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  bin am boden zerstört, bruder wollte sich...
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   lieber ohne name
schrieb am 08.05.2006 07:57
Guten Abend,


bin echt fix und fertig, schreibe Euch heute auch nicht mit meinem Nickname, bitte versteht das. Bin sonst eigentlich im Schwangerenforum, aber Goldlöckchen empfahl mir, auch hier zu posten! Gestern abend bekam ich einen Anruf von meiner Mama, ich dachte, dass kann doch nicht wahr sein. Mein Bruder wollte sich gestern das Leben nehmen, er suchte sich in unserer Stadt das größte Hochhaus aus, stieg über die Absperrung und wollte springen. Mir kommen schon wieder die Tränen, wenn ich daran denke, was hätte alles passieren können. Besorgte Bewohner riefen dann Polizei und Krankenwagen! Ein Psychologe von der Polizei konnte ihn dann dazu bewegen, dass er sich beruhigen sollte und er kam gott sei dank zur Vernunft! Ich bin tot unglücklich, ´bin nur noch am heulen, ich versteh es einfach nicht! Er ist grade mal 20, warum habe ich nicht gemerkt, dass er so verzweifelt ist? Meine Mama ist jetzt bei ihm im Kh, sie haben ihn dann gleich mitgenommen! Er tut mir so wahnsinnig leid, ich liebe ihn doch so dolle! Mein Mann hat aber auch gesagt, ich soll an unser ungeborenes Baby denken, mich nicht allzu sehr aufregen! Ist aber alles im Moment echt nicht einfach!


DANKE fürs zuhören!!!


LG


  Re: bin am boden zerstört, bruder wollte sich...
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   Moni31
schrieb am 08.05.2006 10:43
Hallo, liebe Anonyme!

Lass Dich bitte erstmal ganz fest drücken!!!

Ich denke mal, dass Blüte oder Daniela auch noch was dazu sagen werden.

Aber, was mir in diesem Fall ganz, ganz wichtig ist, zu sagen:

mach Dir bitte, bitte keine Vorwürfe, dass Du "nichts bemerkt" hast oder dass Du "ihn nicht davon abhalten" konntest.

Bei so starken Depressionen, dass den Betroffenen der Suizid als einziger Ausweg erscheint, kannst Du kaum Einfluss nehmen.
Sag Dir bitte bloss nicht, Du hättest als Schwester versagt. Ich bin mir sicher, Du bist eine ganz grossartige Schwester.

Dein Bruder braucht dringend "professionelle" Hilfe, in Form einer Therapie und evtl. medikamentöser Einstellung.

Ich weiss, es ist leichter gesagt als getan, aber zermartere Dich nicht mit Sorgen.
Du brauchst Deine Kraft für Dich, besonders jetzt.
Du musst darauf vertrauen, dass jetzt alles gut wird. Schliesslich hat er durch seinen Suizidversuch eine Art "Hilfeschrei" abgegeben. Dadurch kann ihm jetzt von anderer Seite her geholfen werden!
Ich wünsche Euch alles Gute!
streichel

LG
Moni



Beitrag geändert am : (Mo, 08.05.06 10:44)


  Re: bin am boden zerstört, bruder wollte sich...
no avatar
   true
schrieb am 08.05.2006 12:43
Hello

Du musst probieren das Du Dir das ganze nicht so zu Herzen nimmst. Behandle Deinen Bruder so normal wie nur geht!
Ich weiss wovon ich da rede.
Ich habe auch schon einen Soizid-versuch hinter mir!!
Ich hab eine Packung Tabletten geschluckt und mich bei den Pulsadern verletzt!!
Aber dank meiner Familie und Freunde geht es mir Heute 200% besser!!!!!!
Meine Schwester hat mich mal gefragt , Ob ich es nochmal machen würde wenn ich die Zeit zurück drehen könnte.
Ich hab Ihr gesagt : JA!!
Ich geniesse das Leben jetzt viel mehr und kann mich auch über kleinigkeiten freuen.Ich bin viel Selbstbewuster und Stärker.
Also für mich war es eigentlich gut!!!!!!
Bei mir wurde jetzt vor ein Paar Tagen eine Krankheit Diagnosteziert womit ich Damals sicher nicht so leicht zurecht gekommen werde!!
Also Kopf hoch und sag Ihm er soll das Leben so sehr Geniessen das es schon fast Weh tut!!!!!! Sonne


  Re: bin am boden zerstört, bruder wollte sich...
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   Alina1977
schrieb am 08.05.2006 21:36
Was dein Bruder jetzt braucht ist die Unterstützung seiner Familie und natürlich auch psychologische Betreung. Das wichrigste ist, dass seine Familie jetzt zu ihm steht und für ihn da ist.

Ichwünsche euch viel Glück und Kraft und hoffe ganz sehr, dass deinem Bruder geholfen wird.




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  Re: bin am boden zerstört, bruder wollte sich...
no avatar
   Blüte
schrieb am 10.05.2006 10:09
Liebe Unbekannte,

es ist absolut normal und auch völlig verständlich, dass du sehr aufgeregt, besorgt und erschüttert bist.

Sicher wäre es besser, wenn dir und deinem Baby (und deiner Familie) diese Aufregung erspart worden wäre, aber leider richtet sich das Leben nicht immer danach, was "besser" wäre. Grundsätzlich wird es deinem Baby sicher nicht schaden, wenn du im Moment traurig bist. Dein Kind ist dir so nah, wie es nur geht und bekommt automatisch mit, ob du fröhlich, ärgerlich oder traurig bist. Das ist auch in Ordnung, so wird es auf das Leben vorbereitet, das nun mal nicht nur Fröhlichkeit und Glück enthält.
Von daher ist der Rat, dich nicht zu sehr aufzuregen und an dein Kind zu denken sicher richtig und gut gemeint, aber wahrscheinlich im Moment nicht wirklich umzusetzen. Je mehr "schlechtes Gewissen" du gegenüber deinem Baby hast, weil du dich so sehr um deinen Bruder sorgst, umso mehr wirst du dich aufregen, dass du dich aufregst. Ein Teufelskreis, in den du dich am besten gar nicht erst begibst.
Wenn du dir Sorgen machst, was diese Aufregung und der Kummer für dein Kind bedeutet, dann geh am besten zu deinem Frauenarzt oder zu deiner Hebamme, besprich deine Ängste bezüglich der "Folgen" für dein Kind und du wirst sicher kompetenten Rat erhalten.

Was deinen Bruder betrifft, wurde hier ja schon einiges gesagt.

Menschen, die sich umbringen wollen, senden nicht unbedingt Signale, die für ihre Familie, ihre Freunde eindeutig sind.
Manche Menschen sprechen oft davon, sich umbringen zu wollen und tun es nicht. Andere sagen gar nichts und bringen sich um. Ein Laie ist überhaupt nicht in der Lage, die Signale richtig einzuordnen, manchmal sind das nicht einmal die Ärzte. Insofern braucht ihr euch wirklich keine Vorwürfe zu machen, dass ihr nichts "gemerkt" habt. Woran will man ein solches Vorhaben denn erkennen?

Abgesehen davon ist es ja auch so, dass man einen Menschen, der sich wirklich umbringen will, letztlich nicht davon abhalten kann. Eine harte Aussage, aber wenn du dir es einmal überlegst, wirst du merken, dass sie leider wahr ist. Niemand kann immer "überwacht" werden, in der Klinik ja, aber sobald ein Mensch die Klinik verlässt, ist er nicht mehr 24 h überwacht. Das können keine Freunde leisten, das kann keine Familie leisten, müssen sie auch nicht. Den meisten Menschen kann nach einem Selbstmordversuch durch Therapien, Medikamente und Begleitung ja auch geholfen werden, ins Leben zurückzufinden.

Und die dritte Anmerkung betrifft deine Liebe zu deinem Bruder bzw. die Liebe der ganzen Familiezu ihm. Menschen, die sich umbringen wollen, sind aus den unterschiedlichsten Gründen (Krankheit, persönliche Probleme usw.) in einer für sie in diesem Moment aussichtslosen Lage, sie sind verzweifelt und können auf die Signale ihrer Umgebung (Zuwendung, Sorge, Liebe, Unterstützung) nicht mehr reagieren, sonst würden sie diesen Schritt ja auch nicht gehen.
Wenn ein Selbstmordversuch gescheitert ist und dem Menschen durch Fachleute geholfen wird, ist er langsam wieder in der Lage, seine Umgebung entsprechend wahrzunehmen, d.h. auch die Liebe und Fürsorge seiner Familie zu registrieren.

Liebe Unbekannte, dein Bruder hat einen langen Weg vor sich, den ersten Schritt hat er aber schon getan, indem er nicht gesprungen ist. Letztlich muss er seinen Weg finden, du kannst für ihn da sein, wenn er dich braucht, vielleicht sprichst du auch einmal mit den Ärtzen, was du tun könntest, den "Rest" muss dein Bruder erledigen, bei aller Liebe für ihn ist es sein Leben.

Wünsche dir und deiner Familie alles Gute,

Blüte


  Re: bin am boden zerstört, bruder wollte sich...
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   Laska10997
schrieb am 10.05.2006 10:11
Hallo,

Glaube mir du hast keine schuld an dem was passiert ist. Bei mir hat es damals auch keiner mitbekommen das ich nicht mehr konnte. ich habe immer wenn ich unter Menschen war eine art Maske getragen und keiner wusste wie es in mir aus sah.

bis es fast schon zu spät war. ich hatte Tabletten genomen und mich noch mal kurz bei allen gemeldet und und und.

was für mich schwär war, war das meine fam. damals so getan hatte als sei alles in bester ordnung und es wäre ja nichts passiert. Ich bin sauer

keiner hatte damals gefragt warum ich das tat und ich fühlte mich so alleine wie davor auch.

was ich sagen wollte frage ihn ob er reden möchte und zeige ihm das er nicht alleine da steh. wenn er jetzt noch nicht mag sag ihm das du da bist und wartest bis er soweit ist.

mir hat später ein buch geholfen mit allem einfacher umzugehen. es heist Sorge dich nicht Lebe.

vielleicht hielft es deinen bruder ja auch nicht alles gleich so ausweglos zu sehen.

also mach dir kein kopf das du nicht vorher da warst du bist es doch jetzt

lass dich knuddel

laska




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