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  Angst vor der Geburt
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   Milarr
Status:
schrieb am 04.04.2020 18:11
Hallo ihr Lieben,
die letzte Woche war körperlich und psychisch zu viel für mich. Nun habe ich Urlaub und hoffe, dass ich etwas entspannen kann.
Gestern Abend hatte ich leider dazu noch eine Art panikattake. Ich habe furchtbare Angst davor, dass ich ohne meinen Mann entbinden muss. Ich habe mehr Angst davor als davor Schmerzen zu haben oder dass mir oder dem Kind etwas passieren könnte.
Gestern ging es mit der panikattake so weit, dass ich auch öfter als sonst einen harten Bauch hatte.
Heute ist es wieder besser aber ich fühle mich total erschöpft und habe Angst davor zu viel Angst zu haben, dass es womöglich zu vorzeitigen wehen kommt.
Zudem kommt irgendwie der Gedanke, dass ich das Kind garnicht gebären möchte und obwohl es ein absolutes Wunschkind ist, kommt der Gedanke, dass ich es derzeit garnicht möchte...
Es sind alles sehr krasse Worte und Gedanken. Ich kenne mich so garnicht und es macht mir irgendwie wütend, was für Auswirkungen das ganze (Verbot Vater im kreißsaal bzw. bei uns darf er Vater dabei sein sobald Presswehen kommen, keine richtige Vorbereitung usw.) auf die schwangeren hat.ich denke nämlich, dass ich nicht die einzige bin, die derzeit solche Gedanken hat.
Ich versuche mich nun zu entspannen, auf andere Gedanken zu kommen, weg von den depressiven Gedanken und mich auf das Kind zu freuen.
Vielleicht habt ihr ja noch einen Tipp.
Wie geht ihr denn mit der Situation um? Welche Gedanken habt ihr?


  Re: Angst vor der Geburt
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   julie1611
Status:
schrieb am 04.04.2020 21:38
Hallo Milarr,

ich kann Dich sehr gut verstehen. Ich mache mir auch große Sorgen, dass ich das Kind alleine kriegen muss. Noch mehr Angst habe ich aber noch davor, dass ich mir das Virus genau dann einfange, wenn das Kind kommt und es dann vielleicht von mir getrennt wird, damit ich es nicht anstecke. 😳
Bei mir ist es so, dass ich Tage habe, wo ich mir sage, dass es eh noch eine Zeit hin ist und sich die Lage vielleicht bessert. Dann hab ich wieder einen Tag, wo ich komplett verzweifelt und am weinen bin, weil mich die Angst heimsucht. 😣 Leider kann das aus dem Umfeld keiner wirklich nachvollziehen bzw. kann mich auch niemand beruhigen, weil ja keiner in meiner Situation ist und keiner was weiß. Man ist da so allein mit der Situation. 😢

Wir können echt nur hoffen, dass es besser wird bzw. nicht so schlimm kommt, wie uns unsere Angst vormacht. Wir müssen positiv denken (bzw. irgendwie versuchen, die Nerven nicht zu verlieren). Was anderes bleibt uns leider nicht übrig. Aber wir kriegen das hin! 🤗

Lg Julie


  Re: Angst vor der Geburt
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   Milarr
Status:
schrieb am 06.04.2020 10:39
Vielen Dank für deine Antwort!
Komischerweise habe ich vor dem Virus eigentlich keine große Angst. Bei mir bezieht sich die Angst hauptsächlich auf die Geburt ohne Partner und ich bin wahnsinnig frustriert darüber dass ich wie auch beim ersten Kind keine richtige Vorbereitung machen kann.
Beim letzten Mal ist das alles schon ausgefallen und jetzt beim leider zweiten und letzten Kind nun schon wieder. Aber gut, das ist ds kleinere Übel...
Das mit dem Umfeld kenne ich auch. Wenn man versucht darüber zu reden, heißt es immer ich habe ja noch so viel Zeit und wenn ich das alleine durchstehen muss, werde ich das schon schaffen.früher hätten das die Frauen ja auch geschafft. Manchmal machen mich solche Aussagen regelrecht wütend.


  Re: Angst vor der Geburt
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   julie1611
Status:
schrieb am 06.04.2020 12:55
Ja, ich krieg auch dauernd zu hören, dass es früher ganz normal war, dass die Väter bei den Geburten nicht dabei waren. 😣 Ich kann es mir aber trotzdem nicht ohne meinen Mann vorstellen.😩


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  Re: Angst vor der Geburt
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   Solani2
Status:
schrieb am 06.04.2020 13:04
Hallo Milarr,

dass du wütend wirst, wenn jemand deinen Sorgen und Ängste kleinteden will, wenn du darüber reden willst, verstehe ich völlig. Das sind definitiv keine guten Gesprächspartner, um Sorgen zu teilen.
Ich verstehe, dass du Ängste und Sorgen rund um die Geburt hast. Es sollte aber mit den Maßnahmen momentan langfristig wieder besser werden. Hoffentlich geht sich das für euch noch aus!

lg,
Solani


  Re: Angst vor der Geburt
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   neues_mariechen
Status:
schrieb am 07.04.2020 09:03
Ihr Lieben,

ich möchte euch gerne Mut machen. Ich habe im September 2018 unser drittes Mäuschen (fast alleine - mein Mann kam unter der Wehe, als das Köpfchen geboren wurde) entbunden. Auch ich hatte es mir anders vorgestellt, und war zwischen zeitlich richtig wütend, dass er "immer noch nicht" da war.

Aber dann erinnerte ich mich an die Worte meiner "Lehrerin" aus dem Schwangerschaftsyoga - Wir Frauen sind wunderbare und starke Geschöpfe, die seit Jahrtausenden Kinder gebären und, dass wir uns dieser Stärke bewusst werden sollen. Es ist unglaublich schön, dass unsere Männer heutzutage dabei sein können, dass sie uns den Rücken stärken können, dass sie unser Geschimpfe und unsere Ängste ertragen und abfangen können, dass sie uns unter der Geburt beschützen - aber wir gebären die Kinder, unser Körper schafft das!

Ich habe gleich am Anfang, den Hebammen in der Klinik gesagt, was ich mir wünsche, wovor ich Angst habe und dass ich möchte, dass jeder Schritt mit mir besprochen wird - und die Hebammen waren super und haben das umgesetzt (und auch sie wissen ja, wie schwierig es ist, ohne unsere Männer als Unterstützung). Und dann habe ich mir ganz intensiv vorgestellt, wie mein Mann bei mir ist, wir er mein Kreuz massiert, dass er unter den Wehen gemeinsam mit mir tönt - und im Geiste haben wir die Einheit gebildet.

Deswegen - bitte habt keine Angst vor der Geburt weil euer Mann vielleicht nicht dabei sein darf - sondern glaubt an eure Stärke.
Vielleicht könnt ihr eure Lieblingsmusik mit in den Kreissaal nehmen, ein getragenes T-Shirt von ihm unter der Geburt anziehen, so dass ihr seinen Duft um euch habt.

Ich wünsche euch von Herzen, eine wundervolle und starke Geburt!

Annemarie


  Re: Angst vor der Geburt
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   Ich_bins_kurz
schrieb am 09.04.2020 19:37
Im Geburtshaus dürfen die Männer doch noch mit dabei sein, oder?
Und es sind viel weniger Menschen dort, so dass die Corona-Gefahr auch geringer ist.

Alternativ kann man auch zu Hause entbinden.
Da darf der Mann dann ganz sicher dabei sein.

Und Du hast noch über 12 Wochen. Bis dahin kann die Welt (und Corona) ganz anders aussehen.

Ehrlich gesagt fand ich meinen Mann nicht sonderlich hilfreich bei der Geburt. Ich hab mich da eher an die Hebamme gehalten. Ich glaube, er hat sie ganz gut unterstützt, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass er mir geholfen hätte. Vielleicht lag das aber auch daran, dass wir nie einen Geburtsvorbereitungskurs gemacht haben und er nicht gewußt hat, was er überhaupt hätte helfen können smile

Vielleicht kannst Du Dir überlegen, was genau Du von Deinem Mann möchtest während der Geburt und damit dann eine Hebamme beauftragen (wobei ich nicht denke, dass das Verbot bis zu Deiner Geburt überhaupt noch gilt).

Gruß Babette


  Re: Angst vor der Geburt
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   luisa2000
schrieb am 16.04.2020 22:16
Ich kann dich sehr gut verstehen... Ich hatte auch sehr große Angst vor der Geburt wegen möglicher Geburtsverletzungen und habe mich nach langem Überlegungen für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden. Mir ging es nach dieser Entscheidung sehr viel besser und ich habe die restliche Schwangerschaft als entspannt empfunden, weil das Thema Geburt damit für mich nicht mehr angstbehaftet war. Ist ein sehr individuelles Thema, wie Frau mit ihren Sorgen bezüglich der Geburt umgeht. Ich hoffe für dich, dass du eine guten Weg finden wirst und wünsche dir dafür viel Kraft.




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