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  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  RoteBeete
schrieb am 03.09.2019 21:36
@hulksmother: Danke für den Hinweis. Ich werde das in der hebammensprechstunde ansprechen. Es ist ein hebammengeleiteter Kreissaal, mal schauen was sie mir dazu sagen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.09.19 21:38 von RoteBeete.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  berlink
Status:
schrieb am 03.09.2019 22:21
Zitat
Solani2
Das Problem ist ja, dass besonders ältere Mutter für diese romantisierte Vorstellung einer Geburt empfänglich sind, jüngere Frauen machen sich da oft viel weniger Gedanken vorab. Kommt dann auch klar aufs Umfeld an.
Eine liebe Freundin wollte nach einer Sectio unbedingt natürlich entbinden, für mich damals und heute auch, nachdem ich selbst eine Geburt erleben durfte, relativ unverständlich. Aber ich hatte auch keine Sectio unter Vollnarkose, ich kann nicht beurteilen, wie ich mich danach gefühlt hätte. Für sie war es wichtig. Sie hat das akribisch wie eine Mount Everest Besteigung geplant. Das KH gewechselt, sich eine Hebamme gesucht, die in den Kreissaal mitgekommen hat etc.. Und sie hat es geschafft und erzählt immer wieder gerne von ihrer Leistung, weil so empfindet sie es und ist dabei richtig stolz. !

Das ist genau der Punkt bzw. eine Einstellung, die ich kritisch sehe bzw. es m.E. zu überdenken gilt und die nicht so suggeriert werden sollte. Warum ist es eine Leistung, ein Kind vaginal zu gebären? Es ist sicher anstrengend, aber eine Leistung? Warum benötige ich (also ich nicht) es, diesen Weg zu gehen, wofür? Wenn man eine vaginale Entbindung tatsächlich für seinen Selbstwert, für sein Selbstbewusstsein benötigt, würde ich genau an diesem Punkt ansetzen.
Denn dann sehe ich es bei mir und evtl. eben bei meinem Gegenüber es als Unvermögen an, als eben "keine Leistung", wenn dieser Weg nicht so geklappt hat.
Da sehe ich ganz andere Dinge als Leistung an.
Würde man eine Geburt- auf welchem Weg auch immer- als einen ganz natürlichen und nötigen "Vorgang" sehen, um eben Kinder auf die Welt zu bringen und weniger den Weg zu bewerten oder sich einen Weg zu idealisieren oder eben gar zu romantisieren, käme es möglicherweise auch nicht zu der Vielzahl von Enttäuschungen über nicht erfüllte Erwartungen an sich, an den Geburtsablauf, an die Geburtshelfer.
Ich bin mit der Geburt meiner Kinder, dem Ablauf, der Versorgung usw. vollkommen zufrieden, habe mir allerdings auch kaum Gedanken gemacht, wie es sein wird/werden soll, außer, dass ich ein Familien/Einzelzimmer will. Mein Beckenboden ist nun auch nicht mehr top, hatte ja durch die Zwillinge auch eine gewisse Belastung der Muskulatur und keine Zeit/Gelegenheit, einen Rückbildungskurs mit Zwillingen zu besuchen.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  Solani2
schrieb am 03.09.2019 23:42
@berlink
Welche Dinge siehst du denn als Leistung an? Ich halte zwar alle Extrembergsteiger für irre, aber ich kann die sportliche Leistung durchaus anerkennen. Mir persönlich ist alles über 10km Laufen zu zeitaufwendig und ich zweifle an dem gesundheitlichen Mehrwert, trotzdem bewundere ich die Leidensfähigkeit und die Leistung der Marathonläufer durchaus.
Ich jedenfalls finde, dass es keine Regeln gibt, worauf man wann und wie stolz sein darf. Das ist individuell. Und es freut mich, wenn jemand richtig stolz auf etwas ist, das ist doch was Schönes! Zuguterletzt ist vaginal gebären ja etwas, was ein weiblicher Körper prinzipiell können sollte und, obwohl ich dieses unbedingte Bedürfnis nicht kenne, kann ich mir schon vorstellen, dass das Bedürfnis danach intensiv werden kann. Das ist kein Grund, den Selbstwert dieser Frauen in Frage zu stellen. Ganz davon abgesehen, dass man im besten Fall danach überhaupt keine Probleme hat und sofort nachhause kann, wenn man nicht schon dort ist. Wäre mir zu gefährlich, aber ich gehe ja auch nicht Felsklettern oder Paragleiten. Skifahren, Snowboarden und Radfahren tue ich aber. Es kommt immer auf die Perspektive an und auch, woher man kommt (Lebensphilosophie + Vorgeschichte).


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  berlink
Status:
schrieb am 04.09.2019 00:13
Zitat
Solani2
@berlink
Welche Dinge siehst du denn als Leistung an? Ich halte zwar alle Extrembergsteiger für irre, aber ich kann die sportliche Leistung durchaus anerkennen. Mir persönlich ist alles über 10km Laufen zu zeitaufwendig und ich zweifle an dem gesundheitlichen Mehrwert, trotzdem bewundere ich die Leidensfähigkeit und die Leistung der Marathonläufer durchaus.
Ich jedenfalls finde, dass es keine Regeln gibt, worauf man wann und wie stolz sein darf. Das ist individuell. Und es freut mich, wenn jemand richtig stolz auf etwas ist, das ist doch was Schönes! Zuguterletzt ist vaginal gebären ja etwas, was ein weiblicher Körper prinzipiell können sollte und, obwohl ich dieses unbedingte Bedürfnis nicht kenne, kann ich mir schon vorstellen, dass das Bedürfnis danach intensiv werden kann. Das ist kein Grund, den Selbstwert dieser Frauen in Frage zu stellen. Ganz davon abgesehen, dass man im besten Fall danach überhaupt keine Probleme hat und sofort nachhause kann, wenn man nicht schon dort ist. Wäre mir zu gefährlich, aber ich gehe ja auch nicht Felsklettern oder Paragleiten. Skifahren, Snowboarden und Radfahren tue ich aber. Es kommt immer auf die Perspektive an und auch, woher man kommt (Lebensphilosophie + Vorgeschichte).

Richtig. Es ist die Sichtweise, (die ja aber auch entsteht durch xyz - z.B. die vaginale Geburt als das nonplusultra zu sehen, als immens wichtig für die Bindung, wer nicht vaginal entbinden will, ist nur zu fein zu pressen usw. - und eben nicht einfach angeboren ist), und m.E. sehr wohl der Selbstwert. Und je nachdem, wie ich da ausgerichtet bin, habe ich auch eine Erwartung oder eben auch nicht.
Eine Leistung zu erbringen, ist m.E. etwas, was ich selbst beeinflussen kann durch z.B. Training.. Ok, ich kann natürlich trainieren, Kinder zu gebären....
Kann ich eine Geburtsverlauf überwiegend selbst beeinflussen? Vaginal mglst. problemlos zu entbinden, hat weniger mit meinem Können oder Training zu tun, dafür umso mehr mit den konstitutionellen Voraussetzungen, meiner und der Gesundheit des Kindes/der Kinder und natürlich mit Glück, also mit mehreren Variablen, die ich nur sehr bedingt beeinflussen kann.

Sähe ich eine vaginale Geburt als eine erbrachte Leistung an, wie sehe ich dann eine operative? Da habe ich ja quasi nix geleistet, sondern ich wurde nur entbunden.Ich hab ne Frage


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  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  gelöschter User
schrieb am 04.09.2019 08:06
Guten Morgen

Also irgendwie liest der Thread sich jetzt so, als wäre eine vaginale Geburt etwas wahnsinniges, dass nur Frauen mit mittelalterlichen Vorstellungen anstreben.

Finde ich auch nicht richtig.

Eine vaginal Geburt kann ein wundervolles, monumentales Erlebnis sein. Und ja, ich bin stolz auf meine Leistung. ICH habe ein Kind ausgetragen, ICH habe es auf Die Welt gebracht. Und daraus darf man keinen Umkehrschluss ziehen.

Eine KS ist kein Aberkennen von Leistung.

Prinzipiell muss jede Geburt für sich betrachtet werden, jede Frau, jede individuelle Vorgeschichte. Es kann keine allgemeine Empfehlung geben.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mich
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  sonneblume1982
Status:
schrieb am 04.09.2019 08:15
Oh ja, hätte ich vom Schaden gewusst, hätte ich eine Sectio gewählt, da das zweite Kind knapp 4 kg wog. Zu dem Zeitpunkt war ich mit meinen Beschwerden beim Urologen, der eine Reizblase diagnostizierte.
Erst nach dem zweiten Kind kam ich zu einem Spezialisten ins Beckenbodenzentrum, der dann
- den Schaden am Pudendusnerv
- den Abriss im Levator
- den Sphinkterschaden diagnostizierte.
So erklären sich dann meine Beschwerden.

Über die sozialen Medien habe ich viele weitere Geschädigte kennen gelernt, die ebenfalls Nervenschäden durch Geburt haben.
In Deutschland operiert so gut wie niemand Nerven im kleinen Becken. In der Schweiz gibt es einen Prof. Possover, der das macht, der aber für die erste Untersuchung knapp 2000 Euro nimmt.

Das, was ich nun gelernt habe, ist, dass es wenige Ärzte gibt, die solche Schäden richtig diagnostizieren. Politik spielt dabei sicherlich auch eine Rolle. Denn ich weiß nicht, ob Euch der Fall Emil Gutmann bekannt ist. Der Arzt, der das Kind auf dem Gewissen haben soll, nimmt halt gerne die Zange. Mittlerweile kenne ich fünf Frauen, die durch die Zange behindert/berufsunfähig sind. Also eben kein Einzelfall.
Zange und Saugglocke sind nicht risikoärmer als eine Sectio.


Danke für Eurei Erfahrungen. Ich würde mir wünschen, dass den Schwangeren VOR der Geburt alle Risiken genannt werden. Alle Risiken zur Sectio, aber auch alle Risiken zur vaginalen Geburt.

Ich bin berufsunfähig durch den Schaden. Meine Klage wurde im Mai eingereicht und momentan warte ich auf die Klageerwiderung. Allerdings gab es bei mir auch noch einen anderen sehr großen Behandlungsfehler. Denn mir wurde eine PDA gespritzt, die nach der aktuellen Leitlinie vierfach zu hoch dosiert wurde. Das hat natürlich alles gelähmt, ich konnte die Wehen nicht spüren und das Kind dadurch nicht selbst auf die Welt bringen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.09.19 08:18 von sonneblume1982.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mich
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  LeoG
schrieb am 04.09.2019 09:02
Vaginale Entbindung sei ne Leistung...naja. Und was ist dann der Kaiserschnitt? Durch die Schwangerschaft leistet man doch auch schon was, aber das wird nie erwähnt.

Wenn Frauen stolz sein dürfen über ihre "Leistung", dann frage ich mich warum die Frauen, die positiv von ihrem Kaiserschnitt schwärmen und diesen ebenfalls als ein schönes Erlebnis empfanden oft (nicht immer) von den anderen so auseinander genommen werden. Wie kann man diese Art der Entbindung nur toll finden..das sind doch alles Lügen..das ist nur Faulheit..können wohl keinen richtigen Schmerz ertragen.usw. Alles schon gelesen...Woher wollen Frauen, die noch nie einen Schnitt hatten wissen wie schmerzhaft der sein kann? Ich kenne so ein paar Leute, die dann gerne eine Art Wettbewerb anfangen wer denn die grössten Schmerzen hatte..stellen Vergleiche auf (Dammschnitt mit Bauchschnitt...)

Ist das denn richtig?


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.09.19 09:23 von LeoG.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mich
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  HulksMother
schrieb am 04.09.2019 10:00
Ich habe vor allem festgestellt, dass die Geburtshilfe extrem paternalistisch ist. Sobald man schwanger ist gilt man als hysterisch und wird fast wie ein Kind behandelt. Ich weiß nicht, wie oft mir von Ärzten und auch Hebammen gesagt wurde, „das möchten sie nicht wissen“ oder „da kümmern wir uns drum“ oder „darüber machen wir uns Sorgen, wenn es so weit ist.“ und das Beste: zu meinen Mann: „Herr Dr. B. reden Sie Ihrer Frau zu Hause mal Vernunft zu“ Mein Mann: „Meine Frau ist die Schlauere von uns und hat das Kind im Bauch.“
Auch der Hinweis, dass man nicht über unschöne Erlebnisse sprechen soll, weil das andere Schwangere zu stark ängstigen könne, finde ich übel. Als ob es eine Zumutung wäre, rational über diese Themen nachzudenken, auch wenn es Angst macht. Als ich mich über einen besonders arroganten Chefarzt beschwerte, wurde mir gesagt, so sei er halt, die meisten Frauen mögen seine väterlich bestimmte Art, das würde Sicherheit vermitteln.
Wenn man dann einen Schaden davon getragen hat, liegt die Schuld immer bei einem selber - bis das Gutachten vorliegt.
Sie haben bei der Geburt nicht mitgearbeitet, sie haben schlechtes Bindegewebe, sie waren untrainiert, sie machen nicht genug Sitzbäder und Gymnastik, sie übertreiben, sie sind halt schon älter... so ist das eben, wenn man Kinder geboren hat.“ Wurde mir alles so von verschiedenen Ärzten ins Gesicht gesagt, und bis auf das älter sein alles falsch.
Die einzige, die mir immer den Rücken stärkt ist meine Gynäkologin, die auch schon Kollegen am Telefon zusammengefaltet hat.
Und dass man dann den Frauen, den es schlecht ergangen ist, nicht zugesteht darüber offen zu reden, das ist nur noch perfide.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mich
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  gelöschter User
schrieb am 04.09.2019 10:03
Warum müssen Frauen immer wie die Krähen aufeinander los gehen?

Warum kann man nicht auf jede Frau stolz sein, die ein Kind auf die Welt gebracht hat?

Es ist doch lächerlich irgendwem ein Gefühl von stolz sein abzuerkennen, denn dies ist ja etwas ganz persönliches.

Es ist doch völlig egal, wie das Kind auf die Welt kam.

Eine KS Mama kann doch genau so stolz sein, sich dieser OP, der Narkose, den Schmerzen danach gestellt zu haben, FÜR ihr Kind, für die Gesundheit von beiden.

Genauso wie eine Mama nach einer vaginalen Geburt stolz sein kann, sich dieser Herausforderung gestellt zu sein.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mich
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  Solani2
schrieb am 04.09.2019 10:05
LeoG,
natürlich ist das nicht richtig und ich würde bei so einem Unsinn auch nie mitmachen. Denn sogar das Schmerzempfinden ist individuell. Ich habe letztens gelesen, dass z.B. Frühgeburten lebenslang eine niedrigere Schmerztoleranzgrenze haben. Meine Schwester hatte nach der Not-Sectio schlimme Schmerzen, aber sie war schon am Tag der Plan-Sectio fröhlich auf den Beinen. Meine Cousine hat ein kleiner Scheidenriss monatelang gequält. Mir hat der Dammschnitt überhaupt nicht weh getan und Wehen sind für mich nicht mehr als Regelschmerzen, die immer mal wieder aufhören, was das Ganze eigentlich ziemlich erträglich macht. Ich gehe aber nicht davon aus, dass das für alle Frauen so ist, da hab ich einfach Glück (und starke Regelschmerzen, jedenfalls subjektiv nach meinem Empfinden). Gebären ist kein Wettbewerb! Was aber nicht heißt, dass man danach nicht auch stolz sein darf. Ich war drei Tage nach der Geburt auch irgendwie verwundert, dass mich ein Kompliment der Ärztin, die bei der Geburt dabei war irgendwie stolz gemacht hat. Aber stolz ist vielleicht nicht das richtige Wort dafür, selbstzufrieden ist besser.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  HulksMother
schrieb am 04.09.2019 10:13
ich weiß ganz genau, warum es bei mir so schief ging. Als ich zum Termin für die Einleitung ins Krankenhaus kam waren alle Betten belegt und der Kreißsaal war fast leer. Der Zeitplan war komplett hinüber, da mehrere Einleitungen länger dauerten, als geplant. Die Hebamme am Empfang meinte nur trocken, wenn es jetzt bei allen gleichzeitig losgeht, dann werden einige Frauen ihre Kinder aufm Flur bekommen.
Ich bekam die erste Dosis und es tat sich nichts. Ich bekam die zweite Dosis nach 12 Stunden und es tat sich nichts. Zwei Stunden nach der zweiten Dosis hörte ich die Ärztin zur Hebamme sagen „geben Sie Frau G und Frau B jetzt gleich noch mal eine höhere Dosis, hier müssen mal endlich ein paar Betten frei werden. Zwei Stunden später hatte ich einen Wehensturm und meine Zimmernachbarin hatte gleichfalls einen Wehensturm und später eine Notsectio.

Man muss viel mehr über diese Dinge reden, damit der Druck auf die Verantwortlichen steigt.

Zitat
Solani2
@HulksMother
Die Interventionsspirale ist ein Problem. Der Grund, wieso ich keine PDA haben wollte ist, dass es offensichtlich so ist, dass das medizinische Personal einen mit eher rumliegen lässt, wenn viel los ist, einem je nach Auslastungsgrad Wehenmittel oder Wehenhemmer gibt und dass dann am Ende eben Zange oder Saugglocke eher zum Einsatz kommen.



  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  LeoG
schrieb am 04.09.2019 10:30
Solani, so sehe ich das auch.

Lavendelzweig, genau darauf wollte ich hinaus ^^

Grüße


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  gelöschter User
schrieb am 04.09.2019 10:32
Überleg mal du gehst zum Arzt -egal zu welchem- und wirst dort immer über das worst case Szenario aufgeklärt. Das würde doch in vielen Fällen unnötig Panik schüren.

Natürlich betrifft einen das Thema mehr wenn man persönlich involviert ist. Aber das sind eben ganz geringe Fallzahlen (ich habe in den letzten Tagen Zahlen zwischen 0,5 und 4% gelesen für Frauen mit schwerwiegenden Geburtsverletzungen).

Alles im Leben ist mit einem Risiko verbunden.
Und ich finde gerade das Internet verstärkt den Eindruck, das "fast jeder Frau" was schlimmes passiert.

Ich möchte Geburtsverletzungen auf keinen Fall verharmlosen, aber Dinge, so wie sie Sonnenblume passiert sind, sind nicht die Regel.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  DOM82
Status:
schrieb am 04.09.2019 10:38
Also ich sehe meine Geburt nicht als Leistung an aber das ist wirklich sehr subjekti. Das Kind muss raus egal wie. Psychische Probleme mit KS entstehen eher, wenn sehr stark auf die vaginale Geburt versteift ist und unbedingt dieses Erlebnis haben will.
Mädels nur mit KS, ihr habt echt nichts verpasst. Ich finde, dass ein geplante KS für dir Psyche deutlich besser ist als Stunden der Wehen und dann doch einen NotKS. Es is4 sehr gut, dass KS eine Möglichkeit bietet das Kind zu gebären, sonst wären viele Frauen und Kinder nicht mehr unter uns und das darf man wirklich nicht vergessen.

Hier war gebären am Fließband. Als ich meinen Kreissaal bekam, war ich schon zu weit für PDA. Ja, wenn ich noch länger auf den Flur gewartet hätte, wäre mir das Kind auf den Boden geplumst.
Und wenn dieses Kind es bis zu Geburt schafft, dann wird es noch schlimmer, weil hier zwei Geburtsstationen geschlossen haben. Ich wollte übrigens noch die PDA aber zum Schluss wurde ich gefragt, ob ich noch Schmerzmittel nehmen möchte. Sogar der grobe Plan für die "selbstbestimmte" Geburt war dahin, weil kein Kreissaal frei war.
Wenn mir jetzt die Ärzte zum KS raten, dann werde ich es mir gründlich überlegen.

Ich bin schon für Aufklärung, sowohl für KS als auch die vaginale Geburt. Wobei ich nun nicht weiß, wie es bei mir im Kurs war, weil ich dann fast alle Stunden verpasst habe, da ich im Kkh mit vorzeitigen Wehen lag.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  berlink
Status:
schrieb am 04.09.2019 11:08
Zitat
Lavendelzweig
Überleg mal du gehst zum Arzt -egal zu welchem- und wirst dort immer über das worst case Szenario aufgeklärt. Das würde doch in vielen Fällen unnötig Panik schüren.

Natürlich betrifft einen das Thema mehr wenn man persönlich involviert ist. Aber das sind eben ganz geringe Fallzahlen (ich habe in den letzten Tagen Zahlen zwischen 0,5 und 4% gelesen für Frauen mit schwerwiegenden Geburtsverletzungen).

Alles im Leben ist mit einem Risiko verbunden.
Und ich finde gerade das Internet verstärkt den Eindruck, das "fast jeder Frau" was schlimmes passiert.

Ich möchte Geburtsverletzungen auf keinen Fall verharmlosen, aber Dinge, so wie sie Sonnenblume passiert sind, sind nicht die Regel.

Doch, eine Aufklärung gehört schon ganz allein zum Selbstschutz des Arztes dazu. Ob der Patient es hören will oder eben durchliest oder nicht, darf er entscheiden. Ich möchte die Einverständniserklärung unterschrieben haben... . Ich möchte nämlich nicht verklagt werden, weil ein Patient letztlich sich nicht gut genug aufgeklärt fühlt und dann angibt, er habe xyz nicht gewusst. Im Notfall, den ich dann aber rechtfertigen muss, sieht die Sache anders aus.




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