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  Schlechte Diagnose und Riesenkrach mit der Mutter
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  sita75
schrieb am 03.02.2006 11:37
Hallo zusammen!

Ich gerade ziemlich durch den Wind: Ich kam gestern von der Bauchspiegelung aus dem KH nach Hause: Diagnose: Eileiter dicht, es kommt nur IVF in Frage.

Abends wollten wir meine Eltern besuchen und ein bisschen quatschen. Alles endete in einem Riesenkrach mit meiner Mutter:

Meine Eltern haben uns ein Haus von Ihnen überschrieben, in dem sie auf eine Wohnung ein lebenslanges Nutzungsrecht haben. Wir planen die oberen zwei Stockwerke umzubauen und sind schon länger mit einem Architekt und meinem Vater zusammen am planen, wie man das denn machen könnte. Meine Mutter hatte schon mehrfach, aber sehr dezent ihren Unwillen dagegen ausgedrückt, was ich aber nicht so ernst genommen hatte, da sie in der Regel auf alles mit einem kategorischen Nein reagiert und hinterher doch einverstanden ist.

Diesmal fing mein Vater an, uns seine neueste Idee zu zeigen, als es aus meiner Mutter richtig herausbrach: Lieber gibt sie das Haus der Kirche, als dass ich auch nur einen Stein verändere! ... Ich achte nicht das Werk meines Vaters (er hatte es damals selbst gebaut) ich kümmere mich nicht um meine Oma, die auch im Haus wohnt... und überhaupt gelingt mir in meinem Leben sowieso nichts, nicht einmal das Kinderkriegen!

Das saß. Mein Mann versuchte noch besonnen zu vermitteln, dass ja noch nichts endgültig feststeht, meinem Vater fehlten komplett die Worte und ich bin aufgestanden und wortlos gegangen.

Das Verhältnis zu meiner Mutter war schon immer in dieser Art gewesen (sie die Autoritätsperson und ich das kleine Kind, das nichts zu sagen hat). Zu meiem "Nichts-hinbekommen" ist zu sagen, dass ich einen sehr guten Studiumsabschluss gemacht habe, einen guten Job habe, mein Mann eine gut laufende Firma, in der ich zusätzlich noch arbeite.

Was würdet ihr mir raten? Mein erster Entschluss ist, auf dieses Haus komplett zu verzichten als ein lebenlang auf ihre Gnade und Anweisungen angewiesen zu sein und im Unfrieden zu leben, andererseits hängt mein Herz schon an diesem Haus und was würde aus meiner Oma werden, für die ich einkaufe, putze, Kaffee trinke..., da sich meine Mutter eigentlich nicht um sie kümmert, was sie auch schon selbst ausgesprochen hat. Meine Bruder ist auf der Seite von meiner Mutter, "bloß nicht umzubauen", dem habe ich gestern noch telefonisch mitgeteilt, dass ich sein Verhalten nicht in Ordnung fand.

Dass meine Mutter Einwände hat, was mit ihrem Haus passiert, finde ich in Ordnung, aber die Art und Weise wie sie das ausgedrückt hat und dann noch so eine persönliche Attacke mit Hieb auf unseren Kinderwunsch hat mich und meinen Mann echt umgehauen.

Weiß jemand einen guten Rat, wie ich mich verhalten soll? Dass meine Mutter sich nicht in entschuldigen wird, ist sicher. Andererseits möchte ich nicht einen riesen Streit vom Zaun brechen, aber diesmal hat sie den Bogen total überspannt!

Wer kann mir aus der Distanz einen Rat geben?

Vielen Dank, liebe Grüße, Sita.


  Re: Schlechte Diagnose und Riesenkrach mit der Mutter
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  Anonymer User
schrieb am 03.02.2006 12:24
Liebe Sita,

na, da ist ja im Moment alles sch..ße bei Dir!!!!
Zunächst zum Ergebnis der BS. Hatte die gleiche Diagnose und morgen wird Paul, entstanden mit IVF beim 2. Versuch, 7 Monate alt...
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das Haus doch schon überschrieben, also kann sie "es auch nicht mehr der Kirche vermachen", oder???
Da aber Dein Vater auch auf Eurer Seite steht und ja anscheinend gerade auch Spaß daran hat, dass von ihm gebaute Haus umzubauen bzw. mit zu planen, ist doch schon mal von der Seite aus nicht mit Widerstand zu rechnen.
Ich würde mit der Planung/dem Umbau einfach weitermachen wie es besprochen ist. Vielleicht könnt Ihr Deine Mutter auch, wenn bisher nicht geschehen, miteinbeziehen und einfach auch um ihre Meinung fragen. Kann man ihr durch den Umbau ggf. auch was gutes tun (größere Küche, Bad altersgerecht ausgestattet usw.)? Dann ist sie mit dabei und fühlt sich nicht ausgegrenzt bzw. Ihr streicht Ihr ein bißchen über´n Bart zwinker

Im Augenblick bist Du total durch´n Wind und da erscheinen die Alltagsprobleme (wobei ich es nicht herunterspielen will) schrecklich und gerade die Mama soll ja nicht zum Feind werden...
Du versuchst anscheinend immer n och, von Ihr endlich mal Lob und keine Kritik zu kriegen....Mir geht es mit meinem Vater so. Ich sehe ihn aber auch selten, so dass ich inzwischen nicht mehr so darunter leide....
Zieh´Dich daran hoch dass Du ja wohl eine gute Ehe führst, Dich mit Deinem Papa verstehst.

Sprich´ggf. mit ihr, wenn ein paar Tage herum sind, und erzähle von der BS und bitte sie um Unterstützung in der nächsten Zeit, die - ehrlich gesagt- auch kein Zuckerschlecken sein wird....




  Re: Schlechte Diagnose und Riesenkrach mit der Mutter
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  gritikat
schrieb am 03.02.2006 12:47
Ohweh... na das ist ja n Brocken...
Erstma tut mir die Diagnose leid, aber es ist nicht das Ende und wie meine Vorrednerin schon sagte, du weißt woran es liegt und was getan werden kann. Dafür alle meine

In einer ähnlichen Situation befinde ich mich auch (Haus, Eltern...). Nur, daß meine Mum kein "Theater" macht.
Nutzt deine Mutter denn diese Räume sonst?

Grundsätzlich verstehe ich, daß du dich nicht mit ihr verkrachen willst. Andererseits ist es nicht mehr ihr Haus, sie haben es euch überschrieben (sicherlich aus steuerlichen Gründen...). Daran hätte sie auch vorher schonmal denken können und sollen. Es ist Euer Recht, Änderungen vorzunehmen. Ich frage mich, woher dieses DAGEGEN deiner Mutter kommt, warum sie dich so behandelt, wie du es beschreibst.
Welche Rolle spielt dein Vater? Wieviel hat er in der Ehe zu sagen?

Meld dich doch nochmal.

LG




  Re: Schlechte Diagnose und Riesenkrach mit der Mutter
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  sita75
schrieb am 03.02.2006 13:19
Hallo zusammen!

Lieben Dank für eure Antworten! Mich würde es auch interessieren, woher dieses "dagegen" kommt. Meine Eltern haben ihr eigenes Häuschen, mein Bruder hat ebenfalls gebaut und seine "Wohnträume" verwirklicht. Wir waren auch länger auf der Suche nach einem alten Häuschen mit Garten, das wir nach unseren Vorstellungen renovieren wollten. Schon da hat meine Mutter die ganze Zeit gewettert: (Kurzfassung) ...in altes Gemäuer würd sie nie einziehen! ... dein Vater hat ein Haus gebaut, jetzt will keiner der Kinder das Haus haben... was soll aus dem Haus werden? Ihr braucht kein Geld ausgeben, ihr könnt das Haus nehmen ... . Also wurde es uns mehr oder weniger "zwangsverschrieben". Steuerliche Gründe spielten ebenfalls eine Rolle.

Nun haben wir das Haus übernommen, wie ich schon sagte, bin ich ja auch froh darüber, da mein Herz daran hängt und ich dachte, dass wir jetzt das Geld, das wir gespart haben nun in den Umbau reinbuttern können. Und ehrlicherweise habe ich auch an meine Eltern gedacht (sind immerhin auch schon 65), dass sie vielleicht mal froh sein könnten, wenn sie im Alter in die untere Wohnung ziehen, dass da dann jemand im Haus ist, der nach ihnen schaut und ihnen im Alltag hilft. (Was bei meinem hochgelobten Bruder mit Sicherheit nicht der Fall sein wird).


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  Re: Schlechte Diagnose und Riesenkrach mit der Mutter
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  dianar34
schrieb am 03.02.2006 13:42
Hey Sita,
mensch das ist ja vielleicht ein Mist. Tut mir sehr leid für Dich.

Ich kenn ja Deine Mama nicht... Mir geht es manchmal so, dass ich in gewissen Situationen - wenn jemand meinen ersten zaghaften widerspruch nicht wahr nimmt - oder manchmal total aus der Luft gegriffen total Stur und merkwürdig reagiere. Was mit hinterher total leid tut.

Da hab ich z.B. immer wieder gesagt, dass ich möchte das meine Tochter Elisabeth heißt und mein Süsser hat immer ja ja gesagt und ich hielt das für beschlossene Sache. Dann kam er plötzlich aus heiterem Himmel - als wir in der ICSI steckten - damit an, dass seine Maklerin Elisabeth heißt (die er nicht leiden kann) und er nicht will, dass das Kind so heißt. Ich hab ihm dann eine Stunde lang die merkwürdigste Predigt gehalten und mich am nächsten Tag schrecklich geschämt und entschuldigt. Ich meine, das ist mir gar nicht so wichtig. Ich war nur irgendwie überfahren...

Kann es nicht vielleicht sein, dass deine Mama genauso reagiert? Da stecken ja auch Emotionen drin, die dann plötzlich hochkochen. Kannst Du sie vielleicht das nächste mal ganz ruhig danach fragen, ob denn ihrer Meinung gar nix umgebaut werden soll, oder nur bestimmte sachen nicht? Das wäre für sie eine gute Gelegenheit zu sagen, dass der Umbau okay ist und sie nur überreagiert hat, ohne dass sie jetzt gleich "zu Kreuze kriechen muss".??




  Re: Schlechte Diagnose und Riesenkrach mit der Mutter
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  gelöschter User
schrieb am 03.02.2006 13:54
Liebe Sita,
manche Mütter sind so... habe auch so ein Exemplar traurig
Bis zu meinem 30. Lebensjahr wurde ich fast nie gelobt, obwohl ich Studium gut gemacht habe, immer alle Prüfungen bestanden habe und sonst - denke ich - auch gut geraten bin Ich werd rot .
Gelobt hat sie mich zu ersten Mal - hat sie auch betont - als ich meinen Segel-und Motorbootschein gemacht habe und unter 10 hauptsächlich männlichen Kandidaten nur zwei bestanden hatten (darunter ich).
Bin seit über 12 Jahren verheiratet, glücklich, hatte 3 FG und habe permanent Sprüche zu hören bekommen: Ihr wollt ja gar nicht wirklich Kinder, sonst würde das klappen...
Irgendwann habe ich ihr einfach nichts mehr erzählt...
Mein Mann hat beruflich eine Spitzenposition und ihn verschweigt sie regelrecht. Sogar bei ihren besten Freundinnen verschweigt sie, dass wir mittlerweile ein Kind haben oder wo wir wohnen.
Ich treffe öfters Nachbarn meiner Eltern (wenn ich denn mal dort bin), die mich ganz überrascht ansehen, wenn ich erzähle, dass David unser Kind ist oder wo wir wohnen.
Ich habe mich damit abgefunden und erzähle ihr vieles nicht mehr.
Das ist zwar traurig, aber nur so gelingt das friedvolle Miteinander.
Manchmal denke ich, dass es daran liegt, dass meine Mutter eine furchtbare Kindheit hatte (unehelich geboren) und dafür macht sie wiederum ihren Mutterjob gut.
Ich hoffe, ich konnte dir ein bißchen helfen.
Zu meiner Mutter bzw. Eltern würde ich nie ziehen, egal wie viele Häuser sie mir überschreiben würden.
Aber das ist meine persönliche Meinung.
Liebe Grüße und Kopf hoch!!
Nathalie


  Re: Schlechte Diagnose und Riesenkrach mit der Mutter
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  sita75
schrieb am 03.02.2006 14:34
Furchtbare Kindheit passt bei meiner Mutter gut! Ich denke mal, dass das Schicksal durch Verschleppung im Krieg und aufwachsen unter sehr schweren Bedingungen in einem fremden Land und ohne Vater es mit ihr nicht gerade gut gemeint hat. Und ich weiß eigentlich auch, dass sie es -auch wenn es für andere nicht ersichtlich ist- eigentlich gut meint, es aber nicht ausdrücken kann bzw. Angst hat, das etwas verändert wird.

Trotzdem finde ich, dass sie diesmal echt übertrieben hat. Ich habe nun auch über mehrere Jahre "Stille" praktiziert, um den Frieden einigermaßen aufrechtzuerhalten, finde es aber immer wieder schade, dass das Verhältnis zu meiner Mutter so ist, da ich immer wieder bewundernd sehe, dass andere Freundinnen mit ihren Müttern ein freundschaftliches Verhältnis haben und ich nicht.

Wahrscheinlich muss ich hinnnehmen, dass dieses Verhältnis leider nicht mehr veränderbar ist. Allerdings fühle ich mich von meinem Vater und meinem Bruder total alleingelassen, die dann schweigen oder Kommentare "...du weißt ja wie sie ist! ... Brachialpädagogik..." Mir gehen die Attacken nämlich ganz schön an die Substanz. Irgendwie ein Teufelskreis! Und vor allem vor meinem Mann, der immer um Ausgleich und ruhiger Ton bedacht ist, unenendlich peinlich. Zum Schluss fühlt er sich hier gar nicht mehr wohl!

Liebe Grüße, Sita


  Re: Schlechte Diagnose und Riesenkrach mit der Mutter
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  Daniela-Thea
schrieb am 03.02.2006 14:50
Liebe Sita,

weißt Du, letztendlich hört es sich für mich so an, als ob deine Mutter einfach etwas zu lange geschwiegen hat. Ihr hat es ja von Anfang an nicht gefallen, dass ihr das Haus umbauen wolltet und sie hat geschwiegen und geschwiegen und plötzlich ist es aus ihr rausgebrochen....

Aber natürlich steckt noch mehr dahinter. Weißt Du, wenn Menschen andere Menschen so angreifen, vor allem Mütter ihre Töchter, dann fungieren wir nur als Projektionen. Sprich: Solche Dinge wie "Du hast nichts in deinem Leben auf die Reihe bekommen" denkt deine Mutter nicht wirklich von dir, sondern eigentlich von sich selbst. Gut verpackt hinter vielen Mauern und um das ja nicht zu spüren, projeziert sie es auf dich.
Deine Mutter ist ein verletzter Mensch. Sie fühlt sich zurückgestoßen weil erst keiner das Haus haben wollte und jetzt ist das, was sie und ihr Mann gemacht haben nicht gut genug - und was deine Mutter drauß macht ist, dass sie nicht gut genug ist.

Dass übrigens viele Töchter denken, dass die Brüder geliebter sind, liegt daran, dass die Mütter eben mehr auf ihre Töchter projezieren als auf ihre Söhne. Auf eine Art sind wir der Spiegel ihrer selbst.

Eigentlich ist nur wichtig, dass Du es nicht persönlich nimmst. Aber Du bist getroffen von dem was deine Mutter gesagt hat und das liegt daran, dass es in dir etwas gibt, dass auf eine Art das gleiche denkt.

Lass mich ein Beispiel geben: Angenommen Du hast schwarze Haare und deine Mutter sagt zu dir: "Ich fand dein blondes Haar schon immer viel zu hell und hässlich" - Dann würdest du innerlich den Kopf schütteln und denken. "Manchmal hat sie echt 'nen Knall"

Wenn Du wirklich in dir selbst sicher wärst, dass Du einiges in deinem Leben erreicht hast, dann würde dich das, was deine Mutter sagt in keinster Weise berühren. Aber es berührt dich, weil es dich an deiner wundesten Stelle trifft: Dem Kinderwunsch.

Das ist eigentlich ziemlich gemein - aber sicher nicht so gemeint.

Letztendlich solltest Du nur hören, was sie sagt. Wenn sie sagt: "Du achtest nicht das Werk deines Vaters". Dann nimm es nicht persönlich, sondern sage ihr: "Es tut mir leid, dass Du denkst ich achte nicht das, was Papa gemacht hat."...

Das ist eine harte Übung, ich weiß, aber sie hilft nicht nur im Umgang mit Eltern sondern grundsätzlich bei Menschen...

Ich wünsche euch, dass ihr euch bald wieder vertragt. Und was ich immer sage.

Alles,was unsere Eltern immer wieder von uns hören müssen, ist, dass wir sie lieb haben...

Liebe Grüße
Daniela


  Re: Schlechte Diagnose und Riesenkrach mit der Mutter
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  sita75
schrieb am 03.02.2006 15:03
Liebe Daniela-Thea!

Vielen Dank für deine Antwort! Welchen Tipp könntest du mir geben, wie ich denn auf meine Mutter zugehen könnte? Nachdem die Fronten momentan jetzt so verhärtet sind, fällt es mir schwer auf sie zuzugehen! Kann ich denn nicht auch ein Zugeständnis von ihr erwarten? Ich kam ja gestern abend nicht mit dem Ziel, "ihr Haus abzureißen", sondern"frisch" vom Krankenhaus mit einem ganz anderen Kopf. Vielleicht in der Vermutung, ein paar tröstende Worte zu hören wie "ihr schafft das" etc. und eigentlich nicht, dass mir "der Boden unter den Füßen weggerissen wird!" Ist es zu viel verlangt, dass meine Mutter sich dafür mal entschuldigen könnte? (sie hat sich in ihrem ganzen Leben für etwas entschuldigt oder gesagt, dass etwas nicht so gemeint war, sondern ich war immer "die Schuldige")

Liebe Grüße, Sita!


  Re: Schlechte Diagnose und Riesenkrach mit der Mutter
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  Tigerin
Status:
schrieb am 03.02.2006 20:10
Hi Sita,

auf das Haus komplett zu verzichten, ist sicher nicht das Dummste, was Du tun kannst. Machen wir uns nichts vor: Wenn Deine Mutter schon immer so ignorant war, wird sie auch in Zukunft nichts dazu lernen. Wenn sie es bisher nicht getan hat, wird sie wohl kaum noch anfangen, Deine persönlichen Leistungen zu würdigen - auch nicht, solltest Du den Friedensnobelpreis bekommen. Du wirst Dich bis zum Sankt Nimmerleinstag zerreiben, wenn Du es weiterhin versuchst. Und Du wirst nur begrenzt auf sie zugehen können. Die Engländer haben ein Sprichwort : Du kannst ein Pferd zur Tränke führen, aber Du kannst es nicht zum Trinken zwingen, und genauso verhält es sich mit Deiner Mutter. Um die Oma ist es natürlich schade, wenn Du jetzt gehst. Vielleicht wäre es ein Kompromiss, still zu halten, bis die Oma nicht mehr ist, und dann zu gehen.

Wenn Du im Haus bleiben willst, kannst Du nur in Frieden leben, wenn Du die direkte Konfrontation mit Deiner Mutter meidest. Dein Vater möchte auch das Obergeschoss umbauen? Schicke ihn vor, besprich die Details mit ihm und lass ihn machen. So lange er gegenüber Deiner Mutter als 'Bauleiter' auftritt, wirst Du keinen Ärger haben.

Apropos Ärger: In nächster Zeit wirst Du die eine oder andere IVF durchziehen. Das kostet Deinen Körper viel Kraft, reißt Löcher auf Deinem Konto und belastet Dein Nervenkostüm bis zum Anschlag, also solltest Du zusätzlichem Ärger tunlichst aus dem Weg gehen. Ich wünsche Dir, dass Du bald schwanger wirst!

zuversichtliche Grüße

Tigerin




  Re: Schlechte Diagnose und Riesenkrach mit der Mutter
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  Daniela-Thea
schrieb am 09.02.2006 10:54
Liebe Sita,

weißt Du, wenn deine Mutter sich in ihrem Leben noch nie für etwas entschuldigt hat, wieso sollte sie es jetzt machen? Sie hat sich eine Welt zurechtgelegt, in der nun mal alle anderen schuld sind - das mag man als schlecht bewerten, aber für sie ist es so wie es ist.
Grundsätzlich glaube ich, dass Erwartungen nur dazu da sind, enttäsucht zu werden. Denn wenn wir etwas erwarten und es erfüllt sich nicht, dann sind wir enttäuscht und in den meisten Fällen weiß der gegenüber ja nicht mal, was wir überhaupt erwartet haben.
Ich glaube Du tust dich leichter, wenn Du nicht erwartest, dass deine Mutter sich entschuldigt. Du kannst niemals von anderen ein Verhalten erwarten, Du kannst dich nur so verhalten wie Du dich verhalten willst.
Verstehst Du, was ich meine?

Wie Du dich verhalten sollst, weiß ich nicht. Ich persönlich mache immer das, was ich von den anderen will. Das heißt: Wenn ich eine Entschuldigung erwarte, dann entschuldige ich mich. Also könntest Du zu ihr gehen und sagen: Es tut mir leid, dass wir gestritten haben. Weißt Du, mir ging es nach dem Krankenhaus nicht gut und hatte einfach falsche Erwartungen". Das wirkt vielleicht auf den ersten Blick, dass Du ihr dann Recht gibst. Aber glaube mir: In Wirklichkeit zeigst Du Größe und damit können die Menschen oft viel schlechter umgehen wie mit Beschuldigungen. Denn wahrscheinlich ist letzteres das, was deine Mutter von dir erwartet.
Also überrasch' sie einfach.
Erwarte nichts, will nichts - sie ist wie sie ist , gibt ihr nicht die Macht durch ihre Art dein Leben zu beeinflussen.
Steh drüber!

Ich wünsche dir viel Kraft dafür

Daniela




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