenn ich das Unglück magisch anziehe.
Kurze Chronologie des Unglücks:
- April 2002 meine Stiefoma stirbt im Alter von 57 Jahren, ich im 4. Monat schwanger und war dabei
- 10.09.2002 unser Nils wurde geboren, keine 24 Stunden später eröffnen uns die Ärzte, das er lebensbedrohlich erkrankt wäre, und vielleicht st... müsste. Es stellte sich zum Glück als Fehldiagnose heraus.
-06.12.2002 meine 48 Jahre alte Mutter erkrankt unheilbar an Krebs
-Januar 2003 nächste OP meiner Mutter Totaloperation und anschließende Strahlentherapie
- Februar 2003 meine Uroma stirbt, ich war dabei
- Februar 2003 Nils erster Kruppanfall,
- März 2003 mein Onkel stirbt mit 65 Jahren
- während des Jahres schlimme Rückschläge bei meiner Mutter, immer wieder Operationen an der Wirbelsäule,
- Onkel erkrankt ebenfalls an Krebs
- mein Patenkind, 8 Jahre, bekommt eine halbseitige Gesichtslähmung die ihn entstellt
- 2004, meine Mutter wird zum Pflegefall,
- Juli 2004 palliative Chemotherapie wird angesetzt
- August 2004 ein guter Freund stirbt
- 10. September 2004 der letzte Geburtstag mit Nils und seiner Omi
- 13. September, meine Mutter muß ins Krankenhaus es geht zu Ende
- nach 9 Tagen Todeskampf ist es vorbei, ich bin gerade 30 Jahre alt, meine Mama 5o Jahre.
- Schwierigkeiten meinen Vater, meinen Mann, unser Kind und mich aufzufangen
- 12. Februar mein Opa stirbt, (Vater meines Vaters). Mein Papa und ich sargen ihn ein.
- 16. Februar Trauerfeier
- 28. Februar mein Vater stirbt ganz plötzlich und ohne Vorankündigung an den Folgen mehrerer epileptischer Anfällen (erstmalig aufgetreten)
-ein tiefes Loch, mein Vater war 54 Jahre alt.
- habe diese Zeit nur durch meinen Mann und Nils durchgehalten.
-Januar 2005: wir sind bereit für ein 2. Kind, es klappt relativ zügig
-02.Februar 2005 MA in der 8. Woche
- Loch wo bist du?
-neue Hoffnung im April 2005 wieder schwanger
- 30. Mai (ein Tag vor meinem Geburtstag), unser Baby ist gestorben. Ausschabung in der 13. Woche
- 26.12.2006 wäre mein Entbindungstermin gewesen.

Glaubt Ihr mir, wenn ich schreibe das ich Angst habe? Ich kann nicht mehr, was muß ich noch alles aushalten? Dazu noch Schwiegereltern die zum Kotzen sind, keine Geschwister, alle anderen wohnen weit weg, meine Freundin ist ausgewandert, und und und.
Danke das ich mich loslassen konnte,
Mellilein1


  Re: Ach Ihr,....
avatar    Alisea
schrieb am 02.01.2007 17:54
Mein Gott, was mußt du noch durchmachen, du Arme!
Laß dich mal in den Arm nehmen
Das ist ja schrecklich, was ist denn in eurer Familie los?
Ich glaube das Schlimmste ist, die eigene Mutter zu verlieren, daran darf ich nicht mal denken, ohne dass mir die Tränen in die Augen treten!
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Glück der Welt, viel Kraft und Mut!

Alles Liebe
Alisea


  Re: Ach Ihr,....
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   Mellilein1
schrieb am 02.01.2007 21:04
Hallo Alisea,
ja, es ist schrecklich wenn man seine Eltern verliert. Ich hatte das große Glück bei meiner Mutter sein zu dürfen und ihr die Hand zu halten als es soweit war.
Manchmal, so wie heute, verläßt mich der Mut. Ich denke ich halte nur für meine Familie durch, so werde ich bestimmt irgendwie wieder zu mir finden.
LG
Mellilein1


  Re: Ach Ihr,....
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   Steinchen*
Status:
schrieb am 02.01.2007 21:55
Oh man, Mellilein - Du verdienst unser aller Respekt!!! DAS auszuhalten können nicht viele!

Und ja - ich glaube Dir, dass Du Angst hast, denn Du fragst Dich, wie oft der Teufel noch auf Deinen Haufen scheißen will. Ich kenne das und habe mir die Frage ebenfalls oft gestellt!

Und ich weiß keine Antwort, aber ich versuche, nach dem Grundsatz - Everything happens for a reason - und - man kann das Leben nur rückwärts verstehen - zu leben.
Das hilft Dir zwar nicht weiter, aber auch wir warten auf das Ende der Katastrophen... Irgendwann, meine Süße, irgendwann sind auch wir - Du und ich - mal dran mit Glück haben!

Ich bin stolz auf Dich!!!!!!!!


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  Re: Ach Ihr,....
avatar    Katrini
schrieb am 03.01.2007 16:48
Ja das ist hart. Ich verstehe dich gut. Meine Mama ist auch an Krebs gestorben als ich 25 war, mein Vater starb an einem Herzinfarkt als ich 16 war.
Omas und Opas sind auch tot, ich habe nur noch eine 85 jährige Oma, sie ist meine einzige Verwandte.
Es geht also auch anderen so. Auch ich verinke ab und zu gerne in Selbstmitleid. Ich habe 10 Jahre gebraucht um mit ICSI schwanger zu werden, jetzt bin ich es aber ob es gut geht weiß ich auch nicht.
Du hast einen Mann und einen gesunden Sohn. Versuch nicht nur das Negative zu sehen. Ich weiß es ist schwer.
Aber versuch es, Selbstmitleid hilft nicht und Depressionen kannst du dir nicht leisten!


  Re: Ach Ihr,....
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   Ella31
schrieb am 05.01.2007 15:07
Liebe Melli,

ich bin sprachlos, was Du in der letzten Zeit alles ertragen musstest. Mein herzliches Beileid.
Ich habe vergangenen Sommer meinen Papa verloren und musste kurz darauf fürchten, dass der Krebs meiner Mama erneut ausbricht, was sich glücklicherweise als Fehlalarm herausgestellt hat. Ich bewundere, daß Du trotz allem doch recht gefasst klingst.
Du hast einen Schatz und einen süßen Sohn - ihr Drei werdet ein wunderbares Jahr und noch viele viele mehr haben.

Ich wünsche Dir alles Gute
liebe Grüße,
Ella


  Re: Ach Ihr,....
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   Mellilein1
schrieb am 05.01.2007 22:44
Danke für Eure Worte, ja Ella, Du hast recht, ich "höre" mich immer sehr gefasst an, bin es nach außen auch, aber in mir.
Nachts kann ich manchmal gar nicht einschlafen, da kommen mir sämtliche trüben Gedanken in den Kopf. Sobald mein Mann oder Nils krank sind, oder etwas anders sind als sonst gerate ich regelrecht in Panik.
Ich drücke uns allen die Daumen aus unseren Krisen herauszukommen,
DANKE
Mellilein1




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