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  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mich
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  gelöschter User
schrieb am 30.08.2019 18:55
Solani, da stimme ich dir zu. Allerdings ist auch ein KS mit Anästhesie nicht ohne Risiko.
Da werden uns jetzt wohl nur noch Fallzahlen helfen smile
Aber ob das so genau fest gehalten wird...


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mich
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  Solani2
Status:
schrieb am 30.08.2019 21:40
Lavendelzweig, ich habe damals diesen Artikel mit Verweis gelesen. FAZ
Klar, eine Sectio bringt andere Risiken mit sich und mir persönlich graut es davor, mir den Bauch so weit aufschneiden zu lassen. Kurzfristig ist das Risiko bei der Sectio sicher am größten, aber die Spätfolgen einer Zangen oder Sauglockengeburt können wirklich heftig sein. Ich finde es jedenfalls gut, wie das bei uns in D gehandhabt wird. Ich habe ja schon Mal die Beschreibung von sonnenblumes Geburt gelesen und ich finde dass das, so wie sie es beschrieben hat, viel viel besser hätte gemacht werden können.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  Islamoos
Status:
schrieb am 31.08.2019 23:05
Ich habe als Ü40 Erstgebärende nach langer Kinderwunschzeit nach Abwägung einen Wunschkaiserschnitt gewählt. Und nein, Frau muss diesen nicht privat bezahlen, die Kliniken respektieren das nach entsprechender Aufklärung. Interessanterweise war es bei mir so, dass meine sehr gute Frauenärztin mich schon vorsichtig in diese Richtung beraten hat, mit dem Hinweis dass sie einige heftige Geburtsschäden erlebt hat. Bei der Vorbesprechung im Krankenhaus wollte mich die Assistenzärztin zur natürlichen Geburt überreden, während dann die Oberärztin meinte an meiner Stelle würde sie im fortgeschrittenen Alter auch für den Kaiserschnitt plädieren, zumal mein Blutdruck zum Schluss auch eher hoch war. Ich habe die Entscheidung nicht bereut. Die ersten drei Tage nach der Geburt sind natürlich beim Kaiserschnitt hart, es ist halt eine große Bauch-OP. Danach war aber alles sehr schnell wieder völlig ok und ich habe keinerlei Beschwerden, vor allem auch keinerlei Inkontinenz etc. Ich empfand den Kaiserschnitt in keiner Weise als schlimm, im Gegenteil.

Für mich hat aber auch den Ausschlag gegeben, das ich nach der langen KiWu-Zeit auch für das Kind bei der Geburt kein Risiko eingehen wollte, und nachdem ich einige Fälle von Sauerstoffmangel bei der Geburt kenne war das bei mir einfach auch psychologisch belastet. Wenn du weißt dass das jetzt nun die sehr wahrscheinlich letzte und einzige Chance auf ein Kind ist, willst du kein Risiko eingehen.


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.08.19 23:09 von Islamoos.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  HulksMother
schrieb am 01.09.2019 13:30
Ich wurde ganz klar in Richtung vaginale Geburt gedrängt. Ich schreibe bewusst vaginal und nicht natürlich, denn natürlich wollte man mir mit 42 in einer der angeblich besten deutschen Geburtskliniken bei der Vorstellung zur Geburt auch nicht mehr erlauben. Einleitung allerspätestens am ET, besser eine Woche vorher. Dass das Kind groß ist war klar, die Ärztin schätzte es vier Wochen vor Geburt auf 3600 g. Danach wurde nicht mehr gemessen. Und ich wurde nie über die Risiken aufgeklärt. Außer:,“ wir leiten immer bei Ü40 Frauen ein, sie wollen doch mit einem Kind im Arm nach Hause gehen...“ Und die Einleitung sei nur ein kleiner Stups fürs Kind und dann würde alles natürlich seinen Lauf nehmen... Alles andere seien Horrorgeschichten und sehr selten.

Ende vom Lied: brachiale Einleitung mit massiver Dosissteigerung bei komplett unreifen Befund, Wehensturm, haarscharf am Kreislaufzusammenbruch vorbei geschrammt, Wehenhemmer für 6 Stunden, damit ich mich erhole (haha) dann Wehentropf und PDA, kristellergriff und Saugglocke. Aufklärung dazu: „Ist es ok, wenn wir ein bisschen mithelfen, sie schaffen es ja nicht selber.“ Das war die Einverständniseinholung zu Kristellergriff und Saugglocke... Hebamme dann: „oh der ist ja groß!, deshalb gings nicht vorwärts.“ 4300 g.

Ergebnis: Drei große Risse zweiten bis dritten Grades, die aufs Schlimmste mit 16 Stichen von einer Ärztin im Praktikum stümperhaft zusammengeflickt wurden, und nun irreperable Senkungsprobleme zweiten bis dritten Grades, da ein Muskel dauerhaft geschädigt wurde und etliche Faszien zerrissen wurden, so dass zwischen den Muskeln quasi Löcher klaffen, durch die die Organe rutschen. Da kann man nur noch operieren, da Training nix bringt. Im Krankenhaus meinte man bei der Nachuntersuchung lediglich, dass das nunmal so sei, wenn man erst so spät Kinder bekommt.
2017.
Ich hab mich vorher viel belesen, aber zu den Risiken eines Geburtsstillstands und Geräteeinsatz findet man sehr sehr wenig. Und ich hatte nach den Wehensturm um eine sectio gebettelt. „Das schaffen sie schon, ist bald geschafft.“


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  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  Solani2
Status:
schrieb am 01.09.2019 13:59
@HulksMother
Das klingt nicht gut. Darf ich fragen, wie lange bei dir die Austreibungsphase gedauert hat und wie die Herztöne dabei waren? Bei mir hat die Austreibungsphase nämlich über 4h gedauert, was ungewöhnlich lang ist. Ich bin immer noch froh, dass mir die Zeit gegeben wurde und die beiden Damen nicht schnell ins Bett wollten ... bei mir würde zwar auch geschnitten und kristellert ganz am Ende, aber brutal war das nicht. Ich hatte auch danach keine Schmerzen oder Beschwerden, der Schnitt war auch schnell genäht.
Wenn ich so Geschichten wie deine lese, dann wird mir immer bewusst, dass ich mit der Hebamme und der Ärztin echt Glück hatte. Und natürlich auch, dass mein Kleiner so ein mega-fittes Kerlchen war und ist, weil wenn sein Zustand kritisch geworden wäre, dann hätte das für mich auch anders laufen können. Ich hoffe jedenfalls, dass ich im OP gelandet wäre.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  RoteBeete
schrieb am 01.09.2019 14:37
Ich wollte mal an dieser Stelle Danke sagen, dass ihr hier eure Erfahrungen niederschreibt. Habe vor kurzem einen Thread eröffnet mit dem
Thema wie die Geburt nach langer Kiwu Zeit war. Mir wird so langsam klar, was ich meine Ärztin fragen kann und welche Entscheidungen ich im
Voraus treffen könnte...ich bin 35, aber das gilt ja auch schon nicht mehr als „ideal“.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  HulksMother
schrieb am 01.09.2019 15:30
Solani2: Genau weiß ich es nicht mehr, aber ich meine, es waren auch 3,5 Stunden. Wir waren beide körperlich zu fit, so dass man mich hat immer weiter pressen lassen. Bis 20 Minuten vor Schichtwechsel, da hatten sie keine Lust mehr. Die Herztöne waren nur während des Wehensturms mies. Aber am Ende hatte er einen 10/10 Apgar Wert. Und er hat netterweise nicht ins Fruchtwasser gekackt, sondern der Ärztin auf den Kittel. Das hat uns viel Ärger erspart. smile
Am wütendsten bin ich eigentlich über die extrem nachlässige Versorgung direkt danach. Die komplett verpfuschten Nähte haben mir drei Monate riesige Probleme gemacht, jeder Arzt der danach das Massaker begutachtete war entsetzt, dass so etwas in einem deutschen Krankenhaus als Wundversorgung durchging. Aber der Kreißsaal wurde gebraucht und das Kind war ja da, also war für die Klinik der Fall erledigt. Wenns mir nicht gefallen würde, könnte ich das ja nachbessern lassen. und alles, was mir zur Heilung empfohlen wurde waren Sitzbäder. Erst meine Hausärztin hat sich erbarmt und mir eine antibiotische Salbe verschrieben.
Diese „so sind Geburten halt, hören Sie auf zu jammern und seien Sie dankbar“ Haltung, die einem als Patientin begegnet ist zum kot***.
Ich sag seit dem zu jeder Schwangeren in meiner Ungebung: Großes Kind, ältere Mutter, unreifer Befund = nimm ne Sectio, wenn Du Deinen Unterleib danach noch mögen willst.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mich
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  blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 01.09.2019 19:04
Zitat
Solani2
Kurzfristig ist das Risiko bei der Sectio sicher am größten, [...]

naja, auch das kann unangenehme Folgen haben, besonders in nachfolgenden Schwangerschaften. es erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Plazentaablösung - wusste ich auch nicht, bis ich das nach meiner Plazentaablösung mal nachgelesen hab.

Fakt ist einfach, dass alles Risiken birgt. je nach Alter und Vorgeschichte ist das eine oder das andere Risikoreicher. hinzu kommt auch, wer die Geburt begleitet: ein unerfahrener Arzt bei einer Sectio ist sicherlich risikoreicher als eine Hebamme bei einer Vaginalgeburt.

Und ebenso blöd ost, wenn sich eine Entscheidung dann halt als falsch herausstellt. auch hier liest man sehr oft von Frauen, die nach einer Sectio nochmals eine Geburt anstreben, weil sie das Geburtserlebnis wollen. oder dann eben wie hier von einigen, dass sie lieber eine Sektio gehabt hätten, weil die Vaginalgeburt nicht so gut lief.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mich
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  Solani2
Status:
schrieb am 01.09.2019 20:16
@blauesTeufelchen
Da bin ich voll bei dir. So wie es bei mir war, ist durch die lange Austreibungsphase das Infektionsrisiko für meinen Sohn auch gestiegen. Ihm wurde oft Blut abgenommen, die Entzündungswerte wurden noch 6 Tage nach der Geburt kontrolliert, weil seine Temperatur immer grenzwertig war (er ist heißblütig zwinker) und die Ärzte Sorge hatten, dass er sich im Geburtskanal infiziert haben könnte, obwohl der Strep B Abstrich negativ war, es sind einfach viele verschiedene Bakterien da, von denen einige gefährlich werden können, so würde es mir erklärt. Die Langzeitkulturen waren aber dann auch alle ok. Es gibt viele gute Gründe eine vaginale Geburt zu beschleunigen, die einem in der Situation nicht unbedingt klar sind.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  berlink
Status:
schrieb am 01.09.2019 23:12
Zitat
HulksMother

Ich sag seit dem zu jeder Schwangeren in meiner Ungebung: Großes Kind, ältere Mutter, unreifer Befund = nimm ne Sectio, wenn Du Deinen Unterleib danach noch mögen willst.

Genau! Ich plädiere auch für die Sectio. Dieses ganze heititei, was gerade auch aktuell auf so manchem Mamiblog und Hebammen/heilpraktikerblog und möglichst Hausgeburt usw. verkündet wird.... , finde ich falsch und kontraproduktiv. Die Kliniken sollten sich für ihre Sectiorate nicht weiter rechtfertigen müssen, werde sie aber weiter tun müssen und weiter unter Druck sein, die natürliche Geburt als das Optimum zu offerieren. Ich finde, besser nen sauberen Schnitt in der Bikinizone als irreparable Beckenbodenverletzungen.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  Solani2
Status:
schrieb am 02.09.2019 09:03
Das Problem ist ja, dass besonders ältere Mutter für diese romantisierte Vorstellung einer Geburt empfänglich sind, jüngere Frauen machen sich da oft viel weniger Gedanken vorab. Kommt dann auch klar aufs Umfeld an.
Eine liebe Freundin wollte nach einer Sectio unbedingt natürlich entbinden, für mich damals und heute auch, nachdem ich selbst eine Geburt erleben durfte, relativ unverständlich. Aber ich hatte auch keine Sectio unter Vollnarkose, ich kann nicht beurteilen, wie ich mich danach gefühlt hätte. Für sie war es wichtig. Sie hat das akribisch wie eine Mount Everest Besteigung geplant. Das KH gewechselt, sich eine Hebamme gesucht, die in den Kreissaal mitgekommen hat etc.. Und sie hat es geschafft und erzählt immer wieder gerne von ihrer Leistung, weil so empfindet sie es und ist dabei richtig stolz. Das kann sie auch sein. Meine Schwester hat sich mit einer ähnlichen Vorgeschichte für eine Wunsch Sectio entschieden und war und ist sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung und dem Geburtserlebnis.
Was ich damit sagen will und darum geht's ja in diesem Threads: Information und Vorbereitung! Keine Frau sollte sich während oder nach der Geburt ausgeliefert oder unzulänglich fühlen müssen. Ich habe übrigens auch schon stümperhafte genähte eitrige Kaiserschnittnarben gesehen und eine Bekannte hat mir letztens erzählt, dass ihr Scheidenriss 2. Grades ohne lokale Betäubung genäht wurde und der Arzt gemeint hat, sie solle sich nicht so anstellen. Man sollte vorab wissen, dass man sich eine solche Behandlung einfach nicht gefallen lassen muss!


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  RoteBeete
schrieb am 03.09.2019 10:56
Ich habe bei der VU meine FA explizit auf Beckenbodenschäden durch natürliche Geburt bei ü35 Frauen angesprochen und das hat sie mir gesagt:
- erstmal lässt sich pauschal vor der ersten Geburt überhaupt nichts sagen, weil die Beckenbodenbeschaffenheit von Frau zu Frau sehr individuell ist
- unter ihren Patientinnen wären Nonnen, die nie schwanger waren und einen ganz furchtbaren Beckenboden haben
- Frauen, die ausschließlich einen Kaiserschnitt hatten und trotzdem der Beckenboden in einem schlechten Zustand ist
- daraus lässt sich für eine Erstgebärende keine Empfehlung für oder gegen eine natürliche Geburt ableiten, es geht leider nur probieren und hoffen, dass es gut geht
- unbedingt danach Rückbildung machen und das auch ernst nehmen

Ah ja, in einem Zug hab ich auch noch wegen Enge/ Breite eines Beckens nachgefragt. Sie meinte, das kann man von außen überhaupt nicht beurteilen. Ein breites Becken kann Knochen haben, die ungünstig nach innen ragen und scheinbar enge Hüften anatomisch innen absolut problemlos sein. Solange es kein 5 kg Kind ist, kann man auch hier während der ss nicht sagen, wie die Geburt verlaufen wird.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.09.19 11:00 von RoteBeete.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  HulksMother
schrieb am 03.09.2019 16:59
Das Problem bei den Aussagen Deiner Ärztin ist, dass die allermeisten normalen vaginalen Geburten eher leichte, reversible Schäden am Beckenboden verursachen. Da hilft auch gut Beckenbodengymnastik.
Je nach körperlicher Grundvorraussetzung, Gewicht und Alter schwerer oder leichter.
Irreversible Schäden oder Schäden, die sich nur durch Operationen mildern lassen entstehen signifikant öfter, wenn mit Medikamenten wie Einleitung oder PDA in die Geburtsverläufe eingegriffen wird, so dass es zu der so genannten Interventionsspirale kommt. Stress beim Kind, Geburtsstillstand, extrem lange Austreibungsphasen führen zum Einsatz von Saugglocken oder ganz brachial Zangen, die sehr häufig Schäden verursachen.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  Solani2
Status:
schrieb am 03.09.2019 17:49
@HulksMother
Die Interventionsspirale ist ein Problem. Der Grund, wieso ich keine PDA haben wollte ist, dass es offensichtlich so ist, dass das medizinische Personal einen mit eher rumliegen lässt, wenn viel los ist, einem je nach Auslastungsgrad Wehenmittel oder Wehenhemmer gibt und dass dann am Ende eben Zange oder Saugglocke eher zum Einsatz kommen.


  Re: Aufklärung zur vaginalen Geburt: Eure Erfahrungen interessieren mi
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  Kala1005
schrieb am 03.09.2019 20:54
Was manche von euch erleben mussten und was für irreparable Schäden ihr zum Teil davon getragen habt, ist ja furchtbar.
Da traue ich mich fast gar nicht, auch mal ein schönes Geburtserlebnis zu beschreiben..


Ich war schon Ü40.
Ich wurde gut aufgeklärt im Vorgespräch, was alles passieren könnte und was das Personal dann machen würde. Ich konnte da auch sagen, was ich in welchem Fall wann gewollt hätte.
Mir wurde nie von vorn herein zum KS geraten aufgrund des Alters. Das das gemacht wird, habe ich erst hier gelesen..
Mein Entbindungs-KH ist allerdings auch keine Riesenklinik, sondern ein normales KH. Der Kreißsaal ist ein Hebammenkreißsaal.
Die Geburt war eine Eingeleitete. Ich hatte erst kaum Wehen und dann gings doch vorwärts und der Spatz war nach 4,5h geboren. Ich durfte viel intuitiv entscheiden und tun. Die Hebamme hat nur gelegentlich kurze Anweisungen gegeben oder mal einen Tipp. Ich glaube, es kommt auch sehr auf die Hebamme an, ob man mit Ruhe und Zeit durch eine Geburt geführt wird, oder ob sie nur mit dem Ganzen endlich "fertig" werden will..
Ja, ich hatte auch einen Zugang, aber der war nur zur Vorsicht. Medikamente habe ich, außer zur Einleitung, nicht erhalten.
Ein kleiner Dammriss wurde mit 2 oder 3 Stichen genäht. Allerdings hatte ich auch kein Riesenbaby, er war nur 50cm groß und 3470g schwer. Bleibende Schäden habe ich nicht. Rückbildung habe ich intensiv gemacht und habe das auch sehr ernst genommen.

Wenn ich euch so lese, komme ich mir mit meinen Erfahrungen wie eine Rarität vor.
Immer wieder lese ich "das Ziel ist ein gesundes Kind auf die Welt zu holen", aber welchen Preis manchmal die Mutter dafür zahlen muss, erzählt einem kaum jemand.. Schlimm..

Kala




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