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  Für alle NFP leicht gemacht....vorsicht sehr lang!
avatar    phifeha
schrieb am 14.01.2007 09:33
vorsicht lang:

Hier meine Tipps:

hier die abkürzungen:
AS Ausschabung
DMS Dreimonatsspritze
ES Eisprung
ET Entbindungstermin oder Embryonen Transfer
FA Frauenarzt
FG Fehlgeburt
Folio Folsäure
GV Geschlechtsverkehr
HCG Humanes Choriongonadotropin
ICSI intrazytoplasmatische Spermieninjektion
IUI Intrauterine Insemination
IVF In-vitro-Fertilisation
LG Liebe Grüße
MA missed Abortion
Mens Menstruation
Möpf Mönchspfeffer
NMT Nicht-Mens-Tag
O.T. Ohne Text oder off Topic
PCO Polycystisches Ovarsyndrom
PMS Prämenstruelles Syndrom
SB Schmierblutung
SD Schilddrüse
SG Spermiogramm
SS Schwangerschaft
SST Schwangerschaftstest
US Ultraschall
ÜZ Übungszyklus
ZT Zyklustag






so hier nun meine ellenlange kopie von NFP:

1
NFP-Schnellkurs
Wir möchten Sie dazu einladen, Ihren Körper intensiver kennenzulernen und einen neuen Zugang zu
Ihrer eigenen Fruchtbarkeit zu gewinnen. Ihr Körper (der weibliche Körper) sendet Signale aus, die Sie
bemerken können, ähnlich wie Sie auch Hunger, Durst oder Müdigkeit wahrnehmen. Es gibt Signale für
fruchtbare Tage und den Eisprung und Signale für unfruchtbare Tage. Wir haben nicht gelernt, auf diese
leisen Signale zu achten. Wenn Sie diese körperlichen Zeichen beobachten und aufschreiben, können
Sie viele körperliche und seelische Veränderungen besser verstehen und Sie können den Zyklus von
Fruchtbarkeit und Unfruchtbarkeit und evtl. auch dessen Störungen miterleben.
Sich damit einmal im Leben zu beschäftigen, halten wir für alle Frauen und Männer wichtig. Dies ist
unabhängig vom Kinderwunsch.

Die leise Sprache meines Körpers
Sie können an Ihrem Körper regelmäßig auftretende Veränderungen beobachten, die mit dem
natürlichen Rhythmus von Fruchtbarkeit und Unfruchtbarkeit in Verbindung stehen. Ein auffälliges
Beispiel ist die Regelblutung. Wenn sie einsetzt, beginnt ein neuer Zyklus. In dessen Verlauf kommt es
normalerweise zu einem Eisprung. Sie können selbst beobachten, dass sich Ihr Körper auf den
Eisprung vorbereitet. Es gibt verschiedene Anzeichen dafür.
Der Zervixschleim
Das wichtigste ist der Gebärmutterhalsschleim – in der Fachsprache Zervixschleim. Manche Frauen
haben ihn bewusst noch nie wahrgenommen, obwohl er eigentlich – wenn man es weiß – nicht zu
übersehen ist. Viele Frauen haben schon bemerkt, dass manchmal etwas „Ausfluß“ am
Scheideneingang vorhanden ist. Nur wenige wissen, dass es sich dabei um den sogenannten
Zervixschleim handelt, der die fruchtbaren Tage anzeigt.
Wie können Sie den Zervixschleim beobachten?
An den fruchtbaren Tagen verflüssigt sich der Zervixschleim zunehmend und rinnt die Scheidenwände
entlang hinunter zum Scheideneingang. Dort können Sie den Zervixschleim
- empfinden
- sehen
- fühlen.
Empfinden:
Sie können sich tagsüber ab und zu bewusst machen, was Sie am Scheideneingang empfinden.
Vielleicht sind Sie gerade unterwegs einkaufen und haben das Gefühl, dass es am Scheideneingang
trocken ist, vielleicht sogar unangenehm trocken und etwas juckend. Das ist normalerweise ein Zeichen
dafür, dass kein Zervixschleim vorhanden ist. Ein anderes Mal sitzen Sie gerade im Auto und empfinden
den Scheideneingang als feucht oder sogar richtig naß, so stark vielleicht, dass auch Ihr Schlüpfer naß
ist. Manchmal können Sie sogar spüren, wie es schubweise aus der Scheide rinnt.
Sehen:
Wenn Sie auf der Toilette sind und sich mit den Fingern oder dem Toilettenpapier über den
Scheideneingang wischen, können Sie sich den Zervixschleim ansehen. Er kann gelblich, weißlich,
dicklich, klumpig und durchsichtig sein oder cremig, geleeartig, glasig, rötlich oder wie rohes Eiweiß
aussehen.

2
Sie können auch feststellen, ob der Schleim dehnbar ist, indem Sie das Toilettenpapier nach dem
Abwischen zusammenklappen und auseinanderfalten. Manchmal lässt sich der Schleim wie rohes
Eiweiß in Fäden auseinanderzeihen. Sie können die Dehnbarkeit natürlich auch mit den Fingern prüfen.
Manchmal geht der Schleim auch beim Wasserlassen oder Stuhlgang mit ab und hängt dann als langer
Faden aus der Scheide, reißt ab und liegt dann in der Toilette.
Fühlen:
Wenn Sie über den Scheideneingang wischen, fällt Ihnen vielleicht auf, dass Ihr Finger oder das
Toilettenpapier manchmal besser darübergleitet – wie wenn Sie Öl oder Seife auf der Haut hätten. Es
fühlt sich schlüpfrig und glitschig an.
Zervixschleim oder krankhafter Ausfluss?
Viele Frauen haben bereits Zervixschleim bemerkt, hielten diesen aber für lästigen, manchmal sogar
krankhaften Ausfluss und haben deshalb ärztliche Hilfe gesucht. Eine akute Entzündung lassen Frauen
normalerweise ärztlicherseits abklären. Bei chronischem, nicht behandelbarem Ausfluss können Frauen
dennoch zumindest den glasigen, eiweißartigen Zervixschleim zusätzlich feststellen.
Wie kann ich den Zervixschleim von krankhaftem Ausfluß unterscheiden?
Ausfluss Zervixschleim
den ganzen Zyklus über
vorhanden
nur in der fruchtbaren Zeit vorhanden
(oder: er kommt und geht)
täglich gleichbleibend verändert sich ständig
oft Jucken, Brennen kein Jucken, Brennen
evtl. unangenehmer Geruch kein auffälliger Geruch
Samenflüssigkeit und Zervixschleim lassen sich sehr leicht voneinander unterscheiden:
Samenflüssigkeit tritt nur eine begrenzte Zeit aus der Scheide aus (z.B. bei nächtlichem Verkehr am
nächsten Vormittag). Die Samenflüssigkeit ist durchsichtig und dünnfädig und hat einen
charakteristischen kastanienblütenartigen Geruch.
Wichtig: Der Zervixschleim wird äußerlich, am Scheideneingang beobachtet. Es ist nicht
notwendig, sich in die Scheide hineinzufassen!!
Wann beobachten Sie den Zervixschleim am besten?
Ganz einfach beim üblichen Gang auf die Toilette.
Wie verändert sich der Zervixschleim im Laufe eines Zyklus? Und was hat das zu bedeuten?
Die ersten Tage nach der Periodenblutung ist oft kein Zervixschleim zu sehen und auch nicht zu spüren.
Das sind dann schlechte Zeiten für die Samenzellen, die ja ohne Zervixschleim nicht überleben können.
Danach kann es sein, dass Sie sich etwas feucht am Scheideneingang fühlen, obwohl Sie noch keinen
Schleim sehen können. Oder aber, der Schleim wird sofort sichtbar und ist zuerst weißlich oder gelblich,
dicklich, klumpig, nicht dehnbar und noch relativ wenig. Das heißt, am Eierstock kommt es zu erhöhter
Aktivität, es werden vermehrt Östrogene gebildet, der Eisprung rückt näher. Man kann nicht
vorhersagen, wann er genau stattfindet, es könnte z.B. in einer Woche so weit sein.
Auch wenn der Zervixschleim zu Beginn noch keine optimale Qualität hat, gibt es jetzt bereits eine
erhöhte Chance für die Samenzellen, in den Buchten des Gebärmutterhalses zu überleben ... und auf
den Eisprung zu warten. Es gibt also bereits eine gewisse Chance, schwanger zu werden.
Diese Chance verbessert sich erheblich, je näher der Eisprung rückt und je mehr Schleim deshalb
gebildet wird und je besser er in seiner Qualität wird. Er lagert Wasser ein und wird deshalb milchig oder
geleeartig und schließlich durchsichtig, glasig. Er lässt sich in Fäden ziehen und sieht aus wie rohes
Eiweiß. Der Scheidenbereich fühlt sich glatt an, wie eingeseift, glitschig. Manche Frauen haben sogar
das Gefühl, es läuft fast wie Wasser heraus. Der Schleim ist so dünnflüssig geworden, dass Sie ihn gar
nicht mehr fassen können – eben wie Wasser – und Sie fühlen sich einfach richtig durchnäßt
(manchmal stört dies so, dass Sie eine Slipeinlage benutzen).
Zur Zeit des Höhepunktes des Schleimmusters oder 1 oder 2 Tage danach kommt es normalerweise
zum Eisprung.
Anschließend kann von einem Tag auf den anderen der Zervixschleim völlig verschwunden sein oder er
wird zumindest wieder weißlich, klumpig und deutlich weniger (verliert Dehnbarkeit...)
Die Sprache meines Körpers entschlüsseln
Wenn Sie Ihren Körper auf die beschriebene Weise beobachten, können Sie also genau wissen, bin ich
jetzt/heute fruchtbar oder bin ich gerade unfruchtbar. Sie können aber noch mehr wissen. Sie können
Ihren persönlichen Zyklus und seine Gesetzmäßigkeiten kennenlernen, seine Unregelmäßigkeiten – die
sind übrigens meist normal – und vieles mehr.
Das wollen wir Ihnen im Folgenden vorstellen und hoffen, dass Sie es so spannend finden wie wir.
Voraussetzung dafür ist, dass Sie Ihre Beobachtungen in ein Zyklusblatt notieren.

Das Zyklusblatt – ein Tagebuch
Im Zyklusblatt werden alle Beobachtungen notiert, die etwas mit dem Zyklusgeschehen zu tun haben
und auch die Dinge, die es beeinflussen können.

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Das Zyklusblatt wird am ersten Tag der Periodenblutung angelegt. Dieser Tag ist der erste Zyklustag.
Die Zyklustage sind nummeriert. Darunter tragen Sie das Datum ein. Und wieder eine Spalte darunter
die Periodenblutung.
Sie können mit verschieden langen Strichen angeben, wie stark diese ist. Wenn vor der Periode Tage
mit Schmierblutungen (ganz leichte Blutungen) auftreten, zählen diese noch zum vorangegangenen
Zyklus.
Die Beobachtung des Zervixschleimes eintragen
Am besten tragen Sie abends ein, was Sie tagsüber beobachtet haben – auch wenn Sie nur einmal kurz
etwas bemerkt haben – und zwar die für diesen Tag beste Qualität. Wenn Sie z.B. mittags glasigen
Zervikalschleim beobachtet haben und nachmittags dicklichen, so tragen Sie „glasig“ ein.
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Was können Sie aus dem Zervixschleimmuster herauslesen?
Der Beginn des Schleimsymptoms zeigt, dass der Eisprung naht. Mit zunehmender Entwicklung der
Schleimqualität haben die Samenzellen immer bessere Überlebenschancen. Das Optimum der
Fruchtbarkeit liegt um die Tage des sog. Höhepunktes des Schleimmusters.
Regel: Der Höhepunkt des Schleimsymptoms ist der letzte Tag mit der für diesen
Zyklus besten Schleimqualität.
Für die Kinderwunsch-Situation ist das Beobachten des Zervixschleims das wichtigste Körperzeichen.
Die Körpertemperatur
Zur Zeit des Eisprungs oder kurz danach steigt die Körpertemperatur leicht an und sinkt erst am Ende
des Zyklus wieder ab. Somit gibt es also die Phase vor dem Eisprung mit niedriger Temperatur und die
Phase nach dem Eisprung mit erhöhter Temperatur. Der Temperaturanstieg ist relativ gering, manchmal
nur 2/10oC.
Der Temperaturanstieg ist fast immer ein Beweis dafür, dass ein Eisprung stattgefunden hat. Außerdem
sagt die Zeitspanne von Temperaturanstieg bis Zyklusende etwas über die Qualität des Gelbkörpers
aus. Besonders die Zusammenschau mit dem Zervixschleim liefert wichtige Informationen.
Die Temperaturmessung ist in Verruf geraten, weil den Frauen meist viel zu starre Regeln an die Hand
gegeben wurden.
Beim Temperaturmessen müssen Sie
. nicht täglich messen
. nicht jeden Tag zur selben Uhrzeit
. nicht 6 Stunden vorher geschlafen haben

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Am günstigsten messen Sie folgendermaßen:
- morgens unmittelbar nach dem Aufwachen, vor dem
- Aufstehen, vor jeder anderen Tätigkeit
- rektal, im Po (3 Minuten) oder oral, im Mund (5 Minuten)
- oder vaginal, in der Scheide (5 Minuten)
- (nicht unter den Arm!!)
- innerhalb eines Zyklus die Meßweise nicht wechseln
- - ein normales Quecksilberthermometer ist am besten geeignet, sie
können aber auch ein Digitalthermometers benutzen.
- bei gestörter Nachtruhe: vor dem Messen etwa 1 Stunde
- schlafen oder entspannt im Bett liegen
- mit dem Messen nach der Periode beginnen oder sobald Sie
- Zervixschleim bemerkt haben.
- Nach dem Temperaturanstieg können Sie wieder aufhören
Eintragen der Temperaturwerte
Die auf 1/10oC abgelesenen Temperaturwerte werden auf die entsprechende Linie im Zyklusblatt mit
einem Punkt eingetragen. Wenn die Quecksilbersäule des Thermometers zwischen zwei Teilstrichen
steht, dann wird sie auch im Zyklusblatt in die Mitte des Kästchens eingetragen.
Die Temperaturwerte werden miteinander verbunden. Wenn Sie zwischendurch mal nicht gemessen
haben, dann werden die Nachbarwerte nicht miteinander verbunden, sondern es bleibt eine Lücke.
Störungen der Temperatur
Die Körpertemperatur unterliegt einem Biorhythmus. Morgens sind die Temperaturwerte niedriger als
nachmittags. Sie müssen sich aber nicht den Wecker stellen und immer zur selben Uhrzeit messen,
sondern einfach die Uhrzeit der Messung im Zyklusblatt notieren, damit Sie eventuelle Zacken nicht mit
dem Temperaturanstieg verwechseln. Bei vielen Frauen sind Abweichungen von eineinhalb Stunden
ohne Bedeutung.
Die Messung im Po ist übrigens am wenigsten störanfällig. Bei der Messung im Mund muss die Spitze
des Thermometers unter der Zunge dem Zungenbändchen anliegen und der Mund geschlossen
bleiben.

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Auch andere Umstände können die Temperatur erhöhen und vielleicht sogar einen Temperaturanstieg
vortäuschen. Deshalb empfehlen wir, mögliche Störungen und Besonderheiten im Zyklusblatt zu
notieren. So können Sie dann selbst herausfinden, auf welche Dinge Sie reagieren und auf welche
nicht. Das ist von Frau zu Frau unterschiedlich.
Mögliche Störfaktoren der Temperatur
- ungewöhnlich späte Messzeit
- ungewohnt spätes Zubettgehen
- ungewohnter Alkoholgenuß
- Feiern spät abends
- Stress, seelische Belastung
- Reisen, Klimawechsel
- Thermometerwechsel mitten im Zyklus
- kurze oder gestörte Nachtruhe
Wie erkennen Sie eine Störung?
Das ist gar nicht so schwer: Eine Störung ist ein erhöhter Temperaturwert, der aus der üblichen
Schwankungsbreite der Temperaturtieflage nach oben herausragt und durch einen möglichen Störfaktor
erklärt werden kann.
Eine dadurch bedingte Temperaturzacke wird einfach ausgeklammert und nicht weiter berücksichtigt.
Was können Sie aus der Temperaturkurve herauslesen?
Wichtig ist es, den Temperaturanstieg zu erkennen, weil dieser anzeigt, ob und wann in etwa der
Eisprung stattgefunden hat.
In Zusammenschau mit dem Höhepunkt des Zervixschleimmusters können der Eisprung und auch die
hochfruchtbare Zeit sehr genau festgelegt werden.
Regel:
Ein Temperaturanstieg hat dann stattgefunden, wenn man drei aufeinanderfolgende
Messwerte findet, die alle höher sind als die 6 vorangegangenen Messwerte, wobei die 3.
höhere Messung mindestens 2/10oC (= 2 Kästchen im Zyklusblatt) über dem höchsten
der vorangegangenen 6 niedrigeren Temperaturwerte liegen muß.
Das klingt kompliziert, ist aber ganz einfach, wenn Sie folgendermaßen vorgehen:
Tag für Tag wird jeder neue Temperaturwert mit den jeweils 6 vorangegangenen Werten verglichen. Sie
suchen den Meßwert, der erstmals höher liegt als jeder der Werte, die an den 6 vorangegangenen
Tagen gemessen wurden.

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Auch der Wert des nächsten und übernächsten Tages muß höher liegen als die sechs tiefen Werte. Zur
Verdeutlichung ziehen Sie eine Hilfslinie durch den höchsten der sechs niedrigen Werte. Der 3. höhere
Temperaturwert muss außerdem 2/10oC (= 2 Kästchen) höher liegen als die 6 niedrigen Meßwerte,
also 2 Kästchen über der Hilfslinie. Übrigens werden vorher natürlich alle gestörten Meßwerte
ausgeklammert und nicht weiter berücksichtigt.
Zwei Ausnahmen:
Ist der 3. Temperaturwert keine 2/10oC höher (=2 Kästchen), muss ein 4. Wert abgewartet werden,
der lediglich über den 6 tiefen Werten, also über der Hilfslinie, liegen muss.
Außerdem kann zwischen den 3 höheren Messungen eine Messung unter oder auf die Hilfslinie
fallen. Dieser Wert wird dann nicht berücksichtigt.
Diese Regeln dienen dazu, den richtigen Temperaturanstieg zu erkennen und nicht fälschlicherweise
eine andere Temperaturerhöhung als Temperaturanstieg zu bestimmen.

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Wo liegt nun der Eisprung auf der Temperaturkurve?
Der Eisprung findet meistens ein oder zwei Tage vor der 1. höheren Messung statt oder am Tag der 1.
höheren Messung selbst. Weil sich die Temperaturhochlage nur ausbildet, wenn der
Progesteronspiegel steigt und dieser wiederum nur ansteigt, wenn ein Eisprung stattgefunden hat, ist
die Temperaturhochlage fast immer ein Beweis für den Eisprung.
Was bedeuten die Beobachtung von Zervixschleim und Körpertemperatur für das
Kinderwunsch-Paar?
Das Paar kann dadurch die Tage mit der größten Empfängniswahrscheinlichkeit feststellen. Diese ist
am größten an den Tagen mit Zervixschleim der besten Qualität und an den Tagen danach bis zum Tag
der 1. höheren Messung einschließlich. Natürlich ist auch an den vorangehenden Tagen mit
Zervixschleim eine erhöhte Empfängniswahrscheinlichkeit gegeben.
Übrigens:
Die Temperaturhochlage (=Abstand 1. höhere Messung bis Zyklusende (Periode)) dauert
normalerweise 10-16 Tage , das heißt, man kann sich nach dem Temperaturanstieg schon darauf
einstellen, wann die Periode zu erwarten ist.
Übrigens:
Immer mehr Paare benützen die Selbstbeobachtung von Zervixschleim und Temperatur auch
als Methode, eine Schwangerschaft zu vermeiden. Diese Methode ist so sicher wie die Pille
oder Spirale, wenn kein ungeschützter Verkehr in der fruchtbaren zeit stattfindet. Bei dieser
sogenannten symptothermalen Methode werden beide Körperzeichen gleichwertig zur

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Bestimmung des Endes der fruchtbaren Zeit herangezogen. Diese endet entweder am Abend
des 3. Tages nach dem Höhepunkt des Zervixschleimmusters oder am Abend der 3. höheren
Temperaturmessung – je nachdem was später kommt. Auch für den Anfang der fruchtbaren
Zeit muß man bei Verhütungsabsicht genaue Regeln befolgen, die in dem Buch „Natürlich und
sicher. Natürliche Familienplanung - ein Leitfaden“, herausgegeben von der Malteser
Arbeitsgruppe NFP, Köln, Ehrenwirth-Verlag (ISBN 3-431-04003-9), ausführlich zu finden sind.

Andere Körperzeichen
Die weiblichen Geschlechtshormone – Östrogene und Progesteron – kreisen im Blut und kommen
daher im Körper überall hin. Das heißt, es gibt überall im Laufe eines Zyklus Veränderungen: die Haut
verändert sich, der Glanz der Augen oder der Haare, die Stimmung, das Gewicht schwankt,
Spannungsgefühl im Bereich der Schamlippen, Blähungen, Verstopfungen, sexuelles Begehren, usw.
Das und noch viel mehr kann sich für Sie spürbar ständig verändern und ist von Frau zu Frau
unterschiedlich. Sie spiegeln die Einmaligkeit Ihres persönlichen Zyklus wider.
Es ist hochinteressant, solche Beobachtungen im Zyklusblatt – wie in einem Tagebuch – einzutragen
und dann festzustellen, ob sie sich zu den Tagen kurz vor dem Eisprung, der Progesteronphase oder
den Tagen kurz vor der Periode zuordnen lassen. Im Laufe der Zeit werden Sie so Ihren Körper immer
besser kennenlernen.
„Ich spüre meinen Eisprung
Manche Frauen sind sich da ziemlich sicher und meinen damit einen Schmerz oder Druck oder ein
unangenehmes, dumpfes Gefühl im Unterbauch, was links oder rechts oder im gesamten Unterbauch
sich ausbreiten kann und auch in Rücken und Dammbereich ausstrahlen kann. Dieser sogenannte
Mittelschmerz zeigt oft demnach nicht den Tag des Eisprungs an, sondern kann bereits einige Tage
davor auftreten (Kapselspannung des wachsenden Eibläschens) oder aber erst mit oder nach dem
Eisprung auftreten (schmerzhafte Reizung des Bauchfells durch die freiwerdende Flüssigkeit des
Eibläschens). Er kann einige Minuten, einige Stunden oder sogar mehrere Tage dauern.
Manchmal ist er so heftig, dass der Arzt fälschlicherweise eine Blinddarmentzündung oder eine
Eierstocksentzündung dignostiziert.
Für das Kinderwunsch-Paar:
Auf alle Fälle ist der Mittelschmerz ein Zeichen der hochfruchtbaren Zeit. Er wird mit „M“ im Zyklusblatt
eingetragen (siehe Abb. Kompletter Zyklus mit Markierung der fruchtbarsten Tage).

Die Brust verändert sich auch!
Viele Frauen merken in der Phase nach dem Eisprung (Progesteronphase), dass ihre Brüste größer,
praller und empfindlicher werden. Kurz vor der Periode können sie so stark spannen, dass es manchen
Frauen unangenehm ist, auf dem Bauch zu liegen oder umarmt zu werden. Bei der Tastuntersuchung
fühlt sich die Brust an wie ein Sack voll Erbsen.
Mit dem Eintreten der Periode wird die Brust wieder weich, die Knötchen verschwinden, deshalb ist
übrigens die Phase vor dem Eisprung am günstigsten für die Selbstuntersuchung der Brust.
Für das Kinderwunsch-Paar:
Das Brustsymptom bestätigt, dass der Eisprung vorbei ist, es ist also ein Zeichen der unfruchtbaren
Tage nach dem Eisprung. Das Brustsymptom wird mit „B“ in das Zyklusblatt eingetragen. (siehe Abb.
Kompletter Zyklus mit Markierung der fruchtbarsten Tage)

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Ausnahme: Vereinzelt verspüren Frauen um die Zeit des Eisprungs ein Stechen in der Brust, das dann
in der Phase nach dem Eisprung wieder verschwindet. In diesem Fall wäre das Brustsymptom ein
Zeichen der hochfruchtbaren Zeit.

Die Eisprungsblutung
Bei manchen Frauen tritt gelegentlich um die Zeit des Eisprungs eine leichte Blutung auf, die sog.
Eisprungsblutung. Selten jedoch blutet es dabei stark, meist ist nur der Zervixschleim rötlich oder
bräunlich verfärbt.
Und schließlich, wer es will:

Die Selbstuntersuchung des Gebärmutterhalses
Der Gebärmutterhals verändert sich auch im Laufe des Zyklus – ähnlich wie Zervixschleim und
Temperatur. Das können Sie aber logischerweise nicht direkt feststellen. Dazu können Sie sich – wie
bei einer frauenärztlichen Untersuchung – mit einem oder zwei Fingern in der Scheide vortasten. Diese
Selbstuntersuchung kann hilfreich sein, wenn sie äußerlich nur wenig oder gar keinen Zervixschleim
beobachten können. (z.B. nach einer Operation am Muttermund).
Direkt nach der Periodenblutung ist der Gebärmutterhals geschlossen, hart (wie Nasenknorpel) und ragt
relativ tief, zapfenförmig oder kugelig in die Scheide hinein, so dass er mit dem Finger relativ gut zu
erreichen ist. Der Gebärmutterhals fühlt sich glatt an, im Gegensatz zu den rauhen, faltigen
Scheidenwänden.
Mit Beginn der fruchtbaren Zeit, wenn also der Eisprung näher rückt, wird der Gebärmutterhals weich
(wie Ohrläppchen oder Lippen), öffnet sich etwas und steigt etwas höher in das Becken, so dass er
manchmal kaum noch erreicht werden kann.
Wie wird die Selbstuntersuchung des Gebärmutterhalses durchgeführt?
Die Frau kann dabei stehen und einen Fuß auf Stuhl oder Badewannenrand hochstellen oder hocken.
Die Blase wird vorher entleert. Die Beobachtungen werden ins Zyklusblatt eingetragen.

Für das Kinderwunsch-Paar:
Ein hochstehender, weicher, geöffneter Gebärmutterhals zeigt die hochfruchtbare Zeit an.
Und noch einmal das Wichtigste
12
Sie haben jetzt einen Einblick erhalten, was man so alles im Laufe eines Zyklus beobachten kann und –
wie bereits gesagt - es ist natürlich noch viel mehr. Manches wird Ihnen vielleicht erst im Laufe der Zeit
auffallen, z.B. der Pickel am Kinn kurz vor der Periode.
Das Wichtigste aber sind der Zervixschleim und die Körpertemperatur, weil diese
1. von fast allen Frauen beobachtet werden können, und
2. weil Sie sehr eng mit dem Eisprung verbunden sind.

Keine Bange
Das Ganze hört sich vielleicht etwas kompliziert an. Aber es ist wie mit dem Autofahren. Wenn man es
einmal kann, dann ist es ganz einfach. Es ist dann in „Fleisch und Blut übergegangen“. Geben Sie sich
ein bis zwei Monate Lernphase.
In der Abb. „verkürzte Zyklusaufzeichnungen“ sehen Sie, wie wenig Aufwand - einige Male „S“ eintragen
und ein paar Morgen Temperatur messen – das mit der Zeit ist.
Häufig treten Fragen auf, sobald Frauen beginnen, ihren Zyklus zu beobachten und aufzuzeichnen.
Wenn Sie das Bedürfnis haben, diese Fragen und Ihre persönliche Situation zu besprechen, gibt es die
Möglichkeit, sich an eine NFP-Beraterin zu wenden, die NFP selbst praktiziert. Die Malteser haben
inzwischen bundesweit über 700 BeraterInnen ausgebildet, die nach dem Konzept beraten, wie es in
diesem Buch vorgestellt wird. (Adressen von BeraterInnen in Ihrer Nähe können Sie dort erfragen
(Malteser Werke, Arbeitsgruppe NFP, Kalker-Haupt-Str. 22-24, 51103 Köln).

nun zum Zervix:

Eine Frau kann den ZS auf verschiedene Weise beobachten: Sie kann ihn empfinden, fühlen und sehen.

Empfinden:
Tagsüber sollte sich die Frau ab und zu bewußt machen, was sie am Scheideneingang empfindet. Vielleicht hat sie das Gefühl, daß es dort trocken ist und eventuell sogar unangenehm juckt. Oder sie spürt einfach gar nichts. An manchen Tagen empfindet sie den Scheideneingang feucht oder naß, bzw. merkt sogar, daß im Laufe des Tages immer wieder Schleim in Schüben aus der Scheide rinnt.

Fühlen:
Eine Frau kann den ZS nicht nur fühlen, sondern auch mit ihrem Tastsinn erfassen. Wenn eine Frau mit dem Finger oder dem Toilettenpapier über den Scheideneingang wischt, merkt sie vielleicht, daß Finger oder Papier an manchen Tagen besser darübergleiten als an anderen Tagen. Der Scheideneingang fühlt sich dann schlüpfrig, rutschig oder glitschig an, ähnlich wie Öl auf der Haut oder Seife zwischen den Fingern.

Sehen:
An manchen Tagen ist der ZS sichtbar. Hat eine Frau mit dem Finger oder dem Toilettenpapier über den Scheideneingang gewischt, sollte sie darauf achten, ob Schleim daran haften geblieben ist und wie er aussieht: Ist er weißlich, glasig oder rötlich? Ist er klumpig, cremig oder dehnbar wie rohes Eiweiß?
Dehnbarer ZS fühlt sich ähnlich an wie rohes Eiweiß und sieht häufig auch so
aus.

Der ZS wird mehrmals täglich beobachtet, am besten bei jedem Toilettenbesuch.
Am Abend wird die jeweils beste ZS-Qualität des jeweiligen Tages in ein Zyklusblatt eingetragen.

Um das individuelle ZS-Muster kennenzulernen ist es sinnvoll, mit der ZS-Beobachtung direkt nach der Periode anzufangen und im gesamten Zyklus den ZS zu beobachten.
So lassen sich die zyklischen Veränderungen am besten wahrnehmen.

[www.zgow.de]

so denke das reicht fürs erste....

lg phi

p.s. das system erkennt nach dem es , das da ein es war...also musst du ca. 3-6 monate tempi messen um herauszufinden, wann immer ungefähr bei dir mit dem es zu rechnen ist!


  Re: Für alle: URIN-Hcg-Liste!!!!
avatar    phifeha
schrieb am 14.01.2007 09:34
Gute Schwangerschaftstests zeigen meist erst ab einem hCG-Wert von 25 ein positives Ergebnis.

Wenn der ES vor 10 Tagen war, dann liegt der durchschnittliche hCG-Wert bei etwa 2

Wenn der ES vor 11 Tagen war, dann liegt der durchschnittliche hCG-Wert bei etwa 3 (Werte zwischen 1.40 und 5.30 liegen im Bereich des normalen)

Wenn der ES vor 12 Tagen war, dann liegt der durchschnittliche hCG-Wert bei etwa 5 (Werte zwischen 1.90 und 13.10 liegen im Bereich des normalen)

Wenn der ES vor 13 Tagen war, dann liegt der durchschnittliche hCG-Wert bei etwa 17 (Werte zwischen 8.00 und 35.00 liegen im Bereich des normalen)

Wenn der ES vor 14 Tagen war, dann liegt der durchschnittliche hCG-Wert bei etwa 34 (Werte zwischen 20.00 und 59.00 liegen im Bereich des normalen)

Wenn der ES vor 15 Tagen war, dann liegt der durchschnittliche hCG-Wert bei etwa 55 (Werte zwischen 33.00 und 91.00 liegen im Bereich des normalen)

Wenn der ES vor 16 Tagen war, dann liegt der durchschnittliche hCG-Wert bei etwa 89 (Werte zwischen 57.00 und 140.00 liegen im Bereich des normalen)

Wenn der ES vor 17 Tagen war, dann liegt der durchschnittliche hCG-Wert bei etwa 159 (Werte zwischen 100.00 und 252.00 liegen im Bereich des normalen)

Wenn der ES vor 18 Tagen war, dann liegt der durchschnittliche hCG-Wert bei etwa 260 (Werte zwischen 156.00 und 433.00 liegen im Bereich des normalen)

Wenn der Es vor 19 Tagen war, dann liegt der durchschnittliche hCG-Wert bei etwa 433 (Werte zwischen 276.00 und 706.00 liegen im Bereich des normalen)

Wenn der ES vor 20 Tagen war, dann liegt der durchschnittliche hCG-Wert bei etwa 700 (Werte zwischen 473 und 1033 liegen im Bereich des normalen

lg phi




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