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  Krankheit und Tod
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  Die Nachdenkliche
schrieb am 16.02.2006 09:15
Hallo,

mein Problem ist eher kleiner Natur , trotzdem würde ich mich über ein paar Reaktionen und Denkanstöße freuen.
Kurz zu mir - ich bin 34 Jahre,verheiratet, Mutter von 2 wunderbaren und gesunden Kindern , finanziell abgesichert und unabhängig - kurzum mir gehts eigentlich saugut.
Dennoch gibt es eine Sache die mich seit der Geburt unseres 2.Kindes ( 4 Monate ) stark beschäftigt - Angst vor Krankheit und Tod.Ständig ertappe ich mich dabei wie meine Gedanken um dieses Thema kreisen , wie ich mir vortstelle was ist wenn es mich nicht mehr gibt, was würde aus meinen Kindern werden ??Ich habe plötzlich Angst davor sie nicht aufwachsen zu sehen - sie nicht durch ihr Leben begleiten zu können.Dann frage ich mich wieder was ist mit den ganzen Menschen die durch Unfälle oder andere Widrigkeiten ums Leben kommen - werden die noch eine 2.Chance bekommen ??? Gibt es ein Leben nach dem Tod - wenn ja wie wird es aussehen???? Kreissen unsere Seelen einfach umher oder werden wir gar wiedergeboren ???? Wenn ja werde ich wieder genau so viel "Glück" haben oder werde ich vieleicht irgendwo in Afrika landen??
Unvorstellbar ist zur Zeit auch die Tatsache das ich einfach nur Glück hatte auf dieser Welt zu landen - das genau diese Eizelle und dieses Spermium sich getroffen haben.
Klingt ziemlich wirr das ganze - oder??? Bislang hatte ich kein Problem mit dem Tod - habe ihn als was natürliches angesehen und mir nie Gedanken um das weitere gemacht. In unserer Familienanamnese gibt es auch nichts was meine plötzliche Angst erklären würde - alle sind mindestens 60 Jahre alt geworden.
Ist es normal sich in dem Alter schon so intensiv mit dem Tod auseinander zu setzen????

LG J.


  Re: Krankheit und Tod
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  bin auch nachdenklich
schrieb am 16.02.2006 10:59
Hallo!

Ich bin im gleichen Alter wie Du, habe auch 2 Kinder, die allerdings ein wenig älter sind. Ich mache mir die gleichen Gedanken wie Du, hinzu kommt noch, daß ich Angst vor dem Tod habe u. nicht weiß wie ich den Kindern den Tod erklären soll.

Vielleicht kommen von den anderen ein paar nützliche Tips.

LG


  Re: Krankheit und Tod
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  Amrum1999
schrieb am 16.02.2006 12:13
Hallo ihr beiden,

ich denke es ist ganz natürlich, dass man Angst hat zu früh zu gehen, wenn man kleine Kinder hat.

Vielleicht hilft es euch, wenn ihr euch mit eurem Mann und evtl. Paten oder Familienangehörige Gedanken macht, wer die Kinder nimmt, falls beiden was passiert. Ich meine, dass ihr euch einfach innerlich etwas entspannt, indem ihr wisst, dass für eure Kinder gesorgt ist.
Natürlich möchte niemand, dass es soweit kommt und die Mutter kann keiner ersetzen, aber wenn man einen Plan B hat, geht es einem doch oft etwas besser.

Meine Schwägerin hat ihren beiden Kindern jeweils ein kleines Buch geschrieben. Über die Schwangerschaft, die Entbindung, ihre Gefühle und die ersten Jahre. Es ist sehr persönlich und wird die beiden immer an die Mutter erinnern, auch wenn sie mal nicht mehr da ist.

Ich habe auch schon gute Bücher gesehen, die den Kindern helfen soll, den Tod zu verstehen....vielleicht hilft es auch euch wenn ihr es zusammen lest Ich hab ne Frage

Ich bin mir sicher, dass wir in irgendeiner anderen Form weiter existieren und das nimmt mir etwas Angst vor dem Ende. Aber ich bin auch noch keine Mutter...wer weiß wie es mir dann ergeht.

Ich wünsche euch alles Gute und glaube, wenn ihr euch mit dem Thema beschäftigt, wird es besser zu ertragen sein.




  Re: Krankheit und Tod
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  Petra72Z
schrieb am 16.02.2006 13:09
Hallo,

ich glaube, so ist das Leben... sobald man neues Leben schenkt, wird man nachdenklicher - weil man weiss, was man verlieren könnte. Letzendlich fangen die Ängste ja mit dem Schwangerschaftstest an und gehen über die ganze Schwangerschaft bis zur Geburt und gehen munter weiter, wenn die Kinder da sind.

Seitdem Lara da ist, mache ich mir auch Gedanken über den Tod oder über schlimme Dinge, die passieren könnten - mir oder auch Lara - und die unsere Idylle zerstören würden. Seitdem sie auf der Welt ist, weiss ich, was ich verlieren könnte und davor habe ich natürlich Angst. Ich habe auch Angst davor, dass ihr jemand wehtun könnte, sie irgendeinem Irren zum Opfer fallen könnte... manchmal könnte ich glatt wahnsinnig werden bei dem Gedanken, wie ich sie davor bewahren kann... und dass es Kinder gibt, denen das passiert ist.

Aber, das ist eben eine Art, mit den Dingen, die da kommen und die man nicht vorhersehen kann, umzugehen und auch langsam zu lernen, damit umzugehen. Die Angst um die Kinder wird nicht weniger, die Angst wird nur anders. Für dich heisst dass, wenn du Angst hast, zu früh zu gehen - nun, man kann nicht alles verhindern, aber du kannst sorgsam mit dir umgehen, dich gesund ernähren und fit bleiben - das ist das, was du tun kannst – und du kannst dir natürlich Gedanken darüber machen, wem du die Kinder gerne anvertrauen möchtest. Vielleicht wird dich das beruhigen. Du kannst vorsichtig und umsichtig Autofahren und all die anderen Dinge beachten, die man beeinflussen kann (Anschnallen, nicht rauchen... da gibt es ja einiges).

Und du kannst versuchen, JEDEN Moment mit den Kindern auszukosten. Denn niemand von uns weiss, wie lange man noch zusammen ist – alles kann sich von heute auf morgen ändern. Aber wenn man seine Zeit genossen hat, hat man nicht so viel versäumt und deine Kinder haben dich auch fest im Herzen. Und du lebst ja weiter, in den Genen deiner Kinder – es geht nichts verloren auf der Welt.

Jedenfalls, du bist nicht allein. Die Ängste sind manchmal anders, aber jeder hat welche. Auch damit muss man leben.




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  Re: Krankheit und Tod
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  Petra72Z
schrieb am 16.02.2006 13:09
Hallo,

ich glaube, so ist das Leben... sobald man neues Leben schenkt, wird man nachdenklicher - weil man weiss, was man verlieren könnte. Letzendlich fangen die Ängste ja mit dem Schwangerschaftstest an und gehen über die ganze Schwangerschaft bis zur Geburt und gehen munter weiter, wenn die Kinder da sind.

Seitdem Lara da ist, mache ich mir auch Gedanken über den Tod oder über schlimme Dinge, die passieren könnten - mir oder auch Lara - und die unsere Idylle zerstören würden. Seitdem sie auf der Welt ist, weiss ich, was ich verlieren könnte und davor habe ich natürlich Angst. Ich habe auch Angst davor, dass ihr jemand wehtun könnte, sie irgendeinem Irren zum Opfer fallen könnte... manchmal könnte ich glatt wahnsinnig werden bei dem Gedanken, wie ich sie davor bewahren kann... und dass es Kinder gibt, denen das passiert ist.

Aber, das ist eben eine Art, mit den Dingen, die da kommen und die man nicht vorhersehen kann, umzugehen und auch langsam zu lernen, damit umzugehen. Die Angst um die Kinder wird nicht weniger, die Angst wird nur anders. Für dich heisst dass, wenn du Angst hast, zu früh zu gehen - nun, man kann nicht alles verhindern, aber du kannst sorgsam mit dir umgehen, dich gesund ernähren und fit bleiben - das ist das, was du tun kannst – und du kannst dir natürlich Gedanken darüber machen, wem du die Kinder gerne anvertrauen möchtest. Vielleicht wird dich das beruhigen. Du kannst vorsichtig und umsichtig Autofahren und all die anderen Dinge beachten, die man beeinflussen kann (Anschnallen, nicht rauchen... da gibt es ja einiges).

Und du kannst versuchen, JEDEN Moment mit den Kindern auszukosten. Denn niemand von uns weiss, wie lange man noch zusammen ist – alles kann sich von heute auf morgen ändern. Aber wenn man seine Zeit genossen hat, hat man nicht so viel versäumt und deine Kinder haben dich auch fest im Herzen. Und du lebst ja weiter, in den Genen deiner Kinder – es geht nichts verloren auf der Welt.

Jedenfalls, du bist nicht allein. Die Ängste sind manchmal anders, aber jeder hat welche. Auch damit muss man leben.




  Re: Krankheit und Tod
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  katrina
schrieb am 17.02.2006 13:06
Hallo,
also Dein Posting könnte von mir sein smile
Ich mache mir auch wohl viel zu viele Gedanken um Krankheit und Tod! Dazu kommt, dass in unserem Bekanntenkreis (bzw. dem meiner Eltern) in den letzten Monaten sehr viele Menschen an Krebs gestorben sind und mich das einfach fertig macht. Alle hatten Kinder und ich muss so oft darüber nachdenken.
Dann haben wir Freunde deren Sohn so alt ist wie Fabian, der Sohn ist behindert und hat eine max. Lebenserwartung von 9-10 Jahren.
Das finde ich so entsetzlich und stelle mal wieder fest, dass es einen riesen Unterschied macht, ob man selber nun Mutter ist oder nicht.
Ich bin von Beruf Kinderkrankenschwester und habe schon soviele Schicksale und schlimme Dinge erlebt aber seitdem ich Mutter bin, bin ich total nahe am Wasser gebaut und weiß gar nicht, ob ich in meinem Beruf wieder arbeiten kann (zumindest nicht mehr auf der Frühchen-Intensivstation wie vorher!).
Letzte Woche kam doch auf arte ein Film über Frühchen, ich habe mittendrin ausgeschaltet weil ich es nicht mehr ausgehalten habe!!!
Ich versuche mich damit zu trösten, dass ich wirklich mein Leben geniesse und v.a. Fabian geniesse und bei der Wahl zwischen Vernunft und Spaß meistens doch eher den Spaß wähle grins




  Re: Krankheit und Tod
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  Mellilein1
schrieb am 17.02.2006 13:55
Hallo,
Ich setze mich ständig mit dem Gedanken tod auseinander, denn ich habe im September 2004 meine Mutter verloren(Krebs), meinen Vater im Februar 2005 (Folgen eines epileptischen Anfalls). Der Rest meiner Familie ist auch entweder an Krebs erkrankt oder mittlerweile daran gestorben. Unser Sohn ist knapp 3 1/2Jahre alt, und er hat die Situation mitbekommen.
Ich habe auch Angst, daß ich erkranke und zu früh sterbe. Meine Mutter war 50 Jahre und mein Vater 54 Jahre alt.
Nils hat mich gefragt, ob mein Mann und ich auch sterben müssen, und erst wußte ich nicht was ich ihm antworten sollte. Aber jetzt habe ich ihm erklärt, daß ich hoffe noch lange zu leben, doch daß niemand weiß wann er stirbt. Ich hatte vor diesen negativen Erlebnissen keine Todesgedanken, aber nun habe ich genau abgeklärt wer sich im Todesfallum unseren Sohn kümmert, wo ich mir auch sicher bin, daß es ihm dort gut geht.
Ich bin aber auch froh, daß ich glauben kann. Ich glaube, daß es nach dem Tod irgendwie weitergeht, und ich glaube auch daran, daß meine Eltern irgendwo sind und ihre Hände über uns halten. Das hilft mir, und dieser Gedanke hilft auch unserem Sohn. Ich glaube auch, daß wir uns eines Tages alle wiedersehen werden. Als meine Mutter starb war ich dabei, und ob Du es glaubst oder nicht, es war ein wunderbares Erlebnis, meine Mutter die sich so quälte, wurde kurz vor ihrem Tod locker und lächelte, sie lachte ein kurzes Mal laut auf und starb. Ich denke nicht, daß der Tod schrecklich ist, denn es war schön.
Jetzt habe ich so viel geschrieben, aber es tut auch gut jemanden davon zu erzählen.

Mach es gut, und nicht allzuviele negative Gedanken
Melli




  Heute erst...
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  Mimi und zwei Wunderzwucks
schrieb am 18.02.2006 22:17
...hab ich eine sehr liebe Freundin im Krankenhaus besucht... es geht ihr sehr schlecht, sie hat eine schlimme Darmkrankheit und momentan einen üblen Schub. Nach einer Woche hat sie heute zum ersten Mal wieder ihr 5 Monate altes Baby schmusen, küssen und anschauen können... sie hat so geweint... ich hab so viele Ängste in ihren Augen sehen können... ähnlich wie die, die dir durch den Kopf spuken... und natürlich werd ich das alles nun nicht mehr los. Ich bin momentan auch schwer durch den Wind... auf der einen Seite unendlich dankbar, dass ich gesund sein und mich um meine Kinder kümmern darf.... auf der anderen Seite aber auch diese Gedanken... was passiert mit dem Kostbarsten in meinem Leben wenn ich nicht mehr hier sein sollte... schrecklich....

Nachdenkliche Grüße von




  Re: Krankheit und Tod
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  gelöschter User
schrieb am 27.02.2006 22:24
Ich finde es ist sogar sehr "normal" sich über all das Gedanken zu machen. Und ich denke es hängt auch nicht unbedingt davon ab ob man schon Kinder hat oder nicht. Im Gegenteil, ich finde es sogar wichtig und richtig darüber nachzudenken.

Im Leben ist nichts selbstverständlich und niemand hat ein Anrecht auf Glück, jeder Moment ist ein Geschenk Gottes. Wie wir in Ö so treffend sagen "es Glück is a Vogerl". Soll heißen es kann ganz schnell davonfliegen.
Leider machen sich viel viel zu wenig Menschen Gedanken darüber und nehmen jeden Tag, jeden wunderbaren Moment und alles Glück das ihnen beschert wird als völlig selbstverständlich hin.
Das wird besonders deutlich wenn man sich umsieht wie unzufrieden viele Menschen sind die eigentlich alles haben. Weil es ihnen eben an Dankbarkeit fehlt, und sie sich nicht vorstellen können wie es anders wäre. Der berühmte Spruch "schlimme Dinge passieren doch immer nur anderen".

Wir Menschen sind sehr verletzlich, sehr klein im Universum. Auch wenn wir uns für das Größte überhaupt halten. Wir haben auf die schlimmen Dinge des Lebens, die ganzen Risiken, kaum Einfluß.
Deshalb ist meines Erachtens Glaube sehr wichtig, denn mit einem festen Glauben läßt sich alles ertragen.
Mich erschreckt oft wenn ich im Forum lese "ich bin nicht gläubig". Woher nimmt derjenige dann die Kraft jeden Tag zu leben? Er muß ja in totaler Hoffnungslosigkeit leben, versucht das alles alleine zu tragen, das ein Mensch ja doch nie schafft. Früher oder später fallen alle mal auf die Knie und beten.
Gebetet wird erst wenn man bis zum Hals in Schwierigkeiten steckt, dann wird Gott angefleht zu helfen.

Warum also nicht schon vorher drüber nachdenken - wenn es einem gut geht?
Ich glaube sogar daß es außerordentlich wichtig ist sich über die Dinge nach dem Tod Gedanken zu machen. Ich glaube nicht daß wir auf der Welt sind um es uns besonders bequem zu machen, und glaube auch nicht daß gerade wir besonders Glück hatten in Europa geboren zu sein, und ein Afrikaner hat Pech weil er eben dort leben muß.
Wir haben alle eine Bestimmung und sollten gute Menschen sein, und ich denke sehr wohl daß nach unserem Tod eine Art "Bilanz" gezogen wird wie wir gelebt haben. Steht übrigens alles im letzten Kapitel der Bibel, der Offenbarung des Johannes, so drin.

Deshalb gefällt mir der Spruch in meiner Signatur auch so gut.

Ich glaube zwar nicht daß alles was den Menschen passiert vorrausbestimmt ist, aber ich glaube daß Gott uns die Kraft schickt es durchzustehen. Vorausgesetzt natürlich der Mensch spürt die Kraft und nimmt sie an. Wenn natürlich jemand schreibt "ich bin nicht gläubig" wird er wohl kaum Gottes ausgestreckte Hand sehen und ergreifen, weil er das ja nicht glauben will.

Ich habe auch sehr viel Angst, vor sehr vielen Dingen. Aber ich merke daß sie weniger wird wenn ich bewußt auf Gott vertraue, daß er mich nicht im Stich läßt. Ich versuche auf der Welt viel Gutes zu tun, und versuche darauf zu vertrauen daß auch er mich nicht im Stich läßt oder mich wenigstens verstehen läßt warum er mir manche Dinge "antut".

Ich schlage dir vor einmal in der Bibel zu lesen (gibts auch Kapitelweise als Hörbuch, finde ich besser als den dicken Wälzer) oder dich mal auf der Seite jesus.de umzusehen.
Ich bin sicher daß du viele Denkanstöße für deine Fragen und Ängste in der Religion findest. Viel Glück!




  Re: Krankheit und Tod
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  ein Kind
schrieb am 28.02.2006 07:50
Hallo Nachdenkliche,

ich kann nichts dazu sagen, wie es ist mutter zu sein und ich kenne nicht die ängste die du beschreibst. aber ich kann etwas aus der sicht es kindes dazu sagen.
meine mutter ist gestorben als ich noch ein kleinkind war. ich erinnere mich nicht einmal mehr an sie. allerdings hatte ich immer meinen papa. und als ich in die schule kam hat er wieder geheiratet, sodass ich auch wieder eine mama hatte. ich schreibe "auch wieder", eigentlich ist das so nicht richtig. ich liebe diese mama, als wäre es meine leibliche mutter. ich habe nie eine andere mutter gekannt. als kind mochte ich es nicht, wenn man sie als stiefmutter bezeichnet hat, das klang so böse für mich. ich habe sie dann immer meine zweite mama genannt.
was ich damit sagen will, ist, dass ich eine sehr schöne kindheit hatte und mein leben weiterging, auch wenn das leben meiner mutter beendet war.
und für mich ist sie immer bei mir.wenn ich sorgen habe rede ich mit ihr. sie ist keine greifbare person, aber ich trage sie in meinem herzen, denn auch wenn mein kopf sie vergessen hat, mein herz hat es nicht. man sagt ich habe ihr lächeln. sie lebt in mir, in meinem herzen (und wohl auch in meinen genen) weiter.
ich habe keine angst vor dem tod, weil ich weiß, dass auch ich in der erinnerung und dan herzen der menschen die mich geliebt haben immer weiter leben werde.
ich weiß nicht mehr was mein papa mir damals gesagt hat, als sie starb, aber ich weiß, dass ich als kind immer gesagt habe, dass sie im himmel ist und auf mich aufpasst. dass meine mama ein engel ist, fand ich immer einen sehr schönen gedanken.
ich weiß nicht, ob dies dir weiterhilft, aber ich hoffe es.

liebe grüsse.


  Re: Krankheit und Tod
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  Daniela-Thea
schrieb am 06.03.2006 10:51
Liebe Nachdenkliche,

gerade wenn wir anfangen Verantwortung zu übernehmen - und spätestens wenn uns Kinder anvertraut werden ist das soweit. (Hoffentlich), müssen wir uns auch damit auseinandersetzten, was es für uns ganz persönlich bedeutet dem Leben zu vertrauen und damit im gegebenenfall auch einer "höheren" Macht.
Das musst nicht unbedingt Gott sein. Ich kenne Menschen, die verlassen sich voll auf die Wissenschaft, oder eben auf sich selbst oder auf Gott (welchen Namen sie auch immer für ihn haben.

Ich persönlich könnte die Arbeit, die ich mache, nicht tun, wenn ich nicht ein grundsätzliches Vertrauen ins Leben hätte. Darauf, dass alles so kommt, es wie es kommen soll. Wenn es mir gut geht, fällt mir das leichter, aber wenn es mir schlecht geht, ist gerade das das einzige, was ich nicht verzweifeln lässt.

Schau dich um und versuch für dich etwas zu finden, dem Du dich anvertrauen kannst. Etwas, das größer ist als Du, aber das dennoch in dir ist. In unserer Kultur suchen die Menschen oft Gott außerhalb von sich - das widerspricht eigentlich dem christlichen Glauben, hat sich aber so einkultiviert.

Ich persönlich glaube, dass es deshalb soviele Glaubensrichtungen gibt, damit jeder Mensch für sich selbts das richtige finden kann.

In der Essenz sind sowieso alle gleich: Es geht um Liebe und Vertrauen. Ob Du dann daran glaubst, im Himmel weiterzuleben oder wiedergeboren zu werden - das ist egal.
Ob Du zu Allah, Gott, Manitu oder den Sternen betest - Wenn Du glaubst, dass die Wissenschaft irgendwann eine Erklärung für alles hat - auch das ist o.k.

Die Frage ist: Was ist dienlich für dich?

Für mich persönlich wäre es unvorstellbar nicht wiedergeboren zu werden. Einzig und allein, weil mir ein Leben nicht reicht für das, was ich alles lernen muss - und bisher gelernt habe.
Mein Glaube an Reinkarnation hilft mir bestimmte Dinge ertragen zu können.
Mein Glaube an Gott unterstütz micht, wirklich tiefe Arbeit mit Menschen zu machen.
Mein Vertrauen ins Leben hat mich nicht verzagen lassen, in den zeiten, die von Leid geprägt waren.

In den Jahren ist mein Glauben gewachsen und sehr individuell geworden. Ich bin nicht Christ, nicht Buddhist - eher etwas von beiden, aber ich bin gebettet in eine Gemeinschaft von Menschen, die zwar nicht immer das gleiche glauben, aber mich in dem, was für mich wichtig ist, unterstützen.

Ich glaube den größten Fehler, den die Religionen gemacht haben, ist den Glauben über den Mensch zu stellen. Dabei dient der Glaube nur dem Menschen - und nicht anderrum.

Oder anders gesagt: Gott ist so groß, dass wir die Relgionen brauchen, um ihn für uns verständlicher zu machen.

Was Du für dich brauchst, kannst letztendlich nur du entscheiden.

Mach dich auf die Suche - es kann sehr spannend sein.

Ich wünsche dir alles Gute dabei

Gruß
Daniela




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