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  Bin unglücklich (betr.Partnerschaft). Auch @Blüte bitte.
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   Das Blumenmeer
schrieb am 07.05.2006 18:41
Hallo an alle hier,

verzeiht bitte, dass ich nicht eingeloggt bin. Aber anders ist es gerade nicht möglich hier zu schreiben.

Ich bin sehr traurig und unglücklich!

Der Grund ist, dass mein Freund große Schwierigkeiten hat, neben seinem Beruf auch Energie bzw. etwas Bemühen in unsere Partnerschaft zu investieren.

Wir sind seit fast 6 Jahren ein Paar. Unsere Beziehung ist ernsthaft, uns beiden ist z.B. Treue sehr wichtig.
Ich liebe meinen Freund sehr und er mich auch, wie er mir sagt.
Nächstes Jahr wollen wir eigentlich heiraten.

Wir sind sehr unterschiedliche Menschen, mit unterschiedlichen Berufswegen, sehr unterschiedlichen Elternhäusern in punkto Erziehung und auch in manchen unserer Bedürfnisse.

Ich bin eine Person, die bemüht ist, mein Berufliches wie Privates in etwa ausgeglichen zu leben. Also wenn ich mal, wegen Stress im Job, wenig Zeit für uns habe, bin ich bemüht, das später wieder "nachzuholen". Essen gehen z.B. oder einfach einen schönen Tag für uns machen.

Bei meinem Freund ist das ganz anders. Er nimmt das Berufliche SEHR wichtig, er investiert immer wieder sehr viel Zeit und Energie darein. Mir kommt es dann oft so vor, dass er dann für das Private, wie unsere Partnerschaft, keine Energie mehr hat.
Als ob er denken würde, das klappt auch von alleine, da muss ich mich nicht auch noch anstrengen!! traurig

Gemeinsame Gespräche über uns sind sehr selten, ich vermisse einfach, dass es im Alltag immer wieder um das WIR geht.
Z.B. sprechen wir schon wieder ne ganze Weile nicht mehr über unseren Kiwu oder andere Pläne und auch so was Praktisches wie Umzug wegen Schimmel in der Wohnung kann ich alleine angehen. traurig

Das ist ein großes Problem für mich was seit etwa 2-3 Jahren immer wieder auftaucht. Habe das Gefühl, dass es in den letzten 1,5 Jahren häufiger bzw. stärker geworden ist. Und es macht mich sehr traurig und unglücklich traurig.

Das habe ich ihm auch schon mehrfach gesagt, aber irgendwie scheint er dann gar nicht zu verstehen, was mein Problem ist Ich hab ne Frage. Und ändern tut sich danach langfristig auch nichts.

Interessant ist, dass wir letztes Jahr, in einem 4wöchigen Urlaub ganz andere Erfahrungen machen konnten. Da war er interessiert, zeigte mir öfter seine Liebe, wir hatten viel Spaß, waren beide sehr glücklich und ich fühlte mich auch begehrt und geliebt.

So fühle ich mich im Alltag nicht! traurig

In diesem Urlaub hatte ich es auch angesprochen, und er schien sehr betroffen darüber. Er sagte, das habe viel mit Stress zu tun, er wüsste, da müsste sich etwas verändern, aber er wüsste noch nicht wie.
Na ja, da war ich eigentlich ganz beruhigt, weil ich das Gefühl hatte, endlich hat er es auch erkannt, und er zeigt ja, dass er etwas verändern will....

Na ja, passiert ist danach eigentlich nichts. Und jetzt stehen wir wieder mal "akut" vor diesem Problem. Eigentlich mehr ich als er, denn grade hat er "keine Zeit" dafür.
Er ist so absorbiert von seinem Job, da ist wenig Interesse oder Kraft da, was mich bzw. uns angeht.

Vor ein paar Tagen und heute habe ich es ihm wieder mal versucht zu erklären, weil es so einfach schlimm für mich ist. Und ich habe ihm auch gesagt, dass ich das so nicht ewig aushalten kann.
Er sitzt mir dann gegenüber, schweigt, und auf Nachfrage kommt dann, "jetzt ist eine schwierige Zeit (er ist grade viel beschäftigt....)" worauf ich sagte: aber im Urlaub war es ja z.B. keine schwierige Zeit und da hatten wir so ein Gespräch auch schon mal. Es ist ja nichts Neues...
Irgendwann sagte er dann "Ich weiß nicht was richtig ist. Es muss doch gut werden ( meint sein berufliches Projekt)". Hm, ich denke da halt, dass es doch auch möglich sein muss, beides parallel zu leben... Also das eine schließt ja das andere nicht aus.
Auf meine Frage, ob ich etwas tun kann oder irgendwie helfen kann sagte er dann "Das Ganze ist wohl schwierig, da wir nicht in der selben Richtung arbeiten. Wenn du mehr Verständnis hättest wäre es leichter."
Meine Antwort war, dass es für mich bestimmte Grundprinzipien in einer Partnerschaft gibt. Also dass ich meinem Partner sage und zeige, das ihn liebe, z.B. Und gemeinsame Unternehmungen, Gespräche etc.
Was ich vermisse hat für mich wenig mit einer fehlenden gemeinsamen beruflichen Richtung zu tun. Ob er denn glauben würde, dass eine Frau aus seinem beruflichen Bereich weniger Bedürfnisse hätte?


Später nahm er mich feste in den Arm und sagte, dass er mich liebt und dass es besser werden wird. Er wüsste zwar nicht wie, aber es würde besser werden.

Na ja, das macht mir wenig Hoffnung, denn das sagt er ja nicht gerade zum ersten Mal.traurig

Ich frage mich so sehr, was uns da helfen kann? Ich mag ihn doch und deshalb suche ich nach einem Weg für uns, der Zukunft hat. Ich will die Zukunft mit ihm, aber dann mit seinem Fokus auf Beruf UND Partnerschaft. Ich würde ihm ja auch gerne helfen, wenn er wirklich nicht weiß, was er anders machen soll (ich weiß ja, was mir alles fehlt)- aber wie kann ich das, so dass er es auch versteht?

Was meint ihr dazu? Bitte um euren Rat.

traurig

Einen Gruß vom Blumemeer


  Re: Bin unglücklich (betr.Partnerschaft). Auch @Blüte bitte.
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   dianar34
schrieb am 08.05.2006 10:36
Hallo Blumenmeer,

von mir bekommst Du heute wohl eine etwas merkwürdige Antwort. Zum einen bin ich in der gleichen Situation, allerdings macht mich die Situation nicht unglücklich, und zwar deshalb, weil ich andererseits Vorstandsassistentin bin. Ich bin seit 9 Jahren bei meinem Chef und muss mit ansehen wie seine Ehe zerbricht, weil seine Frau unmögliche Forderungen an ihn stellt.

Unmögliche Forderungen, das klingt hart, gell? Die Forderungen oder Wünsche scheinen gar nicht so unmöglich. Ich glaube Sie sind es aber. Mein Chef ist schon froh, wenn er zwei Nächte pro Woche zuhause schlafen kann. Es geht aber halt nicht anders. Anstatt sich zu freuen, wenn er dann mal da ist, ist seine Frau eigentlich immer nur sauer, weil er so wenig da ist und dann freut er sich natürlich auch nicht mehr auf die Tage daheim. Verstehst Du das?

Ich versuche mein eigenes Leben zu haben und mich zu freuen, wenn mein Schatz daheim ist. Ich verwöhne ihn dann so weit wie möglich. Du hast vielleicht die Zeit über die Beziehung nachzudenken. Die Zeit hat er vielleicht gar nicht. Der Kopf ist nach der Arbeit so voll, dass einfach nix anderes Platz hat. Aber das bedeutet eigentlich, dass er glücklich ist.

An uns bleibt alles hängen. An mir wird ab August das Kind komplett hängen, rechne nicht mit unterstützung weil es einfach nicht geht, der komplette Haushalt und all das Zeug hängt auch bei mir. Mein Mann ist glücklich wenn ich mich um alles kümmere und unsere wenige Freitzeit können wir dann gemeinsam nutzen. Wir haben gemeinsame Hobbies. Reiten und Wandern.

Es ist ein bischen blöd, da hast Du schon recht. Darf ich dir raten, nicht zu versuchen etwas zu ändern, sondern das beste aus der vorhandenen Situation zu machen und ggf. dich zu ändern? (Vielleicht bin ich ja auch einfach zu resigniert um an etwas anderes zu glauben, aber es funktioniert auf diese weise zumindest bei mir...)

Viele liebe Grüße




  Re: Bin unglücklich (betr.Partnerschaft). Auch @Blüte bitte.
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   Das Blumenmeer
schrieb am 08.05.2006 21:24
Hallo

hm, danke, dass du dir Zeit genoommen hast mir zu antworten. Aber ehrlich gesagt, hilft mir deine Antwort nicht wirklich weiter traurig

Blumenmeer


  Re: Bin unglücklich (betr.Partnerschaft). Auch @Blüte bitte.
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   Blüte
schrieb am 09.05.2006 10:20
Liebes Blumenmeer,

du hast ausführlich geschildert, dass du mit der Situation in deiner Partnerschaft unglücklich bist. Warum ist das so?

Du hast eine bestimmte Vorstellung, wie dein Freund Privat- und Berufsleben gewichten sollte (nämlich deine Vorstellung, so, wie du diese beiden Bereiche gewichtest). Das tut er nicht, also bist du unglücklich.

Du möchtest, dass ER etwas ändert, damit DU glücklich wirst. Das passiert aber auch nicht in dem Maße, wie du es gerne hättest. Also bist du unglücklich.

Und wo ist DEINE Aufgabe in dieser Situation?

Besteht sie im Äußern von Wünschen? Oder im "Bewerten", inwiefern dein Freund deinen Wünschen gerecht wird? Worin könnte sie eigentlich noch bestehen?

Ich habe das jetzt mal bewußt so deutlich geschrieben, um dich darauf hinzuweisen, dass ihr BEIDE einen Anteil an der derzeitigen Situation habt und auch BEIDE an einer Verbesserung arbeiten müsst.
Diese Verbesserung kann meiner Ansicht nach aber keineswegs so aussehen, dass dein Freund sich ändert und macht und tut, während du dein Glücklich-oder Unglücklichsein von diesen Ergebnissen abhängig machst.

Da man immer am besten bei den eigenen Verhaltensänderungen beginnt, möchte ich nun gerne einmal überlegen, was du TUN kannst.
Und da bin ich ganz einer Meinung mit dianar34, auch wenn dir diese Antwort "nicht weiterhilft", wie du meintest. Du musst auf jeden Fall ein Stück weit akzeptieren, wie dein Freund ist, wie er in seine Arbeitssituation eingebunden ist und welche Möglichkeiten er hat, sich dem Privatleben zu widmen.
Er arbeitet viel, er ist in gewissen Zwängen, z.B. Termindruck, Konferenzen, Aufträge, die erledigt werden müssen. In der heutigen Arbeitswelt kann man leider nicht immer so handeln, wie man es gerne möchte oder wie es dem Partner gefallen würde. Manches ist schlicht unmöglich, dianar34 hat ja auf solche Beispiele bereits hingewiesen. Sicher, es gibt ab und an Lücken, die gilt es zu nutzen, aber so, aber das ändert zunächst einmal nichts am grundsätzlichen Problem, dass er viel Zeit in den Beruf investieren muss / investiert.
Mit anderen Worten: Er wird nie den absoluten Ausgleich zwischen Privat- und Berufsleben schaffen, so wie du das offensichtlich möchtest. Diese Tatsache gilt es zu akzeptieren, sonst setzt du ihn Zwängen aus, die er nicht erfüllen kann und wirst auch selbst stets unglücklich bleiben.
Freue dich über jede einzelne Lücke, die er sich schafft, über jede freie Minute, die ihr zusammen verbringt und sei nicht unzufrieden, dass ihr weniger Zeit miteinander verbringt als du möchtest.

Wenn du mehr Zeit hast als er, dann setze sie doch für euch ein. Sei nicht missmutig, dass die Organisation des Umzugs zu größeren Teilen bei dir liegt, sondern freue dich, dass ihr dadurch mehr Zeit miteinander verbringt, weil ihr in seiner Freizeit nicht noch mit Umzugsunternehmen telefonieren müsst.
Meiner Meinung muss in einer Partnerschaft Aufgabenteilung herrschen, aber nicht genau 50%, sondern so, wie es den beiden Partner möglich ist. Meistens wechselt das ja auch von Zeit zu Zeit, so kümmet sich bei uns z.B. derjenige um die Hausarbeit, der gerade mehr Zeit hat. Die gewonnene Zeit verbringen wir dann zusammen.

Was kann dein Freund tun?

Neben den Zwängen im Berufsleben gibt es auch Pflichten und Anforderungen im Privatleben. Da sind deine Anforderungen und Wünsche, die er offensichtlich nicht so erfüllen kann, wie du es gerne hättest.

Und was ist mit seinen Wünschen? Wie sehen seine Sehnsüchte aus? Hast du darüber schon einmal mit ihm gesprochen?

Und wenn er etwas ändern will / kann / soll, dann halte ich es für sehr wichtig, das KONKRET zu machen. Denn nichts ist gefährlicher als "diffuse" Vorsätze: "Ich sollte mehr Sport machen." Auf diese Weise wird das selten etwas, statt dessen lieber: "Ich werde zweimal wöchentlich (am besten Dienstag und Donnerstag) 30 min. joggen gehen."
Ähnlich ist es bei euch. Wenn sich dein Freund vornimmt, "mehr Zeit für's Privatleben zu nehmen", wird das selten etwas, einerseits kann man das immer schön verschieben, andererseits tritt wieder das oben genannte Problem auf: Wann hat er sich eigentlich "mehr" Zeit genommen? Bei einer Verteilung von 50 : 50?
Ich würde euch vorschlagen, klein anzufangen. Vielleicht indem ihr beschließt, dass er an einem Abend auf jeden Fall früher nach Hause kommt (Zeit benennen) und dieser Abend gehört dann euch, es werden keine Alltagsprobleme (Umzug usw.) besprochen, sondern ihr geht aus, geht spazieren, redet, was auch immer.

Auf diese Weise schafft ihr kleine Veränderungen, dein Freund ist vom ständigen Druck befreit, "mehr für das Privatleben tun zu müssen", das ist ja je nach vorhandener Zeit auch durchaus ausbaufähig, und du kannst lernen, gewisse Gegebenheiten zu akzeptieren, denn ohne das, wird es meiner Ansicht nach nicht gehen.

Wünsche euch viel Erfolg,

viele Grüße,

Blüte


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  Re: Bin unglücklich (betr.Partnerschaft). Auch @Blüte bitte.
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   Das Blumenmeer
schrieb am 09.05.2006 21:33
Hallo Blüte

danke für deine lange Antwort! Ich habe sie mir mehrfach durchgelesen.

Viele Punkte finde ich, so wie du sie schreibst durchaus nachvollziehbar.
Allerdings finde ich uns leider oft nicht darin wieder.

Zitat

Freue dich über jede einzelne Lücke, die er sich schafft, über jede freie Minute, die ihr zusammen verbringt und sei nicht unzufrieden, dass ihr weniger Zeit miteinander verbringt als du möchtest.

Was ich oben beschrieben habe, klingt vielleicht so, als ob es mir um die Zeit an sich ginge... Also etwa die "Quantität".

Ich vermisse aber oft die "Qualität" in den gemeinsamen Zeiten. Er ist ja im Alltag, in den freien Zeiten, meist nicht in der Lage, sich mit UNS zu beschäftigen.
Keine Frage z.B. nach dem "wie fühlst du dich wegen.../mit..." - was ich ihn oft frage. Oder mal wieder Gespräche über den Kiwu. Oder über die Hochzeit. Über seine Gefühle spricht er dann auch fast nie.
Wir sind dann zusammen, machen einen spaziergang oder gehen essen. das ist sogar regelmässig der Fall. Aber die Gesprächthemen sind dann seine Arbeit und was damit zusammen hängt und duchaus mal anderes wie Familie, Bekannte, unsere Haustiere und so.
Ich vermisse aber, dass wir über UNS reden oder dass er mich mal als FRAU sieht und mir das zeigt.

Weihnachten habe ich einen handgeschriebenen Gutschein bekommen, für etwas das ich mir wünsch(t)e und etwas das er schön für mich fand. Bekommen habe ich es noch nicht. Traurig macht mich dabei, dass er es dann nie wieder angesprochen hat, es anscheinend gar nicht wichtig war oder sein Kopf bisher nicht frei war, um sich damit - und es wäre kein großer Aufwand- zu beschäftigen.
Er kommt nicht auf die Idee, z.B. am wochenende mal zu sagen, komm das besorgen wir jetzt....

An meinem Geburtstag ist er krank geworden,das war sehr schade und tat mir einfach leid für ihn. Danach gab es aber kein "schade..." der ähnliches von ihm.. Es gab nachträglich einfach nichts. Aber auch gar nichts. Und damit meine ich nicht mal große materielle Geschenke, sondern vielleicht eine nette Karte, eine Blume oder ein liebes Gespräch. traurig
Er sagt, ich wüßte doch, Geburtstag sei ihm nicht so wichtig. Aber es war mein geburtstag und er weiß, dass mir der tag wichtig ist...Kann er nicht mal ansatzweise auf meine Wünsche eingehen? Das versuche ich doch auch oft.


Mir fehlt Engagement und Initiative von ihm. In den Zeiten, die wir zur Verfügung haben.

Ich merke, dass es uns nicht gut tut. Und komme nicht weiter mit dem Weg den ich bisher ging, es einfach vorzuleben...

traurig

Grüße
Blumenmeer


  Noch ein Gedanke zum Abschluss...
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   Blüte
schrieb am 10.05.2006 09:20
Liebes Blumenmeer,

hast du dir schon mal überlegt, einfach zu SAGEN, was du möchtest?

Deine Antwort auf mein Posting klingt für mich so, als hättest du eine ganz bestimmte Vorstellung im Kopf und bist enttäuscht, dass dein Freund dieser Vorstellung nicht entspricht.

Du möchtest über die Hochzeit, den Kiwu reden? Wieso tust du es dann nicht?
Du möchtest, dass der Gutschein eingelöst wird? Warum sagst du deinem Freund dann nicht, was du dir wünschst?
Du möchtest ihm sagen, wie es dir geht? Warum sagst du es ihm dann nicht?

Wir können nicht erwarten, dass der Mensch, der uns liebt, in unseren Kopf hineinschauen kann, um die Wünsche, die wir in unserem Inneren hegen, zu erfüllen. Das heißt aber nicht, dass der Partner unsere Wünsche nicht erfüllen WILL, sondern dass er einfach anders denkt.

Ich würde dir raten, nicht darauf zu warten, dass dein Freund deine Wünsche errät, sondern sie einfach zu äußern. Wenn ich das richtig einschätze, wird er sehr erfreut sein, diese Hinweise zu erhalten und gerne entsprechend handeln.
Diese Erfahrung habe ich zumindest mit meinem Mann gemacht. Früher habe ich ewig gewartet, ob er herumliegende Sachen aufräumt, denn mich haben sie gestört und wenn er sich nur ein bißchen in mich hineinversetzen würde, wüßte er das. Ich war sauer, habe sie irgendwann wutentbrannt selbst weg geräumt, die Stimmung war mies. Bis mir auffiel, dass ihn die Sachen nicht stören und er gar nicht auf die Idee kommt, dass sie mich stören könnten. Heute sage ich einfach, was ich gerne hätte und das Problem entsteht erst gar nicht. Das gilt auch für alle anderen Lebensbereiche.
Man muss SAGEN, was man möchte, damit der andere eine Chance hat, darauf zu reagieren.

Viele Grüße,

Blüte


  Re: Noch ein Gedanke zum Abschluss...
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   Das Blumenmeer
schrieb am 10.05.2006 10:23
Liebe Blüte,
danke für deine weitere Antwort.

Hm, irgendwas mache(n) ich/ er/ wir wohl falsch. traurig

Ich äußere nämlich oft meine Wünsche. Wenn ich dann an so einem Abend im Restaurant z.B. 3x angefangen habe von UNS oder einem anderen mir wichtigen Thema zu reden und von ihm dann nur ein kurzes "weiß nicht" oder "ja, nein, vielleicht" kommt, dann gebe ich es eben irgendwann auf. Und bin enttäuscht.
Auch das spreche ich dann oft noch an, dann sagt er "jetzt ist einfach kein guter Moment " oder so. Und von sich aus würde er es danach nie mehr anspechen! Das versuche ich dann wieder...

An den Gutschein habe ich ihn bestimmt schon 5 Mal erinnert. Wir standen sogar schon vor den betreffenden Geschäften.Eines der beiden Sachen (das was er schön für mich fand) habe ich mir schon selbst gekauft (und bin traurig und ärgerlich zugleich, dass er es nicht macht) traurig.

Er kennt viele meiner Wünsche - und trotzdem ist es so schwierig.

Mir fehlt oft die Initiative und das Engagement für Themen die uns betreffen. Für seine Arbeit hat es sie ja meist...

Blumenmeer


  Re: Bin unglücklich (betr.Partnerschaft). Auch @Blüte bitte.
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   Natalie222
schrieb am 10.05.2006 21:02
hallo

ich wollte dich mal fragen wie du dir eine veränderung vorstellst. Das heißt was soll er machen damit euere beziehung besser wird ?
Weniger arbeiten? Wie soll er es schaffen nicht an die arbeit zu denken ? Wenn du ein problem hast das dich belastet dann denkst du immer daran und kannst wahrschienlich diesen gedanken auch sehr schwer einfach loswerden.. ich denke ihm geht es da auch nicht anders.. vieleicht solltest du versuchen ihn auf andere gedanken zu bringen. ich kann mir vorstellen das es sehr schwer sein wird und das es lässtig ist immer die zu sein die etwas tut, aber wenn du die beziehung nicht aufgeben willst dann musst du dir etwas einfallen lassen. Ich kann dich gut verstehen und ich bin mir sicher das es nicht gut für die beziehung ist (auch wenn andere da anderer meinung sind, ist aber meine meinung) ICH finde man muss versuchen eine beziehung immer warm zu halten, man muss daran arbeiten und darf sie nicht auf DAUER vernachlässigen. Eine beziehung die nur von einer seite ausgeht ist keine beziehung, dazu gehören 2 personen und beide müssen etwas tun. Beziehungen in denen ein partern alles tut und der andere nichts (aus welchem grund auch immer) halten nicht lange und sind keine glücklichen beziehungen. Ich finde das der beruf sehr wichtig ist aber wenn man eine partnerschaft führt sollte diese nicht darunter leiden ( es gibt natürlich immer zeiten in denen dies der fall ist aber es sollte nicht zu einen dauerzustand werden). Hochzeit und Kinderwunsch ist ein thema das sehr wichtig ist und ich finde er sollte als dein partern sich ebenfals damit beschäftigen oder dir klar sagen das er das im augenblick nicht will. Deine zeit läuft und immer nur zu hoffen und zu warten besonders beim KIWU ist wahrscheinlich keine gute idee... Natürlich solltest du ihn deswegen nicht verlassen oder ähnliches.. aber du musst eine möglichkeit finden ihm das klar zu machen. Das kann dir keiner abnehmen das musst du selber machen, das ist dein beitrag zu euerer beziehung. KOMPROMISSE sind in einer beziehung sehr wichtig, ihr solltet einen finden! Ich hoffe ich konnte dir helfen.. natürlich ist das was ich geschreiben habe jetzt etwas ganz anderes als das was die anderen geschrieben haben aber das ist auch gut so.. verschiedene meinungen können oft einen weiter helfen. Ein paar tipps von den anderen sind toll und ich schließe mich ihnen an aber im großen und ganzen kannst du jetzt meine meinung dazu...

gruß natalie und alles gute kopf hoch!!




  Re: Bin unglücklich (betr.Partnerschaft). Auch @Blüte bitte.
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   Dani.
schrieb am 11.05.2006 11:58
Hallo Blütenmeer,

in Teilen deiner Schilderung habe ich meine Beziehung wiedererkannt. Diesselben Probleme wie Geburtstag ist ihm nicht wichtig usw. haben wir auch gehabt. Die Sache ist aber einfach so, dass ich meinen Freund so behandelt habe, wie ich gerne gehabt hätte, dass er mich behandelt und umgekehrt. Das funktioniert aber nicht immer.

Die eigene "Gebrauchsanleitung" auf einen anderen zu übertragen klappt eher selten, da der andere anders "tickt". Wichtig ist, dass ihr darüber redet, was für den anderen wichtig ist und dies euch auch merkt oder aufschreibt (kann man dann immer wieder nachgucken).

Auch mein Partner arbeitet viel, zu viel (in meinen Augen). Das hat mich ziemlich gefrustet und ich hab (wenn wir mal Zeit miteinander verbracht haben) oft gemeckert. Allerdings haben wir dann mal intensiv miteinander geredet und es kam heraus, dass ihn die Arbeit auch nervt und er auch gerne mehr Freizeit hätte. Ich war ziemlich überrascht.

Vielleicht ist es bei deinem Freund auch so. Er beklagt sich halt nicht und erträgt einfach den Stress. Und wenn er über seine Arbeit redet, wenn ihr eigentlich Zeit füreinander habt, kann es dann nicht sein, dass er dir eigentlich mitteilen will, wie schlecht es ihm gerade mit seinem Job geht. Vielleicht will er aber auch nur Anteilnahme oder Verständnis.

Du solltest einfach nochmal intensiv mit ihm reden. Aber ohne Vorwürfe und sonstigem Negativem. Frag ihn doch einfach mal nach seinen Zielen, Bedürfnissen, Gefühlen....

Ich wünsch dir viel, viel Glück

Grüsse
Dani.


  Re: Bin unglücklich (betr.Partnerschaft). Auch @Blüte bitte.
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   Das Blumenmeer
schrieb am 11.05.2006 23:34
Hallo Natalie und Dani,

vielen Dank für eure Antworten.

Ihr habt mir damit schon bischen weitergeholfen, denn ihr scheint es zu verstehen und z.T. gut zu kennen, was ich schreibe..

Morgen wollen wir einen Tag für uns machen (da habe ich drum gebeten), ich lege einige Hoffnung rein, dass wir dann auch das ein oder andere Gespräch führen können.
Hab nur auch Zweifel und weiß einfach nicht so den richtigen Weg wie; denn wie gesagt, geredet haben wir schon öfter (und dann auch auf verschiedenen Weisen - Verständnis, keine Vorwürfe, Vorwürfe, etc...)
Das beste Gespräch hatten wir ja letzten Sommer, im langem Urlaub. Und da dachte ich wirklich, jetzt ändert sich etwas. Aber das hat es nicht...

Vor einigen tagen, als ich so traurig und verärgert auf ihn war, was er ja auch bemerkte, sagte er, dann sei wohl harte Arbeit nötig. Hm, morgen mal schauen, was er genau meint...

Liebe Grüße an euch.
Blumemeer


  Re: Bin unglücklich (betr.Partnerschaft). Auch @Blüte bitte.
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   Dani.
schrieb am 12.05.2006 09:30
Hallo Blütenmeer,

ich drück dir ganz fest die Daumen und hoffe dass ihr gemeinsam einen Lösungsweg findet und bei Euch wieder die Zufriedenheit & das Glück Liebe einkehrt.

Daumendrückende Grüsse

Dani.


  Re: Bin unglücklich (betr.Partnerschaft). Auch @Blüte bitte.
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   Natalie222
schrieb am 12.05.2006 10:16
hallo


ihr macht doch schon vortschritte!! Er erkennt das dir etwas in der beziehung nicht gefällt bzw. fehlt. Ich wünsche euch einen schönen Sommertag, genießt die zeit zusammen.

( ich möchte mich Dani anschließen, ich bin ihrer meinung)

ich wünsche euch alles gute!

gruß natalie






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