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  "traumdeutung" angstzustände
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  Vitany
schrieb am 13.12.2005 09:53
seit meiner schwangerschaft wo ich ständig liegen musste und angst um mein baby haben musste, dann der schreckliche kaiserschnitt, bin ich nie wieder so richtig auf den weg gekommen den ich vor der ss ging. das heisst, dass ich gesund war und mir um nichts sorgen machte.

jetzt läuft es nicht mehr rund wie einige von euch vielleicht schon wissen. immer wieder ist etwas bei mir, ich laufe von einer OP zur nächsten. letztens wurde mir ein weisheitszahn herausoperiert und jetzt tut schon der nächste zahn weh. mit meinem gebrochenen zeh habe ich von märz bis jetzt herumgedoktort und bin 3 mal operiert worden. jetzt ist hoffentlich gut. ich habe sehr viel kopfschmerzen, fast täglich. und mein "dicksein" belastet mich auch sehr, habe aber nicht die kraft abzunehmen. ich fühle mich kaputt, ausgelaugt, nicht mehr die die ich mal war. mein mann sagt zu mir: ich will meine ALTE frau zurück haben. das macht mich traurig. wie werde ich wieder die alte? wie überwinde ich meine ängste?

heute nacht hatte ich dann einen ziehmlich realen traum vom krieg. ich war (wie immer wenn ich von sowas träume) bei meinem papa im garten mit meinem mann und meiner kleinen leonie auf dem arm. da wurde es von einer seite am himmel ganz schwarz. es flogen riesige hubschrauber auf uns zu, und die flogen von haus zu haus um die ganzen leute zu scannen. dabei wurden auch teile des hauses zerstört. wir wussten dann genau dass wieder hubschrauber kommen werden die bomben abschmeissen. wir liefen davon, und ich hatte eine wahnsinns angst wegen leonie. ich drückte sie ganz fest an mich und wir rannten und rannten und wussten eigentlich nicht wohin. schliesslich hörten wir die nächsten hubschrauber und versteckten uns unter einer grossen plane. bomben wurden geschmissen, um uns tote menschen. das komische ist nur, uns hat es nie erwischt. irgendwann wachte ich dann schweissgebadet auf, mein herz raste wie verrückt und ich brauchte etwas zeit bis ich wieder im hier und jetzt war.

habe dann in der früh gegoogelt und fand folgenden text zur traumdeutung:

Bombe

eine Bombe kommt häufig bei negativer Traumunruhe in Katastrophen- und Kriegsträumen vor und kann dann eine allgemeine Lebens- und Existenzangst verkörpern. Häufig steht sie aber auch für Gefahren, die von eigenen Ängsten und destruktiven Gefühlen drohen, wenn man diese nicht mehr beherrschen kann.
Sie müssen sich darauf einstellen, dass Sie Ihre Gefühle überwältigen werden.
Träume von Bomben haben etwas Existenzbedrohendes - insofern weisen sie darauf hin, dass es Zeit ist, die Nerven zu beruhigen und seinen bisherigen Lebenswandel umzustellen.
Eine explodierende Bombe ist normalerweise ein unerwartetes Ereignis. Wenn Sie davon träumen, kann dies die Angst davor andeuten, plötzlich zu sterben.

was haltet ihr davon? was mache ich damit ich diese angstzustände loswerde? wie werde ich wieder die ALTE die mein mann so gerne hätte?

nachdenkliche grüsse von einer momentan bedrückten vitany




  Re: "traumdeutung" angstzustände
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  ZwillingeCC
schrieb am 13.12.2005 21:40
Hallo liebe Nicole,

laß Dich mal trösten , helfen kann ich Dir leider auch nicht.

Aber wenigstens Mut machen möchte ich Dir.

Ich habe auch ab und zu schreckliche Träume, ich stehe in der Klinik im Kinderzimmer in der Mitte und suche mein Baby und eine Schwester zeigt auf mich und sagt, du wirst nie ein Baby haben und lacht ganz laut und dann wache ich schweißgebadet auf. Diesen Traum hatte ich schon vor meinen Kindern und jetzt auch ab und an.

Abnehmen ist gar nicht so leicht, ich versuche es auch gerade, habe ein gewicht von 58 kg bei einer größe von 1,60 m.
Aber es klappt irgendwie auch nicht.

Ich drücke Dir die Daumen, das Du die Kraft hast durchzuhalten.

Liebe Grüße
Birgit




  Re: "traumdeutung" angstzustände
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  sandilini
schrieb am 14.12.2005 14:54
Hallo Vitany,

fühl dich erstmal ganz doll gedrückt und geknutscht.

Mir ging es ähnlich. Lag auch während der Schwangerschaft - dann kurze aber heftige Geburt (mit Wehensturm sodass ich mehrere Wehen hintereinander hatte und somit kaum Luftholen konnte).

Danach Stress pur zu Haus - Mann auf Arbeit - ich überfordert, wollte keine Hilfe.

Gut die Figur kommt net so schnell zurück - ich hab zwar seitdem abgenommen aber ich seh beiweitem nicht mehr so aus wie vor der Schwangerschaft.

Nur bei dir hab ich das Gefühl du bekommst zu viel Druck von allen Seiten. Auch den Spruch von deinem Mann find ich persönlich unpassend. Du wirst nie wieder die "alte" sein. Du bist jetzt Mama.

Mein Mann hat nie so einen Spruch losgelassen und ich weiss auch net wie ich drauf reagiert hätte. Er liebt mich so wie ich bin und er schätz es ungemein das ich SEINEM Kind das Leben geschenkt hab.

Lass dich nur nicht kleiner machen als du bist.

Und geh auch ruhig zu Beratungsstellen oder zum Psychiater. Scheu dich nicht so wie ich damals - das 1. LJ von David-Pascal war meine persönliche Hölle. Hatte schlimme Depressionen die ich aber zum Glück in den Griff bekommen habe.

Also nur Mut und schau nach vorn und nicht zurück.

Und das mit den Traumdeutungen finde ich persönlich zu ungenau. Ich hatte auch mal nen ganz wilden Traum und es stand auf zig verschiedenen Seiten was unterschiedliches. Leg nur nicht so viel Gewicht da rein. Du machst dich sonst unnötig fertig.

LG und Knuddel



Beitrag geändert am : (Mi, 14.12.05 14:56)


  Re: "traumdeutung" angstzustände
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  Blüte
schrieb am 15.12.2005 08:34
Liebe Nicole,

mit Traumdeutungen kenne ich mich nicht aus, aber ich denke auch ohne Traumdeutung ist klar, dass du Hilfe benötigst.

Alles was du schreibst deutet darauf hin, dass du am Ende deiner Kräfte angelangt bist. Die schwere Schwangerschaft, die Geburt und bei aller Freude über eure kleine Tochter natürlich auch die kräftezehrende Betreuung eines Babys...

Es gibt ja immer unterschiedliche Meinungen über die Ursache von Krankheiten, seelischen und körperlichen. Ich bin der Ansicht, dass sie immer auch ein Hilferuf des Körpers und der Seele sind, gerade Kopfschmerzen und Angstzustände können durchaus ein Signal an dich sein: "Stopp, es muss etwas geändert werden. So geht es nicht weiter."

Ich denke, es ist sehr wichtig, dass du entlastet wirst und auch Zeit und Kraft findest, nach DIR zu schauen. Was tut dir gut? Wo kannst du Kraft schöpfen? Gibt es Zeiten in der Woche, die nur dir gehören, für ein ruhiges Bad, ein Nickerchen zwischendurch? Kannst du eure Kleine auch mal stundenweise von einer Oma betreuen lassen?
Neben diesen kleinen Entlastungen im Alltag ist es aber sicher auch notwendig, dass du dir professionelle Hilfe von außen suchst. Angstzustände und Erschöpfung sind nichts, wo man sich "mal eben" zusammenreißt und dann wieder "die Alte" ist. Ich würde dir vorschlagen, dass du dich einmal an euren Hausarzt wendest, der kann dir sicher weiterhelfen. Vielleicht mit einer Kur oder mit Beratung / Begleitung vor Ort, kombiniert mit Entspannungsübungen.
Es gibt einen Weg, liebe Nicole, scheue dich nicht, dir Hilfe zu suchen, nicht damit du wieder "die Alte" wirst, sondern dass du eine glückliche, "neue" Nicole wirst. Unser Leben prägt uns, du bist nun einfach um viele Erlebnisse reicher, hast eine ganz andere Verantwortung als Mutter, es kann und soll meiner Ansicht nach keineswegs dein Ziel sein, die Alte zu werden.
Ähnliches gilt meiner Ansicht nach übrigens auch für deinen Mann, dessen Rolle es sicher auch sein wird, sich ein wenig zu verändern und dich zu unterstützen. Auch er kann nicht "der Alte" bleiben, so bequem das auch scheinen mag.

Ein Wort noch zum Gewicht: Abnehmen erfordert sehr viel Kraft, Kraft, die dir derzeit fehlt, so dass es nicht wirklich verwunderlich ist, dass dir das Abnehmen derzeit nicht so gut gelingt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du dieses Ziel wieder erfolgreich angehen kannst, wenn deine Kraft in den Alltag zurück gekehrt ist. Von daher: immer schön einen Schritt nach dem anderen in Angriff nehmen, abnehmen ist derzeit sicherlich der zweite Schritt, NACH der körperlichen und seelischen Erholung.

Ich wünsche dir alles Gute,

Blüte


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  Re: "traumdeutung" angstzustände
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  Vitany
schrieb am 15.12.2005 10:57
  Re: "traumdeutung" angstzustände
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  Daniela-Thea
schrieb am 19.12.2005 10:04
Liebe Vitany,

ich glaube es wäre super für dich, wenn Du eine Kur beantragen würdest. Du steckst ganz schön fest, vor allem in den Erwartungen, die Du an dich hast....

Einmal raus aus dem ganzen, dich verwöhnen lassen, nach dir schauen, etwas Abstand zum Alltag würde dir sicher gut tun.

Und wenn das nicht geht, würde ich dir eine Gesprächstherapie empfehlen. Das muss nicht beim Psychologen sein, das kann eine Beratungsstelle sein oder sogar eine gute Freundin, einfach ein Ort, an dem du sprechen kannst und Kraft tanken und wo dich jemand an die Hand nimmt, um dich aus dem Sumpf rauszuführen...

Gruß
Daniela




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