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  OT: Rosenkrieg der Eltern
avatar  *kami*
Status:
schrieb am 01.12.2005 11:07
Nachdem es ihr so schön leer is, lad ich hier auch mal wieder nen Berg ab, wenn auch off topic.

AAAAALLLLSSSSOOOO:

Es geht um meine Eltern, die ja schon seit fast 2 Jahren im ständigen Rosenkrieg leben und ich dreh damit langsam aber sicher durch!!

Mein (Adoptiv-)Vater ist leidenschaftlich gerne arbeitslos. Inzwischen zum 7. Mal in den letzten 15 Jahren. Meine Mutter ging immer arbeiten und hat versucht die Familie über Wasser zu halten. Hab ja auch noch ne kleine Schwester, die jetzt 20 wird und dieses Jahr Abi gemacht hat.

Letztes Jahr ist meine Mutter dann endlich ausgezogen aus dem gemeinsamen Haus. Wurde auch Zeit... Er hat mit meiner Schwester noch bis Mai diesen Jahres darin gewohnt, dann ist er heim zu seiner Mutter und hat meine Schwester aus dem Haus geworfen. Die musste sich dann im Abi-Stress eine Mietwohnung suchen und jetzt mit Azubi-Gehalt und etwas Ausbildungsbeihilfe finanzieren. Selbst um ihr Kindergeld musste sie mit ihm streiten, damit sie das noch bekommt.

Meine Mutter wollte das Haus übernehmen, was er aber nicht zu lässt. Er ist inzwischen Hartz IV-Empfänger und hat von denen bis September 05 die Zinsen für das Haus-Darlehen bekommen, das aber nicht mehr gezahlt. Genauso wie er auch für seine anderen Kredite nicht mehr aufkommt. Dummerweise hat meine Mutter dafür mit unterschrieben.

Nun ja... das Darlehen vom Haus ist gekündigt und somit sind 25 T€ mehr fällig wie die ursprüngliche Schuld gewesen wäre hätte er regelmässig bezahlt.

Meine Mutter möchte die ganze Sache endlich abschliessen und erklärt sich jetzt grundsätzlich zum Verkauf des Hauses bereit. Ihr Noch-Mann hat auch schon eine Marklerin beauftragt, die auch schon tätig ist, obwohl sie keine Zustimmung meiner Mutter hat, die ja Mit-Eigentümerin ist. Meine Mutter traut ihr und ihrem Noch-Mann nicht, was auch berechtigt ist. Sie kann nicht mehr in das Haus rein. Laut meiner Schwester ist ein Messi-Haus nix dagegen. Er kümmert sich nicht drum. Zudem bietet die Maklerin das Haus für 225 T€ an, die Garage aber "heimlich" extra für weitere 25 T€.

Meine Mutter ist fix und fertig. Sie macht mit 48 Jahren noch eine Ausbildung zur Versicherungsfachfrau, weil sie ja auch irgendwie über die Runden kommen muss. Die ist dank dem negativen Schufa-Eintrag, den sie dank seiner Zahlungsunwilligkeit bekommen hat, schon gefährdet.

Das Schlimmste ist noch ihr Anwalt. Sie hatte erst eine Anwältin, die zwar viel getan und gekostet hat, aber nichts erreicht hat und sich immer wieder hinhalten liess von der Gegenseite. Jetzt hat sie einen Anwalt, der immer nur sagt, sie müsse die Scheidung abwarten und dann kann man mal die Vermögensverhältnisse klären.

In einer Stunde ist Showdown und ich hab meiner Mutter versprochen, das ich sie begleite. Meine Mutter versucht die Sache selbst in die Hand zu nehmen und hat einen Besichtigungstermin im Haus mit einem potentiellen Käufer, der Marklerin und IHM.

Ich bin selber schon total durch den Wind wenn ich daran denke was da gleich abgeht. Mit mir spricht mein Adoptiv-Vater ja auch seit einem Jahr nicht mehr, kümmert sich einen Dreck um meine Tochter, seine Enkelin. Nur weil mein Mann und ich vor einem Jahr eine Einladung zum Essen seiner (intriganten) Eltern abgelehnt haben.

Mensch, wo soll das noch hinführen?? Wie soll das weitergehen?? Meine Mutter ruft mich täglich 2-3 mal an und berichtet mir von den neuesten Kampfschauplätzen. Sie tut mir leid, ich will sie und meine Schwester nicht hängen lassen, aber ich kann es bald einfach nich mehr hören.

Danke für's Zulesen. Vielleicht ist hier ja jemand in familienrechtlichen Dingen soweit bewandert, das er mir sagen kann was man noch tun kann?!




  Re: OT: Rosenkrieg der Eltern
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  Mariesche
schrieb am 01.12.2005 11:47
Grundsätzlich kann er Deiner Mutter nicht den Zutritt verwehren, da kann sie sich mit Hilfe der Polizei Hilfe holen. Gegen nicht genehmigte Aktionen wie z. B. das einschalten der Maklerin (die mir schon wenig seriös erscheint, zumindest, wenn sie um die Eigentumsverhältnisse weiß) kann sie eine Unterlassungsklage anstreben, denn auch dies darf er nicht.

Liebe Kami, Du hast Dein eigenes Leben und auch genug um die Ohren, dass Ihr das so gut wie möglich hinbekommt. Gerade jetzt mit dem neuen Job und der KLeinen noch dazu reicht das eigentlcih völlig, um ausgelastet zu sein. Und das sowohl körperlich als auch nervlich. Andererseits kann ich die enorm schwierige Lage Deiner Mutter auch nachvollziehen, sie sucht sich jetzt natürlich die Unterstützung innerhalb der Familie, die ihr bleibt.

Insofern kann ich Dir nur empfehlen, genau abzuwägen in den jeweiligen Situationen: Hast Du gerade die Kraft, um Deiner Mutter mit einem Gespräch zu helfen ? Kannst Du das 3 mal täglich ? Oder ist es JETZT gerade so, dass es zu viel wird und Du Dich selbst schützen musst ? Dann kannst DU ihr doch vielleicht sagen: Mami, tut mir leid, ich habe jetzt hier genug um die Ohren, können wir morgen darüber sprechen ? Es wird mir sonst zu viel. ? Oder Du sagst ihr, dass das Schwierige die ständige Präsenz dieses einen Themas ist. Sicherlich wäre es für Deine Mutter UND für Dich mal eine schöne Abwechslung, wenn Ihr mal was Angenehmeres macht, z. B. sie passt auf Leia auf und Du kannst einkaufen, anschließend wird gekocht. Oder zum Indoor-Spielplatz, oder was auch immer ?! Bestimmt kann sie verstehen, dass es Dir langsam zu viel wird. Für sie ist es halt das Wichtigste jetzt überhaupt. Aber Ihr könnt vielleicht diese Auszeiten mit dem Thema vereinbaren ?

Außerdem hört es sich so langsam nach einem Höhepunkt der Story an, jetzt wird das Hasu verkauft und alle vorherigen Probleme sind dann schon einmal überwunden. Mit der Zeit gewöhgnt sich bestimmt auch Deine Mutter an bestimmt Missstände und wird ruhiger.

Was ich sagen will: so lange es geht: AUgen zu und durch und helfen. Und wenn es nicht mehr geht, einen Punkt setzen, damit Du mal verschnaufen kannst.

Wie immer ein Rat, der so leicht gesagt, aber so schwer umzusetzen ist, ich weiß. Aber ohne es zu probieren kann man auch nicht wissen, ob es so klappen könnte.

Alles Gute, auch für Deine Mutter,




  Re: OT: Rosenkrieg der Eltern
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  Daniela-Thea
schrieb am 07.12.2005 11:54
Liebe Kami,

ich glaube es ist wichtig, dass Du den Krieg deiner Eltern nicht zu deinem Krieg machst. Klar braucht deine Mutter dich und es ist auch o.k. ihr zuzuhören, aber es geht nicht darum das Problem für sie zu lösen oder beim Kampf mitzumischen. Ich meine die Fronten scheinen klar zu sein - die drei Frauen gegen den Vater. Das mag Gründe haben, aber letzendlich ist es nicht dein Kampf und auch nicht der deiner Schwester.
Deine Eltern müssen das Ding lösen. und deine Aufgabe ist es hin und wieder die Wunden zu verarzten, aber dich ansonsten aus dem Gemetzel herauszuhalten.
Es bringt deiner Mutter letztendlich nichts, wenn sie sich beklagt und darstellt wie schlimm dein Vater ist, und du ihr recht gibst und weiter antreibst. Wichtiger ist es Anteilnahme zu haben nach dem Motto "Es tut mir leid, dass Du es gerade so schwer hast."

Ich wünsche euch, dass die Waffen bald niedergelegt werden.

Liebe Grüße
Daniela




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