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  Erst bitte nicht und jetzt Angst vor der fehlgeburt
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   BetziMama
Status:
schrieb am 03.12.2020 01:49
Hallo ihr lieben,
Ich hoffe sehr hört einen Raum zu finden an dem ich nicht verurteilt sondern verstanden werde.
Ich bin Moni 30 Jahre alt und verheiratet. Ich habe eine Tochter mit bald 9 die mein Mann vor einem halben Jahr adoptiert hat, einen gemeinsamen Sohn mit 4 haben wir auch noch. Wir waren eigentlich komplett. Da hat sich dann tatsächlich jemand eingeschlichen 😵 meine erste reaktion war bitte nicht.... Ich bzw wir sind dann letzte Woche durch die Hölle gegangen. Wir waren erst bei dem Gedanken das dieses Kind nicht in unser Leben passt. (blöde Dinge wie materielle Sachen waren ein Grund) aber auch Angst was die Leute mein Chef meine Familie oder sonst jemand von mir denken könnte waren Einwände. Ich war im Nebel habe mich nur der Beratungsstelle und meiner besten Freundin anvertraut. Ich habe auch einen Termin in einer Klinik ausgemacht für letzten Dienstag. Dann habe ich aber am Samstag alles meiner Familie erzählt und sie haben (natürlich) so toll darauf reagiert.... An dann war der Nebel in meinem Kopf weg. Ich bin heim und hab meinem Mann gesagt das wir das schon schaffen und er war auch sicherlich erleichtert.
Jetzt komme ich zu meinem eigentlichen Thema, ich habe letzte Woche Dinge gesagt die alles andere wie schön sind!!!! Und jetzt liege ich jede Nacht wach und habe Angst das diese kleine "Erdnuss" (unser Geheimwort vor den Kids) wieder geht. Denn jetzt habe ich mich wirklich gänzlich an den Gedanken gewöhnt.
Mein erstes Kind habe ich in der 13 Woche verloren dann die beiden Mäuse bekommen und im Internet finde ich keine Trost.
Ich hoffe hier jemanden zu treffen den es evtl ähnlich gejubelt bzw ging. Und ich hoffe das sich die Mamis mit einem sehr schweren Weg bis zum Baby mit meiner Geschichte nicht "auf den Schlips getreten" vorkommen.

Liebe Grüße Moni


  Re: Erst bitte nicht und jetzt Angst vor der fehlgeburt
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   hope113
schrieb am 03.12.2020 06:52
Hallo Moni,

naja, den ersten Teil hab ich zwar so nicht erlebt, aber ich kann gut verstehen, dass man erstmal geschockt ist, wenn so der Lebensplan über den Haufen geworfen wird von einer kleinen Erdnuss (süß... zwinker) Ich denke das geht (fast) jedem so, wenn man ungeplant schwanger wird.
Aber die Angst vor einer Fehlgeburt hat doch jede Mama. Und v.a. wenn man sowas schonmal erlebt hat ist das nicht aus dem Kopf zu kriegen. Da hingegen kann ich (leider) mitreden smile
Von demher bist du sicher nicht alleine. Mach dir keine Vorwürfe, dass du dich in der ersten Zeit nicht gleich gefreut hast. Davon bekommt man keine Fehlgeburt! Vielleicht schaust du hier mal nach dem passenden Piep, da kannst du dich mit Mamis austauschen, die ähnlich weit in der Schwangerschaft sind.
Ich wünsch dir alles Gute für deine SS, versuch dich vielleicht etwas abzulenken, auch wenn das schwer ist. Mehr kann man aber eh nicht tun in den ersten Wochen. Wie weit bist du denn?

Viele Grüße


  Re: Erst bitte nicht und jetzt Angst vor der fehlgeburt
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   Bini
Status:
schrieb am 03.12.2020 10:55
Liebe Moni,

ich kann auch beim ersten Teil nicht sonderlich mitreden, denn wir haben 7 Jahre lang versucht schwanger zu werden, aber dafür kann ich mich im letzten Part wieder finden.

Bevor es mit unserem kleinen Wunder geklappt hat, habe ich leider eine Schwangerschaft (eben nach 7 Jahren) erleben müssen, die viel zu schnell vorbei war. Damals war ich so euphorisch und habe gedacht, dass ist unser 6er im Lotto und war mega glücklich. Als es nicht geklappt hat, bin ich in ein tiefes tiefes Loch gefallen und unser kleines Wunder ist in dieser Zeit zu uns gekommen.
Doch von Freude keine Spur mehr. Ich habe laaaange gebracht, mich wieder darauf einzulassen, glücklich und hoffnungsvoll zu sein und es tat mir so im Herzen weh, dass das kleine Krümelchen meine Gefühle, die nicht positiv waren, so mitbekommen musste. Aber er ist bei mir geblieben und ich konnte mich öffnen und bin glücklich geworden. Also bitte mach dir nicht so sehr einen Kopf, es braucht manchmal einen Anstoß von aussen, und man sieht klarer (bei mir war es ein Aufenthalt im Krankenhaus) und dann kann man sich darauf einlassen.

Ich bin froh, dass für dich jetzt einiges klarer geworden ist und drücke dir alle Daumen für eine sorgenfreie, glückliche Schwangerschaft.

Bini


  Re: Erst bitte nicht und jetzt Angst vor der fehlgeburt
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   BetziMama
Status:
schrieb am 03.12.2020 13:13
Ich danke euch beiden sehr für die lieben Worte auch wenn ihr nicht diesen Weg sondern einen wahrscheinlich auch sehr steinigen Weg gegangen seid. Ich hoffe einfach sehr das alles gut wird bzw bleibt


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  Re: Erst bitte nicht und jetzt Angst vor der fehlgeburt
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   littlemeamy
Status:
schrieb am 03.12.2020 19:37
Liebe BetziMama,

ich kann dich sehr gut verstehen.
Fürs erste Kind haben wir 5 Jahre gebraucht und ich hatte in der Zeit 3 Fehlgeburten. Es war eine sehr belastende Zeit, aber nach der Geburt meines Sohnes war ich mit meinem Schicksal ausgesöhnt.

Im Frühling passierte dann das, was ich nie für möglich gehalten hätte. Ich wurde spontan schwanger und das zum ungünstigsten Zeitpunkt. Der positive Test kam zeitnah zum 1. Arbeitstag im neuen Job (Leitungsposition). Eine Schwangerschaft passte da so gar nicht in den Plan. Auch, wenn wir zu keiner Sekunde über einen Abbruch nachgedacht haben, haderte ich doch ziemlich mit der Situation. Ich wünschte mir jetzt auch keine Fehlgeburt, sondern wollte einfach nur mein altes Leben zurück.
Eigentlich hätte ich im neuen Job sofort Bescheid geben müssen und wäre sofort ins Beschäftigungsverbot gewandert, aber das zögerte ich so lang wie möglich raus und außer meinem Mann und einer Freundin wusste niemand davon. Ich versuchte es tagsüber so gut wie möglich zu verdrängen, aber wehe ich hatte ein paar ruhige Minuten oder es war Nacht... es war eine wirklich harte Zeit, aber es hat schon seinen Sinn, dass eine Schwangerschaft so lang dauert. Man wächst da rein.

Jetzt bin ich in der 36. Woche und bin ganz heiß auf die bevorstehende Geburt und die kleine Maus!

Ich bin mir sicher, dass deine negativen Gedanken zu Beginn keinen Schaden angerichtet haben. Ganz sicher sogar!

Alles Gute
amy


  Re: Erst bitte nicht und jetzt Angst vor der fehlgeburt
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   BetziMama
Status:
schrieb am 04.12.2020 04:28
Vielen Dank für die lieben Worte ❤️
Ich wünsche mir das alles gut geht, und die wünsche ich eine tolle letzte Zeit der Schwangerschaft und eine schöne Geburt 💕


  Re: Erst bitte nicht und jetzt Angst vor der fehlgeburt
avatar    Janosch77
schrieb am 04.12.2020 16:15
Ich kann auch nur bzgl der Fehlgeburt etwas sagen.
Ich hatte schon mehrere und auch einen Spätabort, ich war demnach fast immer erst froh und zufrieden wenn ich in der Schwangerschaft sehr sehr weit fortgeschritten war. Wir haben es Freunden und Bekannten teilweise erst gesagt als ich es nicht mehr verheimlichen konnte.
Ich bin momntan in der 11. SSW und bange von Tag zu Tag, dass es gutgeht, da ich zudem schon Ü40 bin.
Also, diese Angst kann einem leider niemand nehmen. Vielleicht ist es eine andere, wenn man schon ein Kind oder Kinder hat, ich weiß es nicht wirklich. Jedenfalls wenn ich vor dem Grab stehe wo meine zwei kleinen Sternchen liegen, laufen mir auch jetzt noch, mehr als 6 Jahre danach, Tränen über die Wangen, obwohl ich danach noch 2 Kinder bekommen durfte.

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute!!!!


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.20 16:17 von Janosch77.


  Re: Erst bitte nicht und jetzt Angst vor der fehlgeburt
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 05.12.2020 03:53
Hallo Moni,
als unser erstes Erdenkind knapp 3 war, begannen wir mit der 1. Geschwisterbehandlung. Es war für mich der frühest mögliche Zeitpunkt, an dem ich mir eine weitere Schwangerschaft vorstellen konnte. Aber eigentlich rechneten wir damit, dass es dauern würde, evtl. sogar 2 oder 3 Jahre, denn für unseren Sohn hatten wir 9 ICSIs gebraucht.
Wider Erwarten wurde ich direkt schwanger. Meine Gedanken und mein Gefühl waren, dass das nicht sein könnte und stellte mich auf eine weitere FG ein. Nach kurzer Zeit war die Schwangerschaft immer noch stabil, das Herzchen schlug und mir wurde bewusst: Ich bin schwanger, da kommt ein Baby! Und plötzlich ging es mir hundsmiserabel. Ich hatte Herzrasen, Schweißausbrüche, war einer Panikattacke nahe. Wie konnte ich so blöd sein und glauben, dass ein zweites Kind gut wäre, dass ich das schaffen könnte, dass unser Sohn ein Geschwisterchen bräuchte? Und erst die finanziellen und sozialen Aspekte... meine Ängste überwältigten mich und ich brauchte eine Woche oder sogar ein paar Tage mehr, um diese abzuschütteln. Danach freute ich mich sehr und glauben wie einfach das war, unser Mittelkind zu bekommen, kann ich bis heute nicht. Nur 1 ICSI, Traumschwangerschaft, Traumgeburt, Traumkind.

Deine Ängste und Befürchtungen werden keinen nachhaltigen Einfluss auf die Schwangerschaft und ihren Ausgang haben.
Unser erstes Erdenkind entstand nach dem Tod unserer Töchter im 6. Schwangerschaftsmonst und 3 kleinen FG. Dass ich eine ganze Schwangerschaft mit gutem Ausgang erleben würde, konnte ich nicht mehr fühlen. Mir half daher vor allem in seiner Schwangerschaft, aber auch in den folgenden, mich immer über den aktuellen Stand zu freuen und jedem Angstgedanken wie "Warum sollte es bleiben?" bewusst das Gegenteil entgegen zu stellen: "Warum sollte es nicht bleiben?"

Also: Warum sollte sich eure Erdnuss einschleichen, um dann wieder zu gehen?

Alles Gute,
Juna




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