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  Geburtsbericht vom 2.Kind
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   Julliane
Status:
schrieb am 22.12.2019 00:55
Hallo Ihr Lieben

Ich hatte ja im Oktober 2012 entbunden, 6 Std. dauerte die Geburt damals.

Diesmal für das zweite Kind war alles fast genau so.
Wieder Geburt im Oktober, einen Tag vor dem Geburtstag
des ersten Kindes🙈. Das hätte noch gefehlt wenn ich den gleichen Tag erwischt
hätte.

Es gab keine Anzeichen vorher, nur ab und an leichte Mensschmerzen die Wochen
davor.
5 Tage vor Termin habe ich meine Matratze mit einem wasserdichten Spannbettlaken versehen.
Mein Mann noch so: willst jetzt echt auf dieser Folie schlafen??
Als ob ich es geahnt hätte.😉
Nachts um 4 Uhr musste ich aufs Cloo, alles wie immer, ging zurück ins Bett, legte mich
hin und zack wurde es plötzlich ganz nass und warm in der Unterhose, und es lief und lief
und lief ohne Ende, das war der Wahnsinn. Beim ersten Kind war nur kurz was rausgelaufen,
danach hörte es auf. Ich wusste diesmal gar nicht was ich jetzt machen soll, konnte nicht
aufstehen und nix, also denn Mann geweckt, Fruchtblase ist geplatzt, zack stand er stramm
da. Er soll mir bitte ein Handtuch holen, damit ich ins Bad gehen kann, denn so kann ich hier
nicht aufstehen. Gesagt getan, und schon stand ich unter der Dusche. Wehen oder so waren
keine in Sicht. Also schön geduscht, mich noch rasiert, Haare gestylt und bissle geschminkt,
währenddessen lief es immer noch wie aus dem Wasserhahn. Mittlerweile war es 5 Uhr.
Habe dann noch schnell einen Kakao und zwei gekochte Eier gegessen, wegen dem SS- Diabetes
viel mir grad nichts anderes ein, und dann um 5:30 Uhr fingen ganz leichte Wehen an.
Haben uns dann langsam auf den Weg ins KH gemacht, die Wehen wurden schnell stärker.
Um 6 Uhr im KH angekommen, gab es den ersten Anschiss: was ich da mit geplatzter Fruchtblase
noch stundenlang in der Gegend umanand rumrenne, ich hätte mich hinlegen sollen.
Hatte das vorher mit dem Gyn besprochen, der sah das nicht so dramatisch.

Hatte der Hebamme dann gesagt dass ich so auslaufe und schon wieder ganz durchnässt bin,
mei so ist das halt meinte sie. Toll dacht ich mir nur, und das ist jetzt die Hebamme, total unsympathisch.
Die Wehen wurden rasch stärker und stärker, so dass sie langsam veratmet werden mussten,
somit hab ich gleich nach einer PDA gefragt. Es sei gleich Schichtwechsel, das übernimmt die
Kollegin dann: Halleluja dacht ich mir nur.

Um 7 Uhr stand dann die neue Hebamme auf der Matte, habe um einen Einlauf gebeten,
und dann waren die Wehen auch schon ziemlich stark so dass ich schon lauter wurde .
Mein Mann hat mich bei jeder Wehe gehalten und den Rücken massiert.
Ich wieder wg Schmerzmittel gefragt, bzw um Lachgas geben, weil Schmerzmittel hatte
ich beim ersten Kind, das hat nix groß geholfen, da hätt i a a Globuli einschmeissen können,
hätte den gleichen Effekt gehabt😉

Die Hebamme meinte: ja, das Lachgas wäre perfekt für mich, nur leider hat das eine andere
Frau und das kann sie der schlecht wegnehmen! 😳😳😳
Boa ei, dann bitte eine PDA.
Mittlerweile habe ich schon geschrien wie am Spieß.
Für PDA ist es fast schon zu spät sagte sie, es war 8 Uhr. Bei dem ersten Kind genau das
Gleiche, für PDA zu spät.
Jedenfalls meinte sie, aber wenn ich unbedingt darauf bestehe dann bekomme ich sie.
Jajaja, ich bestehe darauf. Und schon kam die PDA Truppe ums Eck. Es dauerte ca 30 Min.
bis das Ding gelegt wurde, ich wollte schon sagen bitte Beeilung, aber dann dacht ich mir die
hören schon wie weh das tut und beeilen sich dann auch.
Einen schönen Rücken habe ich, meinte der Doc.
Als gestochen werden sollte und ich eine Wehe hatte, bekam ich was gespritzt damit die Wehe
nicht kommt. Dann sass die PDA, 3 mal noch geschriehen, denn sie haben ganz langsam dosiert
und dann endlich, sie wirkte.
Das war die beste Entscheidung die ich je getroffen habe!!!!
Hatte noch so einen Knopf bekommen um selber zu dosieren, hats aber nicht gebraucht
denn ich war komplett betäubt irgendwie.
Dann lag ich da, fast so gemütlich wie daheim auf der Couch war es grad. Nur dass ich dauernd
das Gefühl hatte, gleich scheiss ich denen auf das Bett. Also nur Druck gespürt, sonst nix.
2 Std lag ich da, die Hebamme meinte ich solle mal bissi mitpressen wenn ich meine, mei,
hab dann halt immer mal mitgepresst, zwischendurch waren die Wehen weg somit bekam ich
wieder was gespritzt damit sie wieder kommen, die kamen dann auch, aber die ganze Zeit
keine Schmerzen gespürt. Nach 2 Std Pressen, war das Kind dann um 10:30 Uhr da.
Bei der ersten Geburt war es genau so: 2 Std gepresst, Wehen gingen weg und mussten
geholt werden, aber alles ohne PDA.

Und wenn ich das so vergleiche: ohne PDA hab ich um mein Leben gebrüllt, als das Kind da war,
war mein erster Gedanke: danke Gott, ich lebe noch.
Mit PDA kann man das Geburtserlebnis schon fast genießen, man bekommt alles mit und ist
nicht nur am Schreien.
Als das Kind dann rauskam hat es ein ganz klein wenig doch weh getan, aber kein Wehenschmerz.
Somit hat sich die PDA für mich gelohnt.

Mein erster Gedanke als ich das Kind sah war: Gott ist der schön!!!
Genau das gleiche habe ich mir damals bei der Tochter auch gedacht.
Liegt vielleicht auch daran dass beide sich ziemlich ähnlich sahen.

Plazenta kam problemlos raus, diesmal wurde nicht geschnitten sondern
sie haben die Naht einreisen lassen, somit wurde ich genäht.

Die Nachwehen waren bissi stärker als bei der ersten Geburt, hielten aber
nur ein/zwei Tage an.

Ohne PDA würde ich persönlich nie wieder ein Kind bekommen.

Unser Kinderwunschweg ist hier zu Ende.
Wir hatten das Große Glück nach 9 ICSI insgesamt, beide Kinder
auf natürlichem Weg gezeugt zu haben, mit 7 Jahren dazwischen.
Ich bin dankbar für alles und auch dass dieses Forum hier oft geholfen
hat in schweren Zeiten.

Es kommt nicht darauf an wie lange man wartet, sondern auf wen!!!!

Julliane


  Re: Geburtsbericht vom 2.Kind
avatar    Capsella
Status:
schrieb am 22.12.2019 13:01
Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für den tollen Bericht!


  Re: Geburtsbericht vom 2.Kind
no avatar
   Jelle85
schrieb am 29.12.2019 19:04
Vielen Dank für den Bericht!
PDA ist für mich noch was sehr erschreckendes....in den Rücken gestochen kriegen....aber Dein Bericht spricht ja sehr dafür. Wie ist denn der Moment, wenn die Kanüle gelegt wird?


  Re: Geburtsbericht vom 2.Kind
no avatar
   Julliane
Status:
schrieb am 01.01.2020 16:30
Hi

Also man wird betäubt damit man den Stich nicht merkt.
Frag mich nicht wie, ich weiß es nimmer, hatte ja solche Wehen-
schmerzen. Jedenfalls habe ich den Stich nicht gemerkt.
Alles ist erträglicher als dieser Tsunami an Wehe was dich überkommt.
Einen Tag nach der PDA hatte ich leichte Rückenschmerzen.

Manche Frauen ertragen die Wehen tapfer und ganz ohne Brüllen.
Respekt sag ich da nur. Hatte mir auch vorgenommen diesmal
nicht zu schreien aber irgendwie kann man das nicht steuern.

Julliane




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