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  Nüchternwert senken oder das neue Geschäft mit SS-Diabetis?
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  kathi06
Status:
schrieb am 13.04.2019 09:59
Hallo ihr Lieben,

ich messe jetzt in der zweiten Woche meinen Blutzucker. Nach dem Essen sind meine Werte in Ordnung, sowohl nach Frühstück, Mittag, Abendbrot. Die Diabetologin ist zufrieden und hatte an meiner Ernährung tagsüber nichts auszusetzen.
Ich habe jetzt noch eine Woche Zeit, um meinen Nüchternwert in den Griff zu bekommen, schwankt zwischen 95-104mg/dl. Egal was ich abends als Spätmahlzeit esse oder auch nicht esse, der Wert kommt nicht unter 95.
Ich möchte nicht spritzen und frage mich sowieso schon die ganze Zeit, wie schlimm ein kleiner Ausreißer wirklich ist. Ich bin in einer Gestationsgruppe,und mich schockiert es, dass da teilweise zig Schwangere vor Termin eingeleitet werden oder gleich Kaiserschnitte bekommen und am Ende kommen 2900g Babys zur Welt. Auch bei meiner Diabetologin fiel es mir auf. Eine Patientin fragte, ob sie beim Gynäkologen gelandet sei, ich war eine von 5 Schwangeren. Meine Diabetologin grinste und meinte, ja es nehme zu. Aber nimmt es wirklich zu? Wie viel Geldmacherei steckt dahinter? Meine FÄ sieht es relativ entspannt, unser Bauchzwerg ist normal entwickelt und ich gehöre auch nicht zu den Schwangeren, die Angst vor einem 4kg haben, aber natürlich möchte ich unserem Zwerg einen guten Start ins Leben ermöglichen. Mir wurde gestern gleich mitgeteilt, dass ich ja nun risikioschwanger sei und man einleiten würde am ET. Moment- habe ich da vielleicht auch noch ein Wort mitzureden? Ich bin bereit etwas zu tun, wenn es wirklich nötig ist, aber wir reden hier von einem Wert, der bei Nichtschwangeren ok wäre. Wieso sind die Richtlinien bei Schwangeren überhaupt so streng, wenn allein die Hormone das Insulin ankurbeln? Ich verstehe das alles noch nicht so richtig und jetzt passiert genau das, was ich nicht wollte, meine Schwangerschaft wird von Schulbuchmedizin und Normwerten bestimmt. traurig

Kann mir jemand aus Erfahrung weiterhelfen? Ich hadere mit mir, inwieweit ich mich nun in diese engmaschige Insulinspirale begeben soll.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.04.19 10:01 von kathi06.


  Re: Nüchternwert senken oder das neue Geschäft mit SS-Diabetis?
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  iorana
Status:
schrieb am 13.04.2019 10:29
Hallo Kathi,

So richtig helfen kann ich dir da auch nicht. Eventuell würde es aber Sinn machen, wenn due Möglichkeit besteht, eine zweite Meinung einzuholen. Ich hab das Gefühl, dass alles immer sehr von den jeweiligen Ärzten / Beratern abhängt.
Meine Frauenärztin scheint bei allen Fragen immer Tiefenentspannung zu sein. Frei nach dem Motte "Kinder gebären ist das natürlichste auf der Welt, wird schon werden", bei anderen hab ich da eher ein gegenteilige Gefühl.

Man will natürlich nicht das das Baby einen Schaden nimmt, dass kann ich verstehen, aber wenn eigentlich alle Werte super sind. Und der eine nur Minimal drüber. 🤷‍♀️
Due Frage ist ja eher heute welche Möglichkeiten du noch hättest dich aus der Spirale rauszuziehen.

Ich für meinen Teil bin grad froh, dass ich nur den kleinen test hatte und der gut lief.

Hättest du die Möglichkeit eine zweite Meinung einzuholen?
LG, Annika


  Re: Nüchternwert senken oder das neue Geschäft mit SS-Diabetis?
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  blackmoon
Status:
schrieb am 13.04.2019 10:48
Hallo Kathi,

ich bin, wie in einem anderen Thread bereits erwähnt, ein Augusti 2018. Bei mir sahen die Werte genau gleich aus, wie bei Dir. Ausschließlich der Nüchternwert war minimal erhöht. Ich war schon zuvor als Risikoschwangere eingestuft, aufgrund meines Alters, einer vorangegangenen Eileiterschwangerschaft und der IVF. Ich bin seit sehr vielen Jahren Krankenschwester und habe mich natürlich über die Jahre auch mit Diabetes beschäftigt.
Gut ist, dass man sehr schnell als Risikoschwangere eingeschätzt wird, denn so wird doch etwas genauer überwacht. Auch wenn ich nicht glaube, dass der sehr gering erhöhte Nüchternwert dem Baby direkt schadet, so ist es doch sinnvoll zu schauen, ob es negative Auswirkungen gibt. Ein Neugeborenes mit 4 kg kann natürlich auch ohne Diabetes sein, aber ein aus den Fugen geratenes Abdomen eines Säuglings, zu wenig Fruchtwasser usw. sollte schon erkannt werden und notfalls eben Konsequenzen daraus gezogen werden.
Ich arbeite seit Jahren in der Notfallmedizin, in Häusern ohne Kinderärzte und bin somit eine derjenigen, die auch zu einem Säuglingsnotfall gerufen wird. Das sind immer die schlimmsten Anrufe, für jeden von uns. Oft kann man nicht direkt erkennen, welches Problem vorliegt. Umgangssprachlich heißt es immer "schlechtes Kind" oder "Anpassungsstörung". Sehr oft verlegen wir diese Babys zwangsläufig in ein Haus mit Säuglingsintensiv, da natürlich keiner das Risiko weiterer Komplikationen, bei denen "wir" dann nur begrenzt eingreifen können, eingehen möchte. Schon unsere Versorgung eines "schlechten" Kindes ist für jede Mutter Horror. Natürlich konzentrieren wir uns voll auf das Baby, dies bedeutet aber, dass es nicht bei der Mutter ist, dass diese vielleicht nur den ganzen Stress mitbekommt, aber minutenlang nicht, was nun das Problem ist. Diese Minuten fühlen sich wie Stunden an. Habe dies ja leider aus einem anderen Grund selbst erlebt...
Passieren kann so etwas natürlich immer, auch ohne SS-Diabetes. Doch das Risiko erhöht sich deutlich dadurch. Daher ist eine genaue Diagnostik im Verlauf der Schwangerschaft in meinen Augen schon sinnvoll.
Ich selbst zweifle aber natürlich auch. Ich sollte direkt abends Insulin spritzen, weil mein Wert am Morgen um 2 zu hoch war. ICH habe mich geweigert. Habe engmaschig meinen BZ kontrolliert, auch über den Tag, obwohl er dann immer unauffällig war.
Ob es wirklich ein Geschäft ist, ist die Frage. Sicher ist aber, dass man leider irgendwo Grenzen setzen muss und diese, wenn auch nur um 2 Punkte überschritten, fest gelten.
Dass man bei einem ausgeprägten SS-Diabetes am Termin einleitet, oder bei einem auffälligen Kind auch schon vorher, finde ich im Grunde nicht verkehrt. Ich selbst habe mich für eine Einleitung an 39+6 entschieden, da mein Kind im US immer grenzwertig war. Mein BZ war zu diesem Zeitpunkt schon über 3 Wochen immer im Normbereich. Dass alles dann anders kam, hatte nichts mit dem SS-Diabetes zu tun.

Es ist ein sehr schwieriges Thema, zumal ein SS-Diabetes absolut nicht mit einem Typ1 oder 2 Diabetes gleichgesetzt werden kann... Ein SS-Diabetes ist immer sehr schwer zu kontrollieren, kann aber schwerwiegende Folgen haben - für 2 Menschen. Das Kind muss nicht unbedingt sehr schwergewichtig sein, es gibt sehr viele Säuglinge, die normalgewichtig oder sogar sehr leicht zur Welt kommen und dann selbst tagelang mit dem BZ zu kämpfen haben.

Ich würde es wieder so machen, wie ich es in meiner Schwangerschaft gemacht habe: Ich habe meinen Zucker gut überwacht, mich an die Ernährungsempfehlungen gehalten, Insulin abgelehnt, hätte es aber auch sofort genommen, wären die Werte wirklich auffällig gewesen, also z.B. der Nüchternwert täglich über 100 bzw. 1 Stunde nach dem Essen höher als der Grenzwert, der bei mir bei 140 lag.
Natürlich entscheidet jeder selbst, was für ihn das Beste ist. Ich habe ja auch den Vorteil, dass ich mich ein wenig auskenne, doch alles sollte man auch nicht hinnehmen. Leider haben die Diabetologen inzwischen so viel zu tun (resultierend aus dieser ganzen Geschichte mit den minimal erhöhten Werten), dass auch die wirklich nötige Zeit für eine umfassende Erklärung und das gemeinsame Finden eines guten Wegs, eben auch ohne Insulin, nicht mehr da ist. Dennoch: hake ruhig immer wieder nach, ob diese doch sehr "harten" Konsequenzen, wie das Spritzen von Insulin, schon jetzt unbedingt nötig sind.
Ich drücke Dir die Daumen, dass es keine Komplikationen gibt und Dein BZ sich einfach wie meiner verhält. Und schränke Dich nicht zu sehr ein, es ist ja ein SS-Diabetes, Deine Insulinproduktion besteht also eigentlich unverändert, wird eben durch die Hormone beeinflußt und wie wir alle wissen, schwanken auch die Hormone enorm, v.a. in einer Schwangerschaft zwinker

Ganz liebe Grüße bm winken


  Re: Nüchternwert senken oder das neue Geschäft mit SS-Diabetis?
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  KiLiLu
Status:
schrieb am 13.04.2019 17:48
Du sprichst mir aus der Seele.

Auch mein Arzt (der FA) sagte, dass es an Geldmacherei grenze. Ich hab es dir ja schon geschrieben. Würden wir uns an die Vorgaben der Diabetologen halten und tatsächlich die Menge an KH verputzen, die empfohlen wird, wären wir alle insulinpflichtig. Meine Diabetologin ist ziemlich pampig geworden, als bei mir in 3 Wochen ein einziger Wert bei 145 lag. Gehts noch?
Mein Sohn kam dann bei 36+5 mit gerade mal 2800g. Und auch mir wurde mit der Einleitung gedroht.

Mein Arzt erzählte dann, dass einer der Menschen, die die neuerdings so strengen Grenzwerte festgelegt haben, hier im KH arbeite. Zumindest bis vor ein paar Jahren. Dieses KH ist sehr in Verruf geraten, weil auf der Säuglingsstation zwei Babys dank MRSA gestorben sind. Man brauchte also dringend neue Patienten und so wurden einfach alle Babys von insulinpflichtigen Mamas ohne direkten Grund auf die Säuglingsintensiv verlegt. Mein Arzt sieht dahinter eineindeutiges Geschäft.

Und wenn die Diabetologen sich hartnäckig weigern, sich auch die Werte und Maße vom Baby anzuschauen, bevor sie Insulin verschreiben, dann meinte mein Arzt, solle ich lieber Werte frisieren. Er sei strikt dagegen, dass ich Insulin spritze, wenn sich mein Baby doch normal entwickelt. Er sagte, ein echter insulinpflichtiger Diabetes sei wahnsinnig selten.

Es hat schon einen Grund, warum egal welcher ogtt eine Igel-Leistung ist. Theoretisch reicht es auch, wenn man eingreift, wenn sich im Urin Glucose findet. Oder wenn das Baby eben deutlich zu groß ist etc.

Die Grenzwerte für uns Schwangere sind übrigens deshalb strenger, weil wir eben zu zweit sind. Unser Baby hat ja auch eine Pankreas und verarbeitet den Zucker. Mein Vater, echter Diabetiker, hat die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen, als er meine Vorgaben und Pläne sah.

Und noch ein Tipp: die Wahl des richtigen Messgeräts kann den entscheidenden Unterschied machen. Unbedingt eins kaufen mit Hämatokrit-Korrektur. Ich habe jetzt das Akku-Chek Advance Gold und es ist erheblich (!!!!!!) netter zu mir als jegliche Contour-Geräte. Die Geräte bekommt man übrigens kostenlos beim Hersteller im Netz. Sie verdienen alle an den sündhaft teuren Teststreifen.


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  Re: Nüchternwert senken oder das neue Geschäft mit SS-Diabetis?
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  pyunk
schrieb am 13.04.2019 21:26
Hallo Kathi.

Mir sprichst du auch aus der Seele.
Grade diese Einleitung an ET erfüllt mich mit großer Sorge.
Aufgrund einer früheren Gebärmutteroperation habe ich (vermutlich unbegründet) Angst vor einem Gebärmutterriss. Irgendwie habe ich so die Vorstellung, dass eine Einleitung das Risiko dafür erhöht (wegen heftigerer Wehen).
Das heißt dann doch in Kombination, dass ich einen Kaiserschnitt bekommen muss. Und das ist ja nun auch mit Risiken verbunden.

Meine OGTT Werte waren: 97/106/103
Die Diabetesberaterin sagte mir unter der Hand nach zwei Wochen Messen und lediglich einem Wert über 140 (nach Lasagne+Lion), dass erst Werte über 160 "schlimm" sind.
Ist es nicht absurd, dass solche Werte solche krassen Konsequenzen haben sollen (Geburtsart wird bestimmt).
Ich sehe ja noch ein, dass man es weiter beobachtet. Denn es kann ja noch schlimmer werden. Aber wenn es nicht schlimmer wird, dann sollen sie mich doch bitte in Ruhe lassen.
Und alle anderen auch.

Grüße, pyunk


  Re: Nüchternwert senken oder das neue Geschäft mit SS-Diabetis?
avatar  La esperanza**
Status:
schrieb am 13.04.2019 21:39
Ich sehe as Thema Diabetes nicht so locker.
Früher haben die Frauen 4 kg Kinder bekommen und waren noch stolz drauf wie gut sie ihre Kinder genährt haben.
Heute weiß man warum die Kinder so schwer sind.
Ein unbehandelter Diabetes hat Folgen für Mutter und Kind.
Ich wollte nicht eine Frühgeburt riskieren weil ich zu viel FW habe, oder einen KS weil das Kind zu viel Platz hat sich ständig hin und her zu drehen und nicht in SL bleibt.
(Ok, bei meinem Sohn wars dann ne Frühgeburt und KS aber aus anderen Gründen).
Auch wollte ich nicht dass die Bauchspeicheldrüse vom Kind, mich ausgleichen muss und es nach der Geburt Probleme hat seinen Zucker zu halten und generell wollte ich nicht das Diabetesrisiko meiner Kindern erhöhen.

Ich habe gespritzt und ab da ging es mir besser, wieder mehr Lebensqualität und essen dürfen statt hungern zu müssen.
Hatte es aber auch echt extrem. Ich konnte nicht mal ein paar Käsestücke essen oder 1/2 Apfel ohne dass meine Werte explodiert sind.

Diabetologen hatte ich bei meiner Tochter einen ganz schlimmen. Es hieß immer Diät machen und gleichzeitig wurde geschimpft warum ich nicht über 50 kg komme. Die waren sehr streng und darauf bedacht es ohne Insulin zu schaffen. Ich hatte jeden Tag den ganzen Tag Hunger. Es war schrecklich.

Bei meinem Sohn hab ich dann gewechselt und die war sooo toll.
Entspannter was sie Werte betrifft und sagte wenn ich nur einen Tag Hunger leiden muss, darf ich Insulin haben.

Zum Vergleich, meine Tochter hatte 38+0 2100g und mein Sohn an 34+4 2000g.
Sie war vermutlich ausgehungert weil ich gehungert hatte und wie sollte dann was bei ihr an kommen.
Es wurde auch eingeleitet aber eben weil sie nicht mehr zugenommen hat.
Warum man aber nicht über Termin darf, verstehe ich bis heute nicht.
Zudem war es auch ein kleines KH ohne Kinderstation, trotz dass ich Insulin spritzen musste.
Also es geht schon alles wenn man mit den Leuten redet.

Beide hatten auch nach der Geburt keine Probleme ihren Zucker zu halten.


  Re: Nüchternwert senken oder das neue Geschäft mit SS-Diabetis?
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  kathi06
Status:
schrieb am 13.04.2019 22:55
Die Genauigkeit der Contour-Geräte zweifle ich auch an. Ich habe bei gleicher Messzeit teilweise Abweichungen von 20mg/dl, wenn ich testweise zweimal gemessen habe.

Meine FÄ sieht das Ganze zum Glück auch entspannter und sagte, die Entwicklung des Kleinen ist vollkommen unauffällig und ich solle mich erstmal entspannen.
Ich werde mal abwarten, wie sich die Werte bis nach Ostern entwickeln.
Ich bin in einer Diabetis Gruppe für Schwangere bei Facebook und da schrieb mir eine Userin, dass ihr Arzt erst bei Nüchternwerten über 110mg/dl mit Insulin aktiv wird. Das scheint also auch noch jeder anders zu handhaben. Eine Freundin von mir hatte auch leichten Diabetis und hat sich gegen den Willen der Ärzte durchgesetzt und nicht gespritzt. Ihre Tochter kam mit 3200g und kerngesund spontan zur Welt. Und sie hat mir gleich gesagt, dass die in der Praxis, wo ich jetzt auch bin, sehr schnell mit Insulin sind.
Ich überlege gerade ernsthaft mir für nächste Woche noch einen US-Termin geben zu lassen, um den Kleinen nochmal genau vermessen zu lassen. Werde Dienstag auch nochmal mit meiner Hebamme darüber sprechen.

Liebe Grüße
Kathi


  Re: Nüchternwert senken oder das neue Geschäft mit SS-Diabetis?
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  pyunk
schrieb am 14.04.2019 12:01
Es geht nicht darum, Schwangerschaftsdiabetes auf die leichte Schulter zu nehmen.
Ich sehe das auch überhaupt nicht locker. Sondern habe mir schlimme Sorgen gemacht.
Aber hier geht es um falsch positive Diagnosen.
Der Nüchternwert für die Diagnose scheint mir persönlich etwas zu niedrig (mein OGTT war 97/106/103, also war meine Insulin-Reaktion auf Zucker doch ok)

Ich glaube, es werden teilweise Schwangere pathologisiert, bei denen das nicht richtig ist.
Und man macht sich Sorgen und wird eingeschränkt und bevormundet bzgl Geburtseinleitung...

Es gibt Schwangerschaftsdiabetes, und wenn ich wirklich einen hätte, wäre ich froh, wenn es behandelt wird. Mit Insulin und allem drum und dran.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.04.19 12:05 von pyunk.


  Re: Nüchternwert senken oder das neue Geschäft mit SS-Diabetis?
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  kathi06
Status:
schrieb am 14.04.2019 13:53
@ pyunk: Genauso sehe ich das auch! Ich bin definitiv dafür bei akut hohen und vor allem dauerhaft erhöhten Werten zu agieren. Aber ich bin jetzt das fünfte Mal schwanger und ich empfinde jede Schwangerschaft als zunehmend belastender. Aber nicht, weil es mir nicht gut geht, sondern weil man dauerhaft in die Maschinerie der Schulbuchmedizin gezwängt wird. Man ist heute nicht mehr schwanger, sondern krank. Frauen haben schlaflose Nächte Dank Pränataldiagnostik oder sie haben schlaflose Nächte, weil sie weitere Diagnostik ablehnen (selbst erlebt) und sich dafür rechtfertigen müssen. Kaum eine Frau schafft es heute noch gesund bis zum Mutterschutz zu kommen. Hebammen werden von Ärzten verdrängt, man befindet sich als Schwangere ständig in einem Kampf zwischen Arzt und Hebamme und einem Kampf mit sich selbst, weil natürlich möchte man ein gesundes Kind und man fühlt sich beinahe schlecht und verantwortungslos, wenn man sich auf Meinungen von Ärzten mal sprichwörtlich "draufsetzt". Sorry, aber glücklich und entspannt schwanger sieht anders aus. Mir wird diese Schwangerschaft, auf die ich mich so gefreut habe, gerade total versaut, weil ich jetzt fast wöchentlich zwischen Diabetologe, Arzt und Hebamme pendle, wobei die Hebamme der schönste Teil der Vorsorge ist.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.04.19 14:11 von kathi06.


  Re: Nüchternwert senken oder das neue Geschäft mit SS-Diabetis?
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  Herzmuschel
schrieb am 14.04.2019 15:53
Bei mir war es auch so. Bloß der Nüchternwert zu hoch und nicht beeinflussbar.
Ich war in einem norddeutschen Kompetenzzentrum für Ss Diabetes. Alle zwei Wochen wurden die Werte kontrolliert und die sagten immer, so lange die Maße stimmen kein Insulin, sonst bestehe die Gefahr, dass man die Kinder klein spritze.
Bei meinem war bzgl der Diabetes alles gut. Er kam aber zu früh und von daher weiß ich, dass kleine Kinder nicht weniger Verletzungen machen.....


  Re: Nüchternwert senken oder das neue Geschäft mit SS-Diabetis?
no avatar
  kekskeks
schrieb am 14.04.2019 23:45
Hallo Kathi,

mir wurde in meiner 1. Schwangerschaft (anno 2006) allein aufgrund der Kindsgröße "diagnostiziert", daß ich ja nur SS-Diabetes haben kann - was folgte, war ein Tag sofortiger stationärer Aufenthalt mit Blutzuckertagesprofil. Nachts bei der letzten Messung wurde ich dann angepampt, ich solle gefälligst mal etwas essen, der BZ sei ja viel zu niedrig. Alle Werte waren top, ich habe mich daraufhin selbst entlassen und war nicht mehr gut zu sprechen auf solche Diagnosen. Damals zu der Zeit war auch der OGTT nie wirklich Thema, das kam erst später.

Bei der Aargauerzeitung kann man online übrigens mal eine Schweizer Sicht der Dinge lesen: "Heikler Diabetes-Test: Ein einziger Messwert macht Schwangere krank"
von Cornelia Eisenach - Nordwestschweiz 6.12.2017

Ich kann natürlich nichts dazu sagen, ob bei Dir nun Diabetes vorliegt oder nicht, aber bei so geringen Überschreitungen würde ich als erstes mal daran denken, ob die Abweichungen signifikant sind und vielleicht am Gerät oder der Handhabung liegen könnten?


  Re: Nüchternwert senken oder das neue Geschäft mit SS-Diabetis?
no avatar
  Maya84
Status:
schrieb am 16.04.2019 21:02
Ich wurde in meiner Schwangerschaft auch mit SS-Diabetis abgestempelt. Die Labortussi hat dann noch so abfällig zur Anmeldedame gesagt: "Noch eine, die wir gefangen haben." Bei mir war lediglich der 2 Stunden-Wert um 2 Punkte zu hoch, alle anderen Werte waren gut. Ich musste also täglich nüchtern, vor dem Essen, eine Stunde nach dem Essen, 2 Stunden nach dem Essen messen. Mein Nüchtern-BZ war nie höher als 90. Ich habe kein Insulin gespritzt und ganz normal gegessen. Wenn ich was sehr süßes gegessen habe, dann konnte mein BZ auch mal etwas höher gehen, aber idr war er im Normbereich. Da mein Mann selbst Arzt ist und ständig mit Diabetis zu tun hat, haben wir das privat beobachtet. Ich bin nur ein einziges Mal bei der Diabetologin gewesen. Mich hat das so dermaßen gestresst, dieses ständige Messen. Ich habe das dann auch etwas reduziert.
An 39+4 wurde ich eingeleitet wegen zu hohem Blutdruck und meine Tochter wurde an 40+1 per Section geboren wegen Kopf-Becken-Missverhältnis. Sie wog 3600g und hatte keinerlei Anpassungsstörungen bzw Probleme mit dem BZ.
Mein Mann hat das alles auch locker gesehen und hat immer nur müde gelächelt wie extrem die Grenzwerte sind.




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