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  Dammmassage sinnvoll?
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  Nurul
schrieb am 14.02.2019 18:18
Hallo,

ich bin nun in der 24 SSW und soweit geht es mir und dem kleinen Wurm super gut. Sowohl Hebamme als auch Gynäkologin sind zufrieden.

Weil ich in diesem Artikel hier gelesen habe, dass es sinvoll wäre Dammmassagen zu machen, wollte ich hie rnun einmal nach Erfahrungen fragen. Macht das wirklich Sinn? Mindert dass das Risiko des Dammschnitts?

LG


  Re: Dammmassage sinnvoll?
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  nickelpig
schrieb am 14.02.2019 19:06
Die Hebamme im GVK hatte eine Studie zitiert, die besagt, dass zumindest das Risiko größer Verletzungen vermindert wird. Ein Schnitt sei ganz selten notwendig. Je nach Krankenhaus wird dieser jedoch recht schnell gemacht.


  Re: Dammmassage sinnvoll?
avatar  Dream2012
schrieb am 15.02.2019 09:50
Huhu,

ich würde sogar die Aussage in den Raum werfen, dass ein Dammschnitt nicht nur je nach Krankenhaus recht schnell gemacht wird, sondern sogar je nach Arzt. schweigen

Aber zum Thema:
Ich habe 3 große und schwere Kinder geboren mit über 4000 Gramm. Beim 1. habe ich mich regelmäßig durch die Dammmassage gequält, weil ich Sorge hatte, dass ich es sonst hinterher bereue. Beim 2. habe ich versucht daran zu denken und es gelegentlich gemacht. Beim 3. habe ich das Öl gekauft und es steht bis jetzt ungeöffnet im Schrank. Bei der 1. Geburt hatte ich einen kleinen Riss an der Schamlippe und ein paar Schürfungen, beim 2. nichts und beim 3. auch nicht und der Damm hat überhaupt nie Probleme gemacht. Und das war immer eine meiner ersten Fragen nach der Geburt, was denn bei dem Gewicht nun alles "kaputt" ist. Ich wars nicht

Kurzer Exkurs: Himbeerblättertee ist ja auch so ein Thema, auf das die einen schwören und die anderen davon abraten. Meine Hebamme vertritt z.B. die Meinung, dass davon schon alles "schön weich" wird, allerdings sieht sie darin mehr Nachteile als Vorteile in Hinblick auf Geburtsverletzungen. Zitat: "Wenn eine Frau Himbeerblättertee getrunken hat und reißt, dass reißt sie wie ein Reißverschluss auf, weil alles so butterweich ist. Und beim Nähen hat man die größten Probleme."

Was ich damit sagen will: Du wirst hier keine eindeutige Antwort bekommen, sondern anhand der Erfahrungsberichte eine Entscheidung für dich und deinen Körper treffen müssen. Ich für meinen Teil bin froh, dass ich mir die Dammmassage bei Kind 2 und 3 nicht mehr angetan habe und auch nie Himbeerblättertee getrunken habe.

Alles Gute dir!

LG Dream


  Re: Dammmassage sinnvoll?
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  suny07
Status:
schrieb am 15.02.2019 11:30
Hallo,

also ich habe beim ersten Kind kein Himbeerblättertee getrunken, aber Dammmassage gemacht wurde geschnitten (ist allerdings 15 Jahre her) da war es noch die Regel.
Beim zweiten Kind habe ich keine Dammmassage gemacht, aber Himbeerblättertee getrunken hatte einen Riss 2 Grades, der sich aber super nähen lies und auch prima verheilt ist. Bei den beiden letzten Geburten, immer Leinsamen plus Himbeerblättertee immer Riss 1 Grades musste nicht genäht werden, ist super verheilt.

Meine Kinder waren alle um 3500g.

Ich schwöre auf Himbeerblättertee, aber mit Pausen und in Maßen...

Es ist von Frau zu Frau unterschiedlich, und hat viel mit dem Bindegewebe zu tun. Mach es nach Gefühl, tut es dir gut und du hast ein positives Gefühl dabei dann denke ich spricht nichts dagegen. Ist es unangenehm oder du hast kein gutes Gefühl, dann lass es einfach.
Wichtiger ist die Geburtsposition, denn die macht es eigentlich aus ob man reißt (oder wie stark) oder nicht. Am besten ist es in der Hocke, Rückenlage ist in allem am schwierigsten!

Ich drücke dir die Daumen, das alles gut verläuft.

Du kannst übrigens beim Info Abend im Krankenhaus nachfragen, wie sie zum schneiden stehen... die meisten machen das Heutzutage wirklich nur noch im "Notfall"

LG suny


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  Re: Dammmassage sinnvoll?
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  Solani
Status:
schrieb am 15.02.2019 12:57
Hallo Nurul,

ich habe in den letzten 2 Wochen vor ET tgl. eher halbherzig massiert. Also schon mit Druck aber nicht besonders lange. Ich wurde geschnitten (mit vorheriger Betäubung, habe ich nicht gespürt), obwohl die Hebamme während der Geburt auch massiert hat (bei mir hat auch die Austreibungsphase eher lang gedauert, der Kleine war nicht ganz klein, aber wirklich riesig auch nicht).
Ich hoffe, dass es die meisten Ärzte schon einschätzen können, wann ein Schnitt sinnvoll ist. Die Krankenhäuser führen übrigens Statistiken darüber. Sie wollen, meines Wissens nach, die Dammschnittrate eher niedrig halten. Bei mir war aber der Dammschnitt sehr schnell genäht und hat mir wirklich auch nachher keine Probleme bereitet. Ich hatte beim Sitzen keine Schmerzen (und ich kenne einige Frauen, die ohne Dammschnitt nach der Geburt wochenlang nur auf einem Schwimmreifen sitzen konnten, weil sie Risse an unangenehmeren Stellen hatten ...).
Wenn du absolut keinen Dammschnitt willst, würde ich das vorher recht klar kommunizieren. Aber Angst musst du davor nicht haben.
Ich hoffe nicht, dass bestimmte Ärzte prinzipiell einfach so reinschneiden. Würde mich aber eigentlich auch interessieren, ob es da abteilungsinterne Nachbesprechungen (oder sowas ähnliches gibt), oder ob auffällt, wenn ein bestimmter Arzt besonders oft schneidet. Weiß da zufällig jemand etwas darüber?

lg,
Solani


  Re: Dammmassage sinnvoll?
avatar  Dream2012
schrieb am 16.02.2019 08:27
Zitat
Solani
Ich hoffe nicht, dass bestimmte Ärzte prinzipiell einfach so reinschneiden. Würde mich aber eigentlich auch interessieren, ob es da abteilungsinterne Nachbesprechungen (oder sowas ähnliches gibt), oder ob auffällt, wenn ein bestimmter Arzt besonders oft schneidet. Weiß da zufällig jemand etwas darüber?

lg,
Solani

Also bei meiner letzten Geburt war zufällig meine Nachsorgehebamme im Kreißsaal als ich entbunden habe und als es drum ging, ob sie den Chefarzt oder den "normalen" Arzt zur Geburt hinzurufen soll, gab sie mir noch nen Hinweis, da sie wusste, dass mir ein heiler Damm sehr wichtig ist, dass sie eher den einen als den anderen wählen würde.
Ich denke somit schon, dass ein Arzt gewisse Tendenzen hat.


  Re: Dammmassage sinnvoll?
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  Kluntjemedroom
schrieb am 17.02.2019 12:16
Ich habe vor der ersten Geburt superdiszipliniert Dammmassagen gemacht und Himbeerblättertee getrunken und Heublumensitzbäder gemacht, da ich auf gar keinen Fall reißen wollte. Tja, eingeleitete Geburt, Saugglocke, da hat mir auch das alles nichts genützt, ich habe über 30 Stiche bekommen. Beim zweiten Kind hab ich dann nichts gemacht, da das Narbengewebe zu hart war und ich hatte nur eine leichte Abschürfung. War ja auch alles nach der ersten Geburt vorgedehnt.


  Re: Dammmassage sinnvoll?
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  Solani
Status:
schrieb am 17.02.2019 17:42
Zitat
Dream2012
Zitat
Solani
Ich hoffe nicht, dass bestimmte Ärzte prinzipiell einfach so reinschneiden. Würde mich aber eigentlich auch interessieren, ob es da abteilungsinterne Nachbesprechungen (oder sowas ähnliches gibt), oder ob auffällt, wenn ein bestimmter Arzt besonders oft schneidet. Weiß da zufällig jemand etwas darüber?

lg,
Solani

Also bei meiner letzten Geburt war zufällig meine Nachsorgehebamme im Kreißsaal als ich entbunden habe und als es drum ging, ob sie den Chefarzt oder den "normalen" Arzt zur Geburt hinzurufen soll, gab sie mir noch nen Hinweis, da sie wusste, dass mir ein heiler Damm sehr wichtig ist, dass sie eher den einen als den anderen wählen würde.
Ich denke somit schon, dass ein Arzt gewisse Tendenzen hat.
Das kann ich mir gut vorstellen. Jeder hat ja in seinem Beruf bestimmte Tendenzen und es kommt auch auf die Erfahrungswerte an, die man hat. Manche Ärzte denken wohl, dass sie mit einem Dammschnitt quasi auf Nummer sicher gehen. Ich habe jedenfalls den Eindruck gehabt, dass die Ärztin, die bei mir geschnitten hat, sich das Ganze sehr wohl gut überlegt und abgewägt hat.
Aber es kommt dann sicher auch auf das persönliche Empfinden in der Situation an, wie man sich behandelt und wertgeschätzt fühlt etc.. Und natürlich auch aufs Ergebnis danach.


  Re: Dammmassage sinnvoll?
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  Archangel
Status:
schrieb am 21.02.2019 11:21
Hallöchen,

ich bin auch so ein Beispiel für: viel gemacht, gebracht hat es nix. smile

Ich habe ab der 32 ssw jeden Abend brav meinen Damm massiert und gedehnt, sowie Himbeerblättertee getrunken (in Maßen). Die Geburt wurde dann aber eingeleitet und ging sehr schnell und heftig, dann noch Saugglocke dazu, und alles komplett (3. Grad) gerissen. Obwohl die Hebamme wirklich die ganze Zeit an meinem Damm zugange war, massiert und gedehnt hat...

Ich glaube aber, dass die Massage vielleicht für eine "normale" Geburt geholfen hätte - und ob man eine normale Geburt hat, weiß man dann immer erst, wenn es soweit ist. Und ich denke, dass alles, was einem das Gefühl gibt, ein bisschen an Kontrolle und Vorbereitung in diesen absolut unkontrollierbaren Prozess hineinbringen zu können, eine gute Sache ist.

Insofern: massieren. smile Im besten Fall hilft es, im schlechtesten Fall (nur) nicht. Schaden wird es sicherlich nicht.

Viele Grüße!




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