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  Übernahme der Hebammenrufbereitschaft
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  kiki2074
schrieb am 16.01.2019 10:04
Hallo zusammen,
da ich bei einigen gelesen habe, dass sie auch in einem Geburtshaus oder eine Hausgeburt geplant hatten/haben. Wollte ich mal nachfragen wieviel ihr von den Krankenkasse für die Hebammenrufbereitschaft erstattet bekommt. Meine Krankenkasse zahlt nur 120 € und wenn man überlegt wieviel günstiger die Geburt für die Krankenkasse ist, wenn man im Geburtshaus oder eine Hausgeburt macht, ist es wirklich wenig.

Vielen Dank!


  Re: Übernahme der Hebammenrufbereitschaft
avatar  bubble°
Status:
schrieb am 16.01.2019 11:12
Meine KK übernimmt 250,- €.
Allerdings kostet hier in der Region eine Hausgeburt ca 700,- € (also noch 450,- privat zu zahlen). Ohnmacht
Ein Geburtshaus gibt es nicht mehr in meiner Umgebung und Kostenübernahme für eine Beleghebamme ist an ein bestimmtes KH gebunden (in das nicht jede möchte).
So spart meine KK natürlich, weil kaum jemand diese 250,- in Anspruch nehmen kann/will.

PS: Hat bei mir jetzt erst Klick gemacht, worauf du hinaus wolltest. Ich werd rot
Eine Geburt im KH mit anschließendem stationärem Aufenthalt oder auch nur ambulant kostet die KK natürlich wesentlich mehr als sogar die 700,- € Hausgeburt.
Könnte jetzt nur spekulieren, warum die Krankenhausgeburt mit Schichthebamme so scheinbar gefördert wird, weil die Hausgeburten/Geburtshausgeburten/Beleghebammengeburten privat nicht für jeden bezahlbar sind, da nur so wenig von der KK bezuschusst. (Vermutlich Versicherungsgrund?)


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.19 11:46 von bubble°.


  Re: Übernahme der Hebammenrufbereitschaft
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  Solani
Status:
schrieb am 16.01.2019 15:28
Die Krankenkassen wollen die Geburten in den Krankenhäusern haben, deshalb wird so wenig dazugezahlt. Der Grund ist einfach, dass das Risiko eines Großschadens für die Krankenkassen außerhalb des Krankenhauses größer ist (bzw. dass die Krankenkassen das denken, ich will keine Diskussion darüber starten). Das individuelle Geburtserlebnis ist den Krankenkassen egal.


  Re: Übernahme der Hebammenrufbereitschaft
avatar  Minako
Status:
schrieb am 16.01.2019 21:57
Hallo,

Ich musste für die Rufbereitschaft 500 euro zahlen, 250 hat die Krankenkasse zurückerstattet.


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  Re: Übernahme der Hebammenrufbereitschaft
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  Dinchen81
Status:
schrieb am 16.01.2019 22:06
Ich zahle an die Hebamme 400 für die Bereitschaft und die KK erstattet 250 Euro! Es gibt aber auch Kassen, die gar nichts zahlen...die haben alle unterschiedliche Schwerpunkte - leider! Vlg!


  Re: Übernahme der Hebammenrufbereitschaft
avatar  Mina :-)
Status:
schrieb am 17.01.2019 10:33
Ich hatte eine Hausgeburt und musste dafür NICHTS bezahlen, rechnet sie mit der Kasse ab. Die Rufbereitschaftspauschale betrug 250.- und wurde komplett von der Kasse übernommen.
Es ist schon traurig, dass es da anscheinend solche immensen Unterschiede gibt!!! Es sollte doch für jeden erschwinglich sein in einem Geburtshaus oder zu Hause zu entbinden!!

LG Mina


  Re: Übernahme der Hebammenrufbereitschaft
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  meterchen
Status:
schrieb am 17.01.2019 12:25
Hallo ihr Lieben,

ich plane ja auch eine Hausgeburt und habe deshalb gestern bei meiner Kasse angerufen und die übernehmen nur 100,00€ für die Rufbereitschaft.

Meine Hebamme nimmt 600,00€ für die Rufbereitschaft und sie meinte, man soll der Kasse ruhig etwas Druck machen, einen Brief aufsetzen mit der Bitte mind. 250,00€ für die Rufbereitschaft zu übernehmen, wie es auch die und die Kasse machen und oft (hat sie schon mehrere Male erlebt) übernehmen die dann doch die 250,00€, wenn man dann auch noch mit Kassenwechsel droht. zwinker
Ich werde es wenigstens versuchen, denn 100,00€ sind echt wenig dafür.

@Mina, ja, ich finde es auch sehr traurig, denn manche Familien, die sich so sehr eine Hausgeburt wünschen, können es sich einfach nicht leisten, egal wie teuer die Rufbereitschaft ist.

Ich kann ja mal Bescheid geben, ob es was gebracht hat, werde das Schreiben heute aufsetzen.

LG Meterchen


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.01.19 10:40 von meterchen.


  Re: Übernahme der Hebammenrufbereitschaft
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  Dinchen81
Status:
schrieb am 17.01.2019 13:35
Nur um Missverständnisse zu vermeiden - ich hatte auch eine Hausgeburt und musste dafür auch nichts zahlen... die 400 Euro ist die reine Bereitschaftsgebühr...

Da muss man schon unterscheiden, um was es wirklich geht! zwinker

Vlg noch mal!


  Re: Übernahme der Hebammenrufbereitschaft
avatar  Juna30
Status:
schrieb am 17.01.2019 20:19
Zitat
meterchen
Hallo ihr Lieben,

ich plane ja auch eine Hausgeburt und habe deshalb gestern bei meiner Kasse angerufen und die übernehmen nur 100,00€ für die Rufbereitschaft.

Meine Hebamme nimmt 600,00€ für die Rufbereitschaft und sie meinte, man soll der Kasse ruhig etwas Druck machen, einen Brief aufsetzen mit der Bitte mind. 250,00€ für die Rufbereitschaft zu übernehmen, wie es auch die und die Kasse machen und oft (hat sie schon mehrere Male erlebt) übernehmen die dann doch die 250,00€, wenn man dann auch noch mit Kassenwechsel droht. zwinker
Ich werde es wenigstens versuchen, denn 100,00€ sind echt wenig dafür.

@Mina, ja, ich finde es auch sehr traurig, denn manche Familien, die sich so sehr eine Hausgeburt wünschen, können es sich einfach nicht leisten, egal wie teuer die Rufbereitschaft ist.

Ich kann ja mal Bescheid geben, ob es was gebracht hat, werde das Schreiben heute aufsetzen.

LG Meterchen



Kosten im Vergleich (Fakten von einer Hebammenpraxis)

Klinikgeburt
Laut DHV gibt es keine bundesweit einheitlichen Preise. Die folgenden Preisangaben hat der DHV beispielhaft auf Rheinland Pfalz bezogen. In den neuen Bundesländern können sie bis zu 10 % darunter liegen. Der durchschnittliche Preis für eine Klinikgeburt ist nicht bekannt.

Für eine normale vaginale Geburt ohne Komplikationen mit einem durchschnittlichen stationären Aufenthalt von 3-5 Tagen bekommt die Klinik für Mutter und Neugeborenes etwa ca. 2.405 – 2.957 €. Allerdings werden von den Kliniken relativ wenige Geburten ohne Komplikationen abgerechnet, so dass der durchschnittliche Preis deutlich darüber liegen dürfte und laut DHV bis zu 11.266 € betragen kann.

Ein Kaiserschnitt kostet zwischen 3.316 – 6.177 €, bei Komplikationen entsprechend mehr, s.o. (6)



Hausgeburt:
Die Hebamme erhält für eine Hausgeburt 694,58 €. Mit der Geburtspauschale ist die Zeit von acht Stunden vor der Geburt bis drei Stunden nach der Geburt abgegolten.

Für eine zweite Hebamme bei der Geburt können bis zu 225,12 € anfallen.

Für einen Wochenbettbesuch erhält die Hebamme 31,28 €. Für die ersten 3 – 5 Tage ergibt das einen Betrag von 93,84 – 156,40 €.

Für die Erstuntersuchung des Kindes erhält die Hebamme 8,59 €. Darüber hinaus fallen keine weiteren Gebühren für die Betreuung des Kindes an.

gesamt: 797,01 – 859,57 €

Bei einer Klinikgeburt alle Eventualitäten preislich aufzuführen bis hin zum Extremfall von knapp 12.000 € und trotz fehlender Häufigkeitsangaben zu suggerieren, dass der günstigste Fall ja sicherlich nicht so oft vorkommt, dann demgegenüber die Idealhausgeburt zu stellen ohne Eventualitäten ist doch ein bisschen Augenwischerei, oder nicht?
In unserem Geburtshaus kann ich dir z. B. sagen: 6-7 von 10 Geburtshausgeburten enden Dank RTW im Krankenhaus, davon dann 2 per Sectio.
In unserer Geburtsklinik liegt die Sectiorate deutlich unter dem Durchschnitt, trotz dass das Einzugsgebiet für Problemfälle riesig ist.

Nach vaginaler Entbindung ohne Komplikationen ist die durchschnittliche Verweildauer 3-5 Tage? Bei uns sicher nicht. 4-5 Tage nach Sectio.

@TE
Ich wünsche dir, dass du doch noch die gewünschte, notwendige finanzielle Unterstützung der KK bekomnst.


  Re: Übernahme der Hebammenrufbereitschaft
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  mariechen74
schrieb am 18.01.2019 00:21
Zur Ausgangsfrage kann ich leider nichts beitragen und ich wünsche dir, dass du die Leistungen bekommst, aber die sogenannten "Fakten" der Hebammenpraxis halte ich auch für grob unseriös.
Ich hatte einen Notkaiserschnitt mit Vollnarkose (daher bestimmt erhöhter Schwierigkeitsgrad) und mit 4 Tagen KH-Aufenthalt - Privat versichert - hat ca. 4.500 EUR gekostet, Versorgung des Kindes für die Zeit nochmal 900 EUR. Denke, die GKV rechnet ja weniger ab als die Privatversicherung.
Teuer war die Fahrt im RTW ins KH: ca 15km knapp 800 EUR....


Das habe ich gefunden unter www.gkv-spitzenverband.de:
Hebammen und Geburten
Was zahlen die Kassen für eine Hausgeburt bzw. Geburt im Geburtshaus?
Grund­si­che­rung Haft­pflicht­aus­gleich p.a.
(je Geburts­heb­amme, bei mind. 4 geburts­hilf­li­chen Leis­tungen p.a.) 4.000 bis über 5.000 Euro
(je nach Höhe der tatsäch­lich gezahlten Haft­pflicht­prämie)
Zusätz­lich zur Grund­si­che­rung bei Tag bei Nacht
je Haus­ge­burt* ca. 1.017 Euro ca. 1.212 Euro
je Geburts­haus-Geburt** ca. 1.590 Euro ca. 1.750 Euro
Was zahlen die Kassen für eine Geburt in einer Klinik?
Ambu­lante Klinik­ge­burt (max. 1 Tag Verweil­dauer) ab 1.063 Euro
Klinik­ge­burt (ca. 3 Tage Verweil­dauer) ab 1.805 Euro
Kaiser­schnitt ab 2.802 Euro
Versor­gung gesundes Neuge­bo­renes (ca. drei Tage Verweil­dauer) ab 825 Euro

* exemplarische Berechnung möglicher Hebammenleistungen während einer außerklinischen Geburt nach den Verträgen nach § 134a SGB V

** exemplarische Berechnung möglicher Hebammenleistungen während einer außerklinischen Geburt nach den Verträgen nach § 134a SGB V inkl. Betriebskostenpauschale


  Re: Übernahme der Hebammenrufbereitschaft
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  meterchen
Status:
schrieb am 18.01.2019 10:39
Ah ok, na dann wird es wohl so stimmen, ich hatte es auch nur schnell rausgesucht und nicht weiter geschaut, sorry. smile

Ist ja aber trotzdem ein großer Unterschied zur Hausgeburt und die Kassen könnten etwas mehr bezahlen, finde ICH!

LG Meterchen


  Re: Übernahme der Hebammenrufbereitschaft
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  Solani
Status:
schrieb am 18.01.2019 11:01
@ meterchen
Ich finde die Zahlen schon interessant. Weil es ist ja eine Tatsache, dass nicht wenige geplante Hausgeburten oder Geburtshausgeburten letztendlich im Krankenhaus enden. Und in dem Fall müssen die Krankenkassen ja dann beides plus Krankenwagentransport bezahlen. Ich weiß zwar nicht wieviel Prozent einer Hausgeburt bzw. Geburtshausgeburt in dem Fall abgerechnet werden dürfen, aber es wird sicher mehr als 50% sein. Ich tippe sogar eher auf 80-100%.
Weiß das zufällig jemand? Und weiß vielleicht jemand, ob es Krankenkassen gibt, die damit werben, eben in Sachen Hausgeburt alles zu bezahlen?
Ich finde es übrigens kein wichtiges Argument für eine Hausgeburt, das eventuell insgesamt Geld gespart wird. Ich finde es gut, das Frauen in Deutschland frei wählen können und immerhin immer den Großteil auch bezahlt bekommen. Es gibt ja einige Länder, wo das nicht so ist.


  Re: Übernahme der Hebammenrufbereitschaft
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  mariechen74
schrieb am 18.01.2019 13:22
Ich wollte damit auch nicht sagen, dass die Kasse die Hausgeburt nicht bezahlen sollte, sondern nur, dass ich nicht glaube, dass es im KH so teuer ist wie oben dargestellt. Und bei meinen persönlichen Zahlen: da Privatrechnung müsste man das Geburtshaus auch zum Privatsatz vergleichen (1,8fach).
Bin auch der Meinung, eine Geburt sollte komplett übernommen werden, egal wo.


  Re: Übernahme der Hebammenrufbereitschaft
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  claudimaus1982
schrieb am 28.01.2019 16:22
Hallo,
kenne mich damit gar nicht aus, ist bei uns nicht üblich zu Hause zu entbinden.
Aber verstehe ich es richtig, dass ihr 600€ zahlt, dafür, dass jemand kommt, wenn es so weit ist (Rufbereitschaft)? Oder ist das de Geburt mit drin?

@Juna: verstehe ich es richtig, dass 6-7 Geburten von 10 am Ende doch in der Klinik enden? Ist das Schnitt? Finde das aus dem Gefühl heraus schon irgendwie viel und verweunderlich, dass bei einer Quote von 30% überhaupt Frauen ins Geburtshaus gehen, wenn die meisten Geburten doch in der Klinik enden

Sorry, wenn ich blöde frage


  Re: Übernahme der Hebammenrufbereitschaft
avatar  Minako
Status:
schrieb am 29.01.2019 19:34
Zitat
claudimaus1982
Hallo,
kenne mich damit gar nicht aus, ist bei uns nicht üblich zu Hause zu entbinden.
Aber verstehe ich es richtig, dass ihr 600€ zahlt, dafür, dass jemand kommt, wenn es so weit ist (Rufbereitschaft)? Oder ist das de Geburt mit drin?
e

Genau. Die Geburt zahlt die Krankenkasse, egal wo sie stattfindet.
Für die Rufbereitschaft muss man zahlen, die Hebamme (oder sogar zwei) ist dann eben die letzten Wochen (ab 37?? ) tag und nacht erreichbar und und bereit alles andere stehen und liegen zu lassen.




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