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  Geburtsbericht einer verspäteten April Mami
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  Kate86
schrieb am 13.05.2019 18:49
Hallo ihr Lieben,

wir haben es nun auch endlich geschafft. Hier mein Geburtsbericht:

Wir sind am 26.04. nachts um 2.00 Uhr ins Krankenhaus da ich nun endlich Wehen hatte (war 8 Tage über dem ET). Zuhause ging es so um kurz nach 22:00 los, zuerst war ich mir nicht sicher ob es wirklich Wehen sind und ich habe noch recht lange zuhause gewartet, die Abstände der einzelnen Wehnen notiert und bin dann um 01:00 Uhr in die Badewanne. Die Wehen wurden nicht schwächer in der Wanne und daraufhin sind wir dann ins Krankenhaus gefahren. War auch total happy, denn ich hätte sonst eingeleitet werden sollen. Die Wehen waren auch auszuhalten. Muttermund war da auch schon 2 cm geöffnet. Es ging so weiter bis ca. 7 Uhr morgens, bei der Untersuchung des Muttermundes ist dann die Fruchtblase geplatzt und der Muttermund war auch vollständig offen.
Eigentlich alles super bis dahin. So blieb es leider nicht, da der Kleine sich nicht richtig ins Becken einstellen wollte und den Kopf nach hinten abgeknickt war. Ich habe dann eine PDA bekommen da die Schmerzen immer schlimmer wurden, leider brachte das nichts mehr. Es folgten nun Presswehen und leider durfte ich nicht pressen, nur atmen. Das war die Hölle.. Das ging dann knapp 3 Stunden so, der Druck und die Schmerzen waren nicht zum Aushalten. Ich durfte nur Liegen und mich jede zweite Wehe auf die andere Seite drehen. Dies sollte den Kleinen richtig in das Becken einstellen, das passierte allerdings auch nach knapp 3 Stunden Presswehen nicht. Die Presswehen kamen ins super kurzen Abständen und ich hatte keine Zeit mehr groß Luft zu holen. Diese 3 Stunden waren wirklich schlimm. der Druck und dann nicht pressen zu dürfen waren unerträglich. Zwischendurch wurde immer wieder Ultraschall gemacht, aber der Kopf lag immer noch nicht richtig. Die Herztöne sind immer wieder abgefallen, der Kleine hatte natürlich auch enorm Stress und als die Herztöne dann von 150 auf 70 abgefallen sind, wurde schnell gehandelt und ich sollte nun einen Kaiserschnitt bekommen. Ich war total fertig mit den Nerven, eigentlich wollte ich keinen Kaiserschnitt aber ich hatte richtig Angst um den Kleinen und willigte ein. Nun habe ich einen Wehenhemmer gespritzt bekommen und bin ganz schnell in den OP gebracht worden. Ich konnte durch die PDA meine beiden Beine nicht spüren, allerdings immer noch diesen schlimmen Druck.

Im OP ging alles recht schnell, die Herzfrequenz des Kleinen hat sich gebessert, allerdings war mein Puls recht hoch. Ich war natürlich auch sehr aufgeregt und habe geweint. Die Hebamme und die Anästhesistin waren toll und haben mich beruhigt und mir gut zugeredet. Der Kaiserschnitt an sich ging sehr schnell und der Kleine hat auch sofort losgebrüllt und ich war einfach nur glücklich das es ihm gut ging. Als ich ihn dann gesehen habe habe ich so losgeweint. Dieses Gefühl sein Kind das erste Mal zu sehen ist einfach unbeschreiblich. Der Kleine hat noch recht lange weitergebrüllt zwinker Der Kleine Mann wog 4080 g, ist 55 cm groß und hatte einen Kopfumfang von 36,5 cm.

Zwischendurch ist die Hebamme rüber zu meinem Mann der im Kreissaal gewartet hat. Er hat den Kleinen kurz gezeigt bekommen, bevor er dann direkt zu mir auf die Brust kam. Ich bin im Nachhinein froh, dass er nicht mit in dem OP war. Es war sehr wuselig und ich glaube er hätte das nicht so gut verkraftet. Im Kreissaal war mein Mann ganz toll und hat mir sehr geholfen, gerade was die schlimme Presswehen-Phase anging.

Wir waren noch knapp 3 Stunden im Kreissaal, ich hatte ein starkes Zittern am ganzen Körper von den Medikamenten und der PDA, vermutlich auch durch die starken Schmerzen und Anspannung. Der Kleine war die ganze Zeit auf meiner Brust. Danach sind wir in ein Familienzimmer gekommen. Ich bin sehr froh, dass mein Mann die ganze Zeit über bei mir geblieben ist, denn durch den Kaiserschnitt konnte ich die ersten 24 Stunden nicht aufstehen und danach nur mit starken Schmerzen. Den Kleinen sollte ich nicht tragen und nur kurz mal hoch heben. Ohne meinen Mann hätte ich das nicht geschafft.

Wir sind dann nach 6 Tagen am 01.Mai nach Hause entlassen worden.

Im Nachhinein war der Kaiserschnitt die einzig richtige Entscheidung. Es wurde noch festgestellt, dass die Nabelschnur ein paar Mal um den Kopf des Kleinen gewickelt war und meine Plazenta an der Bauchdecke festgewachsen war. Selbst wenn ich eine normale Geburt gehabt hätte, hätte ich eine OP benötigt um die Plazenta zu entfernen.

Wir haben uns mittlerweile ein bisschen eingelebt und der Kleine wächst und gedeiht. Stillen klappt nicht, dafür habe ich eine Pumpe und kann abpumpen, denn genug Milch habe ich zum Glück. Wir sind noch dabei uns von der Geburt zu erholen.


  Re: Geburtsbericht einer verspäteten April Mami
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  Kluntjemedroom
schrieb am 14.05.2019 19:35
Hallo Du! Ich gratuliere Euch zur überstandenen Geburt! Es tut mir leid, dass es so ein Krimi war und so wenig mit den schönen Geburtserlebnissen zu tun hatte, von denen man oft liest. Ich hoffe, Du kannst das Erlebte schnell hinter Dir lassen. Ich habe an die erste, katastrophale Geburt praktisch keine Erinnerungen mehr, auch die zweite ist nach über 3 Jahren nur noch eine neblige Geschichte. Was bleibt ist die Freude über die zwei kleinen Knilchis, die hier rumtoben. Genieß die Zeit und vielleicht klappt das ja mit dem Stillen auch noch. Alles Gute!


  Re: Geburtsbericht einer verspäteten April Mami
avatar  Gretchen83
Status:
schrieb am 15.05.2019 20:10
Liebe Kate,

Allerherzlichsten Glückwunsch zur Geburt von deinem gar nicht so kleinen Zwerg!
Krasse Geburtsgeschichte - teilweise ähnlich mit unserer, die gerade noch knapp ohne KS abging, aber ich hatte schon fest damit gerechnet.... ich drück dich mal ganz ganz fest und wünsche dir von ganzem Herzen, dass du das Erlebte gut verarbeiten kannst. Wenn du merkst dass es nicht alleine geht, kann ich dir nur aus eigener Rfahrung raten dir bald Hilfe zu suchen streichel Das macht soooo viel aus! Gerade auch bzgl Stillen. Ich hatte eine mega tolle IBCLC-Stillberatung, die meine gesamte Stillbeziehung gerettet hat, und ich war wirklich drauf und dran aufzugeben! Ich bin sehr sauer Reines Abpumpen ist sehr sehr anstrengend, klar ist es machbar aber wirklich noch mal ne nummer größer weil zeitaufwendiger und unpraktischer als direkt Stillen (was im Gegensatz zu dem was ich so erwartet hatte am Anfang echt auch kein Zuckerschlecken ist, aber wenn es mal läuft, ist es einfach super). Mit der richtigen Hilfe schaffst du evtl. den Switch! Natürlich ist es genauso machbar und total ok wenn nicht, versteh mich bitte nicht falsch. Ich weiß nur aus eigener ERfahrung dass es oft so wirkt oder gerade im KH man gesagt bekommt dass Stillen nicht klappt, dabei liegt es oft nur an der TEchnik und dem richtigen Gezeigtkriegen.

Alles Liebe und viel viel Freude mit deinem wunderbaren kleinen Mann!




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