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  KS - positive Erfahrungsberichte gesucht
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   Xolummar
Status:
schrieb am 22.12.2019 22:31
Hallo zusammen,

noch immer stehe ich mit der Entscheidung BEL spontan entbinden versuchen und im Fall der Fälle auf KS umschwenken oder von Anfang an KS allein da und meine Verzweiflung wird immer größer.

In meinem Thread weiter unten haben ja schon viele Ihre Erfahrungen und Empfehlungen geschildert, auch wenn ich ehrlicherweise sagen muss, dass mich manche Antworten etwas schockiert haben bzw . ich mich da nicht wirklich verstanden gefühlt habe.

Vielleicht muss ich noch einmal deutlich betonen, dass es mir hier nicht um das romantische Erlebnis einer spontanen Geburt geht oder ich mein Kind aus purem Egoismus gefährden will, weshalb ich eine Entbindung in BEL spontan überhaupt in Betracht ziehe, sondern ich habe wirklich panische Angst vor einer OP und deren Folgen für mich und den Bauchzwerg- noch dazu in der Klinik, in der mein Vater vor einigen Jahren nach einer Routineop an einer Lungenembolie verstarb.

Noch dazu habe ich zu Hause eine dreijährige Tochter und einen bald zweijährigen Sohn und habe keine Ahnung, wie ich die beiden nach der EZ meines Mannes allein versorgen soll (er hat 4 Wochen EZ ab Geburt).
Ich möchte -wenn schon KS - auf keinen Fall meine Genesung in irgendeiner Form gefährden, weil ich dann vlt vorschnell doch wieder hebe usw.
Ich bin ein Freund von realistischen Fakten und gehe lieber erst einmal vom worst case aus (sprich, ich bin total außer Gefecht und kann wirklich nix machen) anstatt zu denken, dass alles halb so wild ist und ich das schon irgendwie schaffe. Genau diese Denke setzt mich nämlich enorm unter Druck .

Daher frage ich an dieser Stelle wirklich noch einmal bewusst nach positiven Erfahrungsberichten NACH einem KS nach. Ich habe im Netz bis dato wirklich nur schlimme Dinge gelesen.

Achja, wir haben familär keinerlei Unterstützung, weil meine Mutter seit Bekanntgabe der Schwangerschaft nicht einmal mehr Kontakt zu mir hatte und nicht mal den ET kennt. Die Mutter meines Mannes lebt auch nicht mehr und der Vater ist schwer krank.
Daher haben wir uns seit Monaten um ein Netzwerk aus Babysittern bemüht, die aber nun, wo die Feiertage als Geburtsdatum im Raum stehen (ET wäre eigentlich erst der 16. Jan) auch nicht verfügbar sind.

Das alles bedeutet so massiven Druck für mich, dass ich noch mehr verzweifle.

Kann man nach Geburt eigentlich eine Haushaltshilfe für die Zeit nach der EZ des Mannes beantragen, wenn man noch nicht wieder fit genug ist?



Danke vorab und liebe Grüße

Xolummar

PS: Morgen habe ich wieder Kontrolle der Fruchtwassermenge und bei der letzten Kontrolle vor zwei Tagen hatte sich der Befund weiter stabilisiert. CTG und Versorgung des Kindes waren auch top.


  Re: KS - positive Erfahrungsberichte gesucht
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   Ann86
Status:
schrieb am 23.12.2019 03:41
Huhu
Ich hatte einen Kaiserschnitt da bei mir das einleiten nicht geklappt hat. Würde nächstes mal sogar einen geplanten Kaiserschnitt machen. Bei uns im Krankenhaus wird der blasenkatheter noch im op gezogen. Das heißt am selben Tag aus dem Bett zur Toilette und wenn man stillt dann nur mit paracetamol und Ibuprofen. Das war nicht so angenehm. Am nächsten morgen habe ich schon am Tisch gefrühstückt. Nach 3 Tagen ging es nach Hause. Nach gut einer Woche war ich schon wieder einkaufen. Wenn ich die anderen Frauen nach spontaner Geburt gesehen habe ging es denen zum Teil viel schlechter. Mach dir keine Sorgen so schlimm ist das wirklich nicht. Alles was schwerer ist als dein Baby solltest du für 4-6Wochen nicht heben. Danach geht alles so wie vorher.

Liebe Grüße


  Re: KS - positive Erfahrungsberichte gesucht
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   pueppi0210
Status:
schrieb am 23.12.2019 06:45
Hallo, ich hatte dir das letzte mal schon geschrieben.
Wie du sehen kannst sind meine Kids auch nach bei einander.
Und bei meinem 2 Kind hatte ich einen Not-KS. Ich hatte damals auch
panische Angst aber im Anschluss muss ich sagen, war alles halb so
Wild. Ich stand am nächsten Tag schon auf den Beinen und konnte
Meinen Zwerg selbst versorgen. Auch ich war zu Hause weitesgehend
Auf mich alleine gestellt und es war kein Problem.
Ich habe mittlerweile 5 KS gehabt und war nach allen sehr schnell wieder
Fit . Ich drück dir die Daumen und wenn du mehr wissen möchtest
gerne auch per PN.
LG Manu


  Re: KS - positive Erfahrungsberichte gesucht
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   Wendelina
Status:
schrieb am 23.12.2019 09:01
Hallo Xolummar,

also ich kann Dir auf jeden Fall fast nur Gutes von meinem zweiten, geplanten Kaiserschnitt berichten.
Bei meinem ersten Kind hatte ich einen ungeplanten Kaiserschnitt, nach vielen Stunden im Kreissaal Der MM war vollständig eröffnet, dann kam es aber leider zum Geburtsstillstand. Danach ging es mir einige Tage wirklich nicht so gut und ich habe echt lange gebraucht, um wieder fit zu werden.
Bei meinem zweiten Kind habe ich mich dann für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden, im Nachhinein die beste Entscheidung.
Du musst bedenken, dass ein ungeplanter Kaiserschnitt nach langem Geburtsverlauf noch viel stressiger und anstrengender ist, als wenn Du halbwegs erholt mit etwas Schlaf geplant in die Klinik kommst.
Bei uns bekommt man auch stärkere Schmerzmittel, mit denen die ersten Tage gut zu machen sind. Nach ca einer Woche hatte ich keine mehr gebraucht. Die erholung ging deutlich schneller als beim ersten Mal.
Wegen der Haushaltshilfe- frag mal bei der Krankenkasse nach. Da gibt es sicher Möglichkeiten.
Alls Gute Dir, für welchen Weg auch immer Du Dich entscheidest!


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  Re: KS - positive Erfahrungsberichte gesucht
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   blackmoon
Status:
schrieb am 23.12.2019 09:09
Liebe Xolu,

ich hoffe, ich bringe meinen Beitrag sachlich genug rüber, das ist im Internet ja nun leider nicht so einfach.

Ich weiss nicht ganz, was Du hier erwartest. Es wird niemand schreiben, dass das alles völlig harmlos, schmerzfrei und nach einer Woche wieder alles normal war. Weder nach Kaiserschnitt, noch nach Spontangeburt.

Es ist eine Tatsache, dass der Mensch mehr aushalten kann, wenn er in Extremsituationen ist. Frauen, die ihr Kind nicht bei sich haben können, weil es warum auch immer, nach der Geburt auf der Säuglingsintensiv landet, kommen wesentlich leichter aus dem Bett, reissen sich mehr zusammen, als Frauen, die ihr Kind bei sich haben und deren Kind "fit" ist. So ist der Mensch. Je mehr man sich auf sich selbst konzentrieren kann, desto mehr horcht man in sich hinein. Schmerzen werden intensiver empfunden, man fühlt sich schlapper und angeschlagener.

Ein Kaiserschnitt ist niemals ein Spaziergang, aber es ist im dem Sinne keine grosse Bauch-OP. Es ist eine grosse Wunde, aber es werden im Normalfall keine Organe entfernt, es wird geplant im Normalfall keine Vollnarkose gemacht und man ist im Gegensatz zu vielen anderen OPs auf die Schmerzen vorbereitet.

All das sind Fakten. Ich hatte montags 22 Uhr meine Notsectio und war donnerstags wieder daheim. Meine Kollegin hatte mittwochs einen geplanten Kaiserschnitt und war am darauffolgenden Dienstag zuhause. Sie hatte starke Schmerzen beim Aufstehen, die hatte ich auch... beim ersten Versuch 12 Stunden nach OP blieb mir die Luft weg. Ich brauchte eine halbe Stunde um alleine auf die Beine zu kommen. Meine Kollegin brauchte 3 Tage um alleine aufzustehen. Mein Kind lag in einer anderen Klinik auf der Säuglingsintensiv und es gab für mich nur ein einiziges Ziel - ich musste zu ihm, egal wie. Dem Kind meiner Kollegin ging es sehr gut und sie konnte sich deutlich mehr auf sich konzentrieren.

Ja, Du hast Deine Kinder zuhause, die hatte ich nicht, aber Dein Mann ist 4 Wochen bei Dir und danach bist Du schon bedeutend fitter ! Eine Haushaltshilfe steht Dir tatsächlich zu, allerdings würde ich mich im Vorfeld unbedingt bei Deiner KK informieren, wann und für wie lange Du diese bekommst. Meine Freundin hatte ebenfalls KS bei BEL, erstes Kind und sie bekam für 4 Wochen eine Haushaltshilfe. Ich war montags, also genau eine Woche nach Notsectio, mit dem Mini-Mann einkaufen. Es war anstrengend, aber klappte sehr gut.

Vielleicht kannst Du noch näher beschreiben, mit welchen Folgen Du nach einem Kaiserschnitt rechnen würdest ?! Ich habe schon sehr viele Kaiserschnitte erlebt, schon sehr viele Babys, die danach zufrieden schmatzend bei Mama auf der Brust lagen und leider auch schon einige, denen es nach Kaiserschnitt erstmal nicht ganz so gut ging. Meist hat dies einen speziellen Hintergrund, wie z.B. bei mir den massiven Blutverlust für uns beide über die gelöste Plazenta. Ich habe schon Babys versorgt, die nach Spontangeburt nicht geatmet haben oder wegen Knochenbruch in eine Kinderklinik verlegt werden mussten.
Leider sind das nunmal alles Risiken, die NIEMALS ausgeschlossen werden können. Und macht man einen Kaiserschnitt und es läuft etwas nicht wie geplant, woher sollte man wissen, dass es bei der Spontangeburt nicht auch so gewesen wäre ?! Ebenso natürlich andersrum...
Auch eine Wundheilungsstörung z.B. kann man sowohl an der Kaiserschnittnarbe, als auch an einem Dammriss haben. Beides sehr unangenehm, in meinen Augen ist da aber die Bauchwunde klar im Vorteil, da deutlich einfacher zu versorgen und nicht mit anderen Körpersäften in Kontakt.
So könnte ich noch lange weiterschreiben, es wird nie eins deutlich besser dastehen, als das andere...

Wenn Du magst, schildere doch bitte konkret, welche schlimmen Dinge, die Du gelesen hast, Dir wirklich Angst machen !?

Ganz liebe Grüße bm


  Re: KS - positive Erfahrungsberichte gesucht
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   Wunschkind2020-2021
Status:
schrieb am 23.12.2019 10:07
Hallo Xolu,
es tut mir sehr leid, dass du so negative Kommentare erhalten hast. Ich hatte bei K2 die gleichen Gedanken, Überlegungen und Gefühle.

Ich möchte dir Mut machen.
Mir hat meine Ärztin damals gesagt, dass wenn die Angst nicht verschwindet, vielleicht sogar immer größer wird, die Entscheidung zur primären Sectio individuell einfach die beste Möglichkeit ist - für Mama und Baby. Und das, obwohl sie Fan von BEL-Spontangeburten ist.

Für nach der Geburt ohne familiäre Unterstützung friere ich immer in den Wochen zuvor 4-5 Familienmenüs ein und lege mir 2, 3 Nummern von guten Pizza-Diensten zurecht. So kannst du problemlos 10 Tage überbrücken.
Einkauf wird dann nur 1x wöchentlich vom Mann erledigt, so schaffen wir problemlos die ersten 3-4 Wochen - dann mal eben kein Bio und alle 3 Tage frisch. Na und?
Mit den Kindern kannst du relativ viel auch im Bett machen: Gesellschaftsspiele, Kartenspiele, TipToi, Bücher lesen, Fernsehen, erste APPs auf dem Tablet, Auto/ Puppen spielen. Wenn der Papa dann noch eine Runde nach der arbeit mit den Großen zum nächsten Spielplatz geht, haben sie ausreichend Aufmerksamkeit von beiden Elternteilen.
Windeln/ Kleidung können die Kids selbst raussuchen und zu dir ans Bett bringen, damit du dort wickeln/ helfen kannst.
Für Kindergartenwege Papa oder Mamas von Kindergartenfreunden fragen. Für 2-3 Wochen ist das kein Problem. Da helfen viele gerne aus - als Tausch fürn ersten Blick aufs Baby.

Ich habe gute Erfahrung damit gemacht, mich auf den absoluten Ausnahmezustand einzustellen, alle Entscheidungen auf "den Moment, wenn sie anstehen" zu verschieben und Vorstellungen, wie was werden soll, einfach über Bord zu werfen.
Selbst nach schwierigen Sectios habe ich im Bekanntenkreis keine Mama, die nicht nach 2-3 Wochen wieder halbwegs einsatzbereit war.

Ich wünsche dir alles Gute und die für DICH richtige Entscheidung.


  Re: KS - positive Erfahrungsberichte gesucht
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   julie1611
Status:
schrieb am 23.12.2019 12:30
Hallo nochmal,

ich hab Dir ja im anderen Beitrag auch von meinen Erfahrungen berichtet.
Aber jetzt zu Deiner konkreteren Frage: Klar ist der KS eine Bauch-OP. Aber es ist eine Standard-OP und nicht irgendeine große Bauch-OP wie bei irgendwelchen Krankheiten oder Unfällen. Im Normalfall geht man zum Kaiserschnitt ja gesund hin und es ist eine Routine-Op ohne Komplikationen. Gerade bei einem geplanten Kaiserschnitt wirst Du ja vorher ordentlich untersucht und alles wird überprüft und in Ruhe vorbereitet.
Und was die Zeit danach betrifft: Ich war nach ca. 2 Wochen in der Lage, alles, was anfällt, wieder zu machen. Und ich kenne auch niemandem, wo es wesentlich länger gedauert hätte. Das einzige ist halt das Heben von schweren Sachen. Aber das kann man schon irgendwie organisieren, dass das wer anderer tut. Also keine Angst, nach 4 Wochen kannst Du Dich sicher ohne weiteres um Deine Kinder kümmern.
Ich würde Dir halt schon einen geplanten KS ans Herz legen, gerade weil Du dann auch Deine Kräfte nicht schon vorher bei eine BEL Geburt verbraucht hast, die dann vielleicht doch im KS endet. Da ist die Ausgangsposition danach natürlich auch besser, wenn Du Dir eh solche Sorgen wegen dem Heilungsverlauf machst. Aber das ist nur meine Meinung.
Lass Dich jedenfalls nicht von irgendwelchen Horrorstories im Internet verrückt machen, die gibt es auch bei vaginalen Geburten und da weißt Du ja selbst, dass es nicht so ist.

Alles Gute!


  Re: KS - positive Erfahrungsberichte gesucht
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   Laeti
Status:
schrieb am 23.12.2019 14:42
Hallöchen,

ich hatte bei meiner Tochter nach 3 Tagen misslungener Einleitungen am 4. Tag Mittags einen Kaiserschnitt (auf meinen Wunsch, mir wurde es einfach langweilig im Krankenhaus und abends hätten sie die Kleine sowieso auf Grund des Blasensprungs an Tag 2 geholt). Allerdings hatte ich davor keine Angst oder Bedenken etc. und war dementsprechend auch nicht enttäuscht, dass mein Kind jetzt nicht spontan geboren wurde (viele Frauen machen sich ja im Nachhinein diesbezüglich Vorwürfe, z.B. auch meine Zimmernachbarin). Der Kaiserschnitt an sich lief völlig komplikationslos und die Maus war auch ganz fix da und wir durften sie noch im OP kurz bekuscheln. Dann ist die Hebamme mit meinem Mann und Kind in den Kreißsaal und er durfte mit ihr kuscheln bis ich fertig genäht wurde. Wir waren dann noch für gute 3-4h im Kreißsaal mit der kleinen und anschließend wurden wir auf die Wöchnerinnenstation gebracht. Da es inzwischen spät war (die Kleine kam gegen 16 Uhr), wurde das Aufstehen und Katheter ziehen auf den nächsten Morgen verlegt. In der Nacht kam dann noch meine Zimmernachbarin dazu, die nach einem Spontangeburtsversuch mit mehreren Stunden Wehen und PDA dann trotzdem einen Kaiserschnitt bekam. Am nächsten Morgen bei der Visite war meine erste Frage, wann bzw. ob ich aufstehen darf zwinker (ich wollte duschen und mir tat mein Rücken weh vom vielen drauf liegen). Bei uns im KH wird zusammen mit Physiotherapeuten das Aufstehen nach einem Kaiserschnitt "geübt" und es wird darauf geachtet, ob der Kreißlauf es mitmacht. Mich konnte nichts bremsen und auch mein Kreißlauf war sehr stabil, so dass die Schwester mir eine kurze Einweisung gab, wie ich zur Toilette gehen soll und worauf ich beim Duschen achten muss und dann durfte ich loslegen. Klar taten manche Bewegungen mehr weh als andere (auf der Seite liegen bzw. drehen ging für mich z.B. gar nicht die ersten Tage) und beim Thrombosestrumpf anziehen brauchte ich Hilfe, aber ansonsten war ich fit, konnte laufen, sitzen usw. und bin auch gleich am ersten Tag in Begleitung meines Mannes ein paar Schritte mit unserer Tochter im Kinderwagen (im KH gabs welche zum Leihen) draußen herumgelaufen. Meine Zimmernachbarin hat mich immer wieder gefragt, ob ich denn keine Schmerzen hätte. Natürlich hatte ich Schmerzen, aber es ist auch immer eine Sache der Einstellung (meine Meinung), wie ich damit umgehe. Donnerstag Nachmittag war die Sectio, Sonntag früh nach der U2 (die wollte ich dann im KH noch mitnehmen) sind wir nach Hause. Es war zwar mein erstes Kind, aber mein Mann hatte nur 1 Wochen Urlaub nach der Geburt. Ich war ebenfalls relativ flott mit der Kleinen beim Einkaufen, die schweren Sachen hab ich dann meinen Mann holen lassen. Ernährt hab ich mich dann halt von Müsli, Brot, Tiefkühlkost etc. und abends hat mein Mann dann gekocht. Meine Narbe ist super schnell und gut verheilt, Fäden hatte meine Hebamme gezogen. Heute sieht man den Schnitt eigentlich nicht mehr wirklich. Von der OP merke ich nichts mehr, nur bei der Rückbildung hab ich bei der ein oder anderen Übung die Naht bemerkt.

Also falls es dir hilft: Komplikationsloser Kaiserschnitt, aushaltbare Schmerzen, schnell wieder auf den Beinen, alles palletti zwinker

LG und dir alles gute


  Re: KS - positive Erfahrungsberichte gesucht
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   HulksMother
schrieb am 23.12.2019 19:21
Sectio Narben machen bei Notsectios oft Probleme, da ganz anders geschnitten wird. Bei einer geplanten Sectio werden die Schichten sorgfältig durchtrennt und der Schnitt ist eher etwas kleiner. Bei Notsectios wird wird deutlich schneller geschnitten und die Öffnung größer geschnitten und das Kind schneller aus der Öffnung gezogen. Eine OP, die drei Minuten dauert hat andere Wunden zur Folge, als eine, die 10-15 Minuten dauert. Meine Zimmernachbarin mit geplanter Sectio durfte nach zwei Tage nach Hause und war fit wie nix. Meine Notsectio Bettnachbarin war ein totales Wrack und konnte erst nach über einer Woche heim und hatte noch Wochen danach Schmerzen. Ich hatte eine Spontangeburt und war sechs Wochen nicht in der Lage, auch nur lange genug zu stehen, um eine Windel zu wechseln.


  Re: KS - positive Erfahrungsberichte gesucht
avatar    La esperanza**
Status:
schrieb am 23.12.2019 22:37
Falls ich dich geschockt habe, mag ich das klar stellen 🙈
Bei meinem KS war das drum herum schlimm also die ganzen Umstände wie es überhaupt dazu kam und dass mein Sohn dann auf der Neo war und nicht bei mir und dass ich zuvor schon Unmengen Blut verloren habe durch die Plazentalösung.

Der KS an sich war überhaupt nicht schlimm. Die Narkose war etwas etwas unangenehm aber das lag vermutlich auch daran dass man mit Wehen einfach nicht entspannt und ruhig sitzen kann.
Die Schwestern und Ärzte waren wirklich toll, tolle Stimmung, klasse Laune, es wirkte einfach wie ein gutes und lustiges Team.
Eine saß an meinem Kopf und erklärte mir auf meinen Wunsch dass wenn ich schon nichts sehen kann, ich alles wissen will, was gerade gemacht wird.
Ich glaube den Schnitt/Riss hat sie mir erst gesagt als es schon passiert war aber ich habe wirklich nichts gespürt. Auch nicht dieses Ruckeln von dem viele berichten. Ich lag da mit warmen Beinen und wartete auf den Schrei meines Sohnes.

Danach war ich auch schnell fit, Di Geburt, Sa normal gelaufen.
Die Narbe hat ne Zeit lang an Jeans weh getan aber ich habe mir dann auf die Innenseite meiner Hosen am Bund einfach eine dicke Binde geklebt und somit war es gepolstert. Zu Hause Jogging aber das trage ich generell daheim.

Stillen war auch kein Problem. Milch kam trotz KS und Frühchen.
Das Problem dabei war auch eher die Situation weil er auf der Neo war und die lieber die Flasche statt Brust wollten zur Kontrolle was er getrunken hat.
Er hat eine Seite nicht getrunken und ich bekam keine Stillberatung oder Hilfe weil eh abpumpen erwünscht war.
Zu Hause wurde alles gut, ab da habe ich einfach ganz normal voll gestillt ohne jegliche Probleme.

Mein Sohn hatte den ersten Herbst/Winter ständig Bronchitis und sogar Lungenentzündung wo ich mir den Vorwurf machte dass es wegen dem KS sein könnte.
Diesen Winter hatte er außer einer Rotznase noch nichts obwohl er im November sogar in den Kiga kam wo ich noch dachte dass er da bestimmt erst recht viel krank sein wird.

Ich wünsche dir alles gute und dass du für euch beide die richtige Entscheidung triffst.


  Re: KS - positive Erfahrungsberichte gesucht
avatar    Majoni
Status:
schrieb am 24.12.2019 08:54
Hi,

Ich hatte erst einenKs und dann vaginal.

Der Ks war geplant wegen Bel. Ich habe nicht lange gezögert und als das Geburtsgespräch war und sie immer noch in Bel lag ,habe ich mich sofort für den Ks entschieden.

Im Vorfeld habe ich mich mit einemKinderosteopathen unterhalten und dieser bestätigte mich. Er kann die Kinder erkennen ,amGangbild ,ob Beckenendlagengeburt und häufig leiden die Hüftgelenke.
Bei der vaginalen Geburt wurde festgestellt, das ich eine herzförmige Plazenta hatte mit einem fast durch gängigen Septum. Die Nabelschnur war extrem kurz. Ja ich weiß sie ist dehnbar, aber die Ärztin war selber überrascht. Mein Kind konnte ich noch nicht mal mit der Nabelschnur hochnehmen. Sie sollte eigentlich auspulsieren.Es reichte nur, um nach der Geburt zwischen meinen Beinen zu liegen.

Evtl. waren das gründe warum sich Mini nie in so gedreht hat ,sondern wenn überhaupt sich nur in der Achse drehte.
Ich war sehr zu Frieden mit dem ruhigen geplanten Kaiserschnitt. Schmerzen ja, aber schnell fit. Zähne zusammen beißen und das Motto war wer rastet der rostet.

Im Nachhinein war ich noch glücklicher um die Entscheidung eines Kaiserschnittes.
Aber letztendlich sind Schmerzen und das Empfinden eines Kaiserschnittes total unterschiedlich, bei jeder Frau. Von daher kann man es nur auf sich zukommen lassen.

Wir hatten auch keine Unterstützung, allerdings war es das erste Kind und mein Mann war zu Hause.

Ich hätte auch die zweite Geburt per Ks entbunden, wenn nötig, da hätte ich nicht lange gefackelt.

Und erst vaginal probieren und dann Ks glaube ich nicht das es toll ist. Von daher lieber geplant.

Alles Gute Majoni


  Re: KS - positive Erfahrungsberichte gesucht
no avatar
   Maya84
Status:
schrieb am 24.12.2019 21:49
Ich hatte im April 2018 einen Kaiserschnitt, nachdem die Einleitung nicht glückte. Es war kein Notkaiserschnitt, sondern wir haben das nach 4 Tagen so entschieden und die sectio wurde am nächsten morgen geplant durchgeführt.
Ich hatte so extreme Angst davor dass ich am Tag zuvor nur geheult habe.
Die spinale lag super schnell, gespürt habe ich nichts, auch nicht während der OP. 6 Stunden nach der OP bin ich bereits aufgestanden und mit dem Bettchen über den Flur spaziert. Ich hatte wenig Schmerzen und habe insgesamt 3 IBU genommen. Ich habe ab der ersten Nacht mein Kind alleine versorgt. Lediglich beim Aufstehen habe ich etwas Hilfe gebraucht.

Im Februar kommt unser zweites Kind und auch das wird ein geplanter Kaiserschnitt, denn dieses Mal weiß ich, dass es zumindest für mich überhaupt nicht schlimm war.


  Re: KS - positive Erfahrungsberichte gesucht
no avatar
   ninek
schrieb am 25.12.2019 08:17
Hallo, ich hatte beim zweiten Kind einen eiligen KS unter Vollnarkose, nachdem während der Presswehen festgestellt wurde, dass das Kind in BEL liegt.... Der KS selbst war nicht der Brüller, da ging einiges schief. ABER: Die Erholungsphase lief super. Selbst mit meinen Komplikationen war ich nach einer Woche wieder fit und nach zwei Wochen hätte ich den Alltag (körperlich)problemlos alleine geschafft. Hätte ich ein drittes Kind, wäre es sicher ein geplanter KS.


  Re: KS - positive Erfahrungsberichte gesucht
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   Emma1909
Status:
schrieb am 25.12.2019 13:30
Frohe Weihnachten!

Hatte bei meinen zwillis einen geplanten KS wegen BEL und Querlage. Das schlimmste war nach meinem Empfinden der Blasenkatheter. LOL
Mit spinalanästhesie bleibst du wach und danach gibt es schmerzmittel. War nach 4 Tagen KH wieder zu haus und hab noch ab und an ein schmerzmittel genommen ( auto - die hügel der verkehrberuhigung waren nicht meins) aber das zählt glaub ich nicht. Sonst gab es keine probleme und ich war mit der versorgung der zwillis auch nach 4 wochen elternzeit des papas allein.
Die krankenkasse wird vermutlich keine haushaltshilfe finanzieren - man erwartet, dass zunächst der zweite elternteil seinen urlaub aufbraucht. Aber fragen kostet ja nix.

Alles gute und schöne feiertage!!


  Re: KS - positive Erfahrungsberichte gesucht
no avatar
   iola20
Status:
schrieb am 25.12.2019 13:31
Auch ich habe nach 3 Tagen Einleitung und geplatzter Fruchtblase dann einen Kaiserschnitt bekommen. Ich hatte auch panische Angst davor, deshalb ja trotz Zwillinge tagelange Einleitung.

Kaiserschnitt war nicht schlimm, das erste Mal aufstehen nach 12 Stunden absolute Hölle. Brauchte 20 min und fühlte sich wie ein Messer im Bauch an. Aber ab dann wurde es stetig besser, das zweite Mal aufstehen tat nur mehr sehr weh und ab dem 3.Mal gings gut. Und ich bin wirklich wehleidig.

2 Tage nach dem Kaiserschnitt habe ich meine Zwillinge im kh selbst versorgt, nach 5 Tagen gings heim und 2 Wochen nach der Geburt musste mein Mann wieder arbeiten und ich war allein. Wir wohnten im 2.Stock ohne Lift und spazierengehen und einkaufen klappte alles. Also 4 Wochen nach dem Kaiserschnitt sollte der Alltag kein Problem sein. Spazieren gehen, Haushalt, das geht sicher...

Lg iola




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