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  Mal zur Info
avatar    ^^GrueneGurke^^
Status:
schrieb am 06.07.2010 12:10
[portal.gmx.net]

Bin auf das ergebnis der Verhandlung gespannt.


  Re: Mal zur Info
avatar    Dodemele
Status:
schrieb am 06.07.2010 12:15
Ist ja crass... Die Menschen spielen gerne Gott... Ich weiß nicht! Auf den ersten Blick kann ichs nicht befürworten...


  Re: Mal zur Info
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   die_königs
Status:
schrieb am 06.07.2010 12:29
kein Wunder das künstliche Befruchtung so verrufen ist


  Re: Mal zur Info
avatar    Selen82
Status:
schrieb am 06.07.2010 12:31
Hmm, also ich kann den Wunsch der Eltern voll und ganz nachvollziehen gesunde Embryonen eingepflanzt zu bekommen, denn mal ehrlich, niemand wünscht sich ein Kind mit Behinderung. Letzendlich wollen doch alle Eltern das ihre Kinder gesund auf die Welt kommen.

Allerdings kann ich auch die andere Seite verstehen, im Endeffekt kann niemand 100% kontrollieren wie weit einzelen Ärzte gehen und niemand kann garantieren das nicht irgendwann auch gesunde Embryonen aussortiert werden wegen ihres Geschlechts oder ihrer Blutgruppe.....

Also ich bin auch mal gespannt wie in diesem Fall entschieden wird!

Edit:
Allerdings hab ich vor ein paar Wochen auch einen sehr interessanten Bericht über das DS gesehen. Ich fand es echt fazinierend wie selbstsändig Menschen mit diesem Sydrom leben können, da kann man mal sehen das auch etwas in der Gesellschaft schief läuft, weil man immer denkt, diese Menschen wären ewig auf Hilfe angewiesen!
Ich wüsste zwar nicht wie ich mich entscheiden würde wenn mein Arzt mir mitteilt mein Kind wird mit DS auf die Welt kommen, aber Aufgrund dieses Berichtes muss ich sagen bin ich sehr ins grübeln gekommen.

Sorry vergessen den Haken rauszunehmen! Ich werd rot


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.07.10 12:38 von Selen82.


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  Re: Mal zur Info
avatar    Jadestern
Status:
schrieb am 06.07.2010 12:35
Ich höre den ganzen Tag schon Berichte darüber auf Deutschlandfunk. Ich finde halt es ist doch eigentlich besser VOR der Schwangerschaft zu testen ob ein Gendefekt vorliegt und nicht während. Denn man kann ja durchaus auch eine Fruchtwasser Untersuchung während der Schwangerschaft machen und dann abtreiben, falls eine schwere Behinderung vorliegt.
Das ist doch viel belastender....
Stell dir vor man schafft es wird mit der KB schwanger und dann bei der FruWa Untersuchung stellt sich ein schwere Defekt raus und man muss abbrechen, das ist doch um ein vielfaches belastender und auch risikoreicher für die Frau!

Dem "Designer-Baby" kann man trotz PI Diagnostik einen gesetzlichen Riegel vorschieben.


  Re: Mal zur Info
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   Ella28
schrieb am 06.07.2010 12:47
Ein ganz interessantes, nachdenkliches Interview zu dem Thema, wie ich finde:

[sueddeutsche.de]


  Re: Mal zur Info
avatar    ^^GrueneGurke^^
Status:
schrieb am 06.07.2010 12:48
Ich wuerde es auch testen lassen und bin ehrlich, dass ich ein Kind mit Behinderung nicht zur Welt bringen moechte. Ich haette gern, dass mein Kind irgendwann wirklich selbststaendig ist und aus dem Haus geht.

Klar kann einem gesunden Kind auch etwas passieren....

Jade: gut gesagt.


  Re: Mal zur Info
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   eve26
schrieb am 06.07.2010 13:04
also ich kann gruengurke nur zustimmen. Wenn man vermeiden kann, dann würde ich auch alles mögliche machen und untersuchen lassen, damit ich ein gesundes Kind zur Welt bringen kann. Sonst tut man sich selber und dem Kind kein Gefallen. Als Etern wollen wir doch nur das Beste für unsere Kinder, oder?


  Re: Mal zur Info
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   Ella28
schrieb am 06.07.2010 13:11
@Jade: Du hast insofern recht, dass es für die Eltern natürlich weniger belastend ist, ein "krankes befruchtetes Ei" auszusortieren, als sich gegen einen kranken Embryo zu entscheiden. Nur geht es um diese subjektiven Aspekte ja gar nicht in dieser Diskussion.

Es geht vielmehr um ethische Fragen, wie der, ob wir eigentlich die Kriterien festlegen können/dürfen/sollen, nach denen ein Leben ein gutes, ein lebenswertes Leben ist, oder nicht. Ich für mich beantworte diese Frage mit Nein und habe mich daher auch gegen pränataldiagnostische Verfahren wie die Nackentransparenzmessung entschieden (Bin in der 14. Woche).

Ein weiterer Aspekt, der mir persönlich widerstrebt, ist die zunehmende Vorstellung, die mit diesen diagnostischen Möglichkeiten einhergeht, dass das Leben grundsätzlich sicher und planbar ist. Das ist in meinen Augen eine Illusion. Ich bin kein ausgesprochener religiöser Mensch und glaube auch nicht, dass ich meinem Schicksal ergeben bin, aber bei diesen existenziellen Themen wie Schwangerschaft, Geburt und Tod sehe ich das doch (vielleicht auch durch meine eigene Schwangerschaft) etwas differenzierter. Klar, jeden Tag werden tausende Kinder geboren und Eizellen befruchtet und eigentlich ist es das normalste der Welt, dass sich die Menschheit immer weiter fortpflanzt - und trotzdem denke ich mir immer wieder, was für ein Wunder!

Liebe Grüße,
Ella


  Re: Mal zur Info
avatar    Dodemele
Status:
schrieb am 06.07.2010 13:12
@ Ella: Sehr guter Beitrag!

@ eve: wer sagt den was das Beste für Eltern und Kind ist? Die Gesellschaft...

Sorry krieg die Kurve nicht mehr raus...


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.07.10 13:15 von Dodemele.


  Re: Mal zur Info
avatar    Jadestern
Status:
schrieb am 06.07.2010 13:44
@Ella, das verstehe ich gut. Ich selbst möchte auch keine PI Diagnosen, weil ich einfach nicht vor der Entscheidung stehen möchte und auch nicht finde, dass ich das entscheiden kann, Abtreibung oder nicht..ich möchte es nehmen wie es kommt. Und ich würde mich als sehr realistischen Atheisten beschreiben...

Allerdings geht es hier um Menschen, die nachweislich einen gefährlichen Gendefekt haben und die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass die Kinder schwer behindert sind. Und Gesetz schön und gut aber im Endeffekt muss ich doch entscheiden welchen gefahren ich mich aussetze und nicht das Gesetz. Denn hätte der Arzt die Zellen mit Gendefekt eingesetzt wäre das gegen den Wunsch der Mutter und mit wissentliche Gefährdung für Kind und Mutter...das könnte ich als Arzt mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.

Deswegen stellen wir nicht fest ob ein Leben lebenswert ist oder nicht sondern die Mutter entscheidet, ob sie das Risiko für sich, ihre Gesundheit und ihr Kind eingehen möchte. Wir geben der Mutter das Recht über ihren Körper und ihre Gesundheit zu entscheiden...Genauso wie bei der Fruchtwasseruntersuchung....man hat eben ein recht an seinem Körper und den Entscheidungen darüber was man mit seinem Körper machen möchte...


  Re: Mal zur Info
avatar    Dodemele
Status:
schrieb am 06.07.2010 13:49
@ Jade: Ja stimmt, man hat das recht an seinem Körper zu entscheiden was man macht! Beinhaltet das auch den Körper des ungeborenen? Diese Frage ist ziemlich schwer wie ich finde! Ich verstehs zwar irgendwo auch, aber ich kenne einige Paare mit Behinderten Kindern die sie niemals mehr hergeben möchten! Auch wenns schwer ist/war! Ich denke wir sollten nicht das Recht haben über Leben und Tod zu entscheiden!


  Re: Mal zur Info
avatar    Mrs.Z
Status:
schrieb am 06.07.2010 13:56
Zitat
Dodemele
Ist ja crass... Die Menschen spielen gerne Gott... Ich weiß nicht! Auf den ersten Blick kann ichs nicht befürworten...

Ach ? Und da gehört nur so etwas dazu ?

Kinder im Reagenzglas zu "züchten" war vor einigen Jahren genauso Verrufen zwinker als es "neu" rauskam .

Anders wird es damit auch nicht sein .. zumal es ja schon in einigen Ländern Gang und Gebe ist.


  Re: Mal zur Info
avatar    Dodemele
Status:
schrieb am 06.07.2010 13:59
Hab nicht geschrieben das da nur soetwas dazugehört.. aber um das Thema gings doch grad...


  Re: Mal zur Info
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   Ella28
schrieb am 06.07.2010 14:09
Es geht ja aber nicht nur darum, dass dieses Verfahren bei genetisch belasteten Paaren angewandt wird, sondern, wenn der BGH entsprechend entscheidet, die PID sozusagen "präventiv" angewandt wird.
Ich halte es für naiv, die Möglichkeit auszuschließen, dass das irgendwann auch dazu führen kann, dass die vielzitierten "Design-Babys" Wirklichkeit werden. Vielleicht nicht in Deutschland, denn unsere fürchterliche Vergangenheit hat immerhin dazu geführt, dass hier solche Diskussion mit weit mehr Sensibilität und Differenziertheit geführt werden, als in anderen Ländern - welche Ironie der Geschichte...
In einigen islamischen Ländern ist es immerhin inzwischen auch üblich geworden, schon recht früh in der Schwangerschaft mittels Fruchtwasseruntersuchung das Geschlecht zu ermitteln - wozu das führt, könnt Ihr Euch wahrscheinlich denken...

Es geht bei dieser Diskussion eben auch um unsere humanistischen Grundwerte, die hart erkämpft wurden! Und wie man merkt, stehen sie leider immer wieder zur Disposition.

@eve: Wie schön, dass Du das Beste für Dein Kind willst. Ich hoffe mal, dass geht für alle Beteiligten gut aus. Wenn die Welt halt immer nur so einfach wäre...




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