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  Nach vielen Jahren wiedergefunden...
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   shusl
schrieb am 17.04.2006 22:38
nach 20 Jahren, in denen wir uns völlig aus den Augen verloren hatten, habe ich jetzt zufällig einen Jugendfreund im Netz aufgestöbert. Wir haben per Mails die Neuigkeiten der letzten 20 Jahre ausgetauscht - und siehe da, er und seine Frau haben auch ein Kinderwunschproblem.
Mensch, es tut mir so leid. Er war immer so ein lieber, sanfter, einfühlsamer Kerl, sehr engagiert in vielen Bereichen. Er schreibt zwar, dass sie die Kinderlosigkeit angenommen und akzeptiert haben. Aber zwischen den Zeilen schwingt soviel Schmerz mit. Ich würde ihm so gern helfen, weiß aber nicht, wie ich es anpacken kann. Mir tut es immer sehr gut, darüber zu reden oder zu schreiben. Aber er geht nicht darauf ein, wenn ich - wie immer - ganz offen über unser Kinderwunschproblem schreibe.
Wie würdet Ihr es angehen? Gar nicht mehr ansprechen? Direkt ansprechen? Ich bin ein wenig ratlos...




  Re: Nach vielen Jahren wiedergefunden...
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   Harry´s Sally
schrieb am 18.04.2006 06:36
Guten morgen winken

Ich würde ihm deutlich machen, daß er bei Dir immer die Möglichkeit hätte darüber zu reden wenn ihm danach ist, und dann das Thema aber lassen!
Ich habe eine freundin, sie und ihr Mann haben auch extreme Probleme im Bereich Kinderwunsch und werden einfach nicht schwanger. "Ab und zu" tut´s wirklich gut mit ihr und ihrem Mann über das Thema zu sprechen. Es ist wirklich sehr hilfreich für uns alle, daß wir offen über das Thema sprechen können weil es uns alle betrifft. ABER ich habe auch schon ganz oft die Ohren so voll gehabt daß ich dachte " gibt´s denn kein anderes Thema mehr?"!
Die beiden ( besonders sie) sind so vernarrt in das Thema, daß wir uns irgendwann JEDESMAL anhören mussten wenn sie ihre Eisprungbeschwerden hatte, welchen Tee sie grade trank, was für Globulis sie einnahmen, wie sehr ihre Brüste spannten, das "diesen Zyklus alles ganz anders ist als sonst", wie übel ihr doch ist und so weiter und so weiter! Das war dann manchmal schon nervig! Nicht daß das Thema an sich nervt, aber eben das ewige und immer drüber gequatsche!

Wir haben´s dann irgendwann mal gesagt daß es uns zu viel wurde! Immer wenn man sich sah oder miteinander telefonierte wurden Hintergründe der Kinderlosigkeit auseinander gepflückt!

Seit dem ging es! Zwar verfällt sie ab und an doch noch in Stundenlange Diskussionen zu dem Thema, aber eben nicht jedesmal! Und wir reden ja auch gern offen drüber. Aber eben nicht IMMER und STÄNDIG!

Ich weiß nicht in wie fern und wie häufig dieses Problem Gesprächsstoff zwischen Dir und Deinem Jugendfreund ist. Aber mach ihm einfach deutlich, daß ER gern mit Dir über das Thema sprechen kann wenn ihm danach ist! Aber ich würde mich an Deiner Stelle selber auch ein wenig zügeln. Nicht jeder spricht gern und offen über das Thema. Das muss man akzeptieren! Signalisier ihm Deine Hilfe, aber redet dann auch mal über andere/ schöne Dinge!

Alles Liebe winken
Sally




  Re: Nach vielen Jahren wiedergefunden...
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   Blüte
schrieb am 18.04.2006 11:21
Liebe shusl,

ich kann mich Sally nur anschließen.

Wichtig ist, dass du ihm signalisierst, dass er jederzeit mit dir über diesen Thema reden KANN, ohne Scheu und ohne "Beklemmungen". Ob und wann er dies tut, überlass einfach ihm.

Die Menschen sind unterschiedlich, manche reden gerne über ein Problem, weil sie es als erleichternd empfinden, andere machen vieles mit sich aus und suchen erst dann den Kontakt mit anderen, manche sprechen gar nicht darüber.
Und es kommt auf die "Tagesform" an, ob man ein Problem thematisieren will oder nicht. Manchmal will man einfach nicht über Probleme sprechen, sondern über den Alltag, über Schönes oder über Belangloses.
Mir persönlich geht es so, dass ich es sehr hilfreich finde zu wissen, dass da jemand ist, der sich interessiert, Anteil nimmt und VERSTEHT, selbst wenn man einfach mal nur einen Satz äußert wie: "Diese Warterei macht mich wahnsinnig...." Hier ein "Ich weiß..." zu hören, von jemandem, der wirklich auch wartet (oder gewartet hat) und all die Schmerzen und Enttäuschungen kennt, das ist schon sehr, sehr viel wert. Jemand, der NICHT anfängt, über durchschnittliche Wartzeiten zu referieren, jemand, dem ich nicht erklären muss, wie es in mir aussieht, das schätze ich an vertrauten "Leidensgenossen" sehr.

Sei als Gesprächspartner bzw. Zuhörer bereit, mach ihm das auch unmissverständlich deutlich, dass er sich im Fall eines Falles nicht scheut, von der Kinderlosigkeit zu sprechen, aber lass das Thema ansonsten bei ihm ruhen.

Viele liebe Grüße,

Blüte


  Re: Nach vielen Jahren wiedergefunden...
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   EmmaSch
schrieb am 18.04.2006 19:46
Hi ! Ich hab die Erfahrung gemacht, dass gerade die Männer nicht so gern mit anderen über da Thema sprechen wollen ( mein Mann gehört/e da auch dazu), gerade auch oft, wenn die Ursache bei Ihnen liegt. Ich würde mich daher den Vorrednerinnen anschließen und ihn lassen, wenn er nicht auf das Angebot eingeht. LG Emmas Mama






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