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   Sie_32
schrieb am 24.04.2006 13:11
Hallo, ich trau mich nicht eingeloggt zu schreiben. Ich hoffe, ihr könnt mir trotzdem einen Rat geben, wie ich mich verhalten soll.

Ich kenne meinen Mann seit 5 Jahren, über 2 Jahre davon sind wir verheiratet...

In der letzten Zeit stimmt es bei uns irgendwie nicht mehr. Wir und vielmehr ich haben 2 Schicksalsschläge hinter uns/mir - wir mussten 2 FG's überstehen. Er hat mich danach immer allein gelassen, er war zwar "körperlich" anwesend, aber er war nicht für mich da... Seit ich ihn kenne, hatte mein Mann einen nicht so starken KiWu wie ich. Wir wollen es eingentlich noch ein 3. Mal versuchen...

Ich merke immer mehr, dass er sich verändert. Ein paar Beispiele:

- er pupst und rülpst vor mir
- er kommt zu Verabredungen permanent zu spät
- er schneidet seine Fußnägel im WoZi und läßt sie da liegen (das kam bisher 1 mal vor)
- er zieht mich an meinem Rücksack wie einen Hund hinter sich her, wenn er woanders hinwill als ich (im Supermarkt z.B.)
- jede Zärtlichkeit muss ich mir regelrecht erkämpfen
- wenn er mich mal in den Arm nimmt, hab ich immer das Gefühl - er flüchtet nach kurzet Zeit
- er schläft kaum noch mit (max 2 mal pro Monat)

Ich fühle mich so unwohl damit - so kann er doch eigentlich nicht mit dem Menschen umgehen, den er doch so arg liebt, oder?

Seit Samstag hab ich mich nun extrem zurück gezogen. Ich überleg sogar, ob ich ein paar Tage ins Hotel ziehe... Eine Freundin, bei der ich unterkommen könnte, hab ich nicht. Wir schalfen seit Samstag in getrennten Betten, reden nur noch das nötigste.

Bei einem Gespräch gestern sagte er mir, dass für ihn sei unsere Beziehung ok und dass ich alles "dramatisiere". Sorry, aber in meinen Augen mutiert er gerad zu einem riesengroßen Dreckschw...

Und das soll ich mir alles gefallen lassen?

Am liebsten würde ich in dieser Woche jeden Abend weg sein (Kino, Sport) was weiß ich...

Übertreibe ich wirklich????


  Re: Wie soll ich reagieren???
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   Alina1977
schrieb am 24.04.2006 16:35
Hi, ich denke nicht,das du übertreibst.Ich würde mir da auch Gedanken machen. Noch dazu wenn du ihn darauf ansprichst und er so reagiert. Du bist nicht seine Haushälterin oder so was, du bist seine Partnerin.

Viellecht solltest du noch ein mal das Gespräch mit ihm suchen und ihm sagen wie du eure Beziehung siehst und was dir nicht gefällt. Gib ihm dann die zeit darüber nachzudenken und mache ihn aber auch mit den Konsequenzen betraut,wenn er nicht einlenken will. Du hast es mit Sicherheit nicht verdient nur seine Putze zu sein.

Und wenn ich das sagen darf, so lange seid ihr ja auch noch nicht zusammen,da sollte der Alltag eigentlich noch nicht so arg sein,eure Beziehung,so wie du sie schilderst klingt so,als wärt ihr schon 10-15 Jahre verheiratet und nicht erst 5 Jahre.

Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute, wie auch immer dein Entschluß ausfällt. knuddel streichel




  Re: Wie soll ich reagieren???
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   Anonymer User
schrieb am 25.04.2006 09:10
Liebe Unbekannte,

kennt Ihr "Ekel Alfred", diese Serie von früher, in der Alfred Tetzlaff sich auch die Fußnägel in der Küche schneidet und einer davon sogar im Essen landet?
Sorry, aber Dein Mann lässt sich ja total gehen. Gut, pupsen und rülpsen machen viele, aber wie er Dich sonst behandelt, geht echt nicht!

Wenn das möglich ist, würde ich an Deiner Stelle wirklich mal für ein paar Tage abtauchen. Vielleicht denkt der Herr dann mal über sich nach....

Mehr fällt mir dazu nicht ein....

Alles Gute!
Kristina




  Re: Wie soll ich reagieren???
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   Cendrine
schrieb am 25.04.2006 12:50
Hi,

es ist schwierig dir einen Rat zu geben! Nur folgendes:
Fehlgeburten sind nicht einfach in einer Partnerschaft. Jeder verarbeitet und verkraftet diese Schicksalsschläge anders. Und oft können Männer sehr schlecht damit umgehen, da es sie nicht "körperlich" betrifft. Sie leiden meiner Meinung nach allerdings auch sehr unter dem Verlust und noch mehr unter der Trauer der Partnerin. Sie sind ja auch hilflos....und machtlos... und damit ist schwer umzugehen (für beide Partner)

Wir haben 3 FGs hinter uns und nach der AS von der dritten habe ich mir Ashermann Syndrom zugezogen (Verklebung der GM). Nun sind wir seit fast einem Jahr am Kämpfen erst einmal die GM wieder in Ordnung zu bringen bevor wir einen 4. Versuch starten können. Nach der ersten FG hatten mein Freund und ich auch sehr viele Schwierigkeiten in der Beziehung. Die darauffolgenden Schicksalsschläge haben uns eigendlich näher zueinandergeführt. Aber nur weil wir BEIDE gekämpft haben. Ich um mich NICHT zurückzuziehen und immer wieder versucht habe mit ihm zu reden!!!Ich musste verstehen dass er seine Trauer anders auslebt und dies eben nicht verbal ausdrücken konnte. Und ich musste akzeptieren dass auch er trauert, nicht ich allein!

Versteh mich bitte nicht falsch! Ich finde das Verhalten von deinem Partner überhaupt nicht in Ordnung! Aber irgendwie errinnert es mich an Trotzreaktionen!!!! Und bei dir geht meine Alarmglocke wenn du schreibst "Schicksalschläge hinter uns/MIR" und dass du dich immer mehr zurückziehst.
Ich denke trotzdem dass beim KIWU (vor allem wenn es nicht auf Anhieb klappt) BEIDE Partner das UNBEDINGT wollen MÜSSEN! DAS sollte trotzdem klar sein, sonst wird es ein schwerer Weg für dich werden und ich weiss auch nicht ob es sich dann lohnt ihn zu gehen. Dann musst du dir wirklich die Frage stellen was wichtiger ist! Und ich denke das wäre die Sache die zu klären ist momentan!

Sollten nur ein paar Gedanken sein......

Ganz liebe Grüsse, viel Kraft und Glück wünscht dir
Cendrine




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  Re: Wie soll ich reagieren???
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   Blüte
schrieb am 26.04.2006 09:38
Liebe Unbekannte,

hast du dir schon einmal überlegt, DASS du bereits reagierst?

Du reagierst durch deine Trauer auf die Fehlgeburten und wie du damit umgehst, du reagierst dadurch, dass du das gemeinsame Schlafzimmer verlässt und du reagierst, indem du alle großen und kleinen Fehler deines Mannes sammelst und quasi innerlich auf einen kleinen Haufen schichtest.

Eine Fehlgeburt ist ein schlimmer Schicksalsschlag, für BEIDE Partner.

Du schreibst:
"Wir und vielmehr ich haben 2 Schicksalsschläge hinter uns/mir - wir mussten 2 FG's überstehen. Er hat mich danach immer allein gelassen, er war zwar "körperlich" anwesend, aber er war nicht für mich da."

Für mich klingen diese Sätze, als hätte sich jeder von euch vom anderen entfernt. Nicht nur dein Mann von dir, sondern auch du von deinem Mann.
Warst du für ihn da? Wie hat er getrauert? Hast du dich in deiner Trauer auch gefragt wie es ihm geht? Habt ihr gemeinsam getrauert? Hast du ihm zugestanden bzw. gestehst du ihm zu, dass seine Trauer womöglich ganz anders aussieht als deine, aber deshalb nicht weniger ehrlich, tief und erschütternd ist?

Wenn du diese Vorwürfe und diese Ablehnung, die ich aus deinen Zeilen zu spüren glaube, gegenüber deinem Mann signalisierst, wäre das vielleicht AUCH ein Teil der Erklärung, warum Zärtlichkeit zwischen euch derzeit kaum möglich ist. Man muss sich angenommen und geliebt und nicht abgelehnt fühlen, wenn man einen Menschen in den Arm nimmt.

Liebe Unbekannte, es geht ihr überhaupt nicht um die Frage, wer "Schuld" an eurer Situation hat, sondern es geht darum, dass ihr merkt, dass ihr BEIDE zu der Situation, wie sie ist beitragen habt und beitragt und vor allem, dass ihr BEIDE daran arbeiten müsst, wieder herauszukommen.
Schicksalsschläge wie Fehlgeburten sind häufig ein "Prüfstein" für eine Beziehung, wenn man das tiefe Tal gemeinsam durchschreitet, kann die Beziehung danach noch fester und inniger sein. Oder man verliert sich in der Dunkelheit der Trauer und geht danach getrennte Wege.

Mir scheint, dass ihr derzeit dabei seid, euch noch weiter von einander zu entfernen, auch räumlich und für mich stellt sich einfach die Frage: Was wollt ihr?

Wenn ihr euch beide nach wie vor liebt und um diese Beziehung kämpfen wollt, dann fangt damit an!
Redet miteinander, habt ihr das gemeinsame Ziel, wieder ein glückliches Paar zu werden?
Redet miteinander, nicht über das, was der andere falsch macht, sondern darüber, wie es in ihm aussieht, was er fühlt.
Sucht euch Hilfe! Wenn man sich weit voneinander entfernt hat, sieht man alleine vielleicht nicht alle Chancen, die sich einem bieten. Eine Paarberatung und / oder eine Selbsthilfegruppe könnte euch weiterhelfen, denn eure Probleme in der Partnerschaft sind nicht selten nach einer Fehlgeburt.

Es wird bestimmt nicht einfach sein, wieder in einen glücklichen Alltag zurückzufinden, aber wenn ihr das beide wollt, werdet ihr das sicher schaffen.

Ich wünsche euch alles Gute,

Blüte


  Re: Wie soll ich reagieren???
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   Sie_32
schrieb am 26.04.2006 11:08
Liebe Blüte,

Danke für deine lange Antwort.

Ich möchte dir auch gerne darauf antworten...

Zum Thema Trauer: mein Mann hat nicht so wie ich getrauert - das hat er mir so auch gesagt. Für ihn waren die 2 Verluste nicht schlimm - für ihn war es schlimm, mich so leiden zu sehen. Er war traurig, aber getrauert hat er nicht. Das war für mich anfangs schwer. aber ich hab dann eingesehen, dass er anders damit umgeht und er eine andere Art der Verarbeitung hat.

Ja, wir entfernen uns mometan immer mehr voneinander. Wir können kaum noch normal miteinander reden.

Gestern haben wir es mal wieder versucht. Anfangs sah es richtig gut aus - er hat mir gesagt, dass er seine Umgangsformen mir gegenüber verbessern wird. Das ist ja schon mal ein Anfang, oder?

Allerdings ist es dann auf einmal richtig schlimm geworden? Ich hab ihm versucht zu erklären, dass mir Sex in der Beziehung wichtig ist. Er war noch nie der Mega-Lover, er bezeichnet sich selber als Sex-Muffel. Er ist einfach "zu faul" (Zitat) für Sex.

Als Lösung schlug er mir dann vor, ich solle -da ich sexsüchtig sei- in einen swingerclub gehen.

Das hat mich so tief getroffen, verletzt und geschockt...

Ich bin dann mal wieder alleine schlafen gegangen - habs zumindest versucht. Nachts um 1 Uhr kam er dann plötzlich aus dem Gästezimmer zu mir ins Bett und wollte mit mir schlafen.

Das ging aber gar nicht - ich konnte nicht. Nach der Ansage ging es nicht. Allerdings sind wir dann Arm in Arm eingeschlafen.

Ich bin heut total durch den Wind und ziemlich verwirrt.

Ich für meinen Teil möchte schon mit ihm zusammen bleiben, immerhin haben wir vor über 2 Jahren "JA" zueinander und nicht gegeneinander gesagt. Das es immer wieder Krisen gibt - das ist normal und das weiß ich.

Aber ich hab langsam keine Kraft mehr - ich muss die FG's ertragen, die Trauer und jetzt auch noch diesen Stress mit meinem Mann.

Ich kann langsam nicht mehr...


  Sucht euch Hilfe
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   Blüte
schrieb am 26.04.2006 11:39
Liebe Unbekannte,

nein, nicht DU musst die Fehlgeburten, die Trauer und den Stress mit deinem Mann ertragen, IHR müsst es ertragen.

Alles, was du schreibst, klingt nach zwei Verzweifelten, die sozusagen unter jeweils einer Glasglocke sitzen, den anderen sehen, auch gerne hin wollen, aber nicht können. Jeder rennt an seine eigene Wand und selbst wenn er unter der Glocke hervorkrabbeln könnte, wäre da ja auch noch die Glocke des anderen......

Ich kann verstehen, dass dich die Worte deines Mannes schockiert haben, aber auch das kann ein Ausdruck seiner Hilflosigkeit sein. Es ist schwierig, für beide und es klingt für mich so, als würdet ihr von einem Missverständnis ins nächste schliddern, das alles immer nur noch schlimmer macht, obwohl ihr euch liebt!

Macht einen Punkt, gesteht euch ein, dass ihr alleine aus diesem Tief nicht herausfindet, das ist keine Schande, sondern beweist Mut und Stärke.
Stellt fest, ob ihr beide einen Neuanfang wagen wollt, ob ihr dafür kämpfen wollt und dann: TUT ES! Sucht eine Eheberatung auf und fangt an, euch von den Glasglocken, die euch einsperren und voneinander fernhalten zu befreien!

Ich wünsche euch viel Kraft für euren Weg!

Blüte


  Re: Wie soll ich reagieren???
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   Twister
schrieb am 26.04.2006 16:02
hallo

manchmal muss man aufpassen, dass man nicht überall ein Haar in der Suppe findet.

- er pupst und rülpst vor mir
--> meiner rülpst auch und pupst, obwohl ich das nicht toll finde --> wie heißt es so schön, warum schamtzt und rülpst ihr nicht, hat es euch nicht geschmeckt? --> ich würde ihm fragen, ob er diese Geräusche nicht minimieren kann

- er kommt zu Verabredungen permanent zu spät
--> lass ihn mal warten... zwinker


- er schneidet seine Fußnägel im WoZi und läßt sie da liegen (das kam bisher 1 mal vor)
--> sag ihm, dass du das nicht willst - jeder hat ein anderes empfinden, er wird das nicht schlimm finden

- er zieht mich an meinem Rücksack wie einen Hund hinter sich her, wenn er woanders hinwill als ich (im Supermarkt z.B.) - sag ihm, dass dich das stört

- jede Zärtlichkeit muss ich mir regelrecht erkämpfen, dann kämpfe weiter...es ist nicht jeder ein Kuschelmann

- wenn er mich mal in den Arm nimmt, hab ich immer das Gefühl - er flüchtet nach kurzet Zeit

- er schläft kaum noch mit (max 2 mal pro Monat)--> wir haben manchmal auch Monate wo der Sex sehr minimal ist und dann später ist sehr häufig und sehr schön

Schau nochmal, ob deine Anzeichen wirklich so schlimm sind, falls ja dann sag ihm du findest es nicht normal und denkst an eine Pause...






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