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  Aengste
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   lieber nicht
schrieb am 26.04.2006 11:22
Hallo

Eigentlich gehört das nicht hier her aber vielleicht hat ja jemand Erfahrung damit.
Ich muss kurz ein wenig ausholen.In meiner Schulzeit 3-6 Klasse wurde ich massiv gemobbt.Damals kannte man das Wort noch gar nicht es wurde einfach gesagt "stell Dich nicht so an".Ich bin jeden Abend mit dem Gedanken ins Bett gegangen ach wäre ich doch am Morgen Tod und am Morgen mit Bauchschmerzen und Uebelkeit in die Schule gegangen.Meine Mutter wohl hilflos hat gesagt was soll ich den tun Du musst doch in die Schule............Seitdem leide ich unter Angst und Panikattacken.vorrallem zbs. in Räumen wo man still sitzen muss und es viele Leute hat aber auch in Situationen wo man nicht so einfach wegehen kann zbs.Krankenhausaufenthalt ect.Ich hab die Attacken aber eigentlich ganz gut im Griff geh auch raus usw.ABER nun ist mein Grosser in der Schule.In derselben Schule in der ich war.......Er ist eher schüchtern und ängstlich und hat leider keine Freunde.Er ist eher ein Aussenseiter.Könnt Ihr nachvollziehen worauf ich hinaus will??Mir kommt alles von damals wieder hoch.Ich sehe mich in meinen Sohn und mir geht es schlecht..........
Ich habe vor Jahren einen Psychologen aufgesucht das hat aber nichts gebracht.Nun hab ich mir gedacht ob ich das noch mal machen soll.Ich hatte bis heute nie die Kraft dazu und hab es immer wieder vor mir hergeschoben.Nun fühle ich mich aber so eingeholt von meiner Vergangenheit.Aber irgendwie hab ich das Gefühl was bringt es darüber zu Reden??Wird es dann nicht nur noch schlimmer wieder alles hervorzuholen??
Hat jemand Erfahrung mit Psychologischen Therapien oder so??

Danke fürs Zulesen.


  Re: Aengste
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   Anonymer User
schrieb am 26.04.2006 12:53
Hallo,

ich habe schon mehrere Therapien gemacht; tiefenpsychologisch fundierte und auch verhaltensorientierte, wobei ich mit letzeren mehr anfangen konnte/kann, da sie einem direkt Hilfestellungen gibt und die tiefenpsychologische überwiegend erstmal Ursachenforschung betreibt....

Ob sie was gebracht haben, kann ich so genau nicht beurteilen. Wobei ich natürlich nicht weiß, wie es mir heute ohne Therapie ergehen würde. Im Grunde wußte ich alles, was die Therapeuten gesagt haben, ja selbst schon. Aber wahrscheinlich ist gerade DAS die Therapie. Geschadet haben sie bestimmt nicht.
Allerdings werde ich keine weitere mehr anfangen, obwohl es objektiv schon Gründe dafür gibt. Höchstens mal eine Ehebeartung mit meinem Mann zusammen, aber allein für mich nicht mehr.
Ich habe es bis heute und hier "überlebt" und das gibt mir Kraft, positiv in die Zukunft zu sehen. Aber wahrscheinlich habe ich auch DAS den Therapien zu verdanken....

Und da Du bzw. Dein Sohn ja ein konkret umrissenes Problem haben, würde ich es auf jeden Fall mal ausprobieren! Es gibt sicherlich praktische Ratschläge, die es Euch beiden leichter machen.
Das er heute in derselben Schule ist wie Du hat aber m.E. nichts mit seinen Problemen zu tun. Ich geh´mal davon aus, dass weder Schüler noch Lehrer dieselben sind wie früher zwinker
Er scheint nur von Dir gewisse Verhaltensmuster übernommen zu haben, die ihn zum Außenseiter haben werden lassen. Gut, vielleicht hilft ein Schulwechsel (wenn überhaupt machbar) bei einem Neuanfang.

Sprich doch mal mit Eurem Hausarzt bzw. es gibt in der Schule doch sicherlich einen Vertrauenslehrer oder sogar einen Schulpsychologen, der die richtigen Adressen kennt.

Alles Gute für Euch!!!

Liebe Grüße
Kristina




  Re: Aengste
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   nicht eingeloggt
schrieb am 26.04.2006 13:09
Hallo

Ich habe eine Gesprächstherapie gemacht. Mir hat sie sehr gut geholfen - damit sie hilft muß man sich aber mit allen Schmerzen die da hoch kommen darauf einlassen. Es war keine leichte Zeit, aber jetzt geht es mir gut.

Man muß den Schmerz spüren und zulassen, damit man das Geschehene verarbeiten kann....

Alles Gute


  Re: Aengste
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   Trillian_06
schrieb am 26.04.2006 16:38
Hallo,

ich habe keinerlei Erfahrung mit Therapien, aber ich finde es sehr gut, dass du diese Muster gleich erkennst und vorbeugen möchtest!!! Das beweist, dass du schon eine Menge der Erfahrungen von damals bewältigt hast. Du möchtest kein Opfer mehr sein und suchst nach Hilfe.

Dein Sohn wird deine Ängste auf jeden Fall spüren und sie werden sein Wesen und seine Verhaltensmuster beeinflussen. Es wäre aber gut, wenn er seine Verhaltensmuster selbst festlegen kann und sie nicht durch dich bestimmt werden. Daher wäre es sicher gut, wenn ihr zusammen einen Kinderpsychologen aufsucht (sowas gibt es doch bestimmt)

Viel Glück und Hut ab vor deinem bisherigen Weg!


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  Re: Aengste
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   paddy07
schrieb am 26.04.2006 18:50
Hallo liebe nicht !

Ich dachte gerade ich lese einen Teil meiner eigenen Geschichte. Also ich wurde damals auch gemobbt , Eltern haben mich auch nicht verstanden, Symptome die gleichen, nur , daß es dann so schlimm wurde , daß ich freiwillig in eine psychosomatische Klinik gegangen bin. Ich finde das ist nichts wofür man sich schämen muß. Jedenfalls haben die mir das Werkzeug gegeben ( sprich Konfrontationstherapie, Aufklärung über die Erkrankung , Gesprächstherapie, Mittel zur Bewältigung ). Naja ich habe mich da irgendwie durchgebissen und einige Jahre gebraucht um genügend Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein aufzubauen, daß die Ängste mir keine Angst mehr machen konnten. Jetzt habe ich noch so Überreste ( Flugangst, Aufzüge meide ich überwiegend und mit den Räumen und den vielen Menschen das mache ich zwar, aber nicht sehr begeistert). In Zeiten in denen es mir nicht gut geht ,kommt es manchmal etwas hoch, aber ich kann damit umgehen.
Dadurch , daß Du DIch wieder damit beschäftigst , siehst Du , daß es für Dich nicht abgeschlossen ist. Wenn Du Dich der Sache stellst , dann wird es zwar erst mal schwer, aber danach erhälst Du wesentlich mehr Lebensqualität. Und falls es bei Deinem Sohn mal soweit sein sollte , dann kannst Du ihm helfen. Mir hat damals jemand zum reden gefehlt, jemand der mich versteht, Dir wohl auch. Dein Sohn hat dann die Chance auf eine Mutter , die sich ihren Problemen gestellt hat und die ihn versteht ( falls es sich wirklich wiederholt )

Liebe Grüße und alles Gute




  Vielen Dank
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   lieber nicht
schrieb am 26.04.2006 20:38
Hallo

Vielen Dank für euren Antworten!!Ich denke ich muss es jetzt wirklich endlich mal in "Angriff"nehmen und das ganze aufarbeiten.

L.G.


  Re: Aengste
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   Daniela-Thea
schrieb am 02.05.2006 11:33
Liebe Anonym,

weißt Du Kinder leben oft das aus, was ihre Eltern nicht verarbeitet haben. Zum Beispiel ist sexueller Missbrauch meist ein Familienproblem. Wenn eine Frau sexuell missbraucht wurde, und das nicht bewusst verarbeitet, dann kann sie ihre Tochter dafür auch nicht schützen.

Und ähnlich ist es mit deinem Sohn. Es geht nicht nur darum das Mobbing zu verarbeiten, sondern auch darum, dass das in deinem Leben nie mehr geschehen kann - und damit auch nicht im Leben deiner Kinder.

Wenn Du magst, kannst Du dich per mail oder pn bei mir melden und ich empfehle dir einige Therapeuten...

Liebe Grüße
Daniela




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