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  Vorbereitung auf das Mama-Sein
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   Len-chen
Status:
schrieb am 10.07.2020 17:49
Hallo ihr lieben (Bald-) Mamas,

ich bin seit fast 7 Jahren nicht mir hier gewesen und schwelge gerade in Erinnerungen.
Seit 2004 habe ich eine Kinderwunschbehandlung nach der nächsten gehabt, die dann 2007 erfolgreich und 2009 noch einmal erfolgreich war.
2012 und 2015 habe ich meine letzten Kinder spontan empfangen - wie auch immer das möglich war!

Dieses Forum und alle hier zusammen haben mir damals sehr viel Kraft gegeben und Motivation - das schönste war, als ich endlich vom Kinderwunsch ins endlich Schwanger Forum gewechselt bin... das war der Wahnsinn!

Jetzt komme ich zu meinem eigentlichen Anliegen:

Ich war damals sehr Verunsichert - in der Kinderwunschzeit, noch mehr als Schwangere und dann erst recht als der Zwerg geboren ist!
Ich hätte mir gewünscht an einer Stelle umfassend informiert, begleitet, gestärkt und vollends vorbereitet zu werden auf alle Facetten des Mama-Seins.
Ich hatte natürlich einen FA und Hebamme, Kinderarzt usw. aber irgendwie hab ich mich oft entweder nicht ernst genommen gefühlt oder sie waren nicht zuständig!
Viele Informationen hatte ich aus Büchern, Blogs und Foren, aber so richtig filtern kann man ja in diesem Moment den Überfluss an Informationen nicht wirklich.
Geht es euch ähnlich?

Meine Frage an euch:
Ich bin Medizinpädagogin B.A., Notfallsanitäterin und Mama von vier Kindern im Alter von 5,7,10 und 12. Ich habe zusammen mit einer Hebamme und zertifizierten Yogalehrerin ein Konzept entwickelt, was Schwangere umfassend und in allen Bereichen innerhalb der Schwangerschaft begleitet, euch auf die Geburt vorbereitet und die magische Zeit danach als Mama.
Meine ganze medizinische und pädagogische Erfahrung von 15 Jahren Notfallmedizin, Lehre und all meine Erfahrungen als Mama von vier Kindern fließen zusammen mit meiner Kollegin die 30 Jahre Erfahrung als Hebamme in Klinik und Geburtshaus, sowie Vor-, Nachbetreuung und Rückbildung, und Yoga- und Meditationslehrerin mitbringt!
Das ganze mit vielen Selbstlernmodulen in Form von Videos, Lernmaterial, Aufgaben, Informationen und entweder direkte 1:1 Betreuung oder in Form von Gruppencall wird es komplett online stattfinden und man kann jederzeit drauf zugreifen. 24/7 Schriftlicher Support bei Fragen wird ebenfalls dazugehören! Sozusagen ein "Rund-um-Sorglospaket" für die Schwangere Frau!

Was sagt ihr dazu? Würdet ihr sowas in Anspruch nehmen? Was würdet ihr euch dazu noch wünschen? Was sollte so etwas maximal kosten? Monatsweise oder als Paket?
Mir ist es sooo wichtig, dass mein Angebot auch die Zielgruppe, also euch ins Herz trifft, da ich mich damals so verloren gefühlt habe beim ersten Kind!
Über jeglichen Support und Antworten bin ich sehr sehr dankbar!

Vielen vielen lieben Dank an alle!

Lena


  Re: Vorbereitung auf das Mama-Sein
no avatar
   Bambii
Status:
schrieb am 10.07.2020 19:03
Huhu,

Liest sich so ja ganz gut. Ich hätte aber ein Problem damit, dass es online ist.
Ist ne Typ frage vielleicht.. Ich mache generell keine online Kurse, ist nichts für mich.
Ich würde es monatsweise anbieten.

Solltest du es starten, viel Erfolg


  Re: Vorbereitung auf das Mama-Sein
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 10.07.2020 19:10
Hallo Lenchen,
ich bin nicht (mehr) die Zielgruppe, habe auch schon ausreichend Erfahrung gesammelt in 12 Jahren Kinderwunsch und fast 9 Jahren Mamasein.

Deine Beschreibung spricht mich zwar an, wie es mir in der 1./2. Schwangerschaft ging und auch die ersre Mamazeit nach meinem ersten Erdenkind war sehr durchwachsen.
Aber gerade da hätte ich mir alles andere als noch ein Onlineangebot gewünscht, stattdessen mehr persönliche, empathische Begleitung. Das geht für mich in "Selbstlernmodulen 24/7 verfügbar" einfach komplett verloren.
Gerade heute gibt es immer mehr und mehr solcher Angebote. Wie soll da die verunsicherte Schwangere oder die ängstliche Erstlingsmama unterscheiden, was gut und für sie passend ist? Ich habe es nicht gekonnt und es dauerte lange, bis "mein Ding" gefunden habe, was dann aber wirklich "mein Ding" war, viele Bücher, Blogs, etc., aber von allem etwas, nicht nur ein festgelegtes Programm oder einen einzelnen Support.
So habe ich auch kein festgelegtes Abo, dass ich für eine bestimmte Zeit abgeschlossen habe und dann nutzen muss, auch wenn es mir in einem Teil zugesagt hat und im nächsten vielleicht nicht mehr.

Was die Kosten angeht, was die Menschen bereit sind zu zahlen, schau mal bei Kursen für Pekip, Babymassage, Breifrei, Windelworkshops und anderen Angeboten, die man nicht zwangsläufig braucht, die aber dennoch viel Zulauf haben. Wer es sich leisten kann, der zahlt auch eine Menge.

LG
Juna


  Re: Vorbereitung auf das Mama-Sein
no avatar
   Len-chen
Status:
schrieb am 10.07.2020 20:08
Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für die ersten Rückmeldungen und eure Einschätzung dazu!

Ich habe mir meine Beschreibung noch einmal durchgelesen in meinem ersten Beitrag und muss zugeben, dass es mir noch sehr schwer fällt eine Idee so zu formulieren, dass ein Dritter es umfassend verstehen kann. Ich arbeite dran...

Gerade die enge intensive und vertrauensvolle Beziehung zu der (werdenden) Mama ist dabei so wichtig und der Hauptteil dieses Konzeptes.
Alle zusätzlichen Informationen, wie Erstausstattung, Hausapotheke, Babymöbel, Babyfon, Babytragen, Stoffwindel oder Pampers, Stillen oder Flasche, Beistellbett oder eigenes Zimmer, Plötzlicher Kindstod,... etc (ich könnte noch endlos weiter schreiben!) - werden in Lektionen abrufbar sein bzw. freigeschaltet wenn benötigt. Alles andere wird individuell und intensiv besprochen. Ängste, Zweifel, Fragen usw. auch blockierende Glaubenssätze um mehr Klarheit für Entscheidungen zu haben. Genauso werden geführte Meditationen und Yogaeinheiten online stehen, um in jedem Tagesabschnitt zur Ruhe kommen zu können und das Gedankenkarussell einmal auszuschalten. Um Achtsamkeit direkt von Anfang an in den Alltag zu integrieren gibt es verschiedene Übungen und Impulse dazu, die nach und nach an die Schwangere/Mama als Aufgabe gegeben werden! Der 24/7 schriftliche Support ist per Telegram und bei Fragen und Nöte zwischen den persönlichen Gesprächen gedacht, wenn gerade Zweifel kommen oder Fragen offen sind.

Ich begleite Mamas seit Anfang des Jahres in Fragen rund um Kindergesundheit, Kindernotfälle und persönliche Glaubenssätze ausschließlich online und die Resonanz ist enorm - gerade weil Corona noch ein wenig weiter da ist und auch per Zoom ist die emotionale Verbindung ganz deutlich da!

Vielleicht habe ich es jetzt etwas deutlicher gemacht! Was sagt ihr dazu?
Ganz liebe Grüße
Lena


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  Re: Vorbereitung auf das Mama-Sein
avatar    wird schon
Status:
schrieb am 11.07.2020 00:12
Ich muss gestehen, dass ich grundsätzlich mit solchen Konzepten nicht viel anfangen kann. Aber ich finde auch Berufe wie Weddingplaner etc. völlig überflüßig bzw. nur sinnvoll wenn man echt zuviel Geld hat und nicht weiß wohin damit.

Meine Anmerkungen daher bitte nicht zu sehr als Kritik verstehen, aber vielleicht als Denkansätze, was besser kommuniziert werden könnte:

- du schreibst öfters von "Aufgaben / Lektionen".... mal abgesehen davon, dass die meisten in ihrer Freizeit keine Aufgaben/Lektionen wollen.... bei allen Respekt für das Mutter- und Schwangersein.... das ist weder ein Ausbildungsberuf und nun wirklich eine learning by doing Sache. Ich würde es anders verkaufen... wenn jemand für eine Doula o.a. bezahlen will ok, aber besteht wirklich Interesse an einem "Konzept/Lektionen" für diese Zeiten?

- ich finde die meisten Hebammen begleiten einen super. Zumindest kenne ich keine Story, wo man in Schwangerschaft und danach nicht IMMER fragen konnte. Über Fragen zur Erstausstattung bis gefühlt zum Abi zwinker

- ich war eine wirklich ängstliche Schwangere, aber davon abgesehen, sind doch alle Frauen mittlerweile fit genug um im Internet schnell die gängisten Theorien zu allen wichtigen Informationen zu finden. Wenn mir eine Zusammenfassung reicht, besorge ich mir ein Buch und fertig. Aber wenn ein tieferes Interesse besteht, dann gucke ich doch selber und finde ruck zuck alles über den plötzlichen Kindstod und die Bedeutung des Stillens ect. Jede einigermaßen fitte Frau erkennt doch vertrauenswürdige Seiten, brauche ich da eine bezahlte "Zusammenfassung" für Sachen, die ich in zwei Minuten umsonst woanders zusammengefasst gelesen habe?

- Ich möchte nicht eure Kompetenz in Frage stellen, aber ich habe in Schwangerschaft Listen für Krankenhaustasche und Erstaustattung noch und nöcher bekommen. Auch von Hebamme, der ich vertraue sowie Krankenhaus, die es ja wissen müssen. Ja, es meint jemand was anderes, aber eure Zusammenstellung wär dann auch nur ne weitere individuelle Meinung, was man so braucht und was nicht...

- wenn dieses Achtsamkeit/Entspannungsthema im Vordergrund steht, würde ich auch hier eher zu jemanden mit einer extra Ausbildung dafür gehen...

.... du schreibst ja, dass deine Sache gut läuft! Gratulation dazu und vielleicht liegst du mit deiner Sache dann ja genau richtig!

Das was ich so bei deiner Selbstbeschreibung gedacht habe: mir hätte mir in Schwangerschaft bzw. Zeit mit Kind eher die wirklich praktischen Erfahrung von Mehrfachmüttern ohne irgendeine Theorie dahinter genützt. Nur wusste ich das damals nicht. Es ging immer nur darum alles so perfekt wie möglich zu machen zu haben (dein "Konzept" geht auch so ein bisschen in die Richtung alle Infos, die es schon gibt, perfektionieren zu wollen, vielleicht stört es mich deswegen so). Also alles was man liest, war auf "das Beste für Mutter und vor allem für das Kind" ausgerichtet. Ist ja auf der einen Seite auch richtig. Stillen ist nunmal das Beste als Ernährungsform und ein Baumwollappen, getränkt mit Wasser und ggf. Brustmilch, ist sicher das Beste für den Kinderpo etc. Beim ersten Kind habe ich immer ALLES so versucht, was Hebammen und die herrschende Internetmeinung so hergaben. Erst jetzt beim zweiten fiel mir auf, dass ich wirklich sehr wenig darüber gelesen habe, wieviel Stress man sich mit dem "Besten" immer macht und das man spätestens beim zweiten lernt, das vieles echt nicht nötig war. Also man sich auch bewusst gegen das Stillen entscheiden kann und die Babyzeit ohne bleiernde Müdigkeit, ständige Gereiztheit und Überforderung tausendmal mehr genießen kann. Dass man mit Feuchttücern echt Zeit spart und das Kind nicht daran zugrunde geht. Dass man es auch mal schreien lassen darf, um irgendetwas mal zu Ende zu machen (und sei es 2 Minuten lang die Washmaschine ausräumen). Das man ein Recht dazu hat, die Zeit während das Kind schläft für sich zu nutzen und es dabei gerade nicht im Tragetuch rumzuschleppen, weil ja alle schwärmen wie praktisch das doch ist selbst beim Wischen ein schlafendes Kind rumzuschleppen (dazu gehört wohl auch, es von Anfang an auch mal abzulegen und weg von diesem totalen Attachment). Erstes Kind hatte auch nie nen Schnuller, Hebamme warnte so sehr vor "Saugverwirrung", zweites bekam ihn sehr schnell und er beruhigt tatsächlich.... Also solche Dinge von erfahrenden Müttern, die alle üblichen Tipps und Empfehlungen gerade nicht mehr befolgen, hätten mir gehofen. Ob ich sie angenommen hätte, weiß ich nicht. Jetzt beim zweiten merke ich, dass so viel übetrieben war... also wirklich rein pragmatische Mutter/alltagstipps und kein weiteres BlahBlah über die Natürlichkeit von Familienbett und Bindungstheorien. Da ich eine sehr glückliche Kindheit hatte, ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mutter und keine tiefgreifenden Störungen (zumindest keine bekannten zwinker habe ich nun viel öfters einfach meine Mutter gefragt, die vor 40 Jahren vieles echt lockerer genommen hat und ich denke, dass sie eine super Mutter war und ich deshalb auch einfach mehr von ihr übernehmen kann. Natürlich hat sie nie so Nazi Methoden wie nachts schreien lassen etc. angewandt, aber sie hatte auch nie ein Tragetuch und ist gar nicht auf die Idee gekommen, ein schlafendes Kind auch noch rumzuschleppen zwinker
Vielleicht kannst du sowas mehr aufnehmen? Das wäre für mich ne Marktlücke ... die zehnte Zusammenfassung übers Beistellbett/Familienbett etc. bräuchte ich nicht zwinker


  Re: Vorbereitung auf das Mama-Sein
no avatar
   AnniStern87
Status:
schrieb am 11.07.2020 03:24
Ich bin da ganz bei wird schon, hat sie echt treffend formuliert und was für mich auch ein Aspekt war und ist, dass wenn man mit Mehrlingen schwanger ist und später auch im Alltag als Mutter, da kann man keine Tipps von Müttern annehmen wie es bei denen war mit jeweils nur 1 Kind im gleichen Alter weil es eben nicht das gleiche ist!
Es kommen ganz andere Herausforderungen auf einen zu und auch darauf kann man sich nicht vorbereiten. Man wächst da einfach rein und gibt sein Bestes. Rückblickend gesehen denkt man sich vielleicht auch dies oder jenes hätte man auch anders lösen können aber ich kann nur von mir sprechen, ich handele stets intuitiv, manchmal tausche ich mich in Gruppen aus mit anderen Mehrlingsmamas weil ich mich dort eher verstanden fühle.

Dir wünsche ich aber viel Erfolg bei eurem Konzept!winken


  Re: Vorbereitung auf das Mama-Sein
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 11.07.2020 06:05
Zitat
Len-chen
Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für die ersten Rückmeldungen und eure Einschätzung dazu!

Ich habe mir meine Beschreibung noch einmal durchgelesen in meinem ersten Beitrag und muss zugeben, dass es mir noch sehr schwer fällt eine Idee so zu formulieren, dass ein Dritter es umfassend verstehen kann. Ich arbeite dran...

Gerade die enge intensive und vertrauensvolle Beziehung zu der (werdenden) Mama ist dabei so wichtig und der Hauptteil dieses Konzeptes.
Alle zusätzlichen Informationen, wie Erstausstattung, Hausapotheke, Babymöbel, Babyfon, Babytragen, Stoffwindel oder Pampers, Stillen oder Flasche, Beistellbett oder eigenes Zimmer, Plötzlicher Kindstod,... etc (ich könnte noch endlos weiter schreiben!) - werden in Lektionen abrufbar sein bzw. freigeschaltet wenn benötigt. Alles andere wird individuell und intensiv besprochen. Ängste, Zweifel, Fragen usw. auch blockierende Glaubenssätze um mehr Klarheit für Entscheidungen zu haben. Genauso werden geführte Meditationen und Yogaeinheiten online stehen, um in jedem Tagesabschnitt zur Ruhe kommen zu können und das Gedankenkarussell einmal auszuschalten. Um Achtsamkeit direkt von Anfang an in den Alltag zu integrieren gibt es verschiedene Übungen und Impulse dazu, die nach und nach an die Schwangere/Mama als Aufgabe gegeben werden! Der 24/7 schriftliche Support ist per Telegram und bei Fragen und Nöte zwischen den persönlichen Gesprächen gedacht, wenn gerade Zweifel kommen oder Fragen offen sind.

Ich begleite Mamas seit Anfang des Jahres in Fragen rund um Kindergesundheit, Kindernotfälle und persönliche Glaubenssätze ausschließlich online und die Resonanz ist enorm - gerade weil Corona noch ein wenig weiter da ist und auch per Zoom ist die emotionale Verbindung ganz deutlich da!

Vielleicht habe ich es jetzt etwas deutlicher gemacht! Was sagt ihr dazu?
Ganz liebe Grüße
Lena

Hallo Lena,
ich glaube schon, dass ich verstanden hatte, worum es dir geht. Insbesonsere zum Thema blockierende Glaubenssätze könnte ich erfahrungsbedingt einiges Beitragen. Und ich denke auch, dass viele Frauen profitieren könnten, da erfahrenere und empathische Frauen an ihrer Seite zu haben.

Aber das Gesamtkonzept überzeugt mich nicht.
Das liegt vor allem daran, dass ich ähnlich wie wird schon den persönlichen Kontakt bevorzuge und mit online-Treffen nicht viel anfangen kann. Ich hatte in den ersten 12 Coronawochen über Zoom Dates, Geburtsvorbereitungskurs, Vorstandssitzungen, Kinderkontakte für meinen Großen. Es ist nicht das gleiche wie ein persönlicher Kontakt, ein persönliches Gespräch, eine Hand auf meinem Rücken, die mich stärken soll, etc, jemand, der mir verständnisvoll ein Taschentuch reicht...

Lektionen/ Aufgaben, die nach und nach an mich als Schwangere und Mutter abgegeben werden klingt für mich auch nach zusätzlichem Stress, hausaufgabenähnlich, von oben herabgereicht, wenig bis gar nicht individuell. Auch hier bräuchte es, um ein Konzept interessant zu finden, den persönlichen Kontakt, ohne Tablet, Kopfhörer und Glasscheiben dazwischen und vor allem keine konzeptartige Weitergabe von Informationen wie im GVK, sondern echte Individualität. Eine Person, die bei mir ist, sich in meinem Leben orientiert, meine Wünsche, Sorgen und Nöte anhört und mir dann genau dafür Vorschläge macht. So eine Gruppe, einen Zusammenhalt, den persönlichen Umgang habe ich z. B. in Gruppen erlebt wie Stillgruppen, Achtsamkeitsgruppen für Mütter, etc. in denen ich dann auch größtenteils die selben Personen wieder getroffen habe. So konnte eine Vertrauensbasis entstehen.
Solche Impulse und Übungen für den Alltag kenne ich auch als (kostenlose) Newsletter, ebenso Informationen zum aktuellen Entwicklungsstand der SS, des Babys, usw. Habe ich nie komplett gelesen, hat mich immer gestresst und wurde dann schnell wieder abgemeldet, weil ich nach diesen Infos suche, wenn ich sie brauche.

Eine "enge intensive und vertrauensvolle Beziehung" wie du schreibst, halte ich allgemein rein via online für schwierig herstellbar. Vor allem auch wegen der zeitlichen Vorgaben. Ich denke nicht, dass ihr da für einen monatlichen Festpreis 2stündige Gespräche einplant, mehrere nach individuellem Bedürfnis, oder?

"Alle zusätzlichen Informationen, wie Erstausstattung, Hausapotheke, Babymöbel, Babyfon, Babytragen, Stoffwindel oder Pampers, Stillen oder Flasche, Beistellbett oder eigenes Zimmer, Plötzlicher Kindstod,... etc (ich könnte noch endlos weiter schreiben!) - werden in Lektionen abrufbar sein bzw. freigeschaltet wenn benötigt."
Danach googel ich, vergleiche Texte und Listen untereinander auf Vollständigkeit, schaue mir an, wer Autor war um Seriosität zu gewährleisten und frage dann ggf. noch bei KiA, Hebamme, Freundinnen nach. Kostenlos und ohne auf Freischaltung zu warten. Z. B. beim Thema Erstausstattung ist das doch höchst individuell. Von spartanisch (artgerecht hatte da glaube ich mal was im Angebot) bis hin zu vollausgestatteten, bis zum Ende der GS-Zeit mitwachsenden Kinderzimmern sind der Phantasie ja keine Grenzen gesetzt.

"Ich begleite Mamas seit Anfang des Jahres in Fragen rund um Kindergesundheit, Kindernotfälle und persönliche Glaubenssätze ausschließlich online und die Resonanz ist enorm - gerade weil Corona noch ein wenig weiter da ist"

Vielleicht ist die Resonanz auch jetzt gerade wegen Corona so groß und ebbt wieder ab, sobald es wieder mehr Präsenzangebote gibt, die Sicherheit steigt oder die Verunsicherung nachlässt.

Wozu du noch nichts geschrieben hast ist über das ganz praktische Aussehen der Kontakte. Ich schließe Online den Vertrag ab und dann? Wie sieht der Start aus, das Kennenlernen, das schaffen der "vertrauensvollen Bindung"? Gibt es festgelegte Termine und Zeitabstände, ein Minimum oder Maximum an Gesprächseinheiten und wie lange dauert eine Gesprächseinheit? Finden Gespräche immer mit der gleichen Person statt oder wechselt das? Gibt es Gruppengespräche, Erfahrungsaustausch? (Gerade hier stört mich z. B. Zoom ganz massiv durch die zeitliche Verzögerung, dadurch dass ich nicht jedem TN wann/ wie ich will ins Gesicht schauen kann, etc., ich finde das hemmt sehr häufig, überhaupt etwas zu sagen.)

Gibt es eine Art "Verlaufskontrolle", also Reflexionsmöglichkeiten?
Usw.

LG
Juna


  Re: Vorbereitung auf das Mama-Sein
no avatar
   Solani2
Status:
schrieb am 11.07.2020 07:28
Hallo,

ihr wollt also das Komplettpaket zur Schwangerschaft/Geburt/Neugeborenenbetreuung anbieten, telefonisch und schriftlich verfügbar sein und eben Videos zu den speziellen Themen produzieren.
Eure Zielgruppe sind also eher lesefaule Frauen oder Frauen in der Schwangerschaft keine Hebamme mehr bekommen haben bzw. mit der Hebamme vielleicht nicht ganz glücklich sind. Oder wie würdet ihr eure Zielgruppe definieren?
Ich finde ja Entspannungsvideos und Workoutvideos super, aber Videos zum Thema "plötzlichen Kindstot vorbeugen" würde ich mir persönlich nicht anschauen. Zu zeitaufwendig. Da bin ich schneller, wenn ich die üblichen Empfehlungen dazu einfach lese.

Viel Erfolg!


  Re: Vorbereitung auf das Mama-Sein
no avatar
   Len-chen
Status:
schrieb am 11.07.2020 09:00
Guten Morgen zusammen,

erstmal vielen vielen lieben Dank für die ausführlichen Antworten. Sowas hilft mir sehr und ich kann Dinge aus anderen Perspektiven betrachten.
Und ihr habt völlig recht - Mir ging es beim ersten Kind so, dass ich natürlich alles so toll, richtig und perfekt wie möglich machen wollte und mich dabei so sehr unter Druck gesetzt habe.
Ich habe beim zweiten Kind dann erst gemerkt, dass es keinen Sinn macht völlig gestresst nach Lehrbuch zu funktionieren, sondern das es "dazwischen" noch meinen eigenen Weg gibt! Aber beim ersten Kind konnte ich die Fülle an Informationen und Anweisungen, guten Ratschläge usw noch nicht differenziert betrachten - ich war sehr unsicher und konnte dabei wenig Prioritäten setzen (wie z.Bsp. Waschlappen und Wasser oder Feuchttücher - ist das schlimm, wenn ich sie nehme? Kriegt mein Kind Windelpilz oder was auch immer??)

Bei den folgenden Kindern hab ich dann zusätzlich gemerkt, dass der "eigene Weg" von Kind 2 nicht der richtige für Kind 3 ist - puh... das war dann nochmal anders und Kind 4 lief dann einfach so nebenbei... smile

Ich komme aus der institutionellen Lehre und ich glaube, da muss ich echt meinen Kopf mal drehen! Konzept, Lektionen usw. klingt wirklich ganz schrecklich nach Schule und Stress - da habt ihr recht. Und es ist ja auch nicht das was ich will - sondern mein Wissen aufgrund meiner medizinischen und pädagogischen Ausbildung und Arbeit - zusammen mit all meinen Erfahrungen als Mama von vier Kindern, mit all seinen Facetten von Kinderwunsch über schwanger sein, zwei Frühgeburten, aufpäppeln, Einleiten - spontan entbinden etc, bis zur Zeit Zuhause, wo wir beim ersten nachts das Radio anlassen mussten, wegen den Hintergrundgeräuschen und ich eine kleine Spritze voll Muttermilch immer zwischen der Brust hatte, um ihn aufzupäppeln - bis zu allen Dingen rund um Kinder haben und sich dabei nicht zu vergessen! Und das alles Individuell auf die Mama bzw. die Familie angepasst!

Hmmm... ich muss dazu noch mal in mich gehen...
Ich danke euch sehr!
Alles Liebe
Lena


  Re: Vorbereitung auf das Mama-Sein
no avatar
   Knuffi23
Status:
schrieb am 11.07.2020 14:03
Hallo
Ich habe nochmal eine andere Perspektive, da ich in der Jugendhilfe arbeite 😊
Ich glaube es wäre vielleicht eine Idee sich an das Jugendamt zu wenden mit der Idee. Wir bei uns bieten im Kreis Angebote an, die Eltern unterstützen, sowas wie Sprechstunden und so...
Vielleicht könnte man sich auch an ein Mutter Kind Heim anknüpfen, diese Zielgruppe braucht nun mal viel Unterstützung. Falls es für dich überhaupt in Frage käme.... ich denke man könnte solche Angebote eben auch mehr vertiefen für einzelne Zielgruppen, junge Mütter, Mütter mit Migrationshintergrund etc. Es sind eben doch immer andere Themen, die nochmal aufkommen.
Wir bieten zb auch Kurse an, einmal die Woche für 2 Stunden über 8 Treffen. Freiwillige Anmeldung aber auch zb empfohlen vom Jugendamt.
Dort haben wir Kurse für 0 bis 3 Jahre, bis 10 Jahre, Pubertät, Autimus, ..... 2 Euro pro Abend runter gerechnet, pro Person. In solch einen Rahmen könnte ich mir auch einen Kurs für schwangere vorstellen, fernab von Geburtsvorbereitung eben hin zu den Themen wie erstausstattung und was kommt danach... (nun habe ich doch gerade auch die Idee, ob wir bei uns sowas mal mit einbinden können 🤔😄 )

Online Blogs zum lesen finde ich persönlich super. Ich mag online Sachen, weil ich unflexibel bin. Mein Mann arbeitet viel und ich habe keinen für die kinder. Außerdem kann ich mir das zeitlich gut einbinden, wie es mir passt.
Ich habe auch zn weightwatcher nur online gemacht und es hat super funktioniert.

Viele Grüße




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