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  Retrochoriales Hämatom und 37 Jahre
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   miiiiira
schrieb am 15.03.2021 17:11
Hallo,
Ich bin aktuell am Anfang der 10. SsW. Ich hatte zuvor mehrere Fehlgeburten und eine intakte Schwangerschaft mit Spontangeburt. Alle mit KiWu Behandlung.

Dieses Mal bin ich spontan schwanger geworden. Vor 5 Tagen hatte ich eine sehr leichte Schmierblutung und es wurde ein retrochoriales Hämatom am unteren Rand des Dottersacks festgestellt. Heute war ich zur Kontrolle und der Arzt sagte, dass das Hämatom zwar nicht größer geworden sei und das Kind zeitgerecht entwickelt ist, dass er aber dennoch nicht davon ausgehen würde das die Schwangerschaft hält. Er begründete das mit meinem Alter und meinte, dass das alleine Grund genug sei, dass ich aber auch noch geblutet habe zusätzlich dafür spricht dass es nicht hält.

Bin gerade ziemlich depri.Mir ist klar, dass mit 37 dass Abortrisiko in der Frühschwangerschaft hoch ist. Aber hängt das Hämatom/ bzw. Der Auslöser für die Blutung mit dem Alter zusammen? Ist das ein Zeichen dafür, dass es zu Ende geht? Ich dachte das sind zwei getrennte Risiken? Bin gerade ziemlich durch den Wind und muss mich ausheulen.

Liebe Grüße, Mira


  Re: Retrochoriales Hämatom und 37 Jahre
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 16.03.2021 02:12
Hallo Mira,
ich sehe es wie du. Es sind zwei voneinander unabhängige Risiken.
Ich hatte im Sommer 2019 meine letzte FG. Es war früh. Sehr früh. Fruchthöhle und Dottersack waren zu sehen, der Embryo noch nicht. Blutung. Ende. Im Nachgang sagte mir meine Gyn im Gespräch, dass das traurig ist, aber leider nicht ungewöhnlich. Sie erlebt das fast täglich. 2 von 3 Schwangerschaften in diesem Stadium enden einfach. Der "Bauplan" ist dann wohl so fehlerhaft, dass es nicht lebensfähig ist.
Davon bist du meiner Meinung nach meilenweit entfernt. Bereits mit Sichtung des Embryos mit Herzaktivität sinkt die Wahrscheinlichkeit für einen Abort immens. 10. Woche ist dann eigentlich auch das, was früher als 12-Wochen-Grenze galt. In diesem Schwangerschaftsalter sterben nur noch sehr, sehr, sehr wenige Babys "einfach so", also aus nicht nachvollziehbarem Grund wie Infektion, Hämatom, etc. Der Grund, warum das so ist, ist ganz einfach. Als diese 12 Wochen Grenze entstand, war es üblich nach nur einem US in der Frühschwangerschaft (egal ob vor oder nach Herzaktivität) erst wieder um 12+0 den nächsten US zu machen. Hier sammelten sich dann also alle MA nach dem 1. US, die nicht spontan zur FG wurden. Davon sind aber die meisten Embryos um die 7+/8+ Woche stehen geblieben, wenn überhaupt schon HA vorhanden war.
In anderen Ländern wie den USA ist es schon länger üblich von der 10 Wochen Grenze auszugehen. Insofern habe ich mir dieses Frühschwangerschaftsrisiko immer ab der 10. Woche schon "aus dem Kopf geschlagen". Und ich denke, du hast allen Grund das auch zu tun.
Mit 37 Jahren bringen noch sehr viele Frauen sehr viele gesunde Kinder zur Welt. Und die Worte deines Gynäkologen finde ich wenig nachvollziehbar. Es macht mich immer wütend, wenn Ärzte Frauen ängstigen, indem sie ungerechtfertigter Weise statistische Daten auf einen Einzelfall beziehen. Das kann man so einfach nicht tun.
Bezüglich des Hämatoms wünsche ich dir alles Gute. Auch hier weißt du nicht, auf welcher Seite der Statistik du stehen wirst, aber ich halte es für aussichtsreicher als dein Gyn. Immerhin haben laut Statistik 35-40% der Frauen ein solches Hämatom. Auch ich hane in 2 Schwangerschaften Erfahrung damit machen müssen. Beide Male hatten die Hämatome keine Auswirkungen auf die Schwangerschaften. Das größere Hämatom hatte Ausmaße von 7x2cm und blutete in mehreren Sturzblutungen ab.

LG
Juna


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.03.21 02:23 von Juna30.


  Re: Retrochoriales Hämatom und 37 Jahre
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   miiiiira
schrieb am 16.03.2021 08:00
Hallo Juna,
Vielen Dank für Deine Antwort. Mir ist natürlich klar, dass mir niemand etwas versprechen kann, aber das gibt mir Hoffnung.
Ich habe gestern noch den Mutterpass durchgelesen und dort steht zeitgerecht entwickelt, keine Auffälligkeiten beim Kind, Ha positiv. Das Hämatom ist 0,7 cm und laut Arzt sieht es aus als ob es verschwinden würde. Mit diesen Fakten finde ich seine Prognose schwer nachvollziehbar. Ich bin übrigens 9+4, habe die 10. Ssw also noch nicht vollendet. Aber das ist immerhin weiter als ich bei allen meinen Fg s gekommen bin. Die liefen ähnlich wie du es bei dir beschrieben hast.

Vielen Dank für deine Antwort!


  Re: Retrochoriales Hämatom und 37 Jahre
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   Leli2020
Status:
schrieb am 16.03.2021 09:22
Hallo Mira,

Auch ich möchte dir etwas Angst nehmen.
Ich bin 34 Jahre alt und mit Zwillingen schwanger. Ich hatte in der 7,9,10 SSW Sturzblutungen wegen eines Hämatoms am Eilpol des einen Embryos. Das Hämatom war zeitweise 3,5×4cm groß. Ich musste mich schonen und viel liegen. Habe Magnesium genommen und Progesteron. Den beiden ging es immer gut (auch von der Größe ihrer Zeit voraus). Ich bin jetzt in der 17 SSW angekommen und seit der 15 SSW habe ich auch keine Schmierblutungen mehr.
Wichtig war meiner Gyn immer, dass das Hämatom abbluten und sich das Blut nicht in der Gebärmutter aufstaut. Mein Gyn hat mir erklärt, dass es aufgrund des schnellen Wachstums der Gebärmutter zu kleinen Verletzungen und Einblutungen kommen kann. Von Alter war da nur die Rede, und ohne Begründung für mich auch nicht nachvollziehbar. Wenn du dich mal in anderen Foren umschaut, berichten viele von Blutungen. Da habe ich noch nie gehört, dass der Arzt das mit dem Alter begründet hat. Auch meine Kollegin (30 Jahre) hatte von der 6-15 SSW Blutungen und das Kind ist gesund, reif und spontan zur Welt gekommen in der 40 SSW.

Kopf hoch!

Alles Gute!

Leli


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.03.21 09:28 von Leli2020.


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  Re: Retrochoriales Hämatom und 37 Jahre
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   miiiiira
schrieb am 16.03.2021 10:29
Hallo Leli, auch dir vielen Dank. Ich hatte nur eine sehr kurze Blutung und seitdem nichts mehr. Ich hoffe aber, dass das Hämatom resorbiert wird und bestenfalls ganz verschwindet. Ich wünsche dir alles Gute für die weitere Schwangerschaft.
Liebe Grüße.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.03.21 10:31 von miiiiira.




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