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  ET morgen, KH "droht" mit Einleitung wegen großem Kind, was tun?
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   Hamst1o
schrieb am 08.05.2021 11:51
Hallo ihr Lieben,

nach meinem ersten Kind, das an 38+1 spontan auf die Welt kam und mit 52cm/3060g völlig normal war, stehe ich nun kurz vor der Geburt meines 2. Kindes.

Dieses ist, wen wunderts, auch kein zartes Baby, aber während der Schwangerschaft immer so ein wenig kleiner als der große Bruder. Nun ist morgen der ET und schon vor 3 Wochen wollte das Krankenhaus einleiten, weil das Kind ja so groß werden würde. Die rechnen dort mit 4500g bei der Geburt... Die aktuelle Richtlinie sieht somit den Kaiserschnitt vor, Makrosomie fiel bei der gar nicht einfühlsamen Aufklärung darüber. Ich will das aber alles überhaupt nicht!

Mein FA sah das bisher auch etwas entspannter- wird halt ein großes Kind aber Versorgung etc gut. Aber auch der will sich nun absichern und hat mir dann vor 1 Woche empfohlen, das Einleiten auszuprobieren und wenn nicht, wieder nach Hause zu gehen und abzuwarten.

Mein Befund ist aber erst seit 2 Tagen so, dass die Geburt demnächst losgehen könnte: 1cm offener Muttermund, Gewebe butterweich.


Jetzt weiß ich gar nicht so richtig, welche Frage ich genau an euch habe.
Ich habe irgendwie Angst, meinem Kind und mir tatsächlich Komplikationen zuzumuten, wenn ich noch länger warte. Allerdings ist eine Einleitung ja auch keine sanfte Methode. Ich bin auch körperlich angespannt, weil ich gerne gehabt hätte, die Themen Übertragung und Einleitung von vornherein ausschließen zu können. (und ich kenne den ganzen Ablauf auch nicht vom ersten mal)


Hat jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht und wie ging es denn aus? Was würdet ihr in so einer Situation machen?
Vielleicht brauche ich auch einfach eure Meinungen, um ein bisschen klarer im Kopf zu werden.

Auf jeden Fall danke ich schon mal für eure Antworten, alles ist jetzt besser, als das alleine irgendwie mit mir auszumachen.
Liebe Grüße,
Hamsti (39+6)


  Re: ET morgen, KH "droht" mit Einleitung wegen großem Kind, was tun?
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   berlink
Status:
schrieb am 08.05.2021 16:38
Wenn Du nicht willst, dann lass es. Musst Du denn ueberhaupt jetzt dort erscheinen? Man kann Dich nur beraten, entscheiden wirst Du am Ende. Evtl. Moechte die Klinik eine Unterschrift fuer die Beratung und dafuer, dass Du anders entscheidest als deren medizinischer Rat. Aber das ist ja kein Problem, dann unterschreibst Du das und gut.
Ein Arzt beraet i.d.R. nach bestem Wissen und Gewissen. Allermeist trifft der Betroffene, so er in der kognitiven Verfassung ist, und das wirst Du sein, dann die Entscheidung fuer oder gegen den aerztlichen Rat. Im letzten Fall traegt der Betroffene natuerlich die Verantwortung.
Gute Entscheidungsfindung.

PS. Ich persoenlich wuerde eine Sectio wollen. Ich wars nicht


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.21 16:43 von berlink.


  Re: ET morgen, KH "droht" mit Einleitung wegen großem Kind, was tun?
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 08.05.2021 16:53
Ich würde in der Klinik direkt nach sanften Methoden Fragen. Wenn 1 cm und weiches Gewebe, könnten Nelkenöltampons, Eipollösung mehrmals, etc. Helfen auch alkoholfreie, schonende Wehencocktails werden in vielen Kliniken bereits eingesetzt.
(Mein größter Junge hatte 36+1 bereits ü3000 g 😆)
Alles Gute!


  Re: ET morgen, KH "droht" mit Einleitung wegen großem Kind, was tun?
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   HulksMother
schrieb am 08.05.2021 22:54
Mein Sohn wurde zu klein geschätzt - maximal 3600 g... aufgrund meines Alters wurde aber an 40+0! eingeleitet. Angeblich ganz sanft. Ha ha.
Horrorgeburt mit Wehensturm und Saugglocke und Kristeller Handgriff. Ich würde mich nicht genug anstrengen... Am Ende waren es 4350 g und die Geburtsverletzungen werden mich bis an mein Ende begleiten. Narbengewebe von der Rissen, zerstörtes Fasziengewebe, traumatisiertesvMuskelgewebe. Senkungen 2-3. Grades und Sport ist dadurch fast gar nicht möglich. Sex macht auch keine Freude mehr.
Das wäre ein klarer Fall für eine Sektio gewesen.
Die Folgen für den Körper der Mutter werden immer noch als natürlich kleingeredet. Man muss aber sehr lange mit den Folgen leben. Und das ist keine natürliche Geburt wert.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.21 22:58 von HulksMother.


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  Re: ET morgen, KH "droht" mit Einleitung wegen großem Kind, was tun?
no avatar
   Hamst1o
schrieb am 09.05.2021 07:34
Zitat
HulksMother
Mein Sohn wurde zu klein geschätzt - maximal 3600 g... aufgrund meines Alters wurde aber an 40+0! eingeleitet. Angeblich ganz sanft. Ha ha.
Horrorgeburt mit Wehensturm und Saugglocke und Kristeller Handgriff. Ich würde mich nicht genug anstrengen... Am Ende waren es 4350 g und die Geburtsverletzungen werden mich bis an mein Ende begleiten. Narbengewebe von der Rissen, zerstörtes Fasziengewebe, traumatisiertesvMuskelgewebe. Senkungen 2-3. Grades und Sport ist dadurch fast gar nicht möglich. Sex macht auch keine Freude mehr.
Das wäre ein klarer Fall für eine Sektio gewesen.
Die Folgen für den Körper der Mutter werden immer noch als natürlich kleingeredet. Man muss aber sehr lange mit den Folgen leben. Und das ist keine natürliche Geburt wert.


Oh je, das ist ja furchtbar! Ich finde es schlimm, wenn den Frauen in so einem schwachen Moment so viel genommen wurde. Und man kommt dagegen auch nicht an, . Nur mit guten Therapeuten und viel reden. Danke für deine Geschichte!!!


  Re: ET morgen, KH "droht" mit Einleitung wegen großem Kind, was tun?
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   littlemeamy
Status:
schrieb am 09.05.2021 09:15
Liebe Hulky,

es ist wirklich traumatisch, was du erleben musstest. Aber lässt es sich denn zweifelsfrei darauf zurückführen, dass dein Kind so groß war? Ich persönlich würde wohl eher davon ausgehen, dass die vorsorgliche Einleitung Schuld an der Verkettung der weiteren misslichen Ereignisse hat und würde daher Hamsti von einer vorsorglichen Einleitung abraten, eben auch aufgrund der Dinge, die im weiteren Verlauf schiefgehen können.

Ich bin natürlich nicht repräsentativ, aber kann das aufgrund der Erfahrung meiner beiden völlig unterschiedlichen Geburten so bestätigen.

Geburt 1: Einleitung 24 Stunden nach Blasensprung. Wehensturm, 5 Stunden Presswehen, zahlreiche Kristeller Versuche. Saugglocke war schon hergerichtet, OP auch. Beim zigten Kristellern mit Bettlaken und Dammschnitt gings dann doch, aber ich bin zusätzlich so gerissen, dass ich über eine Stunde genäht werden musste. Die Wochen danach waren sehr schmerzhaft.

Ein 2. Mal wollte ich das so nicht mehr und entschied mich zu einer Hausgeburt.
Wäre ich ins KH, hätte man mir sicher wieder Medikamente zur Beschleunigung gegeben mit ungewissem Ausgang. Ich hatte nämlich nur sehr unregelmäßige Wehen (Abstand 5 bis 9 min) und nach 13 Stunden Wehen immer noch nur 4cm. Da hab ich dann frustriert erstmal die Hebamme zu ner anderen Geburt geschickt. Würde hier ja noch länger dauern... Ende vom Lied: 1,5 Stunden später hab ich Töchterchen allein zuhause auf die Welt gebracht LOL bis zum Ende hatte ich Wehen im Abstand von 4 bis 5 min und es brauchte genau 3 Presswehen und die Kleine war da. Geburtsverletzungen: bin an der alten Dammschnittnarbe gerissen, aber das musste nicht genäht werden.

Ich habe mich im Laufe der zweiten Schwangerschaft viel mit dem Thema selbstbestimmter Geburt auseinandergesetzt und würde erstmal von einer Einleitung abraten. Frag doch mal deine Hebamme nach sanften Möglichkeiten.

LG amy


  Re: ET morgen, KH "droht" mit Einleitung wegen großem Kind, was tun?
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   Annalena12
schrieb am 11.05.2021 12:27
Liebe Hamsti!

Mein erstes Kind habe ich übertragen, wurde zu kein vor der Geburt geschätzt und hatte dann knapp 4kg. Der höhergradige Dammriss den ich davongetragen habe und das Nähen danach waren sehr sehr beschwerlich, schmerzhaft etc für die kommenden 2 Jahre. Beide Geschwisterjungs habe ich deshalb am jeweiligen ET einleiten lassen. Werde ich auch diesmal wieder so machen wenn Nummer 4 sich nicht vor dem ET selbst zum Auszug entscheidet.

Dein Körper ist geburtsbereit - ich denke, das ist schon viel wert und spricht für eine Einleitung die auch erfolgreich ist. Vermutlich braucht dein Baby nur einen kleinen Schubser und den Rest macht dein Körper dann selbst und ganz wunderbar. Hör auf deinen Arzt und die Empfehlung und wenn sie zwischendurch eine Sectio unbedingt wollen, nimm es an. Es hat niemand was davon wenn du dich und dein Kind durch eine natürliche Geburt quälst aus Angst vor dem was sonst wäre oder weil du unbedingt eine natürliche Geburt willst - das kann man leider nicht haben und ist dir in 20 Jahren sicher egal. Hauptsache du hältst ganz bald dein gesundes Kind in Armen und hast das ganze selbst gesundheitlich gut überstanden.

Alles alles Liebe und viel Kraft und Vorfreude!
Annalena


  Re: ET morgen, KH "droht" mit Einleitung wegen großem Kind, was tun?
avatar    Dream2012
schrieb am 11.05.2021 16:49
Huhu,

hab nicht viel Zeit, aber kurz:

1. Kind: 4380g, spontan entbunden und alle etwas überrascht über das Gewicht und den reibungslosen Verlauf

2. Kind: 4530g, spontan, 15 Minuten

3. Kind: 4435g, spontan, 45 Minuten

Einleiten hätte ich ab Kind 2 auch immer sollen, da aber Kind 1 schon problemlos auf die Welt kam, hatte ich bei den anderen Beiden auch keine Bedenken. Bin dann ab 38+ einfach nur noch bei meinem FA und der Hebamme gewesen und nicht mehr im KH. Ich wars nicht

LG und alles Gute
Dream


  Re: ET morgen, KH "droht" mit Einleitung wegen großem Kind, was tun?
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   Hamst1o
schrieb am 12.05.2021 17:04
Vielen Dank meine Lieben,
Ihr habt mir geholfen! Ich bin am Montag tatsächlich zur Einleitung, aber mein Baby hat sich parallel selbst dazu entschieden, zu kommen.

Am Dienstag morgen ist die Fruchtblase geplatzt und am Abend kam der Sohnemann auf die Welt. Muttermund ohne Hilfe innerhalb von 4 Stunden auf, Baby war tatsächlich 4300g Schwer. Trotzdem ging er problemlos durchs Becken.

Hätte ich mir die Einleitung auch sparen können smile

Liebe Grüße, hamsti


  Re: ET morgen, KH "droht" mit Einleitung wegen großem Kind, was tun?
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   hope113
schrieb am 13.05.2021 14:34
Super, herzlichen Glückwunsch!
Eine schöne Kennenlern- und Kuschelzeit euch! Erhol dich gut




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