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  Trotzanfälle beim Papa...
no avatar
  heute mal Gast
schrieb am 18.01.2006 16:29
Daß ich mich auf Trotzphasen einstellen muß, ist ja klar - beim KLEINEN!

Aber daß sein Vater - immerhin Mitte Vierzig - pausenlos welche kriegt, treibt mir echt die Hutschnur hoch. Beispiele? Hier:

- Papa werkelt. Schraubenzieher, Meßband - was auch immer, es bleibt liegen. Bitte ihn drei Tage - zehn Tage ... es wegzuräumen (räume sowieso aus Notwehr schon vieles selbst weg). Heute hab ich das ganze rumliegende Zeugs in eine Kiste gepackt und ihm übergeben. Reaktion: "Dann schmeiß es doch gleich in den Müll! (Manchmal schmeißt er es selbst durch die Gegend oder in den Papierkorb....) Dann mach doch Deinen Sch... alleine! Dann laß Dich doch scheiden!"

- Wochenende. Wir wollen mal raus mit dem Kleinen. Wir verabreden am Abend vorher (schwierig genug) - 10 Uhr gehts los. Nächsten Tag: 10 Uhr - Papa noch nicht fertig. 11 Uhr, ich werde ungeduldig - Papa telefoniert. Lange. Gaaaanz wichtig. 11:30 Uhr - Papa muß gaaaanz dringend noch schnell was am Computer... Ich mache Mittag, füttere den Kleinen ab, lege ihn ins Bett ... nach dem Mittagsschlaf ist es bereits dunkel. Tag versaut.
Ich teile meinem Mann mit, daß ich traurig und wütend bin über den vergeigten Tag (wie so oft) - Reaktion: "Dann geh doch allein. Dann mach doch Deinen Sch... alleine! Dann laß Dich doch scheiden!"

Egal was, wir können verabreden was wir wollen, nichts klappt, und wenn ich dann wage was zu sagen (nach endlosem Geduldsspiel), dann gipfelt es regelmäßig in "Dann laß Dich doch scheiden" Super!

Tja, Stunden später will er wieder kuscheln ... ich: "Ich denke, Du willst Dich am liebsten scheiden lassen?" Er: "Ach, das meine ich doch nicht so, weißt Du doch...."

Ach, mich k.... das alles so an...


  Re: Trotzanfälle beim Papa...
avatar  *Charly
Status:
schrieb am 18.01.2006 20:03
*kicher* Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr das nerven kann. Aber wie beruhigend, dass es bei anderen auch so ist! Wobei - mein Mann hat mir so ein Verhalten auch schon mal vorgeworfen, was natürlich völlig aus der Luft gegriffen ist zwinker

Also, zunächst: Du hast mein tiefstes Mitgefühl. Sowas ist anstrengend. Noch mehr, wenn man quasi Erziehugnsarbeit beim Partner leisten soll.

Wie alt ist Euer Zwerg? Ist Dein Mann noch in der Phase, in der er sich neu positioniert?

Naja, mal vom Verständissuchen weg zu Lösungsangeboten. Frag ihn doch mal in einer ruhigen (!) Minute, was da bei ihm abläuft. Wenn er selber sagt, er meine es nicht so, dann muß es ja irgendeinen Auslöser geben.

Meine Vermutung: Er hat ein schlechtes Gewissen. Irgendwie möchte er entweder eigentlich SEINE Zeit für sich behalten, oder einfach nur gemeinsam daheim bleiben. Aber verabredet war was anderes. Wie unangenehm, wenn einem das so unter die Nase gerieben wird.

Nun - warum gehtst Du nicht "einfach" ohne ihn raus. Klar, Du möchtest was als Familie machen. Aber was meisnt Du, wie er reagiert, wenn Du Plan B aktivierst? Alternativ, frag ihn, wie Du mit seinem Verhalten umgehen sollst, sag ihm dass das Scheidungsangebot verunsichernd und verletztend ist. Wie würde er denn reagieren, wenn er an Deiner Stelle wäre? Und dass machst Du dann. Räum ihm nicht nach, sondern stell den Karton irgendwo hin, wo quasi sein Zimmer ist. Gib ihm die Verantwortung zurück.

Gruß,
Charly




  Re: Trotzanfälle beim Papa...
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  Kenn ich
schrieb am 19.01.2006 15:25
Hallo Heute,

ich kenne diese Phasen, auch ohne Kind.

Ich denke dieses Verhalten sagt aus, dass dein Mann seine Freiheiten haben möchte, auf der anderen Seite aber auch gerne Papa und liebevoller Ehemann sein möchte. Männer verteidigen sich oftmals durch einen Gegenangriff (Hier: Lass dich doch scheiden).
1.) Dieser Satz ist natürlich das letzte von ihm! Das solltest du ihm auch sagen. Sag ihm irgendwie: Nein, Scheidung wäre weglaufen, und dafür lieb ich dich viel zu sehr. oder so... Soll er doch deshalb ein schlechtes Gewissen bekommen, er versucht dir ja auch eins einzureden.
2.) Plane dein Leben ohne ihn, und teil ihm nur die Termine mit. Wenn er dann zu diesen Terminen nicht fertig ist, dann geh ohne ihn. Konsequent! Und wenn er sagt: Ich brauche noch 5 Minuten, dann warte VOR der Haustür, kommt er nicht nach 5 Minuten, dann geh weg.
3.) Erzähle ihm ausführlich, wie toll eure Ausflüge waren, und wie traurig du bist, was dein Mann nicht alles schönes verpasst. Und dann frag ihm, wie sein Tag war und höre dir alles an und lüg zur Not auch, wie spannend das doch ist.
4.) Bitte ihn, auch mal was alleine mit eurem Kind zu unternehmen. Das gehört zu einer normalen Entwicklung zwischen Papa und Kind dazu. Der Klassiker ist: Babayschwimmen!

Also, dass war meine Stategie, als mein Mann lieber den ganzen Tag vor der Glotze gelegen hat, als mit mir raus zu gehen und was zu unternehmen. Ok, Babyschwimmen waren wir nie, weil wir ja noch kein Baby haben, aber mein Mann hat sich damals seinen Skatclub gesucht und ich meine Handarbeitsgruppe. Und dann machen wir viel mehr zusammen mit dem Hund und mit meiner Nichte.

Ich drück dir die Daumen


  Re: Trotzanfälle beim Papa...
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  Sarah_J_
schrieb am 19.01.2006 16:46
Hallo -

ich kenn das auch. Zum Thema Sachen nachräumen: Ich hab erst eine ganz kleine, später eine größere, noch später eine ganz große Kiste genommen + da alles reingetan, was an Werkzeug + Dingen so rumlag. Als die nicht mehr in die Küche paßte, hab ich sie auf die Bodentreppe gelegt. Immer wenn mein Mann was suchte, kam der Verweis auf diese Kiste. Wirklich erzogen hat ihn das jedoch nicht, es diente eher mir zur Beruhigung, weil eben nicht mehr so viel rumlag. Erzogen haben ihn unsere Zwillinge, indem sie alles wegschleppen, was sie erwischen. Sie haben ihm z.B. schon zwei Gliedermaßstäbe kaputtgemacht...

Zum Thema gemeinsame Unternehmungen: Ich hab's aufgegeben, ihn zu irgendwas überreden zu wollen. Ähnlich wie's hier schon geschrieben wurde, läuft es bei uns - ich sag ihm, was ich vorhabe. Entweder kommt er mit oder er läßt es bleiben. Kommt er nicht mit, kriegt er noch ein paar Pflichten (nicht zu viele, das verträgt Mann nicht) auf. Es hat sehr lange gedauert, aber nun ist er schon immer mal von selber interessiert, gemeinsam mit den Kindern + mir was zu unternehmen. Übrigens war das vor der Geburt unserer Kinder anders, da waren wir besser aufeinander eingestellt. Seit die Kinder da sind hab ich das Gefühl, er genießt die Ruhe, wenn wir mal nicht da sind. Ganz ehrlich: Ich hab mehr davon, wenn er nicht gegen seinen Willen dabei ist, dann wird nämlich jeder Ausflug ein Reinfall. Gerecht ist das leider nicht so ganz - obwohl ich mich immer mal abends mit Freunden verabrede + er an diesen Tagen die Kinder ins Bett bringt.

Irgend so eine Lösung sollte es geben. Er sollte auch sagen können: Dazu hab ich keine Lust. Vielleicht hat er nur Dir zuliebe zugesagt mitzukommen. Das würde das Vertrödeln erklären. Auch wenn es schöner wäre, als Familie was zu unternehmen - es ist eben leider nicht alles hinzukriegen, was wir uns so wünschen...

Ihr werdet das schon schaffen!

Sarah




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