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  Zwei Kinder spontan entbunden und nun drohender KS und große Ängste - Bitte um Erfahrungen
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   Xolummar nicht eingeloggt
schrieb am 17.12.2019 00:06
Hallo zusammen,

meine dritte Schwangerschaft verlief leider nicht so unkompliziert wie die beiden ersten Schwangerschaften. In der 14. SSW wurde bei mir ein Amnionband diagnostiziert, was jedoch auch laut Aussage der Degum III Schallerin beim Fein-US in der 20. SSW keine Rolle zu spielen schien (es liegt mittlerweile auch so, dass es im US gar nicht mehr darstellbar ist und hat das Kind in seiner Entwicklung nie beeinträchtigt).
Nun bin ich heute 35+5 SSW und der kleine Bauchzwerg liegt fast die gesamte Schwangerschaft und auch heute noch in BEL. Alle Versuche wie Moxen, indische Brücke etc. haben ihn nicht dazu bewegen können, sich auch nur ein wenig in der Lage zu verändern.
Aus diesem Grund war ich letzten Mo erneut bei der Degum III Schallerin, um noch einmal zu sehen, ob das Band vlt doch irgendeine Relevanz hat. Auch bei diesem US war das Band nicht darstellbar und sie meinte, dass es hächstens so sein kann, dass es die Plazenta darin hindern könne, vollständig rauszukommen und man dann evtl. unter Vollnarkose eine Ausschabung machen müsse. Das hat mich ziemlich geschockt.
Zudem hat der kl Mann wohl die Nabelschnur um den Hals (kann aber auch nur wie ein Schal offen umliegen) ,, was jedoch auch kein Ko-Kriterium ist, weil 80% der Kinder mit der Schnur um den Hals zur Welt kommen.
Nun habe ich aber das Problem, dass meine Entbindungsklinik mit angeschlossener höchst renommierter KInderklinik, in der ich auch meine ersten beiden Kinder zur Welt gebracht habe, bei BEL nur einen KS macht. In einem weiteren KH bei uns gibt es einen Spezialisten für BEL-Geburten-allerdings gibt es in diesem KH keine Kinderklinik.

Ich habe morgen nun einen Termin in der Klinik, die nur KS macht, und Do bei dem Spezialisten. Dennoch kreisen meine Gedanken unaufhörlich und ich setze mich ständig mit einem KS auseinander, weil ich natürlich das Kind nicht gefährden will und da ja doch einige unsichere Variablen im Raum stehen.

Dennoch habe ich schreckliche Angst vor einem KS. Ich frage mich, wie doll die Schmerzen danach sind, wie schnell ich wieder fit bin (wann kann ich wieder laufen und heben), um auch meinen andren beiden Kindern gerecht zu werden und auch, ob das Stillen genauso super klappt wie bei den andren.
Außerdem habe ich tierische Angst vor Spätfolgen z.B im Falle einer weiteren Schwangerschaft. Eigentlich ist unsere Familienplanung abgeschlossen, aber ganz ausschließen möchte ich ein weiteres Kind noch nicht. Wie lang muss man nach einem KS denn mindestens pausieren und welche Risken birgt eine erneute Schwangerschaft und wie wahrscheinlich sind diese Risiken dann?

Fragen über Fragen, die mir seit Wochen schlaflose Nächte bereiten.

Daher freue ich mich über jede Antwort und Erfahrung von euch.

Tausend Dank vorab.

Liebe Grüße

Xolummar


  Re: Zwei Kinder spontan entbunden und nun drohender KS und große Ängste - Bitte um Erfahrungen
avatar    wird schon
Status:
schrieb am 17.12.2019 01:04
Liebe Xolummar,

ich bin vielleicht nicht die beste Vergleichsperson, weil ich beim Kaiserschnitt kaum Sorgen habe... im Gegensatz zur normalen Geburt. Und dabei gehts mir absolut nicht um meine Schmerzen etc., sondern weil ich wahnsinnig Panik habe, dass dem Kind was schlimmes bei der Geburt passiert.

Die Indikatoren, die du alle beschreibst, wären für mich ohnehin ein Grund per Kaiserschnitt zu entbinden. Zu mir müsste nur ein einziger Arzt oder eine einzige Hebamme andeuten, dass Kaiserschnitt besser wäre und mein Entschluss stünde sofort fest. Jede Frau muss selbst entscheiden und verantworten wie sie entbindet. Viele können mich nicht verstehen und ich kann wiederrum nicht verstehen, wie wichtig manchen Frauen eine Spontangeburt ist. Ich fands zwar auch schade, dass ich diese Spannung nicht wirklich hatte, wann es losgeht.... aber letzendlich zählte für mich ausschießlich das Ergebnis der Schwangerschaft und das sollte nicht ein tolles Geburtserlebnis sein, sondern das gesunde Kind und dafür eben alle Risiken minimieren.

Vielleicht helfen dir noch folgende Gedanken / Erfahrungen:

- Die Schmerzen nach Kaiserschnitt sind bei den Frauen genauso unterschiedlich wie bei einer spontanen Geburt. Ich bin paar Stunden nach Geburt wieder aufgestanden. Klar können Spontangebärende wahrscheinlich noch früher oder auch sofort aufstehen. Aber man liegt da ja zusammen mit Kind. Ich habe dann im Bett das Kind gewickelt etc. und es kam mir gefühlsmässig nicht so vor als ob ich total hilflos ans Bett gefesselt war.
- Manche Frauen erzählen dass sie wochenlang schlimme Sectio-Schmerzen hatten. Aber es gibt auch Spontangebärende, die lange mit den Folgen von Geburtsverletzungen zu kämpfen haben.
- Ich bin dann (Kind kam nachts) am nächsten Tag zum Essen mit Kind in den Essraum gelaufen. Zwar noch langsam und etwas gebückt. Aber hatte auch nicht den Ansporn einen Tag durch die Gänge zu hopsen. Alle anderen frischen Mütter sehen übrigens auch ziemlich mitgenommen aus. Die Frau mit der ich in der ersten Nacht das Zimmer teilte, hat spontan entbunden und der ging es definitiv schlechter als mir.
- Bei mir taten die Nachwehen sehr weh und die Nare brannte etwas... ansonsten hatte ich wirklich keine Probleme. Bin am 3. Tag wieder nach Hause und musste mich dort eher bremsen, nur das Kind zu heben... man soll einige Wochen nichts schweres heben. Das ist tatsächlich ein blöder Nachteil.
- Das Stillen war bei mir überhaupt kein Problem! Tat anfangs sehr weh, aber das lag nicht am Kaiserschnitt. Habe erstes halbes Jahr komplett vollgestillt und dann noch weitere 6 Monate.
- Es kann nach einem Kaiserschnitt schwerer werden nochmal schwanger zu werden, allerdings scheint das so gering zu sein, dass da keine Zahlen genannt wurden. Natürlich müssen die darauf hinweisen vor einer OP. Genauso wie sie auf die Risiken einer Betäubung hinweisen müssen. Aber das Risiko bei einer Notsectio / ungeplanten Vollnarkose ist sicherlich größer als bei einer geplanten.
- Man soll wohl mindestens ein Jahr warten bis man wieder schwanger wird.

- Für mich war der Kaiserschnitt trotzdem ein spannendes und schönes Erlebnis. Auch weil sie sich zu früh auf die Welt machte und es daher schon etwas Spannung gab. Aber ich werde nie vergessen wie ich ihren ersten Schrei gehört habe. Und ich fühlte mich vor allem sicher. Also hätte ich bei Risiken spontan entbunden, hätte ich die Geburt ohnehin wenig "genießen" können, weil ich die ganze Zeit Angst um das Leben des Kindes hätte. Du hast ja schon zwei normale Geburten, so dass du ja immerhin schon diese Art der Geburt erleben durfest.
- Wenn das Risiko der fehlenden Ablösung dann eintritt und du ad hoc in Vollnarkose musst, ist das sicher nicht ganz ungefährlich und auch nicht schön. Das würdest du dir ersparen.
- Ohne Kinderklinik eine Geburt mit bestehenden Risiken wie BEL, Nabelschnur oder diese andere Schnur, ist auch nicht ohne.
- Man liest sehr viel im Internet wie wichtig vielen Frauen eine Spontangeburt ist. Das finde ich schön und richtig. Aber manchmal wird da auch übertrieben, so dass Frauen mit Kaiserschnitt sich als Versagerin etc. vorkommen. Mich haben nach der Geburt auch manchmal Frauen ganz betröppelt angeschaut als sie vom Kaiserschnitt hörten. Ich habe mein Selbstbewusstsein nie daraus gezogen, wie ich mein Kind entbunden habe und es war mir ganz unverständlich, warum manhce Frauen da so drunter leiden. Aber es scheint so zu sein, dass das Leid schwerer ist, wenn das alles ungeplant und plötzlich kommt und die Frauen überrumpelt werden. Du hast ja noch Zeit dich damit anzufreunden.
- Die natürliche Geburt wird wahrscheinlich auch so sehr propagiert, weil es ja tatsächlich einen Trend zu Kaiserschnitten gibt, obowhl es keinerlei Indikation gibt. Also in Brasilien und woanders werden wohl 80 % per Sectio entbunden. Das ist kritisch zu sehen und hier in Deutschland ist es wohl deswegen kritisch, weil die Krankenhäuser mehr an Sectio verdienen.
-ABER ich glaube, dass die professionellen Befürworterinnen der natürlichen Geburt ganz bestimmt nicht meinen, dass man bei einem (oder wie bei dir sogar mehreren) Risiken alles versuchen sollte, um eine Sectio zu vermeiden. Leider wird das so von einigen interpretiert und Frauen stützen sich manchmal sogar darin, sich gegen den Rat der Ärzte zu wehren. Ich denke auch, dass man Ärzte und Empfehlungen kritisch hinterfragen darf... aber grundsätzlich sind lebendige und erfahrende Ärzte, die vor dir sitzen zuverlässigere Quellen als Googel und Internetforen. Zumindest wenn Ärzte konkrete Gefahren sehen, die im Internet(foren) nicht als solche akzeptiert werden.

Ich wollte dir eigentlich eine PM schreiben, aber sehe dass du da nicht eingeloggt bist.... ich will anderen auf keinen Fall Angst machen, aber in der ARD Mediathek gibts ne Doku über Eltern mit schwerbehinderten Kindern. Eines war leider eine BEL und die Mutter berichtet sehr emtotional von der Geburt. Auf keinen Fall zu empfehlen, wenn man sich noch unsicher ist oder spontan gebären will und Angst hat. Aber wenn man in den Kaiserschnitt wegen Risiken hineingedrängt wird und man nun einen Weg sucht, sich damit anzufreunden, kann es auch hilfreich sein, sich bewusst zu machen, welche Risiken man durch eine Sectio minimiert. Dass bei den Gedanken an den bevorstehenden Kaiserschnitt dann die Erleichterung einer sicheren Geburt und nicht die Trauer um das verpasste Erlebnis einer Spontangeburt im Vordergrund steht.

Aber das ist alles sehr individuell.... jede Frau erlebt das anders. Vielleicht hilft dir ja der eine oder andere Gedanke! Viel Erfolg!


  Re: Zwei Kinder spontan entbunden und nun drohender KS und große Ängste - Bitte um Erfahrungen
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   julie1611
Status:
schrieb am 17.12.2019 07:26
Hallo!

Ich habe meinen großen vaginal entbunden. Meine kleine lag in BEL und keine Chance, dass sie sich umdreht. Habe auch alles versucht, wie Du. Ich dachte kurz über eine BEL-Entbindung nach, aber das Risiko einer Sauerstoffunterversorgung oder sonstiger Komplikationen war mir zu groß. Also geplanter Kaiserschnitt. Mein Fehler war, dass ich so damit gehadert habe, weil ich den Kaiserschnitt überhaupt nicht wollte. Ich hätte mich besser informieren sollen und es auch annehmen sollen. Die Einstellung ist sehr wichtig. Ich war total negativ eingestellt und daher ist es mir psychisch und auch körperlich danach nicht gut gegangen. Insgesamt ist es halt so, dass wenn man eine komplikationslose vaginale Geburt mit einem Kaiserschnitt vergleicht, ist die vaginale Geburt besser (das ist aber meine persönliche Erfahrung!!!). Bei mir hat es ca. 2 Wochen gedauert, bis die Narbe nicht mehr so weh getan hat. Mit dem Stillen hatten wir Probleme, aber ich weiß nicht, ob das am Kaiserschnitt lag.
Ich bin jetzt mit dem dritten Kind schwanger und ich habe mir fest vorgenommen, mich auch auf einen möglichen Kaiserschnitt gut vorzubereiten und meine Einstellung dazu auf „neutral“ zu bringen, denn ich möchte, dass es mir im Fall des Falles nicht so geht, wie letztes Mal. Für viele Frauen ist ein Kaiserschnitt keine große Sache und ich glaube wirklich, dass es einem damit besser geht, wenn man es schafft, das nicht negativ zu sehen, sondern als das, was es ist: eine Variante, sein Kind auf die Welt zu bringen.

Also alles Gute und versuche, es positiv zu sehen. Ich versuche es auch! 😊

Lg Julie


  Re: Zwei Kinder spontan entbunden und nun drohender KS und große Ängste - Bitte um Erfahrungen
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   blackmoon
Status:
schrieb am 17.12.2019 07:28
Liebe Xolu,

ich verstehe Deine Ängste und ganz unbegründet sind diese ja nicht. Ich selbst hatte leider einen Notkaiserschnitt, die Schmerzen danach waren schon sehr dolle, aber ich bin ein paar Stunden danach auch aufgestanden. Natürlich ist das nicht schön, aber meine größte Angst war, dass meinem Baby was passiert. Eine BEL ist in den meisten Häusern inzwischen eine Indikation für einen Kaiserschnitt. Kommt es zu einem Geburtsstillstand und Deinem Baby geht es schlecht (fallende Herztöne sind für jeden Beteiligten ein Graus), so wird ein Notkaiserschnitt in Vollnarkose gemacht. Du hörst nicht den ersten Schrei Deines Kindes, Du weißt nicht sofort, wie es ihm geht, es kann nicht zuerst zu Dir... das alles wäre für mich Grund genug für einen geplanten Kaiserschnitt. Heutzutage laufen diese im Normalfall recht angenehm ab. Du bekommst eine Spinale, man hat die Zeit alles so angenehm wie möglich für Dich und auch für Dein Baby zu gestalten. Du hörst den ersten Schrei Deines Kindes und wenn alles normal verläuft (auch nicht anders als bei einer Spontangeburt) bekommst Du Dein Kind nach dem ersten Check auf die Brust. Natürlich kann immer etwas anders laufen als geplant, aber gerade beim geplanten Kaiserschnitt sind viele Menschen anwesend, die entsprechend einschreiten können. Ein geplanter Kaiserschnitt läuft im „normalen Tagesgeschäft“, wenn die gesamte Kompetenz der entsprechenden Fachbereiche anwesend ist. Das sollte eher beruhigend sein und einem auch eine gewisse Sicherheit geben.
Ich will ehrlich sein. Die Schmerzen danach sind nicht schön, man bekommt regelmäßig Schmerzmittel. Ich habe diese gar nicht genommen. Ich wollte so schnell wie möglich fit werden, aber natürlich ist da jede(r) anders. Eine Kollegin von mir ist 3 Tage lang gar nicht aufgestanden. Hat aber auch von Anfang an eine riesen Show darum gemacht... Ein gewisses Stück ist es sicher auch Einstellungssache.
Für mich war immer klar: das Beste fürs Kind ist alles was für mich zählt. Natürlich hätte ich 1000 mal lieber ein schönes Geburtserlebnis gehabt, aber ich habe bis heute keinerlei schlechte Gedanken über den erfolgten Kaiserschnitt, der bei uns eigentlich ein schreckliches Erlebnis war. Aber vermutlich liegt dies an der Ausgangssituation. Bei mir hat sich die Plazenta gelöst und ein paar Minuten später wäre mein Kind wohl nicht mehr am Leben gewesen. In diese Situation wollte ich nie im Leben wieder kommen und würde darum ganz sicher einen geplanten Kaiserschnitt machen lassen, gäbe es noch ein Baby.

Danach sollte man übrigens etwa 1 Jahr warten, dann sollte die Narbe der Gebärmutter so stark sein, dass theoretisch sogar eine spontane Entbindung möglich ist.

Ich wünsche Dir alles Gute und eine entspannte Geburt, egal auf welchem Wege !!!

Ganz liebe Grüße bm


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  Re: Zwei Kinder spontan entbunden und nun drohender KS und große Ängste - Bitte um Erfahrungen
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   pueppi0210
Status:
schrieb am 17.12.2019 08:10
Hallo, ich kann deine Ängste verstehen aber kann dir sagen das ein Kaiserschnitt nicht zwangsläufig etwas schlechtes ist, wenn er medizinisch indiziert ist.
Ich selbst habe ein Kind normal bekommen und hatte danach arge Probleme, da sie mit wärend der Geburt das Steisbein gebrochen hatte.
Alle weiteren Kinder musste ich per Kaiserschnitt bekommen und es waren 5. Keines der Kinder hatte irgendwelche Problene. Das stillen klappte auch. Die Narbe machte klar etwas Schmerzen aber das war absolut auszuhalten. Habe keine Angst. Ich wünsche dir eine tolle Geburt. Lg


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.12.19 08:11 von pueppi0210.


  Re: Zwei Kinder spontan entbunden und nun drohender KS und große Ängste - Bitte um Erfahrungen
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   Ela+2
Status:
schrieb am 17.12.2019 12:15
Ich habe beide Kinder per Kaiserschnitt bekommen, den Großen per Not-KS, wegen Schwangerschaftsvergiftung, die Kleine geplant (aber dann doch erst nach Wehenbeginn) weil ich mich sterilisieren ließ.
Beim Großen lag ich 24 Std auf Intensiv, durfte aber danach aufstehen.
Bei der Kleinen (Geburt um 17.09 durfte ich am nächsten Tag morgens aufstehen. Ich wurde im KH anfangs mit Schmerztabletten "versorgt" und habe diese auch genommen, da auch die Kleine auf der Überwachungsstation lag und das viele Sitzen bei ihr am Bett tat mir ungut.
Schlafen ging so lala - ich bin ein Seitenschläfer und hatte einen echt großen Bauch, das zog etwas wenn ich mich auf die Seite gedreht habe.

Nach dem Großen hieß es 2 Jahre warten bis zum nächsten Baby (evtl auch wegen der schlechten Wundheilung bei mir wegen Diabetes), bei der Kleinen hat sich das erledigt....


  Re: Zwei Kinder spontan entbunden und nun drohender KS und große Ängste - Bitte um Erfahrungen
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   pebbles30
schrieb am 17.12.2019 12:36
Ich würde mir ein KH suchen, das eine normale Entbindung macht.
Ein Kaiserschnitt ist nun mal eine große Bauchoperation.

Meine Hebamme hat auch immer BEL Geburten gemacht, bis ein KH sich auf äussere Wendungen spezialisiert hat, da hat sie dann dort die Frauen hingeschickt.
Sie hat auch berichtet, das Frauen die den Vergleich hatten, hinterher sagten die BEL Geburt war ja viel leichter als die "normale".
Ob es jetzt wirklich leichter war oder nur den Frauen leichter vorkam weil alle so Panik verbreiten, weiß sie aber auch nicht. Kann man auch nicht vergleichen.


Klinikum Nürnberg Entbindung aus Beckenendlage


  Re: Zwei Kinder spontan entbunden und nun drohender KS und große Ängste - Bitte um Erfahrungen
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   Lillifee3023
Status:
schrieb am 17.12.2019 15:07
Hallo,

bei mir sind Entbindungen leider nur per Sectio möglich. Ich würde dennoch die normale Geburt vorziehen, aber das steht bei mir nicht zur Debatte. Bei dir könnte das ja noch anders sein, denn eine BEL nach zwei voran gegangen normalen Geburten ist doch eine andere Situation, als eine BEL bei der ersten Geburt. Ich halte dir die Daumen, das eine normale Geburt gehen wird.

Wenn aber nicht, dann ist der Weg deines Babys auf diese Welt eben die Sectio und ihr werdet es beide gut meistern. Ich kann dir nur sagen: gehe nicht zu früh in den OP. Möglichst nahe an den ET heran, das ist sehr wichtig fürs Baby. Im OP lass dir nicht das Baby weg nehmen, sondern lass es bei dir. Das geht. Evtl. wollen die Kinderärzte es die ersten fünf Minuten überwachen, aber du dürftest es immerhin schon mal begrüssen, bevor es geht. Danach kann es zu dir und in warmen Handtüchern auch bei dir bleiben. Du müsstest also nur den ersten Weg im OP schaffen ,der ist nicht schön, das will ich nich schön reden. aber s ist machbar. Das Baby ist ja bald bei dir.

Nach der Geburt hast du Schmerzen, aber es gibt gute Schmerzmittel, die du in den ersten Tagen auch nehmen solltest. Und dann möglichst bald raus aus dem Bett, das erste Aufstehen schaffen und in Bewegung bleiben. Das ist wirklich die halbe Miete. Es ist alles machbar.


  Re: Zwei Kinder spontan entbunden und nun drohender KS und große Ängste - Bitte um Erfahrungen
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   Beccipliep
Status:
schrieb am 17.12.2019 15:14
Hallo Xolumar,

ich habe auch 2x spontan entbunden und musste dann wegen Plazenta praevia einen KS über mich ergehen lassen...
Wenn möglich, würde ich immer die Spontangeburt wählen, für mich war es damit auf jeden Fall entspannter und schmerzfreier. Stillen hat initial letztes Mal nicht so gut geklappt, mein Kleiner war eine Woche beatmet auf den Intensivstation und abpumpen ist nicht so meins. Trotzdem haben wir dann vollstillend das KH verlassen und jetzt nach 13 Monaten stille ich immer noch.

ABER: ich würde niemals eine BEL in einem Kh ohne Kinderklinik spontan entbinden. Ich würde eh niemals in einem Kh ohne Kinderklinik entbinden, aber eine Risikogeburt auf keinen Fall.

Wurde schon eine äußere Wendung bei dir probiert? Macht man wahrscheinlich auch nicht so gerne mit NS um den Hals...

Gute Entscheidung,
Beccipliep


  Re: Zwei Kinder spontan entbunden und nun drohender KS und große Ängste - Bitte um Erfahrungen
avatar    Capsella
Status:
schrieb am 17.12.2019 21:09
Zitat
wird schon
Ich wollte dir eigentlich eine PM schreiben, aber sehe dass du da nicht eingeloggt bist....

Ich bin froh, dass du das hier so offen geschrieben hast! Hast mir ein bischen die Augen geöffnet. Ich hatte eine wunderschöne 1. Spontangeburt und WILL das UNBEDINGT nochmal so erleben. Aber wenn es anders kommt werde ich mich hoffentlich an deine Worte erinnern!


  Re: Zwei Kinder spontan entbunden und nun drohender KS und große Ängste - Bitte um Erfahrungen
no avatar
   berlink
Status:
schrieb am 17.12.2019 21:14
Vielleicht wäre ja ein Geburtshaus eine Alternative, da ist das Risiko noch höher, dass i.was nicht nach Plan läuft @pebbles. Kann man machen, man kann es aber auch lassen und das Wohl des Kindes in den Vordergrund stellen.

Bei mir wäre das eine Sectio ohne Wenn und Aber. Ich habe die Kinder, mittags geboren, ab dem Abend mit und dem nächsten Morgen selbst versorgt, Zwillinge. War bei meiner Schwester auch so. Ibuprofen über einige Tage ausschleichend genommen, nach 1 Woche nach Hause gegangen.
Ich kann mir vorstellen, dass man nach Spontangeburten und Risse/Schnitte/vaginal operativen Entbindungen auch nicht gänzlich ohne Beschwerden davon kommt, nur dass diese dann einige cm weiter unten sind.


  Re: Zwei Kinder spontan entbunden und nun drohender KS und große Ängste - Bitte um Erfahrungen
no avatar
   Libby12345
schrieb am 17.12.2019 23:52
Ich hatte zwei Kaiserschnitte. Die Schmerzen danach waren beim ersten Mal überhaupt nicht schlimm, beim zweiten Mal hatte ich krasse Rückenschmerzen; das waren aber vermutlich die Nachwehen, die ich so oder so bekommen hätte. Das Stillen hat beide Male super geklappt. Man braucht am Anfang erwasHilfe, um das Kind anzulegen, aber wenn man nicht tagelang vom Kind getrennt liegen muss, weil das Kind noch medizinisch versorgt werden muss, sehe ich da gar kein Problem.

Mein erster Kaiserschnitt war eine ungeplante eilige Sectio in Vollnarkose, der zweite dann mit Spinalanästhesie. Die zweite Geburt war, wenn ich mal beiseite lasse, dass ich gerne spontan entbunden hätte, tatsächlich sogar ein wunderschönes Erlebnis für mich. Mit der Narbe hab ich auch keine Probleme bisher. Nach zwei Wochen ging es mir jeweils wieder ziemlich gut und nach sechs Wochen fühlten sich die meisten Bewegungen wieder normal an. Ein paar Monate war der Bereich oberhalb der Narbe taub, aber jetzt kommt das Gefühl wieder.

Mir wurde auch geraten, ein Jahr lang zu warten, bis ich wieder schwanger werde.


  UPDATE:Zwei Kinder spontan entbunden und nun drohender KS und große Ängste - Bitte um Erfahrungen
no avatar
   Xolummar
Status:
schrieb am 18.12.2019 00:09
Hallo zusammen,

erst einmal vielen lieben Dank für die vielen Rückmeldungen, die erwartungsgemäß vollkommmen unterschiedlich waren.
Ich verstehe natürlich, dass es ganz viel damit zu tun hat, aus welchen Gründen man einen KS bekommen oder spontan entbinden konnte und auch die Erfahrungen, die man mit der Art der Entbindung gemacht hat, sind sicherlich maßgeblich dafür, wie man einer andren Art der Entbindung gegenübersteht.

Ich war nun heute zur Geburtsanmeldung in dem KH mit Kinderklinik, was nur KS macht. Leider Gottes bin ich da an zwei äußerst unempathische Ärztinnen geraten. Obwhl ich eingangs direkt sagte, dass ich mich noch nicht bewusst mit dem Thema KS auseinander gesetzt habe, weil es für mich eben nur einn KS als Zwangsmaßnahme zur Sicherheit meines Kindes wäre un und ich mir daher viel Aufklärung von dem Termin erhoffe, verlief das Gespräch grausam.

Beim US wurde wie schon am Mo zuvor mein Fruchtwasserpegel im unteren Normbereich bemängelt. Die Versorgung des Kindes ist gut und ich weiß, dass ich kein guter Trinker bin, auch wenn ich mich ständig versuche mehr zu trinken. Allerdings steht immer noch im Raum, woran es jetzt liegt. Ein hoher Blasensprung wurde heute ausgeschlossen (hatte ich bei meiner großen Tochter). Allerdings war die eine Ärztin beim US noch nicht sehr rountiert und so leierte sie mir während des US die Risiken runter und ließ dabei wirklich nix aus. MIr liefen dann zweitweise die Tränen, weil ich halt gehofft hatte, dass sie auch etwas meine Sorgen zertreuen werden oder Ungewissheit nehmen, aber das Gegenteil war der Fall.

Was den Termin für den KS anbelangt, so wurde mir einfach der 2. Januar (38+0 SSW) aufgedrängt, ohne dass ich da irgendwie mit meinem Mann in Ruhe reden konnte.. Zudem soll ich am 27. Dez, an dem meine Mann Nicht frei hat, einmal zur Blutabnahme morgens und nachmittgs noch mal zu nem Beratungsgespräch mit wem auch immer

Ich fand und finde das total krass, weil ich dachte, dass man wenigstens ettwas uns als Eltern miteinbezieht.

Nun habe ich am Do den Termin in der andren Klinik, die BEL spontan entbindet mit Spezialisten, oder wo ich eben auch einen KS machen könnte-allerdings dann in ruhiger Atmosphäre.
Ich habe aktuell keinerlei Haltung zum KS, aber bin schwer geschockt von dem Verhalten der Ärzte da.

Wie schaffe ich es bloß, mich auf den KS in dieser Klinik einzulassen und mich irgendwie gut zu positioniern?

Auch meine Hebi meinte mal, dass die Haltugn der Frau selbst zu einem KS oder einer Spontangeburt entscheidend für den Verlauf dieser seintraurig.

Daher gerne weiter eure Erfahrungen.

LG

Xolummar


Zitat
Xolummar nicht eingeloggt
Hallo zusammen,

meine dritte Schwangerschaft verlief leider nicht so unkompliziert wie die beiden ersten Schwangerschaften. In der 14. SSW wurde bei mir ein Amnionband diagnostiziert, was jedoch auch laut Aussage der Degum III Schallerin beim Fein-US in der 20. SSW keine Rolle zu spielen schien (es liegt mittlerweile auch so, dass es im US gar nicht mehr darstellbar ist und hat das Kind in seiner Entwicklung nie beeinträchtigt).
Nun bin ich heute 35+5 SSW und der kleine Bauchzwerg liegt fast die gesamte Schwangerschaft und auch heute noch in BEL. Alle Versuche wie Moxen, indische Brücke etc. haben ihn nicht dazu bewegen können, sich auch nur ein wenig in der Lage zu verändern.
Aus diesem Grund war ich letzten Mo erneut bei der Degum III Schallerin, um noch einmal zu sehen, ob das Band vlt doch irgendeine Relevanz hat. Auch bei diesem US war das Band nicht darstellbar und sie meinte, dass es hächstens so sein kann, dass es die Plazenta darin hindern könne, vollständig rauszukommen und man dann evtl. unter Vollnarkose eine Ausschabung machen müsse. Das hat mich ziemlich geschockt.
Zudem hat der kl Mann wohl die Nabelschnur um den Hals (kann aber auch nur wie ein Schal offen umliegen) ,, was jedoch auch kein Ko-Kriterium ist, weil 80% der Kinder mit der Schnur um den Hals zur Welt kommen.
Nun habe ich aber das Problem, dass meine Entbindungsklinik mit angeschlossener höchst renommierter KInderklinik, in der ich auch meine ersten beiden Kinder zur Welt gebracht habe, bei BEL nur einen KS macht. In einem weiteren KH bei uns gibt es einen Spezialisten für BEL-Geburten-allerdings gibt es in diesem KH keine Kinderklinik.

Ich habe morgen nun einen Termin in der Klinik, die nur KS macht, und Do bei dem Spezialisten. Dennoch kreisen meine Gedanken unaufhörlich und ich setze mich ständig mit einem KS auseinander, weil ich natürlich das Kind nicht gefährden will und da ja doch einige unsichere Variablen im Raum stehen.

Dennoch habe ich schreckliche Angst vor einem KS. Ich frage mich, wie doll die Schmerzen danach sind, wie schnell ich wieder fit bin (wann kann ich wieder laufen und heben), um auch meinen andren beiden Kindern gerecht zu werden und auch, ob das Stillen genauso super klappt wie bei den andren.
Außerdem habe ich tierische Angst vor Spätfolgen z.B im Falle einer weiteren Schwangerschaft. Eigentlich ist unsere Familienplanung abgeschlossen, aber ganz ausschließen möchte ich ein weiteres Kind noch nicht. Wie lang muss man nach einem KS denn mindestens pausieren und welche Risken birgt eine erneute Schwangerschaft und wie wahrscheinlich sind diese Risiken dann?

Fragen über Fragen, die mir seit Wochen schlaflose Nächte bereiten.

Daher freue ich mich über jede Antwort und Erfahrung von euch.

Tausend Dank vorab.

Liebe Grüße

Xolummar



  Re: UPDATE:Zwei Kinder spontan entbunden und nun drohender KS und große Ängste - Bitte um Erfahrungen
avatar    wird schon
Status:
schrieb am 18.12.2019 06:25
Liebe Xolumar,

tut mir leid, dass du dich in dem Krankenhaus nicht wohlfühlst!

Aber ehrlich gesagt kann ich die Ärztinnen auch etwas verstehen. Du hast denen ja deutlich gesagt, dass eine Sectio für dich nur eine „Zwangsmaßnahme zur Sicherheit deines Kindes“ wäre und du dir daher viel Aufklärung von dem Termin erhoffst. Wenn Ärzte der Meinung sind, dass ein Kaiserschnitt das beste ist und die Mutter aber erst noch überzeugt werden muss/will, dann würde ich eben auch ausführlichst alle bestehenden Risiken mitteilen. Ich meine, das müssen die ohnehin…. aber man will ja auch verhindern, dass eine Frau die Risiken nicht ernst nimmt, nur weil man so ganz einfühlsam zur Beruhigung immer den Zusatz sagt, dass das ja sicher nicht alles eintreten und alles gut laufen wird. Es ist natürlich nicht schön, wenn man eine Frau zum weinen bringt und diese dann verängstigt da rausgeht…. aber wenn ich als Ärztin das Gefühl habe, dass eine Frau jeden Strohhalm der Beruhigung als Anlass nehmen wird, um ja keine sectio zu haben (und deine Ansage zur Zwangsmaßnahme könnte für manche ja so klingen), dann würde ich auch eher die „harte Tour“ fahren, damit die Frau irgendwelche Beruhigungssätze nicht in den falschen Hals bekommt.

Gerade an geburtenstärkeren Krankenhäuser haben die Ärzte vielleicht auch mehr Erfahrung und beruhigen Frauen, bei denen sie merken, dass sie ohnehin übervorsichtig sind und sind eher härter zu den Frauen, die Risiken nicht so ganz wahrhaben wollen bzw. sich offensichtlich sehr eine Aussage erhoffen, die eine Spontangeburt irgendwie stützt. Ganz ehrlich: wenn zwei Ärztinnen mir deutlich sagen wie risikoreich das ganze ist, dann müsste mir ein anderer Arzt gar nicht mehr erzählen, wie easy das ganze sicher wird.

Dass du nun denkst, dass du in dem anderen Krankenhaus in ruhiger Atmosphäre entbinden könntest, kann ich nicht so nachvollziehen. Es ist doch eh Zufall, welcher Arzt da ist und beim Kaiserschnitt bekommst du von denen ohnehin fast gar nichts mit. Da ist ein Tuch vor deinem Kopf und du siehst nur die Leute von der Anästhesie. Und die können sehr nett sein, das ist echt völlig unabhängig von den anderen Ärzten. Also das Ärzte, die du wirklich nur für ein paar Sekunden siehst (bei mir war es nur kurz ein Hallo, ich mache die Sectio und ich weiß noch nichtmal ob die Tschüss gesagt haben), irgendeine ruhige Atmosphäre schaffen, wage ich zu bezweifeln, Beim Kaiserschnitt ist der Ablauf wirklich routiniert und wenn du es nach einer netten Betreuung während der OP aussuchen willst, müsstet du die konkreten Änastesisten aus Team kennenlernen.

Wenn die dir in dem Krankenhaus ohne Kinderstation sagen, mit einem Kaiserschnitt sind die Risiken, die du da hast, aus dem Weg geräumt und es bestehen keine besonderen Risiken für das Kind, dann kannst du da ja entbinden. Meins wäre es zwar nicht, wie gesagt, mir wäre eine gute ärztliche Betreuung des Kindes wichtiger als dass irgendeine Ärztin mir „blöd kommt“. im Normalfall bin ich da nach ein paar Tagen wieder draußen und dann ist es mir sowas von egal, ob da ne Ärztin nicht besonders emphatisch war. Die sehe ich doch nie wieder. Mal abgesehen davon wirst du auf der Wöchnerinnenstation doch vor allem vom Pflegepersonal umsorgt.

Ist jetzt nicht ganz vergleichbar, aber in meiner Kinderwunschzeit habe ich die Klinik gewechselt. Hauptsächlich wurde ich in beiden von einer super kompetenten und sehr zugewandten Ärztin betreut. Aber in der neuen Klinik hatte ich erstmal das Gespräch mit einem der Ärzten, denen die Klinik auch gehört. Der war mir sowas von unsympathisch, sehr von oben herab und arrogant. In der alten Klinik waren alle Ärzte immer super nett, auf Augenhöhe und das gesamte Team kannte und begrüßte einen. Aber sie hatten nicht die Geräte wie Embryoskop und die andere Klinik war auch viel größer und renommierter. Für mich stand ganz klar fest, dass ich die Klinik nur danach aussuche, ob mich da jemand schwanger bekommt. Ich wollte ein Kind und habe nicht nach neuen Freunden gesucht.

Was den Termin für den geplanten Kaiserschnitt angeht, ist es schwer da etwas zu zu sagen, weil man nicht weiß ob dieser Zeitpunkt etwas mit deinen Risiken zu tun hat. Bei mir würden eher innerlich die Alarmglocken losgehen, wenn die die Sectio auf den 2. Januar legen und ich am 27.12. noch ins Krankenhaus kommen muss. Dieser Termin zwischen den Jahren ist zwar wahrscheinlich auch nur ein Routinetermin, der zeitlich nunmal so liegen muss, weil Anästehsieaufklärung in einer bestimmten Frist gemacht werden muss, gleiches vielleicht wegen der Blutentnahme. Aber so Termine zwischen den Jahren und direkt am 2.1. legen die sicher nicht mal einfach so, weil auch in Krankenhäusern um die Feiertage (=Ferienzeiten) nur die Ops gelegt werden, die da aus medizinischer Sicht hinmüssen.

Klar sagen viele, dass je näher am ET desto besser und mir sagte man (im Krankenhaus sowie bei FA), dass eine Woche vor dem ET ein guter Zeitpunkt sei. Bis kurz davor zu warten wird zwar manchmal für das Baby für am besten angesehen, weil es dann ggf. selbst entscheidet, wann es kommen will. Aber dann kann es eben auch sein, dass der Operateur es quasi von ganz unten rausholen muss, was auch zu Komplikationen führen kann. Vielleicht ist es in deinem Fall sicherer wenn das Kind etwas früher geholt wird und noch nicht mit der Nabelschnur um den Kopf oder diesem Aminoband so tief in der Geburtslage/Geburtskanal steckt. Wenn Ärzte sagen, das 39ssw ist das beste in IHREM Fall, dann würde ich darauf vertrauen. Mir haben die übrigens ein paar Tage zur Auswahl gegeben, aber ich hatte da auch keine Gelegenheit das mal zu Hause zu besprechen und diese Vortermine wurden dann eben auch einfach gesetzt. Ich glaube das ist Krankenhaus.

Du hast ja jetzt noch einen Termin in dem anderen Krankenhaus und kannst vielleicht noch die eine oder andere Frage loswerden. Aber ich habe den Eindruck, dass du dich gerade etwas zu sehr darauf versteifst, wo und womit du dich wohlfühlst. Aber ab dem Zeitpunkt, wo das Kind auf dich gelegt wird, ist doch die Welt um einen herum vergessen.

Und auch wenn es nun unsensibel von mir klingt: vielleicht hilft es dir ja, wenn du dir klar machst in was für einer privilegierten Situation du steckst. Du lebst in einem der reichsten Länder der Welt und bekommst kostenlos eine super Betreuung. Die aller meisten Frauen auf der Welt haben dieses Glück nicht und würden eher lachen, wenn sie mitbekommen wie hier eine „naturnahe“ Geburt herbeigesehnt wird. Das ist für viele eine Romatisierung von Armut, denn die meisten Frauen haben keine Möglichkeit, dass Risiken erkannt und dann auch noch durch eine Standard-OP minimiert werden. Da sterben Kinder und Mütter, weil es keine Vorsorge und keine Krankenhäuser gibt. Oder sie laufen Kilometer zu Fuß und verkaufen Hab und Gut um überhaupt nur ein bisschen medizinische Versorgung zu bekommen. Da freuen sich die wenigsten über die Natürlichkeit von Geburten weit ab jeglicher medizinischer Versorgung. Und hier ist es für viele ein großes Drama, wenn die Risiken nicht emphatisch genug rüber gebracht werden und man sich zwischen zwei Kliniken entscheiden muss. Ich weiß, klingt hart und nach doofem Totschlagargument…. aber mach dir doch bewusst was für ein Segen es für dich und das Kind ist, dass du solche Möglichkeiten hast wovon andere nur träumen! Dass du ein gesundes Kind in die Arme bekommst, ist das einzige was zählt… vielleicht hilft es dir, den Kaiserschnitt und dieses Krankenhaus etwas besser anzunehmen. Die wollen dir da ganz bestimmt nichts böses!


  Re: UPDATE:Zwei Kinder spontan entbunden und nun drohender KS und große Ängste - Bitte um Erfahrungen
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schrieb am 18.12.2019 11:18
Zitat
wird schon
Liebe Xolumar,

tut mir leid, dass du dich in dem Krankenhaus nicht wohlfühlst!

Aber ehrlich gesagt kann ich die Ärztinnen auch etwas verstehen. Du hast denen ja deutlich gesagt, dass eine Sectio für dich nur eine „Zwangsmaßnahme zur Sicherheit deines Kindes“ wäre und du dir daher viel Aufklärung von dem Termin erhoffst. Wenn Ärzte der Meinung sind, dass ein Kaiserschnitt das beste ist und die Mutter aber erst noch überzeugt werden muss/will, dann würde ich eben auch ausführlichst alle bestehenden Risiken mitteilen. Ich meine, das müssen die ohnehin…. aber man will ja auch verhindern, dass eine Frau die Risiken nicht ernst nimmt, nur weil man so ganz einfühlsam zur Beruhigung immer den Zusatz sagt, dass das ja sicher nicht alles eintreten und alles gut laufen wird. Es ist natürlich nicht schön, wenn man eine Frau zum weinen bringt und diese dann verängstigt da rausgeht…. aber wenn ich als Ärztin das Gefühl habe, dass eine Frau jeden Strohhalm der Beruhigung als Anlass nehmen wird, um ja keine sectio zu haben (und deine Ansage zur Zwangsmaßnahme könnte für manche ja so klingen), dann würde ich auch eher die „harte Tour“ fahren, damit die Frau irgendwelche Beruhigungssätze nicht in den falschen Hals bekommt.

Gerade an geburtenstärkeren Krankenhäuser haben die Ärzte vielleicht auch mehr Erfahrung und beruhigen Frauen, bei denen sie merken, dass sie ohnehin übervorsichtig sind und sind eher härter zu den Frauen, die Risiken nicht so ganz wahrhaben wollen bzw. sich offensichtlich sehr eine Aussage erhoffen, die eine Spontangeburt irgendwie stützt. Ganz ehrlich: wenn zwei Ärztinnen mir deutlich sagen wie risikoreich das ganze ist, dann müsste mir ein anderer Arzt gar nicht mehr erzählen, wie easy das ganze sicher wird.

Dass du nun denkst, dass du in dem anderen Krankenhaus in ruhiger Atmosphäre entbinden könntest, kann ich nicht so nachvollziehen. Es ist doch eh Zufall, welcher Arzt da ist und beim Kaiserschnitt bekommst du von denen ohnehin fast gar nichts mit. Da ist ein Tuch vor deinem Kopf und du siehst nur die Leute von der Anästhesie. Und die können sehr nett sein, das ist echt völlig unabhängig von den anderen Ärzten. Also das Ärzte, die du wirklich nur für ein paar Sekunden siehst (bei mir war es nur kurz ein Hallo, ich mache die Sectio und ich weiß noch nichtmal ob die Tschüss gesagt haben), irgendeine ruhige Atmosphäre schaffen, wage ich zu bezweifeln, Beim Kaiserschnitt ist der Ablauf wirklich routiniert und wenn du es nach einer netten Betreuung während der OP aussuchen willst, müsstet du die konkreten Änastesisten aus Team kennenlernen.

Wenn die dir in dem Krankenhaus ohne Kinderstation sagen, mit einem Kaiserschnitt sind die Risiken, die du da hast, aus dem Weg geräumt und es bestehen keine besonderen Risiken für das Kind, dann kannst du da ja entbinden. Meins wäre es zwar nicht, wie gesagt, mir wäre eine gute ärztliche Betreuung des Kindes wichtiger als dass irgendeine Ärztin mir „blöd kommt“. im Normalfall bin ich da nach ein paar Tagen wieder draußen und dann ist es mir sowas von egal, ob da ne Ärztin nicht besonders emphatisch war. Die sehe ich doch nie wieder. Mal abgesehen davon wirst du auf der Wöchnerinnenstation doch vor allem vom Pflegepersonal umsorgt.

Ist jetzt nicht ganz vergleichbar, aber in meiner Kinderwunschzeit habe ich die Klinik gewechselt. Hauptsächlich wurde ich in beiden von einer super kompetenten und sehr zugewandten Ärztin betreut. Aber in der neuen Klinik hatte ich erstmal das Gespräch mit einem der Ärzten, denen die Klinik auch gehört. Der war mir sowas von unsympathisch, sehr von oben herab und arrogant. In der alten Klinik waren alle Ärzte immer super nett, auf Augenhöhe und das gesamte Team kannte und begrüßte einen. Aber sie hatten nicht die Geräte wie Embryoskop und die andere Klinik war auch viel größer und renommierter. Für mich stand ganz klar fest, dass ich die Klinik nur danach aussuche, ob mich da jemand schwanger bekommt. Ich wollte ein Kind und habe nicht nach neuen Freunden gesucht.

Was den Termin für den geplanten Kaiserschnitt angeht, ist es schwer da etwas zu zu sagen, weil man nicht weiß ob dieser Zeitpunkt etwas mit deinen Risiken zu tun hat. Bei mir würden eher innerlich die Alarmglocken losgehen, wenn die die Sectio auf den 2. Januar legen und ich am 27.12. noch ins Krankenhaus kommen muss. Dieser Termin zwischen den Jahren ist zwar wahrscheinlich auch nur ein Routinetermin, der zeitlich nunmal so liegen muss, weil Anästehsieaufklärung in einer bestimmten Frist gemacht werden muss, gleiches vielleicht wegen der Blutentnahme. Aber so Termine zwischen den Jahren und direkt am 2.1. legen die sicher nicht mal einfach so, weil auch in Krankenhäusern um die Feiertage (=Ferienzeiten) nur die Ops gelegt werden, die da aus medizinischer Sicht hinmüssen.

Klar sagen viele, dass je näher am ET desto besser und mir sagte man (im Krankenhaus sowie bei FA), dass eine Woche vor dem ET ein guter Zeitpunkt sei. Bis kurz davor zu warten wird zwar manchmal für das Baby für am besten angesehen, weil es dann ggf. selbst entscheidet, wann es kommen will. Aber dann kann es eben auch sein, dass der Operateur es quasi von ganz unten rausholen muss, was auch zu Komplikationen führen kann. Vielleicht ist es in deinem Fall sicherer wenn das Kind etwas früher geholt wird und noch nicht mit der Nabelschnur um den Kopf oder diesem Aminoband so tief in der Geburtslage/Geburtskanal steckt. Wenn Ärzte sagen, das 39ssw ist das beste in IHREM Fall, dann würde ich darauf vertrauen. Mir haben die übrigens ein paar Tage zur Auswahl gegeben, aber ich hatte da auch keine Gelegenheit das mal zu Hause zu besprechen und diese Vortermine wurden dann eben auch einfach gesetzt. Ich glaube das ist Krankenhaus.

Du hast ja jetzt noch einen Termin in dem anderen Krankenhaus und kannst vielleicht noch die eine oder andere Frage loswerden. Aber ich habe den Eindruck, dass du dich gerade etwas zu sehr darauf versteifst, wo und womit du dich wohlfühlst. Aber ab dem Zeitpunkt, wo das Kind auf dich gelegt wird, ist doch die Welt um einen herum vergessen.

Und auch wenn es nun unsensibel von mir klingt: vielleicht hilft es dir ja, wenn du dir klar machst in was für einer privilegierten Situation du steckst. Du lebst in einem der reichsten Länder der Welt und bekommst kostenlos eine super Betreuung. Die aller meisten Frauen auf der Welt haben dieses Glück nicht und würden eher lachen, wenn sie mitbekommen wie hier eine „naturnahe“ Geburt herbeigesehnt wird. Das ist für viele eine Romatisierung von Armut, denn die meisten Frauen haben keine Möglichkeit, dass Risiken erkannt und dann auch noch durch eine Standard-OP minimiert werden. Da sterben Kinder und Mütter, weil es keine Vorsorge und keine Krankenhäuser gibt. Oder sie laufen Kilometer zu Fuß und verkaufen Hab und Gut um überhaupt nur ein bisschen medizinische Versorgung zu bekommen. Da freuen sich die wenigsten über die Natürlichkeit von Geburten weit ab jeglicher medizinischer Versorgung. Und hier ist es für viele ein großes Drama, wenn die Risiken nicht emphatisch genug rüber gebracht werden und man sich zwischen zwei Kliniken entscheiden muss. Ich weiß, klingt hart und nach doofem Totschlagargument…. aber mach dir doch bewusst was für ein Segen es für dich und das Kind ist, dass du solche Möglichkeiten hast wovon andere nur träumen! Dass du ein gesundes Kind in die Arme bekommst, ist das einzige was zählt… vielleicht hilft es dir, den Kaiserschnitt und dieses Krankenhaus etwas besser anzunehmen. Die wollen dir da ganz bestimmt nichts böses!

jo. Das ist super
ja, wie man es macht, macht man es verkehrt. Klärt man auf, ist es nicht recht, wird man nicht oder zu spät aufgeklärt, ist es auch nicht richtig. Wenn ein erwachsener, normalintelligenter Mensch mit einer Problematik kommt, für die kein Arzt etwas kann, diesem aber mitteilt, dass das, was medizinisch empfohlen wird, für ihn eine Zwangsmaßnahme darstellt, dann ist das eine Aussage, die keine gute Gesprächsgrundlage bildet. Da würde ich mich als Arzt auch nach allen Seiten absichern und mich fragen, wer will hier etwas vom wem. Will der Patient etwas von mir oder ich etwas vom Patienten? Dass Dir mitgeteilt wird, wie der Befund ist, kann nicht anders sein, ist ja eigentlich klar.
38 plus 0 ist völlig ok. Geplante Eingriffe erfordern auch die Berücksichtigung der Kliniksituation und der personellen Besetzung. Da geht es nicht nur darum, was der Patient möchte, wenn abzusehen ist, dass es an Tag xy schon zu viele Pat. geplant sind oder es andere Gründe gibt, warum es da nicht stattfinden kann. Davon abgesehen, kannst Du doch auch nachfragen, welchen Grund es gibt, am 2.1. zu entbinden und nicht am 7.1. (so bei Euch am 6.1. auch Feiertag ist.) Der Termin macht insofern Sinn, als dass am 1.1. keine volle Besetzung da sein wird, mit dem 2.1. noch man einen Puffer bis zum 3.1. hat, so es am 2.1. zu viele Sectiones z.B. gibt und dann evtl. vom 4. bis 6.1. die Klinik wieder nicht gut besetzt ist (man sollte es nicht glauben, auch Ärzte haben Wochenenden und manchmal sogar Familie.) Dann rückt man noch näher an den natürlichen Geb.termin, so dass das Risiko eines spontanen Geb.beginns da ist, so dass man keine primäre Sectio mehr machen kann und eine sekundäre Sectio einfach den Plan durcheinander bringt.
Aber, letztlich entscheidest Du und trägst die Verantwortung für Dein Handeln.
Ich gehe davon aus, dass ein Arzt nach bestem Wissen und Gewissen berät und handelt. Wie der Pat. entscheidet, muss und darf er selbst verantworten. Das persönliche Glück eines Arztes wird und darf davon nicht abhängen, was der Pat. macht.




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