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  Intralipid Abstand - Fehlgeburt?
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   Emma30
schrieb am 07.01.2020 15:00
Hallo,

ich bin heute 8+0 und bekomme schon vor der Schwangerschaft jede Woche eine Infusion.,
Nun ist es so, dass ich durch die Feiertage die letzten Infusionen jeweils alle 10 Tage bekommen habe.
Am Mittwoch sollte die nächste Infusion laufen (wieder 10 Tage Abstand).
Aber jetzt habe ich erfahren, dass mein Arzt mir am MIttwoch keine Infusion legen kann, da die Praxis durch die Feiertage nun zu voll ist traurig
Nächster möglicher Termin, den ich bekommen habe, wäre erst der nächste Mittwoch. Das wären dann 17 Tage zwischen den Infusionen.
Das macht mir große Angst! Was ist, wenn in der Zwischenzeit mein Immunsystem wieder verrückt spielt und mein Baby angreift?
Ich sollte ja zunächst jede Woche eine Infusion bekommen,durch die Feiertage waren es 10 Tage, aber jetzt sind es mehr als 2 Wochen Abstand...

Hatte jemand auch diesen ähnlichen Fall und es ist trotzdem alles gut gegangen?
Ich habe echt mega Angst und sollte die Schwangerschaft wieder in eine FG enden, dann könnte ich mir das nie verzeihen...

Intralipid muss ich bis 17+0 jede Woche laufen lassen...


Vielen Dank,
Emma


  Re: Intralipid Abstand - Fehlgeburt?
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   blackmoon
Status:
schrieb am 07.01.2020 18:12
Hallo Emma,

erstmal herzlichen Glückwunsch!!!
Ich kann Dir nur von mir berichten: ich bekam meine erste Infusion direkt nach Transfer und ab da alle zwei Wochen. Also 14 Tage. Auch bei mir waren damals die Feiertage dazwischen und somit waren es einmal 16 Tage. Ich habe die letzte Infusion an 12+2 bekommen und mein Sohn kam nach einer völlig komplikationslosen Schwangerschaft einen Tag vor ET gesund zur Welt.
Ich hatte Intralipid bekommen wegen massiv erhöhter Killerzellen in der Gebärmutter.

Ich wünsche Dir eine ebenfalls wundervolle Schwangerschaft !!!

Liebe Grüße bm


  Re: Intralipid Abstand - Fehlgeburt?
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   Emma30
schrieb am 08.01.2020 10:02
Vielen Dank für deine Antwort.

Ich dachte es wäre üblich, dass die Infusionen wöchentlich laufen...
Ich bin wohl oder übel gezwungen bis nächsten Mittwoch abzuwarten :/
Ich hoffe, dass soweit alles gut bleibt.

Eine Frage hätte ich noch: Wieso hast du die Infusionen nur bis 12+ bekommen? Mein Arzt meinte, dass die Killerzellen sogar teilweise in Extremfällen bis 24+ den Fötus angreifen können.
Hattest du keine Angst die Infusionen abzusetzen?
Ich persönlich habe echt große Angst und klammere mich an diese Infusionen als unsere einzige Chance..


Liebe Grüße,
Emma


  Re: Intralipid Abstand - Fehlgeburt?
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   blackmoon
Status:
schrieb am 08.01.2020 16:37
Nein, ich hatte tatsächlich keine Angst. Ab 12+0
ist Dein Kind definitiv über die Nabelschnur mit Dir verbunden und ja auch schon so gesehen ein „fertiges“ Menschlein. Natürlich muss sich noch alles vollends entwickeln, aber meiner konnte schon in die Kamera winken. Somit ist das Kleine kein körperfremdes „Ding“ mehr, das eliminiert werden muss. Killerzellen hat hoffentlich jeder Mensch, außer z.B. Leukämiekranke, was ja dann eben mit das Problem ist. Sie gehören zum Immunsystem. Und das Intralipid vernichtet diese nicht, sondern inaktiviert/bremst sie nur. Ist Dein Kind über die Plazenta mit Dir verbunden, ist es ja ein Teil Deines Körpers, mit Deinem Blut versorgt.
Wieso sollten sie bis 24+ angreifen und danach dann nicht mehr ? Das macht für mich keinen Sinn. Schon gar keinen biochemischen...
Übrigens gibt es leider wissenschaftlich nach wie vor keine Studie, die die Wirkung von Intralipid wirklich belegt. Und in meiner Klinik wurde keine der Frauen, die ich mitbekommen habe über 12+ hinaus damit behandelt und alle haben längst ihr Kind auf dem Arm.

Steigere Dich bitte nicht zu sehr rein ! Die Wirkung hält übrigens nachweislich bis zu 4 Wochen ! Somit wäre sogar eine Woche mehr noch kein Problem. Und auch wenn es im Großen und Ganzen pflanzlich ist, so ist es ein Fett und kann somit Deiner Leber schaden. Man sollte es also nicht allzu häufig und zu lange geben. Ich kenne bisher keine Klinik, die es über die 13. SSW hinaus gibt.

Liebe Grüße bm


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  Re: Intralipid Abstand - Fehlgeburt?
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   mariechen74
schrieb am 08.01.2020 22:22
Hallo,
ich War auch sehr ängstlich und hatte wöchentlich-dann 10 Tage, dann 14 Tage oder auch mal 17 Tage Abstand. Musste auch wegen der FeiertagE den Abstand vergrössern, allerdings erst ab 10+0. Da du schreibst, dass du schon vor Schwangerschaft begonnen hast, hast du ja nun schon einige Infusionen. Ich habe mal gelesen, dass nach drei Infusionen die Wirkung länger anhält wie blackmoon schon schrieb.
Bei der Dauer würde ich allerdings lieber ein paar Wochen länger laufen lassen. Die Implantation der Plazenta ist erst mit 24+0 abgeschlossen und auch die wird vom Immunsystem angegriffen.
Die Empfehlungen sind unterschiedlich. Klein&Rost sagte mir bis 16+0, Plazentalabor in Jena bis 20+0....
Blackmoon, hattest du nicht auch eine vorzeitige Plazentalösung oder habe ich das falsch im Kopf? Hatte ich in der ersten Schwangerschaft auch, Ursache wurde nicht gefunden, man vermutet wegen Blutungen iin der ersten Hälfte der Schwangerschaft, dass es Fehler bei der Implantation der Plazenta gab. Obwohl ich da auch über 24+0 Intralipid hatte, aber nur mit ganz kurzem Vorlauf vor Schwangerschaft. Bei der zweiten hatte ich mehr Infusionen im Vorfeld. Kann aber natürlich alles Zufall sein. ...

Alles Gute und LG,

Mariechen


  Re: Intralipid Abstand - Fehlgeburt?
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   blackmoon
Status:
schrieb am 09.01.2020 07:42
Ja das stimmt, an 39+6. Ich hatte nicht ein Tröpfchen Blut von Anfang bis Ende, von Anfang an eine Hinterwandplazenta und ein Kind, das wirklich immer 2 Wochen voraus war, also wirklich extrem früh schon. Und da ich eine IVF hatte war das klar. Ich war ab 12+4 mehrfach beim Pänataldiagnostiker, wegen Risikoschwangerschaft (Alter, IVF und vorangegangene Eileiterschwangerschaft) und meine Plazenta war immer wunderbar, auch nachher in der Pathologie. Ich hatte niemals Wehen, selbst die Senkwehen waren bei mir mit Mensschmerzen kaum zu vergleichen, obwohl ich selten Mensschmerzen habe, sind die noch immer schlimmer. Es klingt sehr verrückt, aber ich wollte ja auch wissen, wie es dazu kam und da man sich nicht vorstellen kann, wieso mein Körper so gar nichts tat, obwohl mein Kind schon längere Zeit fest im Becken lag, wird bei mir eine Leitungsstörung vermutet. Also vermutlich neurologisch, denn es war auch auf keinem der unzähligen CTGs jemals eine Wehe.
Wie diese aber von Killerzellen ausgelöst werden sollte, klingt auch wieder biochemisch unlogisch für mich. 🤔


  Re: Intralipid Abstand - Fehlgeburt?
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   TraumFrau
Status:
schrieb am 17.01.2020 08:53
Ich kenne mich mit dem Intralipid nicht aus, aber scheint ja für Dich ein wichtiges Medikament zu sein. Warum kann Dir das nicht jemand anders intendieren, z.B. der Hausarzt? Ich bin selber Ärztin und kenne das sogar, dass Leute in solchen Situationen eine Infusion sogar mal wenn es gar nicht anders geht in der Notaufnahme bekommen können (das muss dein Arzt natürlich organisieren). Also ich würde versuchen so einen Weg zu finden.


  Re: Intralipid Abstand - Fehlgeburt?
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   blackmoon
Status:
schrieb am 17.01.2020 09:11
Die Idee ist eigentlich gut, aber Intralipid ist in diesem Fall ein Off Label Use und gilt somit leider nicht als notwendiges Medikament. Ich fürchte ohne private Kontakte wird das in der Notaufnahme z.B. niemand machen. Einfach aufgrund der Absicherung.

Die Frage ist natürlich, kommt man an das Intralipid ran und hat jemanden, der das kann und machen würde ?!




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