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  Ist es ok, daß "gewollte" Trennung weh tut?
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  Harry´s Sally
schrieb am 13.01.2006 14:53
Hallo,

Ich schreibe heute das aller erste mal offen. Naja "offen" ist derzeit noch ein wenig übertrieben, aber in wenigen Minuten oute ich mich im Zyklus forum. Doch zunächst möchte ich hier diesen Text versassen!

Zu meiner GEschichte: Ich habe in den letzten Monaten des öfteren hier anonym gepostet zu meinem Thema. Daß ich dies anonym tat hat persönliche Gründe die jetzt aber keine Rolle mehr spielen.
Es geht darum, daß ich ( noch verheiratet) mich verliebt habe und mir lange Zeit nicht sicher war, ob ich damit tatsächlich den richtigen Weg gehe. Zur info ( vieleicht weiß dann auch die eine oder andere um welche Beiträge von mir es sich handelt. Ich nannte den besagten Mann Jan/Bern/Holger...)

WIe dem auch sei. Die DInge haben sich im laufe der ZEit entwickelt! Mein Mann und ich wir haben uns getrennt und ich habe mich für den anderen entschieden. Nun wohne ich allein und versuche mich selbst zu finden in dem ganzen Chaos. Chaos nenne ich es daher, weil alles mit sehr vielen Tränen und Selbstzweifeln verbunden war. Ich muss dazu sagen, daß ich ein sehr gläubiger Mensch bin und mir das VErsprechen, welches ich meinem Mann unter Gottes Segen gegeben habe ALLES bedeutet hatte.
Und daß grade ich eines der zehn gebote breche ( du sollst nicht ehebrechen) hat mich fast kaputt gemacht und ich befürchtete, dáß Gott mich nun fallen lässt weil ich gegen seinen Segen gehandelt habe. Das ist eben die Angst einer sehr gläubigen Frau. Aber man sieht, daß selbst der Glaube , sowie ein Segen nicht verhindern kann wohin das HErz geht.

Kurz zur Zusammenfassung:
Ich kenne meinen jetzigen neuen Partner schon seit ich ein junges Mädchen war. Seit je her war ich in ihn verliebt. Er wusste dies nie. Bis es im Sommer letzten Jahres dazu kam, daß wir uns begegneten und uns kennen lernten. Von da an kam die ganze Sache ins Rollen. Wir verliebten uns und vor allem er sich in mich. Ich bereue nicht eine einzelne Sekunde mit ihm! Für ihn habe ich meinen Mann verlassen! Und ich stehe hinter dieser Entscheidung. Ich habe viele Monate dafür gebraucht mir selber einzugestehen, daß mein HErz mir den Weg weist und daß ich ihn ruhig gehen sollte. Entgegen aller aussagen meiner Familie die meinen Mann über alles lieben habe ich auf mein Herz gehört und beginne nun ein völlig neues Leben! Starte in eine Zukunft mit dem Traum meines ganzen Lebens. Ob es wirklich der richtige Weg ist, kann niemand zu diesem Zeitpunkt sagen. Jedoch weiß ich was mein HErz mir sagt und ich besitze den Mut, diesem Weg zu folgen!

Allerdings muss ich zugeben, daß die Trennung von meinem Mann dennoch sehr schmerzhaft ist! Ich leide, weil er leidet. Er hat ja auch nichts falsch gemacht. War immer ein guter Ehemann und ich hatte ein gesichertes Leben mit ihm. Als wir heirateten war ich ausnahmslos glücklich. Ich liebte ihn mehr als alles andere! Aber dann nach der Hochzeit zeigte sich, daß wir beide völlig unterschiedliche Ansichten vom Leben haben. Es gab viel Streit. Meist wegen kleinigkeiten. Aber wir haben immer gegenseitig versucht den anderen umzukrämpeln. Irgentwann ( als der andere Mann bereits in mein Leben trat, es aber zu dem Zeitpunkt noch sehr schwammig war was ich wollte) wurde mir bewusst, daß wir einander nicht ändern können. EIn MEnsch ist so wie er ist. Charakterlich ist da eine gewisse schiene vorgegeben die man vieleicht in gewisse richtungen ausdehnen kann aber ich denke, das sollte man nicht.

Ich sollte nach vorne schauen in die Zukunft die ich haben werde mit der Liebe meines Lebens. Dennoch tut es verdammt weh zu sehen, daß mein Mann und ich es nicht geschafft haben unser versprechen vor dem Traualtar einzuhalten und ein gemeinsames Leben zu führen. Die letztendliche "SChuld" daran habe natürlich ich, denn ich habe ihn verlassen! Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden AUge und hoffe, daß die ZEit die WUnden heilen wird und vor allem, daß ich die richtige ENtscheidung getroffen habe. Zeigen wird sich dieses erst sehr viel später! Momentan denke ich jedoch: Ja! Es ist der richtige WEg! EBen weil mein HErz mich dorthin leitet und ich trotz allem Trennungsschmerz auch sehr glücklich bin und mich freue auf das was jetzt kommt!

Das wollte ich nur mal eben erzählen. So, ich flitze jetzt ind Zyklusforum und "oute" mich! Denn es wird Zeit mich zu zeigen und nach vorne in die neue Zukunft zu schauen!

Alles Liebe
Sally




  Re: Ist es ok, daß "gewollte" Trennung weh tut?
avatar  Nina2282
Status:
schrieb am 13.01.2006 15:12
Das du zu Deiner Endscheidung stehst ist schon mal gut!
Und glaubst du denn Gott würde wollen das du unglücklich bist? Sicher nicht!
Klar tut das weh das kann Dir auch leider keiner abnehmen da musst du ganz alleine durch das ist ja das dumme daran.
Denn du warst sicher lange mit Deinem Mann zusammen und es ist nur natürlich das es nun Fehlt und wehtut eine solche Zeit kann man eben nicht einfach wegwischen als hätte es sie nie gegeben.
Ich wünsche Dir alles Gute für deine Neue Beziehung und das sich dein Leben postiv verändert!
Lieben Gruss Nina




  Re: Ist es ok, daß "gewollte" Trennung weh tut?
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  Laska10997
schrieb am 13.01.2006 21:52
Hallo Sally,

schön das du dich entschieden hast. ich freue mich für dich. eines ist klar es bringt nichts mit jemanden zusammen zu bleiben wenn mann einen anderen liebt.
ich muß gestehen ich habe echten risspekt vor dir. alles was du hattes auf zugeben und neu anzuangen.dazu gehört eine ganze menge mut (ich habe ihn nicht).

ich wünsche dir alles gute für die zukunft. und der schmerz geht auch vorbei. schlümmer wehre es wen es dich garnicht berühren würde den den war die zeit mit deinem mann nicht das ware und so zeigt es dir das da halt doch mal was war was euch ferbunden hat.

bis dann

Laska


  Re: Ist es ok, daß "gewollte" Trennung weh tut?
avatar  *Charly
Status:
schrieb am 14.01.2006 09:53
Guten Morgen *treost*

Ja, ich erinner mich an Dich. Hut ab vor Dir! Ich finde, Du hast eine mutige und erwachsene Entscheidung getroffen.

Leider ist es so, dass Menschen sich entwickeln und nicht immer kann ein Paar dann den Weg gemeinsam gehen. Du bsit katholisch? Jedenfalls nicht evangelisch - wir haben es "leichter" zwinker Während unseres Traugespräches fragte mein Mann (geschieden), unseren Pfarrer, wie er denn zur Scheidung stünde. Der überlegte ein Weilchen und meinte dann, dass er sich nicht vorstellen könne, dass ein liebnder Gott wolle, das zwei Menschen und unter Umständen auch Kinder ihr Leben lang litten. Menschen machen Fehler. Sie versprechen Dinge und sind fest davon überzeugt. Dennoch kann man die Erfahrung machen, dass es ein Fehler war. Nur Gott ist unfehlbar. Zwar solle man sich nciht lechtfertig trennen. Aber wenn nun alle Gespräche und Versuche nicht fruchten - dann ist es besser, dazu zu stehen und auch in Gottes Namen diese neue Situation hinzunehmen. Woher wir Menschen denn wüßten, ob nicht genau das Gottgewollt sei? Gott wolle uns nur Gutes udn sicher nicht, dass wir litten und anderen Leid zufügten.

Vielleicht machen Dir diese Gedanken die Trennung etwas leichter. Dass die Trennung weh tut ist normal. Das ist auch bei ungläubigen MEnschen so. Träume und Hoffnungen sind zerplatzt. Einen Menschen, den Du ja durchaus magst oder mochtest, mußtest Du verletzten. Man tut so etwas nicht gerne. Es entstehen Schuldgefühle udn Trauer. Das ist gut so!

Ich wünsche Dir alles Gute und glaube mir - es wird besser.

Gruß,
Charly




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  Grosses DANKE !!!
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  Harry´s Sally
schrieb am 14.01.2006 11:57
Ich möchte mich von ganzem Herzen bei Euch bedanken. Für Euren Mut-zuspruch und für Euer Verständnis und vor allem für die guten Wünsche. Ehrlich gesagt habe ich nicht mit soviel Verständnis gerechnet und es tut unheimlich gut solche lieben Worte zu hören!
Ich habe die schlimmste ZEit meines Lebens hinter mir und wünsche niemanden, daß er ähnliches durchmachen muss. Denn es schmerzt wirklich. Aber irgendwann kommt man an einen Punkt, an dem man einfach akzeptieren muss, daß es nach vorne geht.

Das Leben geht manchmal Wege, die nicht vorhersehbar sind. Wege, die man eigentlich gar nicht möchte oder eher gesagt, vor denen man Angst hat sie zu gehen! Ich denke, daß sind alles Herrausforderungen im Leben. Ich fühlte mich immer sicher in meinem Kokon. In unserer Hülle waren wir vor allem sicher. Hatten ein Gradliniges Leben. Lange Beziehung, traumhafte Hochzeit, Kinderwunsch mit Kinderwunschbehandlung, tolles Haus. Aber eben zwei völlig unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft. Keine gemeinsamen Interessen und so allmählich fühlte ich mich wie ein Vogel in einem goldenen Käfig!

Naja, bla bla bla... ich brauch das hier gar nicht alles aufzuschreiben. Habe meinen Weg gefunden und bereuhe ihn nicht auch wenn die Vorstellung, daß es "vieleicht" irgendwann besser geworden wäre weh tut und man hätte vieleicht mehr Anstrengung investieren sollen. Aber das sind Gedanken. Wer weiß ob es wirklich so gewesen wäre, daß sich was geändert hätte. AUch von meiner Seite. Ich gebe keines Falls meinem Mann die Schuld daran daß es nicht geklappt hat. Das war unser beider verdienst.

Nun denn. Vielen Dank Euch allen und ein wunderschönes Wochenende wünsche ich Euch winken

Liebe Grüße
Sally




  Re: Ist es ok, daß "gewollte" Trennung weh tut?
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  sarah03
schrieb am 14.01.2006 12:31
Hallo Sally,

auch ich habe mich von meinem Mann getrennt, und ja - es tut weh. Ich finde das auch völlig normal, schließlich hat man viele Jahre mit dem Partner verbracht. Viele in meinem Umfeld können das nicht verstehen, schließlich habe ja ich mich getrennt und nicht er sich.
Ich hatte auch viele viele Monate mit Selbstzweifeln zu kämpfen, die schließlich in Depressionen endeten, und jetzt habe ich therapeutische und medikamentöse Hilfe in Anspruch nehmen müssen, weil es ohne nciht mehr ging.
Bevor es Dir allzu zu schwer zu schaffen macht - hole Dir Hilfe! Es ist schwer, alleine damit zurecht zu kommen, finde ich. Z.B. auch mit den Reaktionen des Umfeldes, bei mir endete das in Mobbing seitens meiner Familie (mit meinem ExMann wird gesprochen, mit mir nicht etc.)

Alles Gute!




  Re: Grosses DANKE !!!
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  Blüte
schrieb am 14.01.2006 16:48
Liebe Sally,

auch ich erinnere mich an dich und freue ich zu lesen, dass du eine Entscheidung getroffen hast.

Ich kann den Aussagen meiner Vorschreiberinnen eigentlich nichts mehr hinzufügen, außer dass ich dir auf deinem Weg alles Gute wünsche!

Viele Grüße,

Blüte


  Re: Ist es ok, daß "gewollte" Trennung weh tut?
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  smilingAJ n.e.
schrieb am 14.01.2006 20:58
hi du!

hier auch von mir (die ich sehr religiös aufgezogen wurde) gott ist ein liebender gott und auch wenn die gebote sagen, du sollst nicht ehebrechen, hat nicht jesus selbst der ehebrecherin vergeben und sie vor der steinigung gerettet? warum hat er das gemacht? weil er sie liebt - genau wie gott dich liebt! gott weiß seit dem augenblick an dem er uns erschaffen hat, dass wir nie perfekt sein werden, aber er liebt uns trotzdem! und hier noch eine kleine aussage oder ein gedanke, der mir immer weiter geholfen hat: "kind, sei dir bewusst wenn du fällst, fällst du nie weiter als in meine liebenden arme!!!"

so ist gott - er fängt uns auf, wenn wir fallen und er hilft uns wieder aufzustehen.

schau, meine eltern hatten auch lange probleme, weil mein vater geschieden ist und meine mum seine zweite frau ist. meine mutter wurde auch sehr religiös erzogen und hatte das gleiche problem im bezug darauf eine ehebrecherin zu sein (obwohl sie nicht für die trennung meines vaters von der ersten frau verantwortlich war) aber sie hat lange daran gezweifelt, dass gott ihre ehe mit meinem vater gut heißt, da sie ja "Nur" die zweite ist.

aber dann wurde ihr (unter anderem durch ein seelsorgegespräch mit einem pastor aus unserer gemeinde) bewusst, dass gott ein liebender und vergebender gott ist! er will nicht, dass wir traurig sind, er will nicht, dass es uns schlecht geht und vor allem möchte er nicht, dass wir in selbstzweifel ertrinken, weil wir der meinung sind nicht gut genug für gott zu sein!
genauso wie ein kind für die eltern nie eine bleibende enttäuschung ist! eltern lieben ihre kinder vorbehaltlos - wenn wir menschen-eltern das können, wieviel mehr kann gott das?!?!

gott vergiebt... und ich gehe davon aus, dass du die trennung von deinem mann nicht "vorsätlich" oder "absichtlich" angeleiert hast undi ch geh auch nicht davon aus, dass du ein "wiederholungstäter" bist, also warum sollte gott dir nicht vergeben? wie gesagt - er liebt dich, er liebt uns alle grade weil wir so sind wie wir sind!

ich mein, überleg mal... wer hat uns denn so erschaffen wie wir sind? gott hat jeden einzelnen von uns gemacht! er wusst an dem tag an dem er uns erschaffen hat, mit was für macken wir zu kämpfen haben und wenn er uns nicht unter anderem wegen diesen macken lieben würde, warum hätte er sie uns dann geben sollen?

so und bevor das ganze zu theologisch wird *knuddle* ich dich erst mal und wünsch dir alles gute für deine neue beziehung! es ist natürlich, dass du erst mal down wegen deinem mann (oder bald ex-mann?) bist, aber das wird vergehen - das leben geht weiter - sowohl für ihn als auch für dich und der schmerz für euch beide wird auch vergehen!!!!

*inarmnehm* und god bless you!
Aj




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